Zum Hotel wurde in diesem Forum schon sehr viel geschrieben, so dass ich bei diesem Punkt kurz halte. Das Legian Beach Hotel ist halt ein älteres Mädchen, dass sich aber ganz gut gehalten hat. Dadurch, dass das Hotel vor 20 Jahren eins der ersten am Legian Strand war, ist der Baumbestand sehr schön, die Hotelanlage ist eine der ganz wenigen mit Kokusnusspalmen am Strand. Die Anlage selbst ist gepflegt und wird durch kleine Details aufgewertet (z.B. jeden Abend Kerzenbeleuchtung am Strand und an der Lobby). Das Frühstück ist ok, nicht mehr, nicht weniger. Neben den Australiern, die überall anzutreffen sind, waren viele Holländer und einige Deutsche im Hotel. Gäste aus Rußland waren nicht zu vermerken, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich würde beim nächsten Mal eine Taschenlampe mitnehmen, weil der Weg der Strandpromenade zwischenzeitlich zappelduster ist. Die Balinesen haben es abends nicht so nicht Licht, weil das die Dämonen anlockt. Die Straßen und Fußwege sind natürlich auch nicht so wie bei uns, da klaffen zeitweise tiefe Löcher im Fußweg. Wenn dann auch noch schlechte Sicht wegen Dunkelheit herrscht ....
Die Zimmer im Haupthaus sind ok. Älter, renovierungsbedürftig, ein bißchen dunkel aber ok. Man hat uns bei leiser Nachfrage sofort ein anderes Zimmer angeboten, dieses Angebot haben wir dann aber nicht in Anspruch genommen. Sicher ist eine Unterbringung in de-Luxe-Zimmern oder den Bungalows komfortabler, da gibt es im Legian schon Qualitätsunterschiede. Für uns war die Unterbringung in Ordnung, Klimaanlage und Kühlschrank liefen einwandfrei und der Safe ist kostenlos. Bei der Reinigung würde ich allerdings keinen Stern vergeben - das geht besser. Muss allerdings einräumen, dass ich ohnehin der Ansicht bin, dass keiner besser putzt als ich :-)Nein tatsächlich: man muss die Putzkräfte schon deutlich darauf hinweisen, dass der Badezimmerspiegel nach 4 Tagen mal wieder gewienert werden sollte, sonst bleibt er fleckig.
Kleine Anmerkung zur Bar, an der wir uns dann einige Abende aufgehalten haben: Die Drinks sind verhältnismäßig teuer und am Ende kommt noch mal Steuer und Servicegebühr drauf. Da wir die einzelnen Rechnungen (die erstmal aufs Zimmer gebucht werden) nicht vorher genau gelesen haben, waren wir beim Check-out etwas verwundert, wie hoch dann letztlich die Rechnung war. Selbst Schuld, logisch. Tipp: Spirituosen sind auf Bali sehr teuer. Es empfiehlt sich bei der Einreise im Duty-Free einzudecken.
Das Personal im Legian Beach Hotel ist wirklich sehr freundlich. Auch ohne ständig mit Scheinen zu wedeln, wird man zuvorkommend bedient. Das kenne ich weiß Gott anders ...
