Das Hotel selber ist m. E. untere Mittelklasse. Mit sogenannten 6 Häusern ausgestattet ist das Gelände etwas in die Länge gezogen, wobei die modernen Betonbauten optisch dominieren. Wenig Gartenanlagen mit einer im Zentrum liegenden großen Spielwiese und einer etwas kleineren Wiese. Kulinarisch wurde man zwar geschmacklich aber in der Vielfalt nicht gerade verwöhnt. Vieles wiederholte sich von Essen zu Essen. Montags wurde Abends der obligatorische Tunfisch aufgefahren. Überhaupt war der Montag wohl Tag des Fisches. Ansonsten immer das gleiche Lamm-, Truthahn- und Leberspektakel. Und am Freitag gibts den türkischen Abend (endlich Döner). Der Großteil der Gäste kam aus deutschen Landen. Zu finden warenb aber auch Holländer, einige Skandinavier, einige wenige Deutsch-Russen und eine winzige Anzahl von Einheimischen Touris. Tipps habe ich oben ja schon einiges beschrieben. Zum Telefonieren sollte man sich eine Telefonkarte besorgen. Für 3 Euro hat man 50 Einheiten zur Verfügung mit denen ich über eine halbe Stunde (Abends) mit Deutschland telefoniert habe. Mit Handy bezahlt man ja schon 3 Euro in 2 Minuten oder so. Leider bin ich auf die Schulferien angewiesen. Mit Juli/August ist somit die heisseste Jahreszeit in dieser Region erreicht und mit teilweise über 40 Grad im Schatten sollte man seinem Körper nicht allzuviel zumuten. Die Sonne brennt ziemlich heftig.
Die Zimmer (DZ) fielen recht klein aus, aber man will ja nicht den ganzen Urlaub auf dem Zimmer verbringen. Die Schränke hätten auch etwas größer sein können. Der eine Schrank war eher eine Vitrine für Zinnsoldaten oder so. Das Beistellbett für unsere Tochter war tatsächlich ein ausgezogener Sessel, wie hier schon öfters beschrieben. Ein Ehepaar mit ihrem 16-jährigen Sohn, der voll bezahlt hat, wurde auch nur auf so einer "Liege" untergebracht. Natürlich große Aufregung bei der Familie...und da kam wieder der "Manager" ins Spiel! Die Zimmer hatten TV mit mehreren deutschsprachigen Sendern (ARD, ZDF, VOX, Sat1 Österreich, Kabel1 bis mittags) Das Badezimmer normal eingerichtet, aber mit Rissen in Kacheln und Nischen der Badewanne. Was genervt hat waren die ständigen Stromausfälle. Der Generator, der daraufhin gestartet wurde war dermaßen laut und lief immer über eine Stunde lang. Das Hotel daneben hatte zur selben Zeit auch die selben Probleme, da wohl beide Hotels an einer Leitung lagen. Auch dieses Hotel hatte einen solchen Generator. Also doppelte Beschallung dieser Dieselmotoren. Die Zimmer selbst sehr hellhörig. Wir selbst hatten unser Zimmer im Erdgeschoss. Vor dem Balkon verlief ein Weg. Die Leute die dort vorbeiliefen hatten jederzeit Einsicht ins Zimmer, wenn nicht die dicken Gardinen vorgezogen waren. Diese Gardinen haben seitlich aber viel Licht ins Zimmer gelassen. Die an den Wegen angebrachten Laternen (Höhe ca. 50 cm und mit hellen Energiesparlampen ausgestattet) leuchtetet in der Nacht bis morgens permanent ins Zimmer. Man konnte nicht erkennen, ob es beispielsweise noch dunkel ist oder schon dämmert...es hätte demnach auch taghell sein können. Zum Glück gibts ja Wecker, die man auf 5: 30 Uhr wecken stellen kann. Meine Empfehlung auch zu diesen Zimmern im Erdgeschoss: Nichts unbeaufsichtigt dort liegen lassen. Unseren Bekannten wurde ein Handtuch vom Balkon geklaut!
Es gab ein Hauptrestaurant. Dort fanden das Frühstück, der ausgedehnte Mittagssnack und das Abendessen statt. Beim Abendessen wurden um den angrenzenden Pool die Sonnenliegen gegen Tische ausgetauscht (ab 18 Uhr wurde man quasi vom Pool gescheucht, damit die Umräumarbeiten beginnen konnten). Neben dem Restaurant lag auch die Poolbar, wo man ab 10 Uhr bis 24 Uhr seine alkoholischen und nichtalkoholischen Getränke bestellen konnte. Ab exakt 24 Uhr musste man dafür bezahlen...eigentlich traurig. Am 2. Pool gab es die Snack- und Poolbar wo gegen Mittag Pommes, Burger und andere Kleinigkeiten serviert wurden. Am Strand dann die Beachbar, die der Snackbar im Hotel ähnlich war. Die Getränkespender, wo man Tritopartige Fruchtsäfte angeboten bekam, kan man nicht unbedingt empfehlen. Zum einen waren diese Konzentrate so intensiv und überzuckert...mit viel Wasser konnte man die Mischung auch nicht gerade retten. Oder aber die Spender waren oft leer und wurden nicht gerade zeitnah aufgefüllt. Die Getränke selbst hätte auch etwas kälter sein dürfen. Ein Wort zu den Tippboxen: Trinkgeld in den Tippboxen wird nicht an die Kellner ausgezahlt sondern nur an die Oberkellner (derer 3 in diesem Hotel). Wenn Trinkgeld, dann direkt dem Kellner überreichen. Die küssen einem die Füsse dafür. Ein Monatsgehalt eines Kellners soll nämlich angeblich nur zwischen 60 und 90 Euro betragen.
