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Julia (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • Oktober 2008 • 2 Wochen • Strand
Eher Ibis als Adlon - aber schön
4,3 / 6

Allgemein

Gemessen an westeuropäischen Standards sicher kein 5-Sterne oder gar Luxus-, aber ein wirklich schönes Strandhotel mit idyllischem Garten mit Apfelsinenbäumen (Pflücken erlaubt) und geschmackvollen Bungalows. Das Haupthaus ist eher ein funktioneller Kasten. Die Anlage ist eher flach und alles barrierefrei. Sogar der Sandstrand ist durch Plattenwege mit dem Kinderwagen befahrbar. Zu unserer Zeit (Herbst) fest in russischer Hand. Versprengte Israelis+Schweizer in der zweiten Oktoberwoche, ab der dritten Oktoberwoche zunehmend Deutsche. Die Russen empfanden wir als angenehme Mitgäste, sehr hilfsbereit und aufmerksam. Die notorisch monierten Riesenportionen Essen holt unserer Beobachtung nach jeweils einer für den ganzen Tisch, und sie werden somit auch aufgegessen. Das Wetter in der zweiten und dritten Oktoberwoche war perfekt: Ständig 26-28 Grad, Wasser 22-24 Grad, nur ein Tag komplett verregnet. Laut Stammgästen war das in den Vorjahren aber auch durchaus anders: mal eher kühl, mal noch unbehaglich heiß.


