Das Hotel ist ein geschmackvoll gestaltetes Haus mit tollem Pool. Die 253 Zimmer sind auf 4 Etagen verteilt, die in 2 Gebäudeflügeln untergebracht sind, teils zum Pool, teils zum Garten bzw. Brachland hingewendet. Blick zum Meer ist eigentlich von jedem Balkon ab der 1. Etage möglich. Das Haus ist sehr sauber und mit Rampen und Aufzügen behindertengerecht ausgestattet, auch die Außentoiletten und -duschen sind in sauberem Zustand. Es gibt HP oder AI. Die meisten Gäste kommen aus F, GB und D, vereinzelt auch aus I, CH, Ö und diversen Ländern der Ex-UdSSR. Im September/Oktober waren hauptsächlich ältere Menschen und ein paar Kleinkinder zu Gast, eher vereinzelt junge Leute. Für einen reinen Erholungsurlaub kann man hier in der Sonne auch noch im September/Oktober wunderbar entspannen. An ein paar Tagen war es vormittags bewölkt und ein paar Tropfen Regen fielen, aber es war immer noch angenehm warm. Am letzten Urlaubstag wurden die Menschen von Mückenschwärmen „überfallen“. Vorher war nie eine Mücke zu sehen gewesen. Also Spray nicht vergessen. Einige Leute litten unter Montezumas Rache. Leider herrscht in diesem 4*-Haus an der Rezeption Basar-Mentalität. Unbedingt immer Wechselgeld nachzählen, sich Quittungen geben lassen und besonders auf die Rückzahlung der Kautionen bestehen. Fazit: Es war trotz des schlechten Services ein wunderbarer Urlaub. Ich würde das nächste Mal HP buchen und Ohrstöpsel mitnehmen.
Wegen Hausvorsprüngen und der schräg angeordneten Räume hatte fast jedes Zimmer eine andere Größe. Wir hatten reichlich Platz und sogar noch eine Ausziehcouch im gefliesten Zimmer. Das Bad war groß mit eingebautem Fön. Geduscht wurde in der Wanne. Trotz Vorhang stand hinterher immer alles unter Wasser. TV mit Euro-Sport, RTL und ZDF. Der SAT1-Österreich-Kanal funktionierte nur an wenigen Tagen. Gegen Kaution konnte man eine Fernbedienung ausleihen. Kühlschrank kostenlos. Telefon, Klimaanlage, Balkon. Auf jedem Balkon gibt es 2 etwa 40 cm lange Wäscheleinen. Gut mitgedacht, aber viel zu klein! Der kostenpflichtige Safe war auch viel zu klein. Der Lärmpegel wegen der unmittelbar vor dem Hotel liegenden Start-/Landebahn war enorm. Gelegentlich roch es nach Kerosin und verbranntem Gummi. Das Zimmermädchen machte die Betten und putzte den Boden, aber die Ablageflächen im Bad waren und blieben trotz Trinkgeldes staubig und schmierig klebrig. Bettwäschewechsel alle 3 Tage, Handtücherwechsel täglich. Gleiche Steckdosen und Stromspannung wie in Deutschland.
Es gibt ein Hauptrestaurant im Keller/EG, ein á la Carte Rest. (nicht inkl. bei AI), eine Pool-Bar, Beach-Bar (kleinere Speisenauswahl, aber viel leckerer als im Hauptrestaurant), Piano-Bar (abends mit live-Musik), maurisches Café, Diskothek. Das Kellerrestaurant hatte die größte Auswahl. Frühstück: z. B. Baguette, Toast, Brioche, (Schoko-)Croissants, div. Kekse und anderes süßes Backwerk, frische Pfannkuchen, Müsli und andere Cerealien, Obst, viele Käsesorten, Wurst, Marmeladen, Honig, Butter, Margarine, leider nur steinhart gekochte Eier, Spiegeleier, Omelette, Salate, Kaffee, Tee, Milch, Kakao, süße, bunte Kaltgetränke. Mittagessen: z. B. Suppen, Salate, div. Fleischsorten, Fisch, Pommes frites, Reis, Kartoffelpüree, Backkartoffeln, Nudeln mit 3erlei Soßen, Aufläufe, div. Gemüsesorten, Obst und süße Nachtische. Abends: siehe mittags, plus frische Pizza und ein Tisch nur mit tunesischen Spezialitäten und zum Nachtisch auch noch Eis. Einmal wöchentlich gab es einen tunesischen Abend mit noch mehr einheimischen Spezialitäten. Alles schmeckte lecker oder musste nur leicht nachgesalzen werden – wie Geschmäcker nun mal sind. Leider litt das Hauptrestaurant chronisch an Tassen-, Löffel- und Salzstreuermangel. Man suchte sich ständig alles zusammen. Die meisten Kellner – nicht alle - waren nicht wirklich daran interessiert, die Tische komplett einzudecken. Wir bekamen meistens die Gläser schon wieder nachgefüllt, wenn sie noch gar nicht leer waren, andere AI-Gäste bekamen öfter gar kein Getränk während der ganzen Mahlzeit – ja nach Laune des Kellners. Ein besonderes Problem betraf die Biertrinker. Der Bierausschank befand sich im oberen Stockwerk. Für die HP-Gäste liefen die Kellner in Erwartung eines Trinkgeldes natürlich flink nach oben und besorgten das Bier. AI-Gäste mussten etwas anderes trinken oder sich das Bier oben selber holen. Nachmittags hätte ich gerne ein Stück Kuchen oder sonst eine kleine Knabberei zur Verfügung gehabt. Es ist nicht einzusehen, dass AI-Gäste am Crêpe-Stand bezahlen sollen.
