Alle Bewertungen anzeigen
Andreas (46-50)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • Oktober 2015 • 2 Wochen • Strand
Die Nacht, bis die Kakerlaken kamen...
3,7 / 6

Allgemein

Das Hotel hat ein Haupthaus und mehrere Bungalows. Das Haupthaus ist recht sauber, die Bungalows riechen muffig und sind nicht annährend so sauber, wie im Haupthaus, obwohl die Bungalows teurer sind. Die Größe der Zimmer im Haupthaus sind ausreichend; die Bungalows recht groß. Wir hatten all inklusive. WiFi war kostenpflichtig. Die Gästestruktur besteht aus einer überwiegenden Anzahl von Kanadiern. Altersdurchschnitt schätze ich auf ca. 40 Jahre. Ich empfehle, das Haupthaus zu nehmen, da wir in dem Bungalow in der zweiten Nacht 5 Kakerlaken hatten, die uns beim Schlafen über den Körper gekrabbelt sind (näheres siehe unten). Wir hatten leider in den 2 Wochen über die Hälfte der Zeit Regen. Das ist insofern schade, da in der näheren Umgebung nichts ist und man nicht so wirklich weiß, was man dann tun soll. Und Regen heißt auf Kuba sehr viel Regen. Ansonsten sehr hohe Luftfeuchtigkeit, an die man sich aber relativ schnell gewöhnen konnte. Nun ein kleiner Abriss und Fazit: Wir wurden in einem Bungalow untergebracht. Am 2. Abend sahen wir in dem Vorhang eine Kakerlake. Wir haben diese beseitigt und dann den Bungalow auch abgesucht. In der Nacht wurden wir wach, weil weitere 4 Kakerlaken über unseren Körper liefen. Diese Kakerlaken sind ca. 6 cm zzgl. Fühler groß. Was das für ein Schock und Ekel war, brauche ich wohl nicht zu betonen. Wir sind dann zur Rezeption und diese gaben uns auch sofort übergangsweise ein Zimmer im Haupthaus. In den Bungalow wären wir auch auf keinen Fall zurück gegangen. Wir haben dann am nächsten Tag ein anderes Zimmer im Haupthaus erhalten. Jedoch war es ein Downgrade, weil wir ja mehr für den Bungalow bezahlt hatten. Herr Meyer, der Direktor des Hotels, hat uns zu sich bestellt und sich für die Kakerlaken entschuldigt. Wir fanden das auch sehr nett, aber wenn ich der Direktor gewesen wäre, hätte ich meinen Gästen nach diesem Vorfall mit den Kakerlaken mindestens ein Upgrade gegeben. Sorry, Herr Meyer, das hat nichts mit der Armut von Kuba zu tun (was Sie öfter als Antwort zu den hier abgegebenen Bewertungen kommentiert haben). Dieses Hotel mag ja für kubanische Verhältnisse ein 4,5 oder 5 Sterne Hotel sein, jedoch für europäische Verhältnisse max. 3.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wie oben beschrieben. Die Bungalows sind groß. Das Mobiliar spartantisch. Es gibt einen kleinen Balkon bzw. Terrasse mit Plastikmöbeln. Die Klimaanlage ist manuell einstellbar, was sehr angenehm ist, da sie doch recht laut ist. Es gibt einen kleinen Kühlschrank mit Bier und Sprite etc. Telefon und Wasserkocher sind vorhanden. Was ein absolutes No-Go ist, sind die Duschvorhänge. Wo gibt es so was heute noch?! Diese Dinger kleben einem beim Duschen immer am Körper. Der Föhn ist wirklich mehr nur ein Pusten :-) Nehmen Sie unbedingt einen Föhn mit, sonst dauert es. Bei uns hing das Gehäuse des Föhns sozusagen auf halb acht. Wir haben dann mitteln Nagelpfeile den Föhn wieder angeschraubt. Kein Problem Herr Meyer, haben wir doch gern gemacht ;-)