Kuta bzw. Legian sind halt sehr touristisch angelegte Orte - das wußte man vorher. Zur Umgebung des Hotels gibt ja schon reichlich Informationen von anderen. Mir geht es an dieser Stelle um einen Tipp zum Thema "Buchen von Ausflügen", weil ich anderen einen Reinfall ersparen möchte. Natürlich sollte man Ausflüge über die Insel machen, Kuta und Legian sind ja nicht das ursprüngliche Bali. Wir haben einer sehr positiven Bewertung hier im Forum vertraut und bei G. (besagter Mensch, der zwischen Hotel und Strand auf der Promenade akquiriert) einen Ausflug gebucht. Um es kurz zu machen: das war der schlechteste Ausflug, den ich je gemacht habe. G. rühmt sich damit, Deutsch zu sprechen, was sich aber dann letztlich als nicht richtig erwies. Sobald es über Pauschalsätze hinaus geht, kann er sich nur noch in mittelmäßigem Englisch verständigen. Das wäre ja nicht schlimm gewesen, hätte er überhaupt gesprochen. G. hat zur Zeit Eheprobleme, die sich darin äußerten, dass er während der Tour fast pausenlos telefoniert oder gesmst hat. In den Zeiten zwischen seinen privaten Angelegenheiten hat er geschwiegen und nur auf hartnäckige Nachfragen kurze Antworten zu Land und Leute gegeben. Bei der Buchung wurde uns avisiert, dass die Tour mit einem Fahrer und ihm als Guide organisiert ist. Alleinige Gäste sollten nur wir zwei beiden sein. Als wir uns dann morgens trafen, saß bereits ein weiterer Teilnehmer im Wagen und G. bat um unser nachträgliches Einverständnis. Kein Fahrer weit und breit, G. übernahm die Tour in Personalunion. Unabhängig davon, dass es selbstverständlich ok war, dass Horst (so hieß der dritte Leidtragende) mit dabei war, fand ich diese Art der Tourenorganisation schon von Beginn an befremdlich. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen nur so viel als Beispiel: als wir am Nachmittag in Ubut ankamen, schmiss uns G. aus dem Auto raus mit den Worten "in einer Stunde treffen wir uns hier wieder" und hat uns allein in Ubut rumlaufen lassen. Keine Führung, keine Hinweis auf die Sehenswürdigkeiten, kein Garnix. Wir sind dann selbständig zum Affenwald gepilgert und haben uns dabei selbstverständlich verlaufen. Also haben wir G. angerufen, um ihn zu bitten, dass er uns am Eingang des Affenwaldes abholt, zumal die von ihm gnädig eingeräumte Stunde ohnehin schon rum war. Nein, das kann der G. nicht, wir möchten doch bitte zu einem bestimmten Restaurant laufen - da holt er uns dann ab. Natürlich haben wir dieses Restaurant nicht gefunden, auch wohl deshalb, weil man den Namen des Restaurants in G. schlechter englischer Aussprache nicht verstehen konnte. Wir haben dann in unserer "Verzweiflung" (nein, eigentlich haben wir nur noch gelacht über unser Pech)zwei freundliche Jugendliche angesprochen, die dann über ihr Handy G. in ihrer Muttersprache darüber informiert haben, wo seine Kunden sich gerade in Ubut aufhalten. Irgendwann hat G. uns gefunden und uns auch tatsächlich wieder ins Hotel gebracht. Glück gehabt. Nein, ganz im Ernst: bei G. sollte man erst dann wieder buchen, wenn er seine Eheprobleme überstanden hat. Ich kann ihn auf keinen Fall empfehlen! Unseren zweiten Ausflug haben wir dann über über Bali Safari Tours (www.balisafaritours.com) gebucht. Zwar teurer, aber um Klassen besser: unser Reiseleiter war ein Österreicher, der seit über 20 Jahren in Bali ist und Land und Leute aus dem FF kennt, die Sprache spricht und viel zu erzählen weiß. Diese Tour hat uns den Eindruck vom Land vermittelt, den wir uns gewünscht hatten. Durch Zufall sind wir auf diesen Veranstalter gestoßen: wir waren essen im Blue Ocean (wurde hier bereits empfohlen - können wir nur bestätigen) an der Strandpromenade und glücklicherweise saßen einige Deutsche neben uns am Tisch, die seit vielen Jahren auf Bali leben und uns den Eigentümer des Blue Ocean vorstellten: Heiko, ein Bremer Jung, der eben auch die Touren von Bali Safari Tours mit organisiert bzw. durchführt. Als Bremer haben wir uns dann spontan entschlossen, bei Heiko zu buchen und haben es nicht bereut. Heiko hat sich im übrigen in keinster Weise aufgedrängt. Wir können also zum einen das Blue Ocean als Restaurant empfehlen (speziell der Fisch ist prima) und zum anderen die Touren von Bali Safari Tours. Diese Info war uns wichtig!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Strand ist fantastisch, die Sonnenuntergänge fabelhaft. Die Sonnenbetten auf dem Hotelgelände am Strand sind traumhaft. Die Pools sind in Ordnung, zwar warm, aber sauber. Liegen gibt es genug, auch am Strand (Preis verhandeln, 50.000 Rupien sind genug für einen Tag). Am Strand wird man von vielen freundlichen Dienstleistern angesprochen, die Füße und/oder den Rest des Körpers massieren, Tatoos aufmalen oder Haare flechten wollen. Aufmerksame Produktberater bieten Uhren, Sonnenbrillen, Hüte und vieles mehr an. Das kann schon etwas nerven, geht aber auch schlimmer. Ein "no thank you" reicht in der Regel.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im November 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Maggie |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 9 |


