Das schlechteste 5 Sterne Hotel welches wir bislang weltweit erleben mussten. Alles begann mit unserer Ankunft gegen 12 Uhr. Beim einchecken wurde uns mitgeteilt, dass unser Zimmer schon fertig sei und nur noch die "Reinigungskontrolle" stattfinden müsse. In kurz: nach mehrfachem Nachfragen waren wir um 16 Uhr in unserem Zimmer. Nach 12 Stunden Anreise nicht schön aber da der reguläre Check-in an der Rezeption mit 15 Uhr ausgeschildert war, haben wir es hingenommen. Die eigentliche Katastrophe folgte, als wir im Zimmer ankamen. Wir haben noch nie so viel schwarzen Schimmel gesehen. Die gesamte Dusche lebte quasi. Aber auch das Zimmer an sich, die Möbel, vor allem das Sofa waren über Jahre von der Luftfeuchtigkeit & schlechter Reinigung/Pflege eher auf dem Stand einer schlechten Jugendherberge als einem 5 Sterne Hotel. Beim Blick auf das Bett hörte der Spaß dann auf. Jeder Bezug war fleckig, hatte braune schmieren und auch altes Blut sowie Haare waren schnell gefunden. Als uns währenddessen die ersten kleinen Käfer und Spinnen entgegenkrabbelten, war für uns klar - hier können wir nicht schlafen. Wir verbrachten also den Rest unseres ersten Urlaubstages mit der Kommunikation mit TUI und der Rezeption. Am Abend war dann klar, ein neues Zimmer gibt's erst am nächsten Tag ab 13 Uhr. Nebenfakt: Unserem Nachbarzimmer, einem älteren Pärchen, ging es übrigens genau so - somit hatten wir zumindest Leidensgenossen, mit denen wir uns austauschen konnten. Die Koffer blieben also unausgepackt in der Ecke stehen und wir baten zumindest darum, das Bett neu bezogen zu bekommen. Allein für das Bettzeug telefonierten wir drei mal mit der Rezeption. Um 22 Uhr(!!!) bekamen wir dann vor unserer Zimmertür zwei Laken in die Hand gedrückt und haben das Bett selbst neu bezogen. Auf Kissen verzichteten wir in der Nacht - da keine neuen Bezüge. Nach einer wirklich bescheidenen Nacht checkten wir um 13:30 Uhr ins neue Zimmer ein. Bei einem Zusammentreffen mit einer Putzdame kurze Zeit später, begrüßte sie uns mit einem süffisanten Grinsen und dem Satz "i hope the room is clean enough for you" - leider nein. Als wir das Zimmer betraten, wurden wir von einer Welle Chlorgeruch begrüßt was kurz auf eine ordentliche Reinigung hoffen ließ, aber nach 10 Minuten war klar - auch hier waren Luftfeuchtigkeit und Schimmel fleißig. Die Dusche hatte zwar nur in ein paar Ecken schwarzen Schimmel aber an Wänden und Schrank erkannte man schnell, dass alles unschöne Schwarze einfach bereits mehrfach mit Farbe übermalt wurde. Die Möbel waren weiterhin abgenutzt, unser Spiegel und die Eingangstür wirkten im unteren Bereich wie angenagt, das Sofa versprach allein beim hinschauen eine Vielfalt von Keimen dieser Welt. Die darüber hängenden Bilder waren aufgequollen und hatten ebenso Schimmelanzeichen. Die untere Seite der Bildschirmoberfläche unseres TVs löste sich langsam, der Deckenventilator schmückte sich mit dem Dreck & Rost der letzten Jahre, die Wandlampen trugen diverse Spritzer der letzten Streichaktionen und die Vorhänge hatten aller Art Flecken. Unsere Balkontür ließ sich nur richtig abschließen, wenn sie einen kleinen Spalt offen blieb, da das nachgerüstete Schiebechloss mit großzügigem Freiraum direkt in den Fensterrahmen gebohrt wurde. Aber zumindest waren nur noch zwei Bezüge des Bettes fleckig und wir hatten noch(!!) keine Insekten im Zimmer- yeay. Zudem hatten wir eine Sektflasche mit Entschuldigungsschreiben auf dem Tisch liegen - im Notfall hätten wir uns das Zimmer also schön trinken können. Da wir zu diesem Zeitpunkt quasi schon einen ganzen Urlaubstag verloren hatten und anhand der anderen schlechten Rezensionen feststellen mussten, dass diese Art von Zimmer hier anscheinend zum Standard zählt, nahmen wir es