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Es gibt 1 Hauptrestaurant (keine Reservierung erforderlich) und 3 Themenrestaurants. 1. Japaner (perfekt - nur zu empfehlen) 2. Italiener (na ja) 3. Internationale Spezialitäten (perfekt - nur zu empfehlen). 4. Die 24 h Bar (hier kann man Kleinigkeiten wie Sandwichs etc. essen) 5. Die Poolbar (hier kann man mittags Kleinigkeiten zu sich nehmen) Das Frühstück war ehrlich gesagt eine Frechheit. Die Säfte waren wässrig oder eher ein Smoothie. Einer schmeckte wie der andere. Das Brot (es gab nur helles Brot) war staubtrocken. Die Marmelade schmeckte grottig und egal welche Sorte es sein sollte, sie schmeckte auch komplett gleich. Der Kaffee war ungeniessbar. Ich habe zwei Wochen lang Tee getrunken. Anscheinend waren wir nicht die Einzigsten, denn in den letzten 3 Tagen ging ihnen der Tee aus. Man wußte wirklich morgens nicht, was man essen sollte, außer, man aß morgens schon Würstchen, Hähnchen, Bohnen etc. Wenn die Käse-, Wurstplatten etc. leer waren, dauerte es manchmal bis zu 10 Minuten, bis wieder was Neues gab. Auch auf Anfrage wurde oftmals nur mit den Schultern gezuckt. Das Mittagessen im Hauptrestaurant und auch das Abendessen liessen dahingehend keine Wünsche übrig. Da war die Auswahl wirklich sehr groß. Von Fisch, über Fleisch bis hin zu Pizza, Pasta. Gemüse, etc. Was den Service anbelangte, so war auch das wieder vollkommen verschieden. Wir hatten drei wunderbare und absolut auf Zack Kellner(in). Man merkte ihnen aber auch die Freude an der Arbeit an. Entsprechend haben wir dann auch gerne jeden Tag Trinkgeld gegeben. Bei den anderen fiel uns oft auf, dass sie erst freundlich wurden, als wir fertig mit dem Essen waren. Es gab wohl einen Restaurantleiter. Zumal lief er immer geschäftig hin und her, rührte in den Töpfen herum. Nur bei ihm schien die Katze die Zunge geklaut zu haben, einen Gruß schaffte er nicht heraus zu bringen und schien auch blind, für die fehlenden Dinge am Büffet.


    Service
  • Eher gut
  • Hier wird überwiegend spanisch gesprochen, aber auch englisch. Somit dürfte eine Verständigung kein Problem sein, wenn man eine von den beiden Sprachen spricht. Die Freundlichkeit war verschieden. Mal grüßten die Kubaner, mal schauten sie auch geflissentlich weg. Die Zimmerreinigung war bei uns gut. Wir hatten der Putzfrau gleich zu Beginn 5 CUC (also 5 €) gegeben und das gleiche noch mal zur 2. Woche hin und es wurde alles zur Zufriedenheit geputzt. Was Umgang mit Beschwerden anbelangte, so muss ich gerade der Rezeption ein großes Lob erteilen. Gerade als wir das Problem mit den Kakerlaken hatten. Berichte darüber später noch.


