Nach 2008 hatten wir zum zweiten Mal das Hotel Nerton gebucht und haben diesen Entschluss nicht bereut. Das einzige Manko ist der neu hinzu gekommene Komplex, der weder über einen Aufzug noch über geräumige Zimmer verfügt. Wir hatten das Pech, dass uns nach unserer Ankunft gegen 19 Uhr ausgerechnet in diesem Block ein Zimmer zugewiesen wurde. Es ist das berüchtigte Zimmer 617 im Keller: klein, eng, laut, zwar mit 2 Fenstern, aber mit Blick auf Mauern. Der wirklich sehr nette Angestellte an der Rezeption hat uns fairerweise auf die schlechte Lage des Zimmers hingewiesen und bei Nichtgefallen angeboten, dass wir am nächsten Morgen ein anderes Zimmer beziehen können. Dieses Angebot haben wir selbstverständlich angenommen und es wurde uns ein schönes Zimmer im 4. Stock des Mittelblocks mit Meerblick zugewiesen. Belegt ist das Hotel zur Zeit mit ca. 360 Gästen, davon ca. 80 % aus Deutschland, der Rest kommt aus der Ukraine, Russland, Polen, Schweiz, Österreich, Türkei, Holland - ein fröhliches und friedliches Multikulti, wie es auch sein soll. In der zweiten Woche kamen, bedingt durch Herbstferien in einigen Bundesländern, überraschend viele Familien mit Kindern, was den Altersdurchschnitt erheblich nach oben drückte. Wenn möglich, sollte man die Vor- oder Nachsaison nutzen, da dann angenehmere Temperaturen gemessen werden. In der ersten Woche hatten wir Tagestemperaturen um die 32-34 °C, nach einem nächtlichen Unwetter kam ein "Kälteeinbruch" und es waren nur noch 26 °C. Allerdings waren dann auch die Nächte relativ kühl und man benötigte eine Jacke. Ausflüge sollte man in einem der kleinen Reisebüros buchen, die in Hotelnähe angesiedelt sind. Besonders zu empfehlen "Yo-Yo-Reisen" (links aus dem Hotel, dann rechts die Straße ca. 100 m hoch). Sollte man zusätzliche Euros benötigen, dann unbedingt eine Bank oder einen Bankautomaten benützen. Nie eine Wechselstube aufsuchen, bei der man die Euros bar auf die Hand erhält. Das ist reine Abzocke, da nach türkischen Lira abgerechnet wird und der Verlust bis zu 12 % betragen kann. Besonders im Hotel zu empfehlen: der Juwelier und der Friseur.
Täglich wurden die Hand- und Badetücher gewechselt und das Zimmer gründlich gereinigt. Nachdem wir bereits am Anfang unseres 14-tägigen Aufenthaltes ein Trinkgeld für das Zimmermädchen auf ein Kopfkissen gelegt hatten, waren die Decken und Schlafsachen kunstvoll drapiert. Die Klimaanlage funktionierte fehlerlos, auch hatten wir Fernsehempfang von vier deutschen Sendern. Zusammenfassend sind wir rundum zufrieden. Es gibt immer und überall Gäste, welche sich über alles monieren. Wie man in den Wald hinein ruft, so kommt es zurück. Täglich mussten wir erleben, wie sich viele Gäste dem Servicepersonal gegenüber benahmen. Die fünf magischen Buchstaben wie "bitte" oder "danke" befindet sich bei diesen Zeitgenossen im Fremdwörterlexikon. Auch ein freundliches Lächeln macht doch keine Mühe und wird gerne vom Personal erwidert. Wir kommen wieder!
Für ein türkisches 4-Sterne-Hotel angemessen. Angefangen beim Frühstück, bei dem man neben der normalen Auswahl auch Omeletts oder Spiegeleier, welche frisch zubereitet wurden. Der immer sehr gut aufgelegte Angestellten im Piratenlook war generell zu einem Spass bereit. Das Mittagessen wurde ab 12.30 Uhr und das Abendessen ab 18.30 Uhr angeboten und waren auch immer sehr reichhaltig und schmackhaft. Bevorzugte Fleischsorten stammen natürlich von Geflügel, für die Türkei absolut normal. Am Abend hatte man ein zusätzliches Angebot an Gegrilltem, auch hier Hähnchen, Truthahn, Rinderleber und an drei Abenden Fisch.
Ohne Fehl und Tadel. Ob Rezeption, Poolbar, Küchenpersonal bis zum Strandboy Hassan, der jeden Tag rackert wie ein Wilder, die Matten für die Liegen verteilt, die Handtücher auflegt und den gesamten Bereich bis zum Strand sauber hält. Nicht zu vergessen das Serviceteam beim Mittag- und Abendessen, wobei wir die nette Kellnerin Tunay besonders erwähnen möchten. Bereits nach drei Tagen wusste sie genau, welche Getränke wir zu beiden Essenszeiten bevorzugen und hat uns diese, sobald wir unsere Plätze eingenommen hatten, gleich unaufgefordert serviert.
Wie schon mehrfach beschrieben, ein Traum. Durch die neu gebaute Promenade hat nicht nur das Hotel Nerton gewonnