Architekur ist ansprechend. Positiv sind zu nennen, die Eingangshalle, die Bar, schöne große Poollandschaft. Die Anlage selber ist weitläufig. Der Eindruck nach aussen: Sauber, gepflegt, schön. Negativ: nicht behindertengerecht, fast alle Zimmer haben eine Verbidungstür zum nächsten Raum. Toll für Familien mit Kindern, schlecht für uns. Wir hatten Kettenraucher nebenan und es zieht durch die Ritze der Verbindungstür. Nach einer Nacht Schlaf im Dauerqualm im eigenen Zimmer, sind wir vom 2 Stock ins Erdgeschoss umgezogen, in ein Zimmer ohne Verbindungstür, dafür aber anscheinend mit der Kläranlage und ihren Gerüchen, direkt hinter der Terrasse. Die Zimmer sind relativ groß (ca. 24qm), ordentlich und nett eingerichtet.Da haben wir bei 4 Sternen schon viel schlimmeres erlebt. Amtsprache ist arabisch und französisch. Erklärt somit den hohen Anteil an französischen Gästen, dann Engländer, ein paar Deutsche, Polen, Belgier, Holländer.
Absolut unzufrieden, trotz einiger Dinar Trinkgeld gleich am ersten Tag. Ob man nun Trinkgeld gibt oder peng. Die Handtücher werden so oder so jeden Tag gewechselt. Die Betten werden fertig gemacht, es wird über das Waschbecken mit dem Lappen gehuscht, das wars. Bodenreinigung haben wir eine Woche lang nicht erlebt. Unsere Reinigungsfrau hat uns sogar gelobt, wie sauber wir das Zimmer halten! Was bleibt einem bitte anderes über als selber sauberzumachen und zu halten??? Klimaanlage ist vorhanden, Sat-TV mit RTL und Sat1. Kleiner Kühlschrank im Zimmer. Wie gesagt. Aussen hui, alles was öffenltlich war, wurde sauber gehalten, innen pfui, die Zimmer waren nicht wirklich geputzt. Mit dem Lappen über das Waschbecken fahren, nenne ich nicht sauber. Und schon gar nicht, wenn vorher die gesamte Etage, mit ein und demgleichen Wischwasser gereinigt wurde. Unser Zimmer war das letzte am Ende des Korridors. Das Hotel hat riesiges Potential sogar eine 5 Sterne Anlage zu werden. Mit einem guten Koch und mehr Sauberkeit. Ein 2-Wochen Speiseplan, ist für einen guten Koch kein Kunststück. Weniger Masse an Speisen, dafür mehr Frische und Abwechslung. Man muss nicht vom Boden essen können, auf dem Zimmer. Aber wenn in der Eingangshalle, die Pflanzen jeden Tag die Blätter abgewischt bekommen, wäre mehr Gründlichkeit auf den Zimmern dringender gewesen.
Am Strand und am Pool gibt es jeweils eine Bar, wo man mittags eine Kleinigkeit essen kann. Ausserdem steht ein Crepes-Wagen im Durchgang zum Strand, die sind wirklich lecker gewesen. Das Essen an der Strandbar ist besser als abends am Büffet. Das Büffet: Das grosse Minus dieses Hotels. Hier können wir die vorherigen Bewertungen absolut nicht nachvollziehen, die Bewertung aus dem August 2006, war leider als wir gebucht haben, noch nicht drin. Morgens: Es gibt anscheinend je nach Windlage morgens kleine Löffel, nach 3 Tagen nervt dieser Zustand, wenn man seinen Tee/Kaffee mit Zucker süßt und nichts zum umrühren da ist. Das Büffet ist absolut eintönig. Jeden Tag haargenau das Gleiche. Marmelade, 4 Sorten jeden Tag. Ansonsten Bohnen, Speck, Rührei (absolut ekliger Geschmack, mit Wasser gestreckt , damit mehr Masse vorhanden ist. Später tritt das Wasser nun mal wieder aus. Wer kochen kann, weiß das.) Vom Kaffee war ich nach 2 Teelöffeln (ja, am ersten Tag, gab es morgens welche) absolut geheilt. Der ekelhafte Geruch hängt mir immer noch in der Nase. Danach wußte ich, warum einige ihren löslichen Jacobs Kaffee morgens mitbrachten. 1-2 Wurstsorten,1-2 Käsesorten, Quark, irgendwelche seltsamen Cerealien, jede Menge Crossaints, die in Metallbehältern im Wasserdampf warm gehalten wurden und somit hart und trocken waren. Frisches Obst gab es nicht. Säfte sind morgens zuckersüße Limos, die jeden Tag auf´s neue mit Wasser gestreckt werden. Hier stellt man definitiv Abwechslung fest: Man weiß nie, ob das orangefarbene Zeug, nun wirklich Orange ist oder einfach nur buntes, geschmackloses Wasser. Brötchen gibt es keine, dafür Pfannkuchen, die waren okay. Und zu guter Letzt: Wir schauen bei den abgepackten Lebensmittel auf das Verfallsdatum: Immer wieder fanden sich in der Schüssel abgepackte Butterportionen, die abgelaufen waren, da fällt einem nichts mehr ein! Abends das Gleiche traurige Schauspiel. Immer wieder das Gleiche Essen, null Abwechslung, absolut fade, total ungewürzt und das Gemüse zerkocht. Es gab immer Weißbrot und Käse für die Franzosen, Chips und Fisch für die Engländer und Schweinebraten mit Kartoffelpürre und neutraler brauner Sosse für die Deutschen. 