Imposant-interessante Architektur im China-Look - ob in China wohl auch irgendwo so ein „typisch chinesisches“ Hotel steht? Mir hat es jedenfalls gefallen: viel Gold, viel China- und Drachen-Ornamentik und eine kaum zählbare Anzahl von Ying-Yang-Zeichen auf den Fluren. Auch die Kellnermannschaft passend im China-Look, an der Rezeption in elegantem Rot, super gemacht. Das Speisenangebot hingegen ist konventionell auf europäische Gaumen angelegt, kaum chinesische Küche (1x in 2 Wochen). Immerhin gibt es ein asiatisches Spezialitätenrestaurant Zen (10 € p.P.). Das sechs Etagen hohe Hotel mit 564 Zimmern in drei Hausblöcken wurde 2008 eröffnet, entsprechend sind die Einrichtungen noch weitgehend in einem guten Zustand. Innen vielleicht etwas zu dunkel geraten. Stand das RD anfangs noch ziemlich frei in der Landschaft, wurden inzwischen rechts und links weitere Hotels hoch und auch höher gezogen, die allermeisten Zimmer des Hotels sind inzwischen ohne Meerblick, sondern schauen primär auf die recht nahen Nachbarhotels bzw. deren Pools. Die Hotelfotos täuschen oft eine „Einzellage“ vor, die nahen Nachbarhotels sind häufig wegretuschiert. Sehr schön ist es, dass inzwischen erkannt wurde, dass die meisten Touristen ihre Freude an Katzen und kleinen Kätzchen haben. Für diese wird hier in gutem Rahmen gesorgt und sie haben, wie inzwischen auch in den meisten Hotels in der Umgebung, sogar ein kleines Katzenhäuschen am Strandeingang, in dem sie vom Hotel versorgt werden. Der Internetempfang ist überall im ganzen Hotel hervorragend, ebenso am Pool und am Strand!!! Leider pro Person nur 1 Internet-Zugang, d.h. entweder Tablet oder Smartphone. „Schnelleres“ Internet kann man auch kaufen (1 Tag 3 €, 3 Tage 8 €), m.E. eigentlich nicht nötig, falls man nicht unbedingt Internetfernsehen möchte. Unbedingt Side besuchen, das römische Amphitheater ist gut erhalten (Tickets nur in türkischer Lira), die Ruinenstadt ist eindrucksvoll (möglichst mit Info-Plan durchspazieren) der restaurierte Eingangsbereich des Apollo-Tempels am Hafen mit den fünf wiedererrichteten Säulen plus Friesüberbauung ist ein absolutes Muss und bei Sonnenuntergang „das“ Fotomotiv mit Meereshorizont. Die Restaurierungs-Einzäunungen sind aktuell nur rechts und links des Tempels und stören die Fotografiermöglichkeiten nur wenig. Dass im Dolmus noch ein alter 1:2-Wechselkurs gilt, ist nicht wirklich schlimm, sondern eine Zusatzgabe für die sicher nicht fürstlich verdienenden Busfahrer und die 1,50€ Fahrpreis sind absolut o.k.
Ausreichend groß. Wir hatten ein Superior mit Meerblick gebucht, ein Doppelbett plus ein Einzelbett. Zusätzlich zum Schreibtischstuhl gab es eine Recamiere, andere Zimmer hatten statt dessen einen größeren Sessel. Zum gemeinsamen Fernsehen eine eher untaugliche Kombination. Auch vom Bett aus im Liegen machte der unzeitgemäße kleine Bildschirm des Fernsehgeräts keine wirkliche Freude. Die Vorhänge sind recht knapp bemessen, Lichtdichtigkeit ist kaum möglich, die Morgensonne weckt - es gibt Schlimmeres. Das Badezimmer ist recht klein, aber ausreichend. Dazu viele kleine Pflegefläschchen und Utensilien. Die Badewanne mit Duschwand ist kabinenartig sehr ordentlich und elegant integriert. Wasserdruck und Wärme waren sehr gut, wenn auch manchmal leicht variierend, wohl je nach allgemeiner Frequentierung. Ungewohnt die Aufforderung, gebrauchtes Toilettenpapier nicht wegzuspülen, sondern aus Umweltschutzgründen im Abfalleimer für organische Abfälle abzulegen - aber man gewöhnt sich daran. Der Hotel-Infoordner ist schon recht betagt, partiell eingerissen und angestoßen, vor allem das deutsche Trennblatt ist schmuddelig und abgegriffen, das russische etwas weniger. Nach 8 Jahren (?) könnte man mal neue Ordner verteilen. Insgesamt haben inzwischen nur noch wenige Zimmer im Royal Dragon guten Meerblick. Den schönsten Frontalmeerblick hat man in den Zimmern 5459 und 5460, sowie darunterliegend in der 4. und 3. Etage - sowie natürlich in den danebenliegenden Junior-Suiten mit Wohn- und Schlafzimmer, einem Whirlpool und Doppelbalkonen. Die Duplex-Maisonette-Zimmer im 6. OG erscheinen klein auf den ersten Blick und sind etwas dunkel (kleine Terrassentür), auch hier nur einige Zimmer mit gutem Meerblick. Die Angabe „seitlicher Meerblick“ ist im RD eigentlich im Regelfall nur eine Farce, wer das Meer sehen will, sollte unbedingt auch Meerblick buchen. Wir hatten entsprechend gebucht, das uns übergebene Zimmer 5146 hatte dann zwar auch nur seitlichen Meerblick, aber dieser war doch zufriedenstellend - wenn auch der direkte Blick geradeaus eigentlich auf das Royal Taj Mahal fiel. Auf eine ärgerbringende Reklamation haben wir aber nervenschonend der Urlaubsfreude zuliebe verzichtet, zudem es ja eigentlich auch nur sechs Standard-Zimmer mit direktem und breitem Ideal-Meerblick gibt (Block A), andere Meerfront-Zimmer in den weiter zurück liegenden Blocks D und F haben durch die nebenliegenden Bauten Blickeinschränkungen nach links und rechts.
