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Archiviert
Peter (56-60)
Verreist als Paarim Juli 2007für 1 Woche

Amerikanisch-britischer Luxus mit Latino-Dominanz

4,7/6
Wir hatten dieses teure Hotel für eine Woche in unseren individuellen Karibikplan eingebaut. Von Virgin Gorda am Abend mit der Fähre nach Road Town, von dort mit der Hotelyacht nach Peter Island. Doch wo war unser Transfer? Wir hatten uns verspätet! Verzweifelt saßen wir im klimatisierten Terminal des Resorts herum und warteten. Dabei musste an der Anlegestelle nur ein Telefonhörer aufgenommen werden und schon wurden wir abgeholt, keine weiteren Gäste! Mit einem Drink in der Hand an Deck, Vollmond über dem Drake-Channel. Stress vorüber!
Peter Island ist ein schon älteres Hotel mit nur einigen Dutzend Zimmern, teilweise im Hauptkomplex am Inselhafen, teilweise direkt am Strand gelegen. Die zweistöckigen Häuser haben jeweils vier Einheiten, die am Strand sind luxuriöser und geräumiger, aber bis auf die direkte Strandlage den happigen Aufpreis nicht wert! Unser Zimmer am Hafen hatte einen von Palmen leicht behinderten Blick auf das Meer und den Pool und Fußgangsnähe zu Rezeption, Bar und Hauptrestaurants. Der Strand ist einige Gehminuten entfernt, pemanente Elektro-Shuttles vebinden ihn aber mit dem Haupthaus. Die Häuser am Hafen sind mit überdachten kleinen Balkonen (oben) und freien Gartenterrassen (unten) zum Garten/Meer ausgerichtet. Die vom Haupthaus weiter entfernten sind ruhiger (Bar, Pool-Geräusche, Musikunterhaltung..). Die Architektur ist bis auf die große überdachte offene Lobby weniger karibisch, hat eher einen sehr britischen Steinbau-Charakter. Dennoch eine großzügige und gediegene Wohlfühlumgebung, die eher auf "klein aber fein" setzt. Das Hotel ist sehr sauber und bietet sehr schön möblierte Aufenthalts- und Restauranträume, kommt aber mit dem weiträumigem Luxus anderer Karibik-Resorts nicht mit. Dafür hat es mehr Intimität, bei ruhigen Individualreisenden (vor allem aus den USA/GB) durchaus sehr sinnvoll. Leider schienen aber gerade im Juli lateinamerikanische Stammgäste im Großfamilienformat angereist zu sein, die das Hotel quasi für sich und ihre Kinderscharen requirierten. Rücksichtnahme gegenüber anderen Gästen war offenbar nicht zu erwarten, das Hotelmanagement begünstigte eher noch diesen Riesengruppe! Insgesamt aber auch sehr nette Gäste mit einem gewissen Niveau. Wir hatten vielen Kontakt mit Briten und Amerikanern. Die Freundlichkeit der Gäste überwog, besonders in den Restaurants. Die Vollpension ist auf dieser Privatinsel nicht zu umgehen (im Haupthaus und im sehr schön gelegenen Beach-Restaurant, zum Teil in Buffet-Form ).

Lage & Umgebung5,5
Die Insel liegt in Sichtweite von Tortola, die Fähre verbindet regelmäßig das Hotel mit der Hafenstadt Road Town. Sehr schöner Blick auf Tortola, wunderschöne Sonneruntergänge hinter der Insel, nett auch die Lichter von Roadtown am Abend ( der Hauptkomplex liegt auf einer Halbinsel mit wildem Meer vor der Mole und den Fenstern des Restaurants- toller Blick!). Kein Strand und keine Bademöglichkeiten am Haupthaus, aber in kurzer Entfernung über einen Hügel hinweg der wirklich sehr schöne Strand mit den Luxussuiten und dem Strandrestaurant unter Palmen. Die Insel ist relativ groß, man kann gut wandern oder an einer Rundfahrt mit dem Hoteltaxi teilnehmen. In einer Nachbarbucht liegt der SPA-Komplex. Wir hatten nicht genügend zeit alle Möglichkeiten auszukosten. In den Bergen liegen einige Luxusvillen, die auch angemietet werden können oder teilweise dauerhaft bewohnt werden. Quartiere für den Jet-Set. Die tropische Vegetation ist üppig und wird gut gepflegt. Der Hotelstrand bietet endlos viele Palmen, viel natürlichen Schatten und klares Meer. Die Spaziergänge dorthin sind bei der üppigen Vollpension dringend empfehlenswert!

