Die Anlage besteht aus mehreren süßen Fincas und einem Haupthaus. Gegenüber des Empfangsbereiches mit Rezeption befindet sich ein kleiner Shop, in dem man Wasser und Eis zu guten Preisen bekommen kann, allerdings für andere Artikel wie beispielsweise Nivea Sonnencreme (18 €) Mondpreise bezahlen müsste. Die gesamte Hotelanlage ist sehr gepflegt und mit Liebe zum Detail gestaltet. Die Stufen sind unterschiedlich hoch (zum Teil schon sehr hoch), also für ältere oder gehbehinderte Menschen und Familien mit kleinen Kindern nicht unbedingt geeignet. WiFi vorhanden, zum Teil aber eher schlecht, liegt aber am unzureichend ausgebauten Netz in der Türkei. 90 % deutsche Gäste, von jung bis alt alles dabei (Durchnitt ca. 35-40). Ich würde Chef, Chefin und Geschäftsführer zu einer Kombination aus demokratischem und autoritärem Führungsstil raten. Mit dem aktuellen, familiär eingestellten Laissez-faire-Führungsstil macht jeder was er will, es gibt Chaos und das wirkt zum Teil sehr unprofessionell (beispielsweise der testosterongesteuerte Barkeeper). Im Allgemeinen sollte das Personal besser geschult werden und zumindest grundlegende Englisch-Kenntnisse haben. Bitte bitte bitte weg von dem Dumpingpreis-Konzept, um möglichst viele Kunden anzulocken. Ist der Preis erst ruiniert, kann man das nicht mehr nach oben ziehen. Die Lage ist toll, die Anlage sehr schön, es gibt enormes Potenzial - lieber besser kalkulieren und dafür Getränke günstiger anbieten und toleranter sein (z. B. 1 Flasche Wasser pro Tag auf dem Zimmer). Mehr Werbung für Hammam und Massagen - das ist wirklich sehr empfehlenswert! Essen verbessern - so böse wie der Koch immer geschaut hat, so haben Geschmack und Konsistenz zum Teil gelitten. Wenn das Essen besser wird und der Barkeeper mit Testosteronüberschuss endlich professionell arbeitet, komme ich sehr gerne wieder.
Sehr stilvoll eingerichtete kleine Zimmer, alles recht neu, aber in türkischer Leichtbauweise (wie ich es immer nenne) gebaut. Durchgang zwischen Bett und Schrank zum Balkon hin nur ca. 20 cm - ziemlich eng. Ich war im Haupthaus und hatte einen Balkon mit Meerblick - sehr schön! Für Klimaanlage und Fernseher muss man 20 Euro Pfand hinterlegen. Zimmersafe kostet 2 € pro Tag. Zimmer war sauber, aber manchmal fragte man sich wirklich, ob nicht einfach nur das Bett gemacht wurde. Schmierer und Wasserflecken im Bad waren teilweise tagelang unverändert zu sehen. Der Fön war eine Katastrophe - trotz Ein-/Ausschalter musste man permanent einen straffen Knopf gedrückt halten. Das hat bei mir trotz Kurzhaarfrisur schon zu Krämpfen in den Fingern geführt. Gegen Ende des Urlaubes habe ich der Dame vom Reinigungspersonal 5 € Trinkgeld hingelegt. Daraufhin war alles super geputzt, das Bett und der Eingang zum Bad mit Blümchen dekoriert, aber die 5 € hat sie liegen lassen. Ich hab sie aber noch gesehen und ihr das Geld in die Hand gedrückt. Minibar vorhanden, aber nicht befüllt. Eine 0,5 l Flasche Wasser am Tag kostet nicht die Welt und wäre eine wirklich nette Geste des Hotels.
Im Restaurant fielen öfters mal Besteck oder Geschirr herunter. Das Besteck wurde generell nach dem Abräumen recht schwungvoll in den dafür vorgesehenen Behälter geschmissen, was die eigentlich schöne & angenehme Atmosphäre erheblich beeinträchtigt hat. Das Essen war in meinen Augen qualitativ nicht überzeugend. Gemüse (z.B. Blumenkohl oder Brokkoli) vom warmen Büffet zerkocht und nahezu ungewürzt. Grundsätzlich habe ich Gewürze und mehr Landestypisches vermisst. Einen Abend gab es frischen Kebap, sollte aber besser ausgeschrieben werden, damit es jeder mitbekommt. Viel Geflügel am warmen Büffet, da Fleisch in der Türkei sehr teuer ist. Suppen waren eher Brühen und geschmacksneutral. Salatbüffet war gut, aber doch irgendwie immer wieder das Gleiche. Nachtisch landestypisch sehr süß und unnatürlich bunt eingefärbt. Tipp: Die Zimttörtchen waren suuuuuper lecker! Getränke zu Mondpreisen bei HP oder AI nach 23 Uhr. Alkohol ist zwar teuer in der Türkei, aber in Alanya bekam man die gleichen Getränke deutlich günstiger. Cocktails sehr klein, nicht gut gemischt, extrem teuer (durchschnittlich 7-8 €, im Angebot 6 €), aber mit viel Liebe zubereitet.
