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Arne (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Oktober 2011 • 2 Wochen • Strand
Nie wieder Victory - Hohe Bewertung unverständlich
2,2 / 6

Allgemein

Das Hotel an sich ist mittelgroß. Es ist ein reines All-in-Hotel. Das Getränkeangebot ist in Ordnung. Die Gäste waren zumeist Deutsche oder Holländer. Da wir in den Ferien angereist sind, waren viele Familien mit Kindern (auch Kleinkindern) darunter. Der wirkliche Pluspunkt des Hotels ist die Sauberkeit. Sowohl die (viel zu kleinen) Zimmer, als auch die Hotelanlage an sich war sauber und wurde den gesamten Tag über auch sauber gehalten. Das unmittelbar neben dem Hotel eine Fäkalienrohrleitung gebrochen ist und so der strandnahe Bereich mit einer heftigen Coli-Bakterien-Verseuchung versehen wurde, ist dem Hotel und der Alltours-Reiseleitung bestimmt nicht anzulasten. Das Kriesenmanagement war allerdings katastrophal - eigenlich gar nicht vorhanden. Hätte man seitens des Hotels die Gäste vor dem Betreten des Meeres gewarnt - wie in den Nachbarhotels erfolgt - wäre dem einen oder der anderen möglicherweise einiges erspart geblieben. Völlig offen die der Auftrag, den der Reiseleiter vor Ort von Alltours hatte. Dieser Mensch hatte jedenfalls NICHT die Aufgabe, den betroffenen Gästen bei der Bewältigung entsprechender Probleme zu helfen. Zunächst wurden diese Probleme negiert, als Blödsinn abgetan und die Gäste als hysterisch bezeichnet (bei erkrankten und behandlungsbedürftigen Kleinkindern). Erst alls auch Alltours aufgrund der Häufung an Erkrankungen nicht mehr auf die Vogel-Strauß-Mentalität (Kopf in den (Fäkalien)-Sand stecken) zurückgreifen konnte, wurde die Geruchsbelästigung eingestanden, allerdings die schnelle Behebung des Problems gelobt. Auch bei der Behebung des "Problems" erwies sich die gesamte Bandbreite der türkischen Ingenieurskunst als überzeugend und flexibel. Das gebrochene Rohr wurde nicht repariert, täglich wurde auf die Wasser/Fäkalien-Austrittsstelle mit einem Bagger Sand gekippt. Da die Austrittsstelle aber durch den Wasserdruck in dem Rohr wieder freigesprült wurde, wurde mit der gleichen Beharrlichkeit wie bei den Fugen der Wasserrutschen die an sich erfolglose Reparaturmethode konsequent täglich weiter angewandt. Tipps für Familien - Es gibt unendlich schönere Hotels mit großzügigerem Raumangebot in der Türkei. Das Victory Resort war möglicherweise einmal ein Hotel, welches durch gutes Essen und freundlichem Personal die Mängel im Bereich der Zimmer, der Poollandschaft und der Lage hat überstrahlen können. Diese Leuchtkraft vergangener Jahre ist aber - zumindest im Oktober 2011 - vollständig in der Atmosphäre verglüht. Unser Tipp - erstmalig, denn wir haben noch nie öffentlich ein Hotel bewertet - FINGER WEG von diesem Hotel.


Zimmer
  • Sehr schlecht
  • Die Familienzimmer, die wir gebucht hatten, waren viel zu klein und verdienen die Bezeichnung Familienzimmer wirklich nicht. Der Schlafraum der Kinder verfügt nur über ein am unteren Schenkel dreißig Zentimeter langes Dreiecksfenster, welches nicht zu öffnen war. Tageslicht und Frischluft waren diesem Schlafraum so nur über den Umweg Wohn-/Schlafraum unf Flur zuzufügen. Sitzgelegenheiten gabe es nicht (die hätten auch nicht mehr hineingepasst). Der einzige Ort, an dem man sich aufhalten konnte, war das Bett im Wohn-/Schlafraum. Das winzige Bad hatte einen Vorteil - man konnte wegen des Durchfalls auf der Toilette sitzen und sich gleichzeitig bequem wahlweise in das Waschbecken oder die Badewanne erbrechen. Wohl dem, der solche Vorteile zu schätzen mag. Weil ich einfach mit dem Urlaub abschließen möchte, verzichte ich auf eine detaillierte Schilderung dieser Mini-Räumlichkeiten in Phasen, in denen drei von vier Personen an Brechdurchfall erkrankt sind...