Der Service ist der Schwachpunkt des Hotels. Zwar fand ich Kellner, Zimmermädchen und Rezeptions-Angestellte sehr nett und mir gegenüber hilfsbereit, aber es gab mehrere Vorfälle, die die Stimmung unter den Hotelgästen vermiesten. Man wird quasi gezwungen den Rollkoffer dem Portier zu überlassen (Trinkgeld!). Man versuchte bei mehreren Gästen an der Rezeption die Kaution für den Safe-Schlüssel einzubehalten. Die HP-Gäste (müssen zu den Mahlzeiten die Getränke bezahlen) wurden hofiert in der Hoffnung auf ein Trinkgeld, die AI-Gäste, erkennbar am Armbändchen, wurden oft gar nicht oder nur nach langer Wartezeit bedient. Außer der Putzfrau hatte das Personal keine Probleme mit der dt. Sprache. Es gibt einen Wäscherei-Service, den wir aber nicht benutzt haben. Nachdem viele AI-Gäste sich beim Direktor über die diskriminierende Behandlung beschwert hatten und sogar drohten, das Hotel zu wechseln, wurde der Service viel besser. Ärztl. Hilfe brauchten wir Gott sei Dank nicht. Ein anderer Hotelgast ließ einen Arzt und später noch einmal eine Krankenschwester kommen, was natürlich bar bezahlt werden musste. Nach einem Einbruch in ein Hotelzimmer war das Personal an der Rezeption wenig hilfreich, um der Dame die polizeil. Aufnahme auf Arabisch zu ermöglichen.
Das Hotel liegt direkt am feinsandigen, fast pudrigen Strand. Rechts und links vom Hotel befindet sich Brachland bevor die nächsten Hotels folgen. Im Umkreis gibt es keinerlei Geschäfte oder Unterhaltungsmöglichkeiten. Der Transfer vom Flughafen beträgt exakt 5 Minuten. Die Lande-/Startbahn des Flughafens ist vom Hotel nur durch eine Straße und Schienen getrennt. Direkt vorm Haus heben die Flugzeuge mit ziemlichem Lärm ab. Tagsüber stört das weniger. Wer einen leichten Schlaf hat, sollte dieses Hotel meiden, denn besonders am Wochenende heben die Flieger auch nachts teilweise im 5-10-Minuten-Takt ab. Im Hotel gibt es einen kleinen Laden, der hauptsächlich Souvenirs verkauft. Zeitungen, Postkarten und Sonnencreme gibt’s auch, aber kaum Lebensmittel. Außer den vom Reiseveranstalter angebotenen Ausflügen kann man zur Abwechslung hier nur in die nächsten Städte fahren. Nach Monastir (6 km) kommt man mit dem Zug (Haltestelle 5 Min. entfernt), mit dem öffentl. Bus, der Bimmelbahn oder mit dem Taxi (5 Dinar = ca. 3€). Nach Sousse fährt auch der Zug bis in die Geschäftszone, das Taxi kostet hier 10 Dinar.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das einheimische Animationsteam war superfreundlich und nicht aufdringlich. Bei den abendlichen Shows haben die 8 jungen Leute teilweise harten körperlichen Einsatz gezeigt. Für die wenigen Mittel, die diese Leute zur Verfügung hatten, fand ich die Shows echt gelungen, obwohl sie manchmal doch recht dilettantisch waren. Aber das hat dem Spaß keinen Abbruch getan. An Sport und Unterh. wurde geboten: Aerobic, Wassergymnastik Tennis, Volleyball, Fußball, Mini-Golf, Bogenschießen, Boule, Wasserball, Darts, Tischtennis, Salsa-Kurse, Bauchtanz-Kurse, Arabisch-Unterricht, Geschicklichkeitsspiele. Einen Billiard-Tisch gibt es nicht. Die Behandlungen im Wellness-Bereich muss man bezahlen, ebenso wie Banana-Boat, Jet-Ski und Paragliding. Es gibt ein Hallenbad und einen Fitnessraum. Ob die Benutzung der Geräte was kostet, weiß ich nicht. Wegen der kühlen Abende wurden die Abend-Shows nicht auf der großen Freilichtbühne, sondern auf der Bühne in der Diskothek aufgeführt. In der Lobby gibt es 2 PCs mit gebührenpflichtigen Internet-Anschlüssen. Es gibt ausreichend Liegestühle und Schirme sowohl rund um den Pool als auch am Strand. Am Strand lag man allerdings ziemlich eng wie die Heringe. Für AI-Gäste waren die Auflagen und Badehandtücher (gegen Kaution) umsonst. Das Wasser war glasklar und überraschend warm. Es gibt keine Brandung und man muss etwa 30-40 m ins Wasser gehen bevor man eine schwimmbare Tiefe erreicht. An 3 Tagen wurden Algen an den Strand geschwemmt. Schon morgens wurde der Strand unter größtem Einsatz gereinigt. Überall stehen Müllbehälter und das Gartenpersonal ist ständig bemüht, neben den Gartenarbeiten auch die Anlage und den Strand sauber zu halten. Der große Pool hat ein zusätzliches rundes Becken mit Maximaltiefe ca. 1, 20m und 2 kleinere Kinderbecken. Der Kinderclub mit kleinem Spielplatz war mangels Kinder im entsprechenden Alter unbesucht.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rosel |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 4 |


