- Preis-Leistungs-VerhältnisGut
Wir haben eine Woche Halbpension gebucht. Das Iberostar ist ein größeres Hotel im Stadtteil Hammanet Yasmine und bietet ein Hallenbad, einen Pool und einen kleineren Wellnessbereich. Das Gebäude wirkt relativ neu, die Eingangehalle imposant. Wir haben ein einfaches Doppelzimmer mit Meerblick und großem Balkon bezogen. Das Zimmer war bei Bezug ordentlich. Leider haben die Zimmermädchen in den Tagen unseres Aufenthalts nur geputzt wenn man Ihnen den einen oder anderen Dinar in die Hand gedrückt hat. Das Hotel hat überwiegend Gäste aus Deutschland, Frankreich und England. Die Altersstruktur war gut gemischt, das Hotelpublikum größtenteils angenehm. Dieses Hotel ist zu empfehlen wenn man den ganzen Tag am Pool verbringen will um Entspannung zu finden. Das Preisleistungsverhältnis ist gut. Wenn man sich im Uraub auch außerhalb des Hotels aufhalten will, ist dieses Hotel wenn sogar nicht ganz Tunesien nicht zu empfehlen, da man an jeder Ecke von äußerst aufdringlichen Einheimischen genervt wird und keine Ruhe findet. Uns hat das Hotel im Großen und Ganzen recht gut gefallen, durch die Aufdringlichkeiten und Dreistigkeiten außerhalb des Hotels werden wir dieses Land jedoch nie wieder bereisen.
Unser Zimmer war für ein einfaches Doppelzimmer recht groß, ein großes Panoramafenster bot uns eine tolle Aussicht auf das Meer. Die Möbel waren gut und die Zimmerreinigung kann man sich immerhin erkaufen. Die Balkonmöbel waren leider ein wenig rostig und müssten langsam erneuert werden. Das Badezimmer war sowohl mit einer Dusche als auch mit einer Badewanne ausgestattet, die großen Spiegelfronten wurden auch nach Bezahlung nicht Tiptop geputzt. Die Minibar war leider leer. Safe, TV und Telefon waren vorhanden. Die Klimaanlage haben wir schnell abgestellt, weil dadurch entweder Zigarettenrauch oder Küchengeruch abwechselnd in unser Zimmer geströmt ist. Wieso können wir uns auch nicht erklären.
Das Iberostar Saphir Palace verfügt über ein Restaurant. Dieses Restaurant ist sehr groß, so dass zu den Kernzeiten ein wenig Jugendherbergencharakter aufkommt. Die Weinkarte ist für ein fünf Sterne Hotel schlecht, die Mittagskarte sehr überschaubar. Sowohl die Preise für Speisen als auch für Wein sind mehr als erschwinglich. Von dem Frühstück waren wir eher enttäuscht, kein frischer Orangensaft, nur zwei Wurst- und Käsesorten. Am Abend gab es ein reichhaltiges Buffet mit frischen Salaten und Nudelspezialitäten. Es wurden aber auch landestypisches sehr leckere Spezialitäten angeboten. Ein großes Kuchen- und Obstbuffet rundete das Angebot ab. Die Speisen waren stets frisch und sehr lecker.
Das Personal war stets höflich und zuvorkommend. Mit Französisch kommt man in Tunesien wirklich super zurecht, die meisten Tunesier sprechen mindestens ein paar Brocken Englisch. Was mir ziemlich auf den Geist gegangen ist, war das unserer Zimmer nur gereinigt wurde wenn wir dem Zimmermädichen ein Scheinchen in die Hand gedückt haben. Dieses Prinzip haben wir in der ersten drei Tagen nicht angewandt, ab dem vierten Tag hat unser bis dahin schmuddeliges Zimmer auf einmal richtig geglänzt. Auf meinen Bademantel musste ich zwei Tage warten. Einige Prinzipien scheinen mir bis heute unklar. So war es nicht möglich nach dem Essen ein Espresso beim Kellner zu bestellen, diesen konnte man nur in der Hotelbar erwerben. Die schöne Sonnenterasse konnte man auch nicht zum Speisen nutzen, da das Personal es nicht gebacken bekommen hat die Tische abzuwischen und Auflagen auf die Stühle zu legen.
