Von einem Melia hatten wir eigentlich wesentlich mehr erwartet. Aber was man aus einem guten Namen machen kann, das sieht man hier: die Anlage war insgesamt sehr verkommen, unser Bungalowzimmer war in einem miserablen, abgewohnten Zustand. Die Lage unseres Bungalows war OK. Wir hatten einen guten Meerblick, und es war sehr ruhig. Also wir haben nun wirklich genug vom Leder gezogen. Aber alles ist genau so passiert, deshalb werden wir einen Teufel tun, und hier irgendwelche Alternativempfehlungen aussprechen. Nur eins noch, wir haben wirklich noch nie den Tag unserer Abreise während eines unserer Urlaube herbeigesehnt. Hier schon. Und nicht nur das, wir haben die Stunden bis zum Start nach Hause gezählt. Fazit : wer das Melia Menzel bucht, erspart sich den Gang in´s Sado-Maso Studio.
Tja, ich sagte Anfangs ja schon, der Blick und die Ruhe, das war schon schön. Aber anscheinend sind wir Deutschen zu pingelig, wenn es um Sauberkeit geht. OK, wir gehören auch zu dieser Spezies. Beim erstmaligen Betreten unseres Zimmers lagen noch alle, wirklich alle Trümmer unserer Vormieter irgendwo rum. Angenagtes Obst, auf dem schon ganze Ungezieferkolonien hausten, die dreckige Bettwäsche wurde auch noch nicht gewechselt, in der Toilette schwamm noch, das lassen wir jetzt lieber....Als dann wenige Stunden später alles einigermaßen sauber war, durften wir dann endlich unsere Sachen in die staubigen Schränke räumen. Die tägliche Zimmerreinigung wurde dann auch eher theoretisch als praktisch durchgeführt.
Speisen kalt, Qualität miserabel, die Bedienung wurde in der vorher gehenden Kategorie schon beschrieben, Sauberkeit war oberflächlich gut, allerdings lichteten sich allmählich die Reihen der Gäste, weil jeder mal mit Durchfall dran war.
Die Djerbi sind, zu Recht, ein stolzes Volk. Stolz ist das Eine, unglaubliche Arroganz und Ignoranz das Andere. Wir konnten es nicht fassen, das wir so behandelt wurden. Bei der Ankunft wurde uns ein Zimmer zugeteilt, mit Blick auf einen vermauerten Hinterhof. Der bis dahin nette Kofferträger schmiss unsere Koffer einfach von seinem Karren, als wir Ihm sagten, das wir Meerblick gebucht und auch bezahlt haben. Kurze Zeit später an der Rezeption fast die gleiche "Freundlichkeit". Die Dame hinter dem Tresen versuchte, allerdings vergeblich, unseren Einwand zu ignorieren. Irgendwann bekamen wir dann doch noch unseren gebuchten Bungalow mit Meerblick. Das der Bungalow mehrere 100 meter von der Rezeption entfernt war, und das sich niemand fand, der uns und unser Gepäck mit dem dafür vorgesehenen Elektrokarren dorthin brachte, versteht sich von selbst. Kellner, die einen Großteil der Gäste nicht bedienten, weil sie mit 1-2 € Trinkgeld nicht zufrieden waren seien hier nur noch am Rande erwähnt.
Es gibt in Düsseldorf eine Kapelle, die nennt sich "Tote Hosen". Komisch, das wir ausgerechnet immer an die denken mussten... Außer einigen wenigen Hotels in der Nachbarschaft, in denen fast ausnahmslos nur Franzosen nächtigten, war nichts, nichts, nichts!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Strand war sowas von verschmutzt, unglaublich. Es wird Zeit, das auf Djerba das gleiche Pfandsystem eingeführt wird wie in Germanien. Es lagen wirklich überall Plastikflaschen und Getränkedosen herum. Und wenn ich sage überall, dann meine ich auch überall. Zu unserer Zeit gab es wohl gerade sowas wie eine Algenplage. Da können ja die Djerbi nichts dazu. Aber, die Algen mit einem stinkenden und lärmenden Radlader den lieben langen Tag am Strand von A nach B zu karren, nur weil Radladerfahren so einen Riesenspaß macht, und den ganzen Mist dann Tagelang aufgehäuft liegen zu lassen, bis man sich vor lauter Gestank und Fliegen nicht mehr retten konnte, das ist deren Verschulden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | André |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 11 |