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Das Essen an sich war recht gut, auch wenn hier der erste Blick sehr viel mehr versprach, als die sich dann immer weiter vertiefenden Detailkenntnisse im Verlauf von 2 Wochen Aufenthalt. Es gibt ein Hauptrestaurant und ein türkisches a la Carte Restaurant, welches auf Buchung hin besucht werden konnte. Allerdings gibt es im a la Carte im Wesentlichen die gleichen Speisen, wie im "normalen" Restaurantbereich auch, nur etwas netter hergerichtet und am Tisch serviert. Das Frühstück war sehr stark auch die Bedürfnisse westeuropäischer Reisender abgestellt. Toast, Milchreis, Joghurt pp. waren vorhanden und gut. Darüber hinaus jede Menge an Eierspeisen, die frisch zubereitet wurden. Es war jederzeit möglich, sich auch seine eigenen Kreationen herzurichten, man musste nur die Sprachbarrierien zu den ausschließlich türkisch sprechenden Köchen überwinden - was aber mit etwas Kreativität kein Problem war. Am Abend wurde jedesmal aufwendig im Poolbereich eingedeckt und eine Reihe von Show-Cooking-Kochstellen eingerichtet. Außerdem gab es das übliche Büffet im Inneren des Restaurants. Effektvoll zubereitete Speisen in Wok-Pfannen mit viel Öl (und Feuer), bei denen man sich die Zutaten zunächst selbst zusammenstellen konnte, waren durchaus unterhaltsam und auch lecker. Wie in einer anderen Kritik bereits angesprochen, wurden sehr reichlich mit Öl gekocht, allerdings konnte man bei allen individuell zubereiteten Speisen sagen, dass man auch die obligatorische Kelle Öl vor der Zubereitung verzichten möchte, dann ging es auch. Die Getränke zum Essen waren Standard - Efes Bier, Rot- oder Weißwein und die üblichen alkoholfreien Getränke. Sie wurden an den Tisch gebracht, das war völlig in Ordnung so. Leider war es im Oktober am Abend schon sehr dunkel, so dass man draußen nicht mehr sehen konnte, was sich im Einzelnen auf dem Teller verbarg - dass ist allerdings kein Problem des Hotels. Man konnte ja auch drinnen essen, dort war es jedoch sehr stickig und laut, draußen war's eben deutlich schöner.


    Service
  • Eher schlecht
  • Das Personal war weitestgehend freundlich, allerdings mit deutlichen Einschränkungen. Wir hatten nun eine Phase, in der die Zufriedenheit der Gäste eher am unteren Ende lag (geplatztes Fäkalienrohr am Strand mit Massenerkrankung der Gäste im Hotel bzw. in der Region), so dass sich die Hotelleitung natürlich massiver Kritik ausgesetzt sah. Kritikfähigkeit gehört allerdings absolut nicht zu den herausragenden Fähigkeiten der Türken, zumindest nicht im Victory. Zudem hatten wir den Eindruck, dass mit der Höhe in der Hotelhierarchie die Freundlichkeit extrem abnahm. Die Mutter des Hotelbesitzers, die täglich in der Hotelanlage hin und herlief, hatte trotz freundlichen Grüßens der Gäste für eben diese nicht einmal ein Blick übrig. Es spielte dabei im Übrigen keine Rolle, ob dieser gästeseitige Morgen- bzw. Tagesgruß auf deutsch, holländisch oder in der landessprache türkisch ausgesprochen wurde. Eine Antwort bekam man nicht. Das Service-Personal war überwiegend freundlich, wirkte aber zuweilen etwas lustlos. Das mag auch ein wenig an der sich dem Ende neigenden Saison liegen, sollte aber nicht passieren. Der Arzt war kein Arzt, sondern eine Krankenschwester, wollte (und das war nunmal der Fall) man einen Arzt konsultieren, wurde über die Rezeption einer in das Hotel bestellt. Die Zimmerreinigung war sehr gut, hier gibt es nichts zu kritisieren. Den Umgang mit Beschwerden hatte ich eben schon kurz angerissen - hier ist starker Verbesserungsbedarf vorhanden.