Yasemin Hammamet ist unumstritten der schönste Stadtteil von Hammamet. Der Strand befindet sich direkt an dem Hotel, kleinere Läden und Souvenirshops sind fußläufig erreichbar. Leider war zu unserer Reisezeit ein für des Mittelmeer starker Wellengang, der viel Müll an den Strand gespült hat. Für diesen Dreck hat sich keiner so richtig verantwortlich gefüllt. Schade, denn der weitläufige Sandstrand hat eigentlich viel Potenzial. Leider kann man am Strand nicht wirklich seine Ruhe finden da entweder aufdringliche Obstverkäufer vorbeikommen oder sehr! tieffliegende Millitärhubschrauber einen die Ruhe nehmen. Wir haben einmal Obst von einem dieser Obstverkäufer gekauft. Für 4 Mandarinen, 5 Orangen, 5 Kakteenfrüchte und einen Granatapfel haben wir 38 Dinar also knapp 20 Euro bezahlt. So eine Dreißtigkeit haben wir noch in keinem anderen Land erlebt! Der Millitärhubschrauber kommt 1-2mal täglich vorbei und hält angeblich Ausschau nach afrikanischen Flüchtlingen, welche nach Lambedusa flüchten wollen. Dabei fliegt der Heli ca. 2 Meter! über den Sonnenschirmen und gefährdet unserer Meinung nach das Leben der Strandurlauber ( Siehe Foto) . In Hammamet ist die Madina empfehlenswert. Gemütlich durchschlendern kann man diese leider nicht, da man alle fünf Meter von nervigen Tunesiern in ihre Läden reingezogen wird. Die Seitenstraßen sollte man lieber meiden, diese sind leider total verdreckt. Wenn man die ganzen Müllberge sieht ist man für die Einführung des Dosenpfands in Deutschland dankbar! Hammamet ist ca. 70 km von Tunis entfernt. In Tunis ist die Medina sehr zu empfehlen, auch wenn man dort genauso genervt wird. Auch hier ist zu empfehlen die Nebengassen zu meiden. Einen wirklich schönen Ausflug haben wir nach Carthago unternommen. Carthago ist das Villenviertel von Tunis, die Sauberkeit ist zwar nicht auf deutschen Stand die antiken Ausgrabungsstätten, insbesondere das römische Villenviertel, die römische Thermenanlage und das Museum sind sehr empfehlenswert. Vorsicht, ein tüchtiger Geschäftsmann fängt in der Hotellobby alle neuangereisten Touris ab und bietet organisierte Touren ( Kamelreiten, Quadfahren und Pirattenschiff Ausflug ) an. Wir empfehlen dringend nicht bei diesem "Veranstalter" zu buchen. Wir haben eine Kameltour gebucht. Die Tiere waren in einem nicht so guten Zustand, z.T hatten die Kamele Peitschnarben. Die Tour führt z.T durch vermüllte Gassen. Beim nächsten Mal würden wir die Kameltour im Figuira Park ( ca. 30 km entfernt ) buchen. Für ca.45 Euro am Tag kann man im Hotel einen Mietwagen buchen. Es muss beachtet werden, dass der Trip durch Tunis wegen dem grottenschlechten Fahrstil der Einheimischen ziemlich nervenaufraubend sein kann. In Yasemin Hammamet befindet sich ein hübscher Yachthafen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wie schon erwähnt war der weitläufige Sandstrand nicht so sauber wie wir uns diesen gewünscht hätten. Das Meerwasser war uns zu kalt um schwimmen zu gehen. Der Pool war zwar gepflegt, das Wasser aber sehr kalt , die Liegestühle könnten langsam erneuert werden. Das Hallenbad war beheizt jedoch sehr überschaubar. Die Sauna ist nur nach Terminvereinbarung zu benutzen. Internetzugang in der Lobby. Ab und zu kommt ein Geigenspieler ins Restaurant oder es findet eine Fakirshow statt. Ein Billardtisch befindet sich im Hotel.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 1 Woche im November 2011 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Johanna |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 4 |