Ein Schlaraffenland in fast unüberschaubarer Fülle. Jeden Tag eine Parade neuer Gerichte, viel Fleisch und Fisch. Dazu auch einige gleichbleibende Standardangebote (Nudel- und Kartoffeln-Variationen). Dazu Salate in breitester Auswahl - und auch das Dessertangebot war von verlockender Fülle. Wir kennen etliche der Fünf-Sterne-Hotels an der türkischen Riviera, die Qualität des gastronomischen Angebots war wirklich Spitze! Allerdings möchte man lieber nicht wissen, was mit der Menge an nichtgenutzten Speisen geschieht … ein kleineres Angebot würde wohl auch ausreichend sein. Drei unterschiedlich gestaltete Speisesäle im Erdgeschoss, alle mit recht niedrigen Decken (eine verspiegelt), zu wenige Outdoor-Sitzplätze im November. Auf allen Tischen eine kleine Vase mit Kunststoff-Blumen, nicht unbedingt 5-Sterne-Niveau, trotzdem nett anzuschauen. Angenehm: Cocktails auf der Terrasse, die immer sehr schnell gekommen sind, auch ohne Trinkgeld. Leider verpasst: die wöchentliche Küchenführung donnerstags um 16:00.
Keinerlei wirkliche Klage. An der Rezeption niemals längere Wartezeit und die Zimmerreinigung klappte perfekt. Auch der Hinweis auf die quietschende Badezimmertür wurde von der Zimmerpflegerin sofort weitergeleitet und das Problem vom Handwerkerservice noch am gleichen Tag beseitigt. Im Hotel war es jederzeit und überall sauber, im Speisesaal stand ständig ein Putzmann nicht nur bereit, sondern erledigte seine Aufgabe auch immer wieder prompt. Die Kellnermannschaft war größtenteils bemüht, allerdings hatte es doch den Anschein, dass manche Kellner erst mit einem Trinkgeld auf Touren kamen und dienstbare Freundlichkeit zeigten. Die jungen Damen hingegen waren immer und ausnahmslos schnell und freundlich, an dieser Stelle möchten wir stellvertretend für alle weiblichen Bedienungen Kubra loben.
Herrliche Lage direkt an der Strandpromenade, mit wenigen Schritten ist man am großen und unendlich breiten Strand, der rechts wie links zu längeren Spaziergängen einlädt. Da hier viele Hotels aus „zweiter Reihe“ auch eigene Strandbereiche haben, stehen am Strand insgesamt allerdings recht viele Liegen. Der Strand ist völlig steine- und kieselfrei, das ist an türkischen Stränden eher selten. Ende November war es noch erstaunlich warm, die Strand- und Poolliegen waren sommerlich belegt und man freute sich über die noch vorhandenen Schattenmarkisen und Sonnenschirme. In 14 Tagen nur ein Regen- plus ein Sturmtag, sonst fast immer blauer Himmel. Vor der Tür zwei größere Einkaufszentren, in bequemer Laufentfernung das große Shopping-Areal von Kumköy, die Dolmus-Busse nach Side und Manavgat fahren in kurzen Abständen auf der nahen Hauptstraße. Im November überall viele Sonderangebote und Saisonschlussverkäufe. Alles prima!
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Auch im November wurde noch täglich Sport angeboten und fand auch viel Zuspruch (Volleyball, Boule, Darts, Indoor- und Pool-Gymnastik). Der Tennisplatz (inklusive, kostenfrei) ist seit der Eröffnung des Taj Mahal ein paar Schritte entfernt, aber doch recht nah gleich hinter dem Shopping-Center. Die Bodenqualität ist exzellent (Kunstrasen mit etwas Sand, der Bodenkontakt der Bälle ist perfekt erkennbar). Allerdings blendet tagsüber häufig die Sonne, deshalb besser abends spielen (Flutlichtgebühr!). Und Rezeption und Platzwart sind sich uneinig, ob die blauen oder roten Plätze zum Royal Dragon und welche zum Royal Taj Mahal gehören - aber ein freier Platz war immer da. Der langgestreckte und verwinkelte Pool, umgeben von einer Vielzahl von schön und dicht gewachsenen Palmen, ist bei Tag und beleuchtet bei Nacht eine Augenweide. Das Schwimmen macht hier im Sommer sicher mehr Spaß als in „normalen“ Viereckpools - im November sahen wir aber niemand im Wasser. Entsprechend ist auch der nebenan liegende und gemeinsam mit dem Schwesterhotel RTM genutzte neue Poolbereich im Winter/ab November geschlossen, ebenso der Luna-Park, zu wenige Kinder. Tägliche Abendshows auch im November, der Beginn 21:30 war uns allerdings zu spät.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im November 2015 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Achim |
| Alter: | 66-70 |
| Bewertungen: | 24 |


