Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
René (26-30)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Oktober 2009 • 2 Wochen • Strand
Einmal und nie wieder!
2,3 / 6

Allgemein

Außen hui, innen pfui. Das Hotel hat höchstens drei Sterne verdient aber keine fünf. Als Luxushotel (wie es sich selbst bezeichnet) kann man es überhaupt nicht bezeichnen. Von Sauberkeit haben die Tunesier offenbar noch nicht viel gehört. Viele Sachen sind einfach ungepflegt und werden offenbar nicht wirklich gereinigt. Obwohl wir All-Inklusive gebucht hatten, gab es im Grunde nur das Nötigste, höchstens als Vollpension zu bewerten. Die meisten Gäste sind Deutsche, aber auch Franzosen und Engländer waren vertreten. Sehr wenige Russen. Der Altersdurchschnitt lag so bei 40. Unser Tipp: Bucht ein anderes Hotel Allerdings muss man sagen, das einige andere Hotels in der Nähe wesentlich schlechter aussahen. Wer sich das Thalassa Monastir doch antun will, sollte seinen MP3-Player, Sagrotan und etwas gegen Durchfall mitnehmen. Und einen Stapel Bücher gegen die Langeweile.


Zimmer
  • Eher schlecht
  • Die Zimmer sind recht groß mit einem großen Bad und haben (soweit wir sehen konnten) alle einen Balkon. Im Katalog sehen die Zimmer aber komplett anders aus (vermutluch war dort eine Suite abgebildet). Es gibt einen LCD-Fernseher auf dem wir aber nur ZDF störungsfrei empfangen konnten. Das Bad war bei unserer Ankunft offenbar nicht gereinigt worden. In der Wanne lag noch Seife unserer Vorgänger und in den Dreck auf den siffigen Armaturen hätten wir unsere Namen schreiben können. Nach einiger Zeit hat sich natürlich durch die Strandbesuche Sand auf dem Boden angesammelt, der aber nie weggesaugt wurde, so das wir mit unseren Hausschuhen ständig über den Boden rutschten. Die dreckigen Balkonstühle mussten wir erst an der Rezeption nachbestellen. Die Möbel wirken ziemlich billig und haben den Charme einer alten Jugendherberge. An der Holzverkleidung klebte während unseres zehntägigen Aufenthaltes eine zerquetschte tote Fliege, die von der Putzfrau nie beseitigt wurde. Bis zu unserer Beschwerde beim Reiseleiter lag auch noch ein alter Zahnstocher im Bad. Eine Toilettenbürste haben wir auch erst nach unserer Beschwerde beim Assistant Manager erhalten. Obwohl das Hotel angeblich 2008 renoviert wurde, sieht die Einrichtung schon sehr abgenutzt aus. Die Dichtung des Waschbeckens war so gut wie verschwunden und die Mischbatterie löste sich auch schon in ihre Bestandteile auf. Die Zimmer haben einen kleinen Safe (den Schlüssel gibts gegen Kaution) und ein Telefon gibt es auch (sogar im Bad). Die Klimaanlage funktioniert wie eigentlich überall nur bei geschlossenen Balkontür.


