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Katharina (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Freunde • Oktober 2010 • 2 Wochen • Strand
Nach schwerem Start sehr zufrieden
4,7 / 6

Allgemein

die Anlage hat mit 236 Zimmern die für meinen Geschmack genau richtige Größe - nicht zu groß, um zu unpersönlich zu wirken, aber auch nicht zu klein, als das "nichts los" wäre. Man kann sowohl einen ruhigen Urlaub verbringen, wenn man dies möchte, man kann aber auch jeden Tag bis in die Morgenstunden feiern. Die hoteleigene Open Air Disco "Macumba" ist eine einmalig schöne Location, da kommt richtiges Urlaubsfeeling auf. Schade nur, dass der DJ nicht fähig war, sich an das Publikum anzupassen. Es gab jeden Abend Techno und House, das Repertoire war auf ca. 10 Titel begrenzt - ich kann sie mittlerweile alle auswändig mitsingen. Sämtliche Gäste, die älter als 30 waren, haben nach einem kurzen Rundgang die Disco wieder verlassen. Schade. Das Hotel ist etwas in die Jahre gekommen, aber man macht das Beste draus und versucht, die Anlage in Schuss zu halten. In der Lobby und an der Rezeption wird ständige geputzt und gewienert, der Marmorboden glänzt und strahlt - die Glas- und Marmortische in diesem Bereich aber leider nicht. Daran muss man noch arbeiten. Abgeplatzte Farbe am Balkongeländer stört mich wenig, genauso wie abgesprungene Ecken an den Fließen. Die Zimmer waren ausreichend groß, man konnte sich gut bewegen. Die Matratzen sind sehr hart, aber das scheint in Tunesien überall so zu sein. Die Gästestruktur war sehr gemischt, alle Altersklassen in allen Nationalitäten waren vertreten. Einige norwegische Familien mit vielen Kindern, Belgier, Franzosen, Engländer, Iren, Deutsche und ein paar Polen. Die "gefürchteten russischen Gäste" fand man dort zum Glück nicht, es waren hauptsächlich Paare und Familien mit Kindern. Zum Essen schreibe ich mehr weiter unten In der näheren Umgebung des Hotels kann man leider nichts unternehmen, man muss ein Taxi nach Monastir, Sousse (max. 10 Dinar) oder Port El Kantaoui (max. 20 Dinar, jeweils einfach) nehmen. In Sousse gibt es eine sehr schöne Medina mit vielen Geschäften, die jedoch hauptsächlich Souvenirs verkaufen. Wem das Feilschen zuviel ist, der ist mit einem Einkauf in den Fixed Price Shopping Centers auch gut bedient. Ich habe es dort nicht als zu teuer empfunden. Es gibt noch ein Shopping Center (Slim Center), dort wird hauptsächlich italienische Mode und Schuhe verkauft. Die Preise sind auch für deutsche Verhältnisse happig. Aber dort kann man sicher sein, Originale zu erstehen und keine Imitationen. Die beste Reisezeit dürfte der September sein, dann ist es noch schön warm, aber nicht mehr zu heiß und das Meer ist noch vom Sommer aufgeheizt, auch wenn es schon kühler wird. Dies hat aber den Vorteil, dass die Feuerquallen dann verschwinden. Sollte einen doch einmal eine erwischen, dann gibt es ein einfaches, aber wirksames Mittel: nicht versuchen, die Tentakeln zu entfernen, damit macht man alles nur noch schlimmer. Ganz dick Rasierschaum drauf, locker verteilen, ohne dabei Haut oder Qualle zu berühren, Zähne zusammenbeißen und in der Sonne antrocknen lassen. Danach kann man alles abspülen und die Rötungen und das Brennen gehen sehr schnell zurück. Je nach Strömungsverhältnissen schwemmt es viel Seegras an. Es wird immer Algen genannt, aber es ist Seegras. Tunesische Gesetze verbieten es aber, dass die Hotels das angeschwemmte Seegras beseitigen. Man muss es liegen lassen und von der nächsten Flut wird es wieder hinausgetragen. Die oft bemängelten Kamelkötteln sind gar keine, sondern Knäuel von den abgestorbenen Seegraspflanzen. Also keine Panik, es ist alles sauber. Wenn man möchte, dann findet man immer ein Haar in der Suppe. Tunesien ist nicht Deutschland und dessen sollte man sich klar sein, wenn man einen Urlaub dort bucht. Verglichen mit den Verhältnissen auf den Straßen oder den Häusern, in denen die Einheimischen leben, ist das Ramada Liberty Resort wirklich eine Luxusunterkunft. Alles in allem betrachtet hatte ich einen wirklich schönen, erholsamen aber auch lustigen und unterhaltsamen Urlaub. Ich bin völlig entspannt, erhot und gut gelaunt. Die Probleme, die wir hatten, wurden freundlich und prompt behoben. Das fand ich klasse. Probleme kann es immer geben, aber hier wird sehr zuvorkommend darauf eingegangen und ohne Murren Abhilfe geschaffen. Mir hat es gefallen und mit den genannten Einschränkungen und angesichts des Preis-Leistungs-Verhältnisses kann ich das Hotel wirklich empfehlen. Sicher gibt es besseres, aber eben nicht für das Geld.