    Lage & Umgebung
  • Schlecht
  • Zum Flughafen sind es ca. 30 Minuten. Wir sind mit einem Privattaxi vom Flughafen zum Hotel gefahren. Dieses hat € 30 (oder 30 cuc => Landeswährung) gekostet. Auf der Rückfahrt haben wir ein staatliches Taxi genommen, dass € 36 gekostet hat. Das Hotel liegt direkt am Strand. Das ist auch das Schönste an unserem Urlaub gewesen. Der Strand und das Wasser. Man muss wissen, dass Varadero eine künstlich für Touristen angelegte Stadt ist. Mit einem Tourbus, der pro Person € 5 kostet, kann man eine 2 stündige Fahrt machen. Die Bushaltestelle ist ca. 150 m vom Hotel entfernt. Der nächste Ort ist Varadero Downtown. Dort finden sich viele Geschäfte, die sich aber alle komplett ähneln bzw. absolut die gleichen Waren anbieten. Somit wird es nach 10 min recht langweilig. Direkt neben dem Hotel, ca. 100 m entfernt, ist der Plaza la America. Das ist ein kleines Einkaufszentrum, das einen Supermarkt, eine Bank, einen Geldautomaten und weitere Boutiquen hat. Nicht uninteressant, aber nach max. 1 h hat man alles gesehen. Wir haben zwei Ausflüge gemacht. Einmal die Katamaran-Tour mit Schnorcheln. Wer schnorcheln möchte, bitte nicht die Tour machen. Es ist rausgeschmissenes Geld. Nach ca. 1,5 h wird man ins Wasser gebeten, man erhält eine Brille und einen Schnorchel (keine Flossen) und darf sich nur innerhalb des Hecks bewegen. Nun kann man sich vorstellen, wenn 30 Menschen auf einem kleinen Areal schnorcheln wollen, hat man alle Sekunde einen Fuss im Gesicht, im Magen etc. Fische habe ich gesehen. Graue kleine Fische, die auch ganz normal im Meer schwimmen. Die Weiterfahrt zur Insel Bajo Blanco war das schönste am Tripp. Die Insel ist wirklich sehr schön. Wir hatten 2 h Aufenthalt und die Verpflegung war wirklich gut. Der Aufenthalt auf dem Katamaran war auch ganz unterhaltsam. Nur für € 89 habe ich mir mehr vorgestellt. Der zweite Ausflug war nach Havanna. Das war eine reine Unterschämtheit. Wir fuhren über 2 h mit dem Bus und die Reiseleiterin, Maria, erzählte fast ausschließlich nur, wie wenig sie verdient und nur vom Tourismus leben kann. Deutlicher ein Trinkgeld zu erhalten, ging schon nicht mehr. Wir hielten nach 1,5 h an dem 1. Neppladen an. Dort wurden für 5 € Pina Colada verkauft. Über die Toiletten schweige ich hier geflissentlich. Der 2. Neppladen kam in Kürze. Dort konnten wir dann angeblich günstig Rum und Zigarren kaufen. Ich rate jedem, wenn er das tun will, diese bei der Rückfahrt im Flughafen zu kaufen. Dort sind diese weitaus günstiger. Endlich waren wir nach 3,5 h in Havanna und dann ging die üble Tour los. Wir wurden förmlich von einem Platz zum nächsten gescheucht. Gucken war höchstens 1 Minute erlaubt und weiter ging es. Wir haben nur kaputte Gebäude gesehen, die Kneipe von Hemmingway etc. Wir waren seit 8:30 Uhr im Bus und um 13.30 Uhr fragte ich dann mal nach, wann wir wohl was zu essen bekamen. Wir fuhren dann aus Havanna (warum auch immer, man hätte auch dort ein Restaurant aussuchen können, wir waren doch nur 15 Personen) raus in ein italienisches Restaurant. Was für ein Essen. Grusliger geht es kaum noch. Die Suppe war fade und das Gemüse innendrin matschig. Beim Hauptgericht war Reis ohne eine Sauce. Somit ziemlich staubig und die Nachspeise wäre an der Wand kleben geblieben, hätte man sie dort hinverfrachtet. Unglaublich. Die versprochenen 2 h, die man angeblich zur freien Verfügung hat, hatten wir nicht. Wir fuhren so gegen 17 Uhr in Richtung Hotel und waren dann um 19:30 Uhr da. Hungrig und wütend. So ein Ausflug kostet € 67. Ich rate Ihnen, planen Sie diesen Tripp selber. Nehmen Sie sich ein Taxi oder einen Oldtimer, vereinbaren Sie einen Preis und lassen Sie sich privat chauffieren. Sie werden mehr davon haben.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Es gibt ein Fitness-Center, dass wirklich sehr gut ausgestattet ist. Etliche Kardio-Geräte sowie auch Hanteln. Auch das Animationsprogramm lies keine Wünsche übrig, wenn man dieses nutzen wollte. Von Beachvolleyball, bis hin zu Salsa-Tanzen oder Bogen schießen. Es wurde den ganzen Tag was angeboten, ohne, aufdringlich zu sein. Der Strand ist wunderschön. Man hat die Möglichkeit, etwas weiter entfernt zu liegen, wenn man Ruhe wollte oder aber mehr der weniger mit im Geschehen. Liegen waren ausreichend vorhanden. Wir sahen dann, dass es auch Auflagen gab. Aber die Strandjungs kamen mit den Auflagen nicht so weit zu uns (war wohl der Weg zu weit). Aber es störte uns nicht. Wir konnten auch ohne die Auflagen auskommen, zumal diese nicht mehr so sauber aussahen. Die Sonnenschirme sind super. Zum Teil waren diese mit Tischen versehen, wo man seine Utensilien abstellen konnte. Es gab zum Haupteingang hin Duschen und auch WCs. Es gab mehrere Poolbereiche. Der Pool beim Haupthaus sah ordentlich und sauber aus. Der Pool mit Poolbar bei den Bungalows müßte dringend erneuert werden. Dadurch, dass die Farbe abgesplittert ist, sieht alles dreckig aus und man merkt es auch unter den Füssen, dass der Lack sich löst. Es gibt Strandhandtücher, die man jeden Tag am Strand direkt gegen Frische austauschen konnte.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im Oktober 2015
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Andreas
    Alter:46-50
    Bewertungen:31