hin und teilten TUI noch einmal die aktuelle Lage mit. Wir packten unsere Koffer aus und versuchten unseren Urlaub richtig zu beginnen. Als wir nach dem Abendessen im Zimmer aber von einem Handflächen großen Käfer (sah aus wie eine Kakerlake, war dafür aber eigentlich zu groß) in den Vorhängen der Terrassentür begrüßt wurden, war die "no stress" Mentalität dahin. Die telefonische Bitte an die Rezeption, jemandem zu schicken der dieses entfernt, wurde die Situation kurze Zeit später zu einem wirklich schlechten Scherz. Die Dame die kam, konnte leider kein Englisch. Wir schilderten mit Händen und Füßen die Lage und zeigten ihr das kurz vorher aufgenomme Video. Ihre Mimik als auch ihre darauf folgenden Handlung zeigte, dass sie an dem Insekt ebenso wenig Interesse hatte wie wir. Sie ruckelte ein paar Mal an den Gardinen, stellte sich in die Ecke des Zimmers und beobachtete uns weitere 10 Minuten beim Suchen des Insekts. Dann bot sie uns ihr Insektenspray an und ging. Es folgten weitere Telefonate mit der Rezeption, die Dame war nochmals bei uns und ging genauso schnell wieder. Sie selbst telefonierte währenddessen übers Handy sehr angeregt mit der Rezeption. Wir selbst erreichten die Rezeption nicht mehr. Schlussendlich kontrollierten und räumten wir das Zimmer selbst um, sprühte jeden nicht einsehbaren Winkel mit Insektenspray ein und verschlossen mit Klopapier offenen Stellen unserer Balkontür. Unsere Kleidung kam wieder in die Koffer und es folgte eine erneute, schlaflose Nacht. Bis heute wissen wir nicht wo sich der Käfer versteckt hat - im schlimmsten Fall haben wir eine Woche zusammen mit ihm in einem Zimmer gelebt. Uns ist durchaus bewusst, wie es um Insekten in bestimmten Regionen der Welt steht. NORMALERWEISE präpariert sich ein Hotel aber dementsprechend. In unserem Fall wäre ein simples Insektenschutzgitter vor der Balkontür schon Gold wert gewesen. Abgesehen davon war unsere Balkontür fast nie und wenn, dann nur für ganz kurze Zeiträume auf. In 90% der Fälle, hatten wir unsere "Gäste" im Badezimmer. Wir wagen daher zu behaupten, dass der Eintritt nicht über die Eingangs- und Balkontür, sondern eher die anderen Zugänge des Zimmers erfolgt ist. Der erwähnte Spalt, der beim schließen unserer Balkontür entstand, kann natürlich auch sein Übriges getan haben. Wir konnten es "leider" nicht beobachten. Jedenfalls hatten wir fast täglich mehrere kleine Käfer inkl. Kakerlaken, Spinnen und Grashüpfer im Zimmer - aber hey, dafür auch noch das Insektenspray. Dieses stand übrigens während unseres gesamten Aufenthalts auf dem Couchtisch zusammen mit unserer ersten Entschuldigungs-Sektflasche für das erste Zimmer sowie einer weiteren Sektflasche + Entschuldigungsschreiben, die wir nach der beschriebenen Nacht erhielten. Alkohol scheint in diesem Hotel eine Lösung für viele Probleme oder gar der Grund des Aufenthalts zu sein. Ich habe diese Situation so ausführlich dargestellt da für uns persönlich das Hotelzimmer maßgeblich den Urlaub bestimmt. Normalerweise sollte dies ein Rückzugsort sein, an dem man sich wohlfühlt und entspannen kann. Das war hier zu keinem Zeitpunkt gegeben. Auf die weiteren, leider fast nur schlechten, Merkmale des Hotels können wir folgende Rückmeldung geben: Allgemeine Zimmerbeschreibung: Im Zimmer riecht es entweder nach fauligem Abfluss oder den starken Reinigungsmitteln der Putzkräfte. Beim Duschen zu den Stoßzeiten (ca. 8-9 Uhr und ab 17:30 Uhr) kann es schon einen längeren Moment dauern bis das warme Wasser ankommt. Die Handtücher haben nach jedem Wechsel arg muffig gerochen. Die Zimmer sind so hellhörig, dass man dem Putzservice ab 8 Uhr beim Putzen und Unterhalten zuhören kann - dazu muss man sagen, dass unser Zimmer direkt neben einem Putzraum war; bei anderen