Zimmer
  • Gut
  • Wir hatten ein großes Familienzimmer mit zwei Schlafzimmern, das ging schon mehr in Richtung Ferienwohnung. Der Einrichtungsstil war eher Ikea-Landhausstil als prächtig-osmanisch, was uns sehr gut gefallen hat. Man merkte den Willen zu bißchen Luxus (schwarzer Marmorwaschtisch mit seitlichem Glasregal mit indirekter Beleuchtung), pingelige Menschen hätten trotzdem einiges auszusetzen gehabt: der Wasserhahn wackelte, die Klospülung rann, in der Badewanne blätterte das Emaille ab, die Verandatür wurde in zwei Wochen nie geputzt (trotz massiver Sonnencremetapser von den Kindern). Das Kinderschlafzimmer (mit den Einzelbetten) ist durch eine Schiebetür mit Milchglas vom Wohnzimmer abgetrennt, allzu licht- und lärmempfindlich sollten die Kleinen also nicht sein, wenn die Eltern noch fernsehen wollen. Die Schränke sind riesig, nur Bügel etwas knapp (im Elternschlafzimmer 8 Stück). Die Trittschalldämmung wäre verbesserungsfähig, aus dem Zimmer über uns hörte man jede Bewegung. Dazu kommt die permanente Musikberieselung, die schon mit Popmusik zum Frühstück einsetzt und mit Discomucke abends nicht unbedingt zum geruhsamen Einschlafen beiträgt. Unser Bungalow war allerdings in unmittelbarer Nähe des Haupthauses, vielleicht ist das weiter weg besser.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Vom Abendessen waren wir anfangs sehr angetan, insb. von den teils wirklich raffiniert gewürzten Meze (Kartoffelsalat mit Koriander und Äpfeln, Kichererbsen mit Minze) und dem großen Showcooking-Bereich im Freien, wo man sich ein komplettes Menü frisch zubereiten lassen konnte (Nudeln mit Saucenzutaten nach Wahl, Pide, Fleisch, verschiedene Beilagen, als Dessert z. B. eine Art Kaiserschmarrn mit Zimt und Mandeln oder Quarkbällchen) . Dann schien aber (wegen bevorstehenden Saisonendes?) Resteverwertung einzusetzen, es gab ständig das Gleiche. Täglich mittags und abends Hühnchen (und zwar mehr Haut und Knochen als Fleisch), zur Abwechslung zwischendurch Truthahn, als Highlight mal Leber, Fisch oder Köfte. Rind oder Lamm gab's in zwei Wochen kein einziges Mal. Frittiertes und geschmorte Auberginen konnten wir langsam nicht mehr sehen. Die Auswahl ist gigantisch (großes Salat- und Vorspeisenbuffet, unzählige Desserts in allen Farben, verschiedenes Obst, zahlreiche Brotsorten, zwei Suppen), nur die wirklich guten Sachen waren für meinen Geschmack rar gesät. Das im Katalog angekündigte Kinderbuffet hab ich nirgends gefunden. Dafür waren die Themen-Restaurants auch nicht erst ab 13 Jahren, wie bei 1, 2-fly beschrieben. Wir waren nur (mit Anmeldung 1 Tag vorher) im türkischen Sofra-Restaurant, direkt am Strand, sehr stimmungsvoll. À la carte auswählen, wie angegeben, konnte man allerdings nicht, es rollte ein fixes Menü mit verschiedenen Meze, Spießen vom Grill und Dessertteller ab. Hätte es im Hauptrestaurant auch alles gegeben, aber man mußte immerhin nicht dauernd durch das Riesenrestaurant wandern und saß netter. Mittagessen im Hauptrestaurant dasselbe in grün (nur ohne Showcooking). Im Poolrestaurant Trocadero gab's à la carte noch Spaghetti bolognaise oder mit Pesto, Köfte, Chickennuggets oder Tagespizza oder vom Buffet ein Grillgericht (abwechselnd gute scharfe türkische Würstl, Hähnchenteile oder Köfte), Pommes frites, Reis, Salate, Desserts. Zum Sitzen war die türkische Snackbar am nettesten, da mit Meerblick. Dort gab's im wesentlichen jeden Tag die gleichen drei Pides und nachmittags Ofenkartoffeln. Schließlich konnte man sich noch einen (trockenen und kalten) Hamburger an der Strandbar holen. Die Auswahl zum Frühstück war ebenfalls reichlich, die Abwechslung weniger. Es gab frisch American Pancakes, Spiegelei und frischgepreßte Säfte (2, 50 €), dann noch diverse Semmeln und Brote, noch warme süße Blätterteigteilchen (mit Nuß oder Marmelade oder Nougat - köstlich!), dünne, nur süß, aber nicht nach Obst schmeckende Marmeladen, Joghurt und Quark, verschiedene Cerealien, bißchen Obst (meistens nur Wassermelone, ab und zu noch sagenhaft trockene Grapefruit) und viel Salat und Rohkost (das scheint dem russischen Geschmack zu entsprechen). An Getränken cay, plörriger Automatenkaffee und ungenießbare "Säfte" (Fruchtsaftgehalt schätzungsweise 2%, Zucker 30%, Rest Wasser). Das Spätaufsteherfrühstück (10-11: 30 Uhr) ist eher kärglich; vom Hauptbuffet werden nur die Salate/ Rohkost, Semmeln, Wurst und Käse stehengelassen. An Getränken gab's roten und weißen einheimischen Wein vom Faß (beide nicht übel), Bier (Efes), Wasser von Nestlé, Cola, vereinzelt Fanta. Die Cocktails waren indiskutabel, da für sie auch die Zuckerwassersäfte verwandt wurden. Trinkbar eigentlich nur Longdrinks auf Colabasis. Der Cappucino an der Bar schmeckte nach instant. Die Auswahl an Eis beschränkte sich auf zwei Sorten: Schoko und Pistazie, wechselnd mit Vanille. Nett fanden wir, daß alles auf Draußensitzen angelegt war (in unseren letzten Spanienurlauben fand das Essen teils im Keller statt...), was temperaturmäßig auch abends noch sehr gut ging. Als es an einem Abend aber schüttete, waren die Kapazitäten drinnen recht knapp.


    Service
  • Eher gut
  • Das Personal war durchweg riesig kinderfreundlich. Die Kellner falteten selbst noch beim größten Andrang Papierfrösche für unsere Mädels. Dafür war der Service in puncto Getränke eher schleppend. Nervig war auch, daß die Tische jeweils nur mit einer Garnitur Besteck eingedeckt waren, das im Handumdrehen mit dem Vorspeisenteller verschwunden war, sobald man dem Tisch kurz den Rücken zuwandte. In Sachen Freundlichkeit etwas ab fiel das Personal an den Bars (außer gegenüber 20jährigen blonden Russinnen natürlich).


