Das Hotel wäre eigentlich für mich und meine Tochter ideal gewesen: schöne Taverne, bei der man beim Frühstück schon auf das Meer gucken kann, Zimmer okay und regelmäßige Reinigung, fast jeden Tag neue Handtücher, kleine günstiger Kiosk, deutschsprachiges Personal, Essen soweit okay, kleine Getränkepreise beim Abendbrot, sehr leckeren Tzatziki als Imbiss am Mittag, kleine Strandbar. Aber leider waren wir die letzten Gäste vor der Winterpause, so dass die Woche, in der wir da war, ähnlich wie bei der "Reise nach Jerusalem" war. Erst waren noch viele Gäste da, die Strandbar offen, genügend Liegestühle, genügend Personal, ausreichendes Sortiment im Supermarkt. Dann wurde schon die ersten Stühle übereinander gestapelt, die Strandbar wurde am 2.Tag geschlossen. Am Schluss saßen wir nur noch mit ein paar Gästen inmitten von zusammengestapelten Stühlen, zum Abendessen wurden Reste serviert, Frühstücksbüffet nur noch Reste. Am letzten Tag beim Frühstück wurde die Taverne mit Maschendrahtzaun zum Strand hin verschlossen. Der Kiosk schaltete seine Kühlschränke aus. Der letzte Tag war dann hardcore: Mehrere Stunden saßen die Gäste , ohne die Möglichkeit noch etwas zu essen oder zu trinken zu bekommen, im Regen und warteten in dem bereits winterfestgemachten Hotel auf ihren Bus, der sie dann abends abholen würde. Und der letzte macht das Licht aus! Man hatte irgendwie das Gefühl, dass das Personal froh ist, wenn wir alle endlich abgereist sind. In den Hotels drum herum war es wohl ähnlich. Fazit: Im Oktober niemals Korfu buchen (außer Korfu-Stadt!) !!! Schade! Im Sommer kann ich mir dagegen vorstellen, dass das Hotel schön, übersichtlich, gemütlich ist mit nettem Strand und nettem Personal. Korfu niemals im Oktober, da 3/4 der Läden, Hotels schon alles winterfest gemacht haben und man sich vorkommt wie der letzte Mohikaner.
Zimmergröße war okay, neuer Fernseher, nettes dunkles Mobiliar, Korbstühle auf dem Balkon (wenigstens keine Plastikstühle!), genügend Schrankfläche. Das Badezimmer war nicht der Hit, aber auch okay.
Das Frühstücksbufet sah umfangreich aus, sah aber nur so aus. Übrig blieb eine Sorte Käse und Wurst, Pappcornflakes, Fruchtsaft wahrscheinlich selbst angerührt, zweierlei Brot, Tomate, graue Weintrauben (habe ich mich nicht herangetraut) , superstarker, lauwarmer Kaffee, Wasser für schwarzen Tee. Gut, wusste man ja, dass das in Griechenland nicht so doll ist. Das Abendbrot war okay. Vorspeise und Hauptgericht jeweils 2 zur Auswahl, nicht gerade hochwertig, aber nun gut. Zweimal gab es Restbuffet. Das war klasse! Die Getränkepreise waren okay!
Man hatte irgendwie das Gefühl, dass das Personal froh ist, wenn wir alle endlich abgereist sind und der Spaß am Bedienen eher den Sommergästen zu Gute gekommen ist. Das Personal war überwiegend deutschsprachig (Rezeption, perfektes Deutsch, Taverne englisch/deutsch)) Die Sauberkeit im Zimmer war gut. Es wurde jeden Tag saubergemacht und die Handtücher fast täglich gewechselt. Zweimal gab es eine neue Decke. Das Bett war mit viel Mühe gemacht. Kunststück: Wir waren ja auch nur noch ganz wenige Gäste.
Der Ort war die Woche über eigentlich tot, weil schon alles winterfest verriegelt war. Zum Bummeln auch eher nicht geeignet, sondern eher zum abendlichen Cocktailtrinken. Beim Spazierengehen hatte man, sobald der Fußweg spärlicher wurde, Angst überfahren zu werden. Bei dem sehr schmalen Kieselstrand kommt das richtige Strandgefühl nicht so richtig auf. Also insgesamt hat mir der Ort nicht so gefallen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Tischtennisplatte, Billiardtisch, verrosteter Kicker Liegen gab es am Strand für 2,00 Euro. Die Schirme gab es unentgeltich.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Anke |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