    Lage & Umgebung
  • Schlecht
  • Die Entfernung zum Strand beträgt etwa 400 Meter, ist aber zu Fuß problemlos zu bewältigen. Der Strand-Shuttle wurde von uns nicht genutzt, mehrfach haben sich allerdings Gäste über den Fahrer geärgert, der nicht pünktlich und nur begrenzt freundlich war, insbesondere bei sandigen Kindern mit Strandutensilien. Wir haben diese Feststellung allerdings nicht persönlich gemacht. Das Hotel liegt nicht im Ortszentrum von Colakli, sondern etwa 20 Gehminuten davon entfernt. Etwa die Hälfte der Zimmer liegt zu einer mäßig bis stark befahrenen Straße hin und ist daher recht laut. Die Zimmer zur Straße waren sehr hellhörig (Straßenlärm, Musik/Muhezin). Für lärmempfindliche Menschen sind die Zimmer zur Straßenseite absolut ungeeignet.


    Aktivitäten
  • Sehr schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Die Animation war für die Kinder gut, was allerdings wohl daran lag, dass sich unsere Kinder schnell mit den Animateuren angefreundet haben. Das angebotene Sportprogramm war eher dürftig. Die Abendshows waren schwach. Gut waren sie nur, wenn Musicals nachgespielt wurden (z. B. König der Löwen). Da waren Bühnendeko und Aufführung für ein Animationsteam gut. Die üblichen Mister/Misses usw.-Shows waren eher grauenhaft. Die Gags uralt und z. T. wirklich schwach dargebracht. Der Pool war sehr kalt und angesichts der Tatsache, dass insbesondere in der ersten Reisewoche kaum Menschen an den Strand gingen (Fäkalienverschmutzung) war die Poollandschaft zu klein. Die Wasserrutschen brachten zwar Spaß, waren aber für Rücken und jede Art von Luftmatratzen pp. eine echte Herausforderung. Die Übergänge der einzelnen Rutschelemente waren so schlecht gearbeitet, dass daran alles aufriss - egal ob menschlichen oder künstlichen Ursprungs. Das Hotel versuchte zu reparieren, nämlich diese Rillen am Abend mit Silikon zu verfugen, scheitete kläglich, was kein Wunder ist, wenn man versucht eine feuchte Fuge mit billigem Silikon abzudichten, die nur wenige Stunden später wieder dauerhaft mit Wasser und rutschenden Menschen traktiert wird. Aber - dem täglichen Misserfolg zum Trotze haben es die türkischen Handwerker jeden Abend auf's Neue versucht und sich bis zu unserer Abreise nicht entmutigen lassen. Der Pool war bitterkalt und lud nicht zu längerem Verweilen ein. Das Hallenbad im Spa- und Wellnessbereich war deutlich wärmer, leider hatte an dem einzigen Tag, an dem wir es nutzen wollen, ein Kleinkind sein (großes) Geschäft mittem im Pool verrichtet, so dass wir von der Nutzung abgesehen haben (die Fäkalien am Strand reichten uns). Der Poolboy hat dann ja tapfer mit einem Kescher versucht, die menschlichen Überreste der dargereichten Nahrung einzufangen - das mit dem Fangen hat nur nicht funktioniert, es blieb bei der Zerkleinerung dieser Hinterlassenschaften. Eine Aufforderung an die zahlreichen anderen Kinder, die sich im oder am Wasser befanden, zumindest für eine Zeitlang aus dem Wasser zu bleiben, blieb jedoch aus. Ob und inwieweit über entsprechende Chlorierung versucht worden ist, eine Coli-Bakterien-Anhäufung zu bekämpfen, ist mir nicht bekannt, ich hatte allerdings den Eindruck, dass die Verkleinerungsbemühungen des erfolglosen Kot-Fischers im Hallenbad auch das Ende dieser Problemlösung darstellten.


    Preis-Leistung
  • Sehr schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Oktober 2011
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Arne
    Alter:41-45
    Bewertungen:1