Das Personal, ob Kellner, Rezeption, Gärtner, Reinigungspersonal oder Techniker waren immer freundlich und stets bemüht. Sobald irgendwo Unreinheiten entdeckt wurden, war ein Servicemensch zugegen. Ein so angagiertes Personal habe ich selten erlebt. Der deutschen Sprache waren aber nicht alle so mächtig. Allerdings kein Beinbruch. Ein Türke oder ein Japaner verlangt bei einem Urlaub in Deutschland ja auch nicht den Gebrauch seiner Landessprache. Negativ: Der Hotelmanager, anfangs beim Empfang im Hotel noch übermäßig freundlich wurde massiv unfreundlich, als es darum ging uns ein anderes Zimmer zu geben. Wir hatten zusammen mit unseren Freunden schon vor einem halben Jahr über die Reiseagentur zusammenliegende Zimmer vorbestellt. Da unsere Zimmer aber jetzt in 2 verschiedenen Häusern lagen, wollten wir das gern geändert haben. Auch hier wieder ausfallend und sich hinter seinem Titel versteckend ("ICH BIN HIER DER MANAGER!") konnte man keinen vollständigen Satz bei ihm anbringen. Trotzdem hatten wir nachher 2 gegenüber liegende Zimmer. Es war aber nicht das letzte mal, daß ich diesen Herren etwas aufgebrachter erlebt habe. Das absolute negative Highlight des Urlaubs aber waren die Liegen und Sonnenschirme an den Poolanlagen. Hier wurde die deutsche Mentalität bis aufs Äußerste ausgereizt. Um exakt 5: 30 Uhr Ortszeit bin ich morgens zu den Liegen getappert und habe 6 Stück davon belegt. Und ich war nicht der einzige. Wenn man Glück hatte, waren gegen 6: 30 Uhr noch Restplätze zu bekommen. Und das galt für beide Poolanlagen. Der Rest musste sich dann wohl oder übel am heissen Strand niederlassen. Es waren einfach zu wenige Liegen vorhanden, vor allem aber auch Sonnenschirme. Die wurden einem fast schon unterm Hintern von anderen Gästen weggeklaut, wenn man nicht drauf aufgepasst hatte. Wollte man also ggf. eine Runde baden gehen oder zum Essen an die Snackbar...ich glaube, die Schirme angekettet hätte nichts genützt. Hin und wieder konnte man aber beim Hotelpersonal den einen oder anderen Schirm nachordern.
Nach knapp einer Stunde Transfer vom Airport Antalya erreicht man das Hotel in Side-Colakli. Die Entfernung zum Strand liegt wohl um die 500 Meter und ist zu Fuß oder mit dem Shuttle bequem zu erreichen. Zum Hotel selbst gehört noch ein kleiner Shop, wo man morgens sogar schon ab 8: 00 Uhr seine Bild-Zeitung kaufen konnte. Unmittelbar angrenzend ans Hotel ist ein kleines Einkaufsviertel angelegt worden. Dort bekommt man die unterschiedlichsten Sachen angeboten...T-Shirts, Hemden, Hosen, Jacken (Vorsicht: keine Originale, aber das müsste man ja kennen!), Souveniers, günstige Apotheken, Friseure, Shops für Ausflugsfahrten und, und, und. Vergleichen sollte man aber schon und dann kräftig handeln. Teilweise 60-70%ige Preisunterschiede unter den Händlern. Mein Motto war immer "5 Euro" und das hat sogar manchmal gezogen. Mein Tipp: Keyf-Wellness bietet derzeit ein Komplettprogramm mit Sauna, Dampfbad, Hamam und Massage für 20 Euro an. Schöne Anlage und freundliche Bedienung dort. Sollte man auch gleich am Anfang des Urlaubs buchen. Das Hamam und die Massagen im Hotel selbst zu teuer (59 Euro) für den fast gleichen Service. Der Mitarbeiter des Hotelmassageteams, der uns am Strand angesprochen hatte wurde schon fast aufdringlich und beleidigend gegenüber meiner Frau als ich/wir das "Angebot" ablehnten. Beinahe hätte ich ihm eine ge... aber lassen wir das.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Animation des Hotels war schlicht und ergreifend mangelhaft. Sich Mühe geben sieht anders aus. Morgens um 10 Uhr der Beginn mit einem Clublied am Pool das eher zum einschlafen als zum mitmachen einlädt. Die Animation fand hauptsächlich auch nur am Pool mit den Rutschen (rutschen unter Aufsicht) statt, Fußball und Luftgewehrschiessen auf der großen Spielwiese. Die Abendshows waren sowas von billig und durchgelutscht...nichts Neues oder in interessantes dabei. Nur aufgewärmtes aus 20 Jahren Animation. Vor allem, was ich immer wieder kritisiere sind die sexistischen Darstellungen in den Comedyshows. Ich selbst habe nach der 2. Abendshow mir keine weitere angeschaut und habe nur nach Berichterstattung meiner kleinen Tochter und deren Fragen (was haben die da gemacht?) das Niveau feststllen können. Was mich gewundert hat...die Minidisco abends wurde von "Horden von Kindern" besucht. Dabei liefen hier tagtäglich immer dieselben 7-8 Lieder. Der Miniclub am Tage allerdings war so gut wie gar nicht besucht.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marco |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 1 |