Das Personal war im Allgemeinen sehr bemüht und freundlich, aber ungelernt und teilweise ziemlich planlos. Leider konnte ein Großteil des Personals (speziell im Restaurant, Hausmeister/Poolboy, Reinigungspersonal) kaum ein paar Brocken Englisch, sodass die Verständigung manchmal echt schwierig war. "Aber Hallo"-Ali über den so viele lästern, ist eigentlich ein wirklich feiner Kerl und gibt sein Bestes, um die Leute zu unterhalten. Ich sag dazu nur, wer was anderes als "Aber Hallo" hören will, muss ihm was anderes beibringen ;-) Von Barkeeper Muhammed hätte ich vermutlich einen guten Service bekommen, wenn ich sein Angebot angenommen hätte, dass er mich nach Barschluss mit aufs Zimmer begleitet. Ich ihm gesagt, dass ich mein Zimmer allein finde und schon alt genug bin, um allein einzuschlafen. Die Frage allein hätte ich unter Ulk verbuchen können, aber der gute Mann mich für den Rest der Zeit ignoriert (soweit möglich), schlecht bis gar nicht bedient (wenn kein Chef / Restaurantleiter in der Nähe war) oder dumm angemacht. Absolut unprofessionell und unangemessen!!! Sobald neues "Frischfleisch" (bedeutet alles, was weiblich und nicht bei drei auf den Bäumen ist) ankam, hat er sich direkt rangeschmissen und ich habe auch von anderen Mädels erfahren, dass die ein ähnliches Angebot bekommen haben. An einem Abend hat er um 23:30 Uhr in Windeseile die Bar geschlossen, um die asiatische Masseurin vom Hammam aufs Zimmer zu begleiten. Tülay am Empfang war wirklich super lieb und immer hilfsbereit. Sie spricht perfekt Deutsch.
Sehr idyllisch inmitten von Bananenplantagen am Berg gelegen. Toller Ausblick auf das Meer, den neuen Hafen, den Burgberg sowie das Taurusgebirge im Hintergrund. Die Autobahn ist zwar ein kleines Stück entfernt, allerdings - typisch türkisch - mit schlechterem Asphalt gebaut und damit deutlich lauter als eine deutsche Autobahn bei gleicher Frequentierung. Man konnte die Autobahn als durchgängig (auch nachts) hören. Allerdings hat man das bei allen Hotels in und um Alanya, Side, etc. Mich persönlich hat es nicht gestört, da ich an einer Hauptstraße aufgewachsen bin und auch jetzt nur 5 km von einer Autobahn entfernt wohne. In unmittelbarer Umgebung des Hotels gibt es keine nennenswerte Gastronomie / Bars, allerdings wurde 4x täglich (10:00 / 12:00 / 14:00 / 17:00) ein Transfer zum hoteleigenen Strandabschnitt am Kleopatrastrand (ca. 6 km Entfernung) angeboten. Zusätzlich gibt es eine sehr gute Dolmus-Anbindung, aber Vorsicht beim Überqueren der Autobahn: uns hat selbst auf dem Seitenstreifen mal beinahe ein Mopedfahrer erwischt, der in die entgegengesetzte Richtung unterwegs war. Typisch türkischer Verkehr halt ;-)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sport ... naja, wenn man die Treppen zweimal am Tag komplett hoch und wieder runter geht, ist das sehr sportlich. Sonst eher nicht. Es gab eine Tischtennisplatte, einen Billardtisch und einen Kinderspielplatz. Der Pool war sehr schön gemacht, immer sauber und das Wasser wurde täglich getestet. Liegen, Auflagen und Schirme am Strand und am Pool bei Vollauslastung nicht, zu meinen Zeiten aber immer ausreichend vorhanden. Der türkische Abend musste um einen Tag verschoben werden, da die Folklore-Truppe eine Autopanne hatte. Als er dann am nächsten Abend stattfand, war das eine angenehme Abwechslung. Ein Teil des Publikums wurde dann auch mit einbezogen. Hätte von mir aus gerne noch etwas länger dauern können. Hammam und Wellnessbereich sind sehr schön angelegt und das Preis-Leistungs-Verhältnis war super. Das kann ich wirklich schwerstens empfehlen. Ich finde es sehr schade, dass das nicht mehr beworben und angepriesen wird. Da sehe ich enormes Potenzial.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2015 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Stefanie |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