Zimmern ist es vielleicht anders. Aber auch den Zimmernachbarn kannst du beim kommen & gehen sowie diverser anderer Aktivitäten zuhören. Die weiteren Mängel hatte ich bereits genannt. Das Essen & die Restaurants (Hauptrestaurant & Poolrestaurant) Das Essen allgemein ist leider nur mittelmäßig bis schlecht. Zu allen Speisezeiten gibt es eine standardmäßige Auswahl, die sich kaum merklich ändert. Das Essen wird lieblos angerichtet und war oft von Fliegen umgeben, vor allem beim Frühstück. Eine Nudel- oder Omelette-Station, an der man sich die Speise zusammen stellen kann, gibt es nicht (wäre für die Masse an Menschen wahrscheinlich auch gar nicht umsetzbar). Vegetarische Ernährung ist möglich aber nicht lecker und schon gar nicht ausgewogen. Zudem sollte man sich auch nicht auf die Auszeichnung der Speisen verlassen - mehrmals waren diese vertauscht oder falsch. Das halb angeschmolzene Eis in beiden Restaurants ruft quasi nach Salmonellen. Die Zangen zum auftun sind überwiegend schmierig und auch die Teller und das Besteck könnten eine extra Wäsche vertragen. Auch die Esstische und Stühle sind nur lieblos und in den Ecken gar nicht gereinigt. An machen Tischen kann man den Dreck der letzten 15 Gäste aus dem Poly-Rattan kratzen. Über die abgenutzten und unhygienischen Plastikbecher in dem Strandrestaurant und den Bars will ich erst gar nicht anfangen. Die Essensauslagen für Salat und Nachspeisen an dem Poolrestaurant sind so alt, dass man kaum noch durchs Plastikglas gucken kann. Generell sollte man bei dem Poolrestaurant nicht zu genau hinschauen. Die Spatzen, die Anfangs noch süß wirken, sitzen im Brotkorb, bedienen sich im Beisein des Küchenpersonals an der Speiseauslage und das Verdaute landet direkt wieder in den Lampen des Restaurants. Zudem kann man beim Essen kleinen Ameisen beim Gemeinschaftswandern zuschauen. Die Anlage Das Hotel ist alt und abgenutzt. An manchen Stellen wird entgegengewirkt. Beispielsweise die äußerlichen Fassaden des Hotels sowie die Gartenanlage sind schön und gepflegt. Für alles Oberflächliche wird quasi der Schein der Erhaltung gewahrt. Sobald man hinter die Fassade blickt, sieht es teilweise ganz anders aus. Offene Steckdosen, abgeplatzte Farbe, marodes Holz und rissige Fliesen. Die Feuchtigkeit hat im Laufe der Jahre deutliche Spuren an den Wänden und Möbeln hinterlassen. Besonders in den öffentlichen WCs ist dies zu beobachten. Zudem wurden in diesen teilweise schon mehrfach die Schlösser getauscht, die alten sind als Deko zurückgeblieben. Die Hauptpoolanlage hat so viele schwarze Flecken, dass wir gar nicht alle fotografieren konnten. Die dort umliegenden Holzstege sind so abgenutzt, dass man sie nur mit Schuhen betreten sollte, falls man keinen Holzsplitter im Fuß möchte. Um die Poolanlage herum stehen die veralteten und teilweise kaputten Liegen eng an eng. Der Whirlpool hat ebenso seine besten Tage hinter sich. Der Strand Der Strand ist wirklich wunderschön. Der Hauptgrund unserer Reise. Dummerweise kann man aufgrund der Wellen nicht schwimmen gehen - es weht durchgehend die rote Fahne. Nach mehreren Gesprächen mit u. a. Reiseguides ist dies aufgrund der geografischen Lage des Hotels wohl so gut wie immer der Fall. Wer hier einen Strandurlaub plant, muss sich leider mit den überfüllten Pools begnügen. Zwar kann das Hotel Mutternatur nicht beeinflussen, aber der kleine Hinweis in der Hotelbeschreibung, dass das Schwimmen "zeitweise" nicht möglich ist, ist schlichtweg unwahr. Hätten wir das vorher gewusst, wären wir erst gar nicht angereist! Zudem ist das unser erstes Hotel, in dem man Strandhandtücher nur zu bestimmten Zeiten erhält. Und selbst in diesen Zeiträumen ist manchmal kein Personal vor Ort oder es sind keine Handtücher mehr da. Das