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Vom Haupthaus und den ersten Bungalows zum Strand nur ein Steinwurf, in erster Strandreihe auch alle sonstigen Einrichtungen (Rutschen, Restaurants, Pool). Außer Strand hat man allerdings absolut nichts in Reichweite. Die nächsten Weiler Phaselis und Camyuva sind auch reine Hotelkonglomerate, der Ort Tekirova nicht sonderlich ansprechend (die üblichen Lederwaren-, Supermarkt-, Schmuckbaracken; protziges Shoppingcenter anscheinend im Bau, evtl. aber auch schon Investitionsruine). Der einzige halbwegs strukturierte Ort mit erkennbarem Ortszentrum, Fußgängerzone, Straßencafés (außer Antalya) ist Kemer, wohin man mit dem Dolmus aber auch schon ca. eine Stunde braucht (je nach Anzahl der angefahrenen Hotels). So ist man für Kleinigkeiten zwangsläufig auf den Hotelshop angewiesen, dessen Angebot aber recht beschränkt ist: Hauptsächlich Souvenirs und Badekleidung, bißchen Drogeriebedarf, nur häßliche Postkarten, Briefmarken zu Wucherpreisen (Doppeltes des Nennwerts). An Babybedarf nur Windeln (Midi zu stolzen 15 €), keine Gläschen. Ein Set Sandspielzeug happige 10 €. Wir waren mit dem Dolmus in Antalya (5 €, 2 Stunden einfach) und Phaselis (2 €). Absolut sehenswert, da die komplette Ortsstruktur mit Hauptstraße, Theater, Aquädukt und Hafen sehr gut erhalten ist. Das Dolmus schmeißt einen am Kassenhäuschen etwas oberhalb raus (Achtung, Eintritt wird nur in türkischer Lira akzeptiert!), von dort noch etwa 10-15 min Fußmarsch auf asphaltierter Straße zu den Ausgrabungen. Dann wird's mit Buggy allerdings etwas holprig und man muß den Kinderwagen zwei-, dreimal auch anheben. Transferzeit zum Flughafen war fast zwei Stunden, da wir ziemlich viele Hotels abgeklappert haben.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Strand ist ok, wenn auch nicht karibisch traumhaft. Optik eher grau, am Saum kieselig, im Wasser (supersauber) dann größere Steine und Steinplatten. Der Sandstreifen leider vollgepflastert mit Liegen und Schirmen. Das Panorama mit dem Taurusgebirge direkt hinterm Hotel ist beeindruckend, wird allerdings durch das benachbarte Amara Dolce als Bausünde in geschmackloser Las Vegas-Architektur empfindlich beeinträchtigt (proportionsloser venezianischer San Marco-Verschnitt). Das Corinthia selbst duckt sich recht dezent unter die Pinien. Generell ist am Strand mehr los als im Pool, die Russen sind keine Süßwasserplantscher. Und auch keine frühmorgendlichen Handtuchwerfer, sehr angenehm! Es gibt einen Extrakinderbereich bestehend aus Spielplatz (Rutschen, Wippen, Schaukeln; komplett von Bäumen beschattet), Kinderpool mit Minirutsche und Wasserpilz und Miniclub mit TV-Zimmer. Soweit ich es nachmittags gesehen habe, fand hauptsächlich Freispiel statt (Puzzle, Malen), weniger angeleitete Beschäftigung. Die Kinderbetreuerinnen waren alle Russinnen, zwei sprachen aber deutsch. Unsere beiden haben sich mit Wanja, Dunja, Wladimir etc. genauso schnell angefreundet wie mit deutschen Kindern und unverdrossen deutsch auf sie eingeredet. Die Tretboote waren die ganzen letzten Tage kaputt. Die Frage nach einer Reparatur stieß beim komplett desinteressierten Personal des Wassersportanbieters nur auf Achselzucken. Der Aquapark besteht aus drei eher niedrigeren Rutschen und ist ganz am Rand des Areals angesiedelt, so daß er nicht den Blick aufs Meer versperrt. Das Hallenbad ist eher ein aufgeblasener Whirlpool (vielleicht 12x5m). Standardmassage+Peeling 50 €.


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im Oktober 2008
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Julia
    Alter:31-35
    Bewertungen:7