Zimmer
  • Gut
  • Die Zimmer sind ausreichend groß, die Matratzen für meinen Geschmack zu hart. Die Klimaanlage hat einwandfrei funktioniert. Wir hatten einen schönen, großen Balkon mit Blick zum Pool. Gerade in den Zimmern sieht man, dass das Hotel in die Jahre gekommen ist, aber es war nach dem Stupser der Rezeptionschefin jeden Tag picobello sauber. Einen Kühlschrank habe ich vermisst. Diesen hätte man gegen Bezahlung mieten können, aber eigentlich erwartet man, dass generell einer vorhanden ist. Andererseits: es gab ja fast rund um die Uhr Getränke soviel man wollte.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Wir hatten All inclusive gebucht, Getränke gab es an der großen Bar im Bereich zwischen Lobby und Terrasse, an der Poolbar und am Strand. Frühstück, Mittag- und Abendessen im Buffetrestaurant "Flamingo". Jeweils ein Mal pro Aufenthalt kann man gegen Reservierung am Tag vorher im Barbecue-Restaurant am Pool, im Restaurant "Al Maeda" essen, an der Poolbar soweit ich mitbekommen habe tgl. aber eben nur nach vorheriger Reservierung. Die Poolbar habe ich nicht in Anspruch genommen. Das angebotene Buffet war zwar jeden Mittag und Abend im Aufbau ähnlich (6 verschiedene Salate, 2 Suppen, 1 tunesische Spezialität, Fleisch oder Fisch vom Grill, 2 oder 3 Gemüsesorten, div. Pizza und Pasta, verschiedene Beilagen), jedoch war durchaus eine Varianz in den einzelnen Speisen gegeben - es gab z. B. nicht jeden Abend die gleichen 6 Salate usw. Wer bei diesem Buffet nichts nach seinem Geschmack gefunden hat, der wird wahrscheinlich abseits von Sauerbraten und Wiener Schnitzel nirgends glücklich werden. Wenn etwas ausging, dann wurde auch sofort wieder nachgelegt, allerdings nur bis ca. 45 min vor Restaurantschließung, danach nicht mehr. Aber das wusste man spätestens am 2. Tag und ging entsprechend früher. Insgesamt hatte das Restaurant Flamingo aber leider die Atmosphäre einer Betriebskantine. Mit ein bißchen Dekoration und Licht könnte man hier sicher eine bessere Wohlfühlstimmung schaffen. Ich war etwas hin- und hergerissen, was ich davon halten sollte, dass man sich seine Getränke selbst an der Bar holen muss und diese dann im Plastikbecher bekommt. Andererseits muss man bedenken, dass man vom Restaurant aus direkt auf die Terrasse gehen kann und von dort aus auch direkt anschließend an den Pool. Viele Becher sind mittags aus dem Restaurant direkt an den Pool gewandert und da aus Plastik gab es auch keine Scherben. Das Personal tat mir etwas leid, denn die Jungs hatten keinen festen Service Bereich und da niemand Getränke serviert hat, waren sie eigentlich nur zum Tellerabräumen da. Nur der Oberkellner hat den Gästen ihre Plätze zugewiesen und dafür dann Trinkgeld erwartet. Schade, dass am Ein-/Ausganz keine Trinkgeldbox ausgestellt war, in die man etwas hätte einwerfen können. Ich habe irgendwann nicht mehr durchgeblickt, wer im Restaurant wofür zuständig war.