4 Sorten Nudeln mit 2 Sorten Sosse, Bechamel und Bolognese, beides ohne Geschmack. Dazwischen: Pommes, Sauerkraut, grüne Bohnen. 1x gab´s Lasagne (Reste aus der Strandbar. Zufällig hatten wir uns mittags eine Portion dort geholt). 1x gab es Dönerspieß mit Curry gut gewürzt und ratzfatz weg. 1x gab es Hähnchenstücke, die Currysoße dazu war superlecker, der Rest der Soße wurde die nächsten zwei Tage mit Wasser gestreckt und nochmal serviert. Immer die gleichen Salate: Tomaten, Bohnen, Mais, Möhren, Zwiebeln. Natürlich Wurst und Käse (die gleichen Sorten, wie morgens). Es gab auch eine kleine tunesische Ecke mit Essen. Egal, ob die tunesische Ecke oder irgendein anderes Büffet, kaum eine Speise ist beschriftet. Das erwarte ich bei 4 Sternen. Frisch war das Essen alles nicht. Obst: Birnen, Weintrauben, Orangen, jedesmal angeditschte, angefaulte Nektarinen. Die Abwechslung: Entweder gab es Honigmelone oder Datteln dazu. Ein großes Nachtisch Büffet ist vorhanden. Mich reizt sowas überhaupt nicht, habs trotzdem probiert und muss sagen: Wo morgens der Zucker im Pfannkuchen fehlte, war er abends im Kuchen zuviel. Unhygienisch finde ich das Eisbuffet. Das Eis schmilzt in der Theke, die Theke ist nicht gekühlt, oder nicht ausreichend gekühlt. Es gibt nur einen Portionierer für die 3 Standard Eissorten, "Kaffee, Sahne, Erdbeer". Der klebrige Portionierer schwimmt den ganzen Abend in einem Minibehälter mit Wasser vor sich hin. Regelmäßiges Austauschen der Portioniers würde hier absolut helfen. Die Theke bei den Süßigkeiten klebt noch am nächsten morgen, es wird oberflächlich drübergewischt, mehr nicht. Die Teller und das Besteck waren nicht immer sauber, egal ob morgens oder abends. Es stimmt, einige Kellner räumen einem den Teller weg, sobald man auch nur das Besteck gedenkt abzulegen. Andere fragen wiederrum, ob man fertig ist. Der hintere Teil des Restaurants ist nicht schön, total dunkel gelegen, direkt am sog. "Wellness-Center", mit Blick auf das Schwimmbecken. Alles stürmt also immer in Richtung Fenster zur Terrasse. Schmutzige Tischdecken werden sofort ausgetauscht. Alles in allem: Man wurde irgendwie satt, weil man keine Wahl hatte. Aber auf´s Essen gehen, haben wir uns nicht gefreut.
Das Personal war sehr freundlich, zuvorkommend, aufmerksam und immer um einen bemüht, gar keine Frage. Das haben wir in Europa bisher nicht erlebt.
Die Strandnähe ist unschlagbar. Der schönste Strand weit und breit. Heller, feiner Sand, super sauberes Wasser. Der Strand wird saubergehalten, regelmäßig geharkt, überall stehen Terraccottakübel für Müll zur Verfügung. Liegen und Auflagen kosten am Strand 2 Dinar. Das sind ca. 1,30€. Wir haben uns die nahegelegenen Hotels angesehen, der Strand ist dort nicht schön. Dunkler Sand mit Felsen drin, viele Algen. Das Hotel liegt nicht mal 10Min. vom Flughafen weg, da die Flieger aber nicht in Hotelrichtung starten und landen, stört es nicht sonderlich. Hotel und Strandabschnitt wird von Security-Personal überbewacht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt Animation, mittags und gelegentlich abends. Die Animation mittags ist nicht aufdringlich, dafür umso mehr, die Lautstärke der Musikanlage. Auch hier: Immer das Gleiche. Mittags 80-Jahre Italo-Pop, abends Eros Ramazotti. Und wenn einer übermutig wurde, gab´s Phil Collins. Aber nur kurz. Animation: Mit Händen und Füssen klappte auch die Verständigung. Mit englisch kommt man weiter als mit deutsch.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im September 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Julianna |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 2 |