Personal Wir müssen ehrlich und schweren Herzens sagen, dass wir die ganzen überschwänglichen Bewertungen hierzu nicht nachvollziehen können. Das Personal hat sich uns gegenüber nie unkorrekt verhalten, aber auch nie sonderlich freundlich. Egal ob die Putzkräfte (den netten Satz im Zuge des Zimmerwechsel ignorieren wir jetzt mal), sowie die Mitarbeiter:innen in Restaurants, bei der Handtuchausgabe, im Souvenirladen oder in der Lobby - nicht mehr Freundlichkeit als nötig. Da war weder Herzlichkeit noch gute Laune. Generell wirkten alle eher wie überarbeitet. Über die Barmitarbeiter können wir nichts sagen, weil wir nicht dort waren, können uns aber gut vorstellen, dass es dort etwas losgelöster zugeht. Zudem ist uns in allen Bereichen, ausgenommen der Lobby, des Öfteren die Sprachbarriere begegnet, da wir leider kein Spanisch sprechen können. Diese fiel uns auch immer wieder bei den o. g. falsch ausgezeichneten Speisen im Hauptrestaurant auf. Beim Versuch ins Gespräch zu kommen oder auf etwaige Fehler hinzuweisen wurde man meist nur nett angenickt. Es ist auch unser erstes Hotel, bei dem es ein Glücksspiel ist, beim Abendessen mit Getränken bedient zu werden. Mal kommt jemand, mal nicht. Lediglich beim Abendprogramm konntest du dir sicher sein - da kommt keiner. Bzw. räumt zwar die Tische ab, nimmt aber keine Getränkebestellung auf. Uns ist bewusst, dass wir uns in dieser Bewertung wahrscheinlich wie die letzten Griesgrame anhören. Aber es war kein Problem, die so bekannte gute Laune Mentalität der Kap Verden kennenzulernen - nur bedauerlicherweise erst außerhalb des Hotels. Wirklich schade. Und ja, wir kommen jetzt zum Ende aber eine "kleine" Sache noch: Wir waren in unserer einwöchigen Urlaubszeit relativ viel auf Boa Vista unterwegs und durften ein wenig über Land und Leute erfahren. Es ist unumstritten, dass wir Urlauber vergleichsweise wie Könige in den Hotels leben. Es ist dabei schwer ins Verhältnis zu stellen, was Zuhause und vor Ort als Standard empfunden wird. Aber ein weltweiter Reiseanbieter wie TUI weiß hier ganz genau um die Zu- und Umstände, als wahrscheinlich auch der Mängel. Und es ist eine absolute Täuschung dieses Hotel weiterhin als 5 Sterne Hotel anzupreisen! Sicherlich wird das Touareg nach der, im Sommer 26 geplanten Sanierung, ein wunderschönes Hotel sein aber wir werden uns definitiv nicht mit unseren Erfahrungen des aktuellen Standes zufriedengeben. Auf die weitere Kommunikation mit TUI sind wir jetzt schon gespannt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ann-Marie |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |
Sehr geehrte Ann-Marie , vielen Dank für Ihren Aufenthalt bei uns. Alle unsere Hotels erfüllen die internationalen Hygienestandards. Bettwäsche und Handtücher werden gemäß den allgemeinen Hygienevorschriften bei den vorgeschriebenen Temperaturen gewaschen und getrocknet. Obwohl wir in allen Bereichen ein ordnungsgemäßes Begasungsprogramm durchführen, können wir Insekten leider nicht zu 100 % bekämpfen. Aufgrund des warmen Wetters und der Lage unseres Resorts, das von Vegetation umgeben ist, ist es möglich, dass Insekten in unsere Einrichtungen gelangen. Da unser Gelände über weitläufige Gartenanlagen verfügt, bemühen sich unsere Mitarbeiter, diese unter Kontrolle zu halten. Wir begasen kontinuierlich alle Bereiche, um Insekten von unserem Gelände fernzuhalten. Es tut uns sehr leid, von den negativen Aspekten zu lesen, die nicht den Standard unseres Services widerspiegeln, den unsere Gäste verdienen. Wir werden dies weiterverfolgen, da wir hoffen, dass Sie einen zukünftigen Besuch in Betracht ziehen, um die für unsere Hotels typische Gastfreundschaft zu erleben. Mit freundlichen Grüßen, Hotel Riu Touareg Online Reputation Management