Zimmer4,5
Unser Zimmer war ausreichend groß und gut möbliert, das Bad eher etwa klein geraten. Wertigkeit der Möbel und Materialien durchaus hoch, wenn auch sicher in die Jahre gekommen. Weniger wie offene karibische (Innen) Architektur, mehr ein dunkler Schiffsbau mit Mahagoni und Teak - man fühlte sich wie in der Kabine einer Segelyacht. Schöne Dekoration mit zwei zusätzlichen Sesseln neben dem großen Doppelbett. Auf dem überdachten Balkon (hält den Regen ab!) zwei Liegestühle.
Kein wirklich überragend großzügiger Luxus und für die gezahlte keine gefühlte Qualität!

Service3,0
Ein durch und durch englisch-sprachiges Hotel. Die Freundlichkeit des Managements hielt sich in Grenzen. Vielleicht wurde sie auch eher für die Latino-Gäste benötigt! Dennoch teilweise wieder herzliche Behandlung durch die im Hotel arbeitenden Locals, die sich allerdings auch nicht überarbeiteten und einen oft warten ließen. Wir hatten oft den Eindruck, dass deren Jobs offenbar sehr sicher sein müssen! Viele in den Restaurants waren sehr herzlich, einige konnten jedoch nur schlecht ihre Ressentiments gegenüber den "reichen" Gästen verbergen. Eine Room-Maid versuchte z. B. kurz vor der Abreise im Stil einer Sonntagspredigerin ein besonders gutes Trinkgeld herbei zu palavern! Eine ältere Obermutter von Kellnerin entzückte uns mit dem Hinweis, dass wir uns ruhig noch eine Flasche Wein mehr zum Essen leisten sollten, da wir doch offenbar keine Kinder hätten! Man wurde teilweise schnell privat und distanzlos, freundlicher ausgedrückt "kindisch" behandelt. Wir hatten den Eindruck, das farbige Personal hatte das weiße Management gut im Griff.

Gastronomie5,0
Wir haben in der Karibik schon besser gegessen, aber dennoch war die Küche wirklich gut. Vor allem sind die nicht übervollen Buffets zu nennen. Gute Meeresfrüchte und Salate! Das kann auch anders ausfallen, also Kompliment! Auch a la carte war vieles recht gut, das Frühstücksbuffet tadellos und natürlich very british! Die Weinkarte teuer, aber auch mit einigen guten preisgünstigen Weinen. Das offene stille Tafelwasser war inklusive, Hygiene in den Restaurants nicht zu beanstanden. Mich hat allerdings einmal Montezumas Rache ereilt! War es das offene Wasser?
Am schönsten ist das offene Strandrestaurant für Lunch und Diner. Auch im Hauptrestaurant ist das Essen- besonders abends- eine Empfehlung wert.

Sport & Unterhaltung5,0
Wir haben die Wasser- und Strandqualität sehr genossen, auch wenn wir wohl jahreszeitbedingt ein recht bewegtes Meer hatten. Der Service am Strand war makellos, allerdings wurde er auch schon einmal durch Tagesgäste der Insel gestört, die der Exklusivität nicht gut tun! Den Pool kann man eigentlich vergessen. Wir nutzten ihn an Regentagen, die es leider auch gab. Wassersport und SPA haben wir nicht genutzt - so no comment. Einen Minimarkt mit vernünftigen Getränkepreisen sucht man vergebens (bestenfalls also mit der Fähre nach Tortola..). 5 Sonnen eigentlich vor allem für die einmalige Insel mit der schönen exklusiven Anlage und dem traumhaften Strand!

Hotel5,0

Tipps & Empfehlung
Ein Erlebnis allemal, ein schönes Hotel - aber auch ein widersprüchliches ! Hier wird zu sehr in überholt konservativen Qualitäten geschwelgt - heute hätte man es fürs Geld lieber doch etwas großzügiger in den Hotelzimmern. Die Deluxe-Suiten am Strand erschienen uns nur räumlich größer, im Prinzip aber gleich geartet. Für den selben Preis gibt es in anderen Traumhotels der Karibik schon Bäder in der Größe unseres Zimmers auf Peter Island! Wer jedoch den "Charme der älteren Hotelanlage " und Merkwürdigkeiten von Personal und Latino-Gästen mit Humor erträgt, ist hier "very amused"!

Hotel wirkt schlechter als angegebene Hotelsterne
Hotel ist schlechter als in der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Angemessen
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:1 Woche im Juli 2007
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Peter
Alter:56-60
Bewertungen:11
NaNHilfreich