    Service
  • Gut
  • Das Personal ist durchwegs ausgesprochen freundlich, auch ohne Trinkgeld. Sehr angenehm empfand ich, dass man als Frau nicht ständig durch die Angestellten belästigt wird. Dies habe ich schon viel penetranter erlebt. Aber auch in dieser Anlage arbeiten Menschen, und keiner ist perfekt - Probleme kommen vor. Mir ist dabei aber wichtig, wie mit einem aufgetretenen Problem umgegangen wird. Wir hatten an unserem ersten Zimmer die Sauberkeit bemängelt und dies auch am 2. Tag nach der Begrüßungsrunde bei der Reiseleitung reklamiert. Diese Dame trat wie ein Feldwebel auf und man hatte Angst, überhaupt noch "piep" zu sagen. Letztendlich wurde uns dann an der Rezeption geholfen, die Chefin war sehr bemüht, hat mit uns das Zimmer besucht und ohne dass wir groß diskutieren mussten, hat sie dem Zimmermädchen Anweisung gegeben, was in Ordnung zu bringen ist. Danach war jeden Tag alles bestens: frische Handtücher, Laken regelmäßig gewechselt (nicht täglich, aber wer macht das selbst zuhause?). Ich hatte auch überhaupt keine Verständigungsprobleme, man hat mich immer verstanden und ich habe immer das bekommen, was ich wollte.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Der Flughafen liegt in unmittelbarer Nähe was den Vorteil einer sehr kurzen Transferzeit hat, ich glaube es waren ca. 15 oder 20 Minuten - und unser Hotel war das dritte, das angefahren wurde. Trotzdem ist der Fluglärm nicht belästigend, man hört ihn nur, wenn der Wind ungünstig steht. Sonst drehen die Flugzeuge vor der Landung noch eine Kurve und man hört nichts davon. Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten außerhalb des Hotels sucht man in der näheren Umgebung leider vergebens und das ist auch das Einzige, was ich zu bemängeln habe. Ich habe es ein bißchen vermisst, dass man auch am Abend mal am Strand bei einem Gläschen Wein den Wellen lauschen kann oder nach dem Abendessen einen kleinen Bummel über eine Flaniermeile machen kann. Andererseits hat sich das Animationsteam sehr viel Mühe gegeben, jeden Abend gab es eine Show: mal Tänze der Animateure selbst, mal ein Fakir (welcher unglaublich gut ist!), mal ein tunesischer Abend mit einer nachgestellten tunesischen Hochzeit und Bauchtanz, die obligatorische Miss-Wahl, Karaokeabend, Bingo und auch mal eine Magier-Show (die ich unglaublich schlecht fand). Immer jeden Abend zwischen Abendessen und Showtime gab es die Minidisco, die bei den Kleinen super ankam. Ich habe die Kinder nachmittags am Pool noch die Lieder singen und tanzen hören. Durch die Reiseleitung werden verschiedene Ausflüge angeboten, manche sinnvoll und gut, manche nicht empfehlenswert. Den Kamelritt von "Onkel Fritz" kann man sich sparen, ebenso die angebotenen Quad-Ausflüge. Wir haben beides gemacht und waren enttäuscht. Gelohnt haben sich aber die beiden Ausflüge "2 Tage Südtunesien und Bergoasen" und "Tunis, Karthago und Sidi Bou Said". Wer sich für Land, Leute und Kultur interessiert, ist damit bestens bedient. Wir haben diese Ausflüge gleich aufeinanderfolgend gemacht, waren also 3 Tage nicht im Hotel, aber es hat sich gelohnt. 2000km in 3 Tagen, aber wir haben wirklich ganz Tunesien gesehen. Bezahlt haben wir für die 2-Tages-Tour mit Übernachtung und VP pro Person ~100 Euro, für den anderen Ausflug ~40 Euro. Also wirklich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Das Sportangebot ist gut. Am Morgen beginnt es mit Stretching/Aerobic, danach Aqua-Gym und Volleyball, nachmittags Water Polo, wieder Volleyball, Dartspielen, zwischendurch immer mal der obligatorische Clubtanz. Das Animationsteam wurde wohl irgendwann im Sommer komplett ausgewechselt, der Chef heißt Boda, man sah ihn am Abend immer als Moderator. Sonst besteht es aus 5 Jungs (Cross, Zorro, Marco, Nino, Max - Stand Okt. 10) und einer Kinderanimateurin (Dadou). Sie laufen den ganzen Tag rund um den Pool und versuchen, die Gäste zum Mitmachen zu bewegen, aber auch eine unaufdringliche Art. Wer sagt, dass er nicht möchte, der wird i. d. R. auch in Ruhe gelassen. Zur Disco habe ich ja oben schon geschrieben. Ganz Tunesien liebt elektronische Musik, dementsprechend wird die auch gespielt - und nichts anderes. Erst nachdem sich mehrere Gäste massiv beschwert haben, wurde in der Disco "Zanzibar" dann auch mal etwas anders gespielt -und siehe da: es war gut besucht! Viele schrieben, dass die Liegen am Pool Mangelware waren, was ich aber nicht bestätigen kann. Wenn die Liegestühle rund um den Pool und direkt am Wasser alle besetzt waren und auch auf den Wiesen nichts mehr frei war, dann hat der Bademeister aus seinem Lager welche rausgeholt und die Liegen auf der Wiese unter den Palmen aufgestellt. Die Auflagen gibt es kostenlos am Barbecue. Hier gibt es zwei verschiedene: gestreifte, die nicht mehr so schön anzuschauen sind, und die auch ein weniger dünner sind als die neueren, bordeauxroten. Die haben zwar auch teilweise Ränder, aber das liegt denke ich nicht an mangelnder Sauberkeit. In der Luft liegt permanent ein bißchen Saharastaub und dieser setzt sich natürlich auch tagsüber in den Auflagen fest. Wenn sich dann ein Gast mit nasser Kleidung draufsetzt, dann gibt das diese hellen Ränder. Diesem Saharastaub ist nicht beizukommen. Die weiße Hose ist nach zweimal Waschen noch vergilbt. Nach einem Regenguss sammelt sich dieser feine Staub auch als beige Brühe auf den Plastikmobiliar auf der Terrasse. Hier müsste das Personal etwas aufmerksamer sein und spätestens am Morgen, bevor die Gäste kommen, die Stühle etwas abspritzen.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Freunde
    Dauer:2 Wochen im Oktober 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Katharina
    Alter:41-45
    Bewertungen:2