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht
  • Es gibt das Hauptrestaurant, ein á la carte Resataurant, und ein Fischrestaurant (was auch gleichzeitig die Strandbar ist). Die Auswahl beim Frühstück, Mittag- und Abendessen war gut und es gab eigentlich immer etwas, das uns geschmeckt hat. Nach drei Tagen hat sich aber eigentlich alles wiederholt. Bei einigen Gerichten stand auch nicht auf den Schildern, was man da eigentlich isst. Da konnte man sich nur überraschen lassen. Wenn gar nichts passt, liegt man mit den frisch warmgemachten Nudeln mit verschiedenen Saucen oder der frisch gemachten Pizza immer richtig. Die Salate sind größtenteils schon fertig angemacht und nicht immer Jedermanns Geschmack. Es gab auch keine Dressings sondern nur Vinaigrette und Öl. Viele Gerichte schmeckten immer etwas nach Lamm, vor allem alle Hackgerichte waren offenbar aus Lamm oder Hammel. Das Obst sah oft sehr unappetitlich aus. So etwas wie kleine Snacks (z.B. am Strand) gibt es überhaupt nicht. Wer abseits vom Frühstück, Mittag- und Abendessen eine Kleinigkeit möchte, hat Pech gehabt. Ist wohl im Inklusivpaket nicht inbegriffen. Es gibt eine Pianobar drinnen, eine Poolbar, eine Strandbar und angeblich eine Diskobar, die wir aber nicht gesehen haben. Vermutlich war das die zweite Standbar, die aber immer geschlossen hatte. Die Pool und Strandbar hatten die letzten vier Tage unseres Urlaubs ab abends auch immer geschlossen, so das man nur noch drinnen in die Pianobar konnte. Man fährt eigentlich nicht in ein warmes Land, um dann abends nur noch drinnen sitzen zu können. Die Bars öffnen erst um zehn Uhr, aber das heisst nicht, das es dann auch schon etwas zu trinken gibt. Manchmal gab es um elf Uhr immer noch nichts, weil angeblich nichts geliefert wurde. Es gibt Bier, Cola und komische sirupartige Getränke, die dort entweder als Orangensaft oder Fanta bezeichnet werden. Säfte gab es überhaupt nicht. Die Getränke kann man sich mit ein paar nachgemachten Schnäpsen oder Likören mixen lassen. Wer vorhat sich zu besaufen, holt sich lieber in Deutschland einen Kasten Bier. Die passenden Gläser waren meistens nach ein paar Minuten aus, so dass es fast alle Getränke nur aus Plastikbechern gab. Oft fehlte bei den Getränken auch die Kohlensäure und aus der siffigen Zapfanlage kommt ohnehin mehr Schaum als alles andere. Die ganzen Zapfanlagen und Kühlschränke wurden offenbar selten oder gar nicht gereinigt. Ab und zu wurde die Theke der Strandbar mit einer stinkenden Chlorbrühe abgewaschen, angeblich um die Fliegen abzuhalten, die eine wahre Plage sind. Egal ob am Strand, an der Bar oder beim Essen, man ist ständig damit beschäftigt, die Fliegen zu verscheuchen.


    Service
  • Schlecht
  • Das Personal scheint keinen Spaß an seiner Arbeit zu haben und wirkt generell desinteressiert und überfordert. Als Gast fühlt man sich hier nicht. Obwohl fast alle Deutsch und Englisch verstehen, bekommt man trotzdem oft nicht das, was man bestellt hat. Das Trinkgeld ändert daran auch nicht viel (es sei denn, man gibt vielleicht extrem viel, aber das war es uns nicht wert). Die Kellner sind ihrem Job in der Regel nicht gewachsen. Die Tische sind nur selten richtig gedeckt, irgendetwas fehlte eigentlich immer (Servietten, Gläser, Besteck etc.). Man musste immer von sich aus nachfragen, damit man noch etwas zu trinken nachgeschenkt bekommt. Teilweise nehmen die Kellner einem den Teller schon weg, wenn man noch am letzten Bissen kaut. Oder es wird das Besteck mitgenommen, auch wenn man dem Kellner sagt, dass man sich noch etwas holt. An der Bar lief es auch nicht besser. Hier musste man fast immer warten (manchmal 5-6 Minuten), bis der meist einzige Barmann einen bedient. Wenn noch andere Bedienstete da waren, standen die aber oft nur rum oder sind irgendwo verschwunden. Die Reihenfolge der Bedienung ist offenbar eher vom Trinkgeld abhängig als vom Eintreffen der Gäste. Das Zimmermädchen hatte offenbar versucht, immer nach wenigen Minuten mit dem ganzen Zimmer fertig zu sein. Es fehlte eigentlich immer irgendetwas. Mal war das Handtuch vor der Wanne weg, mal ein Betttuch zum Zudecken. Die Vorhänge hatten wir wegen der Hitze immer geschlossen und die Klimaanlage eingeschaltet. Das Zimmermädchen hat die Vorhänge immer offen gelassen und auch die Balkontür nicht ganz geschlossen, so dass es im Zimmer immer heiss war, wenn wir vom Strand kamen. Das Bad war bei unserer Ankunft überhaupt nicht richtig gereinigt worden, und wir mussten nach einigen Beschwerden an der Rezeption mit der Chefin der Putzkollone ins Zimmer zurückkommen (das hatte der Reiseleiter organisiert), damit das Bad mal gründlich gereinigt wurde. Nachdem wir uns beim Assistant Manager des Hotels über das Personal beschwert hatten, wurde zumindest der Service im Restaurant etwas besser. Generell sind die meisten Angestellten nicht bemüht den Wünschen nachzukommen. Wir haben z.B. am Anreisetag vier mal nach einer Flasche Wasser gefragt und hatten abends immer noch keine. Nach einer Decke (es war zwei Tage recht kalt) mussten wir auch zig Mal nachfragen, und bekamen sie auch erst am nächsten Tag, obwohl einem immer versprochen wird, das alles direkt erledigt würde.


    Lage & Umgebung
  • Schlecht
  • Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe des Flughafens, ca. 3 Minuten mit dem Bus. Monastir ist mit dem Taxi in zehn Minuten zu erreichen, Sousse in 20 Minuten. Das Hotel selbst ist wie ein Gefängnis. Links und rechts gibt es noch ein paar andere Hotels, ansonsten liegt es in der Einöde und es gibt nichts zu sehen. Wer etwas Einkaufen will, muss also nach Monastir oder Sousse fahren und hoffen, dass er dort fündig wird. Über den Reiseveranstalter gibt es einige Ausflugsmöglichkeiten, wir haben uns aber nur Monastir und Sousse angesehen. Port el Kantaoui in Sousse ist allerdings sehr schön. Am Strand gibt es auch nicht wirklich etwas zu sehen. Auf der rechten Seite (in Richtung Hotel gesehen) fängt eine wilde Müllkippe und die Baustelle des Nachbarhotels an.


    Aktivitäten
  • Sehr schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Unterhaltung gibt es im Grunde gar nicht. Die Abendveranstaltungen (wie Folkloreabend oder Travestieshow) sind offenbar eher für Rentner oder Masochisten gedacht. Die spärliche Animation wird von zwei überdrehten Clowns durchgeführt, die ab und zu brüllend ausgewählte Leute zur Wassergymnastik zusammenrufen, oder sich einige Leute zum Beachvolleyball aussuchen. Wer offenbar nicht ihren Vorstellungen entspricht, nimmt halt nicht an der Animation teil. Abends belästigen die Animateure noch teilweise die Gäste im Restaurant, indem sie ihnen z.B. an die gefüllten Teller klopfen oder an der Eingangstür rumtrommeln. Der Strand ist einigermaßen sauber und wird morgens zumindest grob gereinigt. Die Liegen haben schon bessere Zeiten gesehen, aber man findet immer einen Platz und bekommt die Auflagen für die Liegen gebracht. Strandtücher gibt es gegen Kaution im Hotel. Sonnenschirme sind fest am Strand installiert. Bis auf zwei Tage an denen es recht kalt und stürmisch war, war das Wasser auch recht sauber, an den stürmischen Tagen schwamm aber auch Müll darin und das Wasser war recht aufgewühlt. Sehr schön ist es auch, wenn die Pferde der Polizisten, die ab und zu am Strand entlangreiten, ihre Pferdeäpfel direkt vor den Liegen der Urlauber ablassen. Diese wurden vom Personal bis zum nächsten Morgen liegen gelassen. Am Strand nerven noch diverse Verkäufer von ekligen Mandeln, gefälschten Zigaretten oder sonstigem Tand. Am besten den MP3-Player mitnehmen, dann hört man das nervige Gerufe der Verkäufer nicht. Die Pools waren sehr sauber, allerdings hing oft ein merkwürdiger Geruch über der ganzen Anlage. Es roch oft stark nach Olivenöl, Frittiertem und Chlor. Fast jeder hat den Abend nach dem Essen auf dem Zimmer verbracht, da man ja mangels vernünftigem Abendprogramm und bei geschlossenen Bars keine andere Möglichkeit hatte.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Oktober 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:René
    Alter:26-30
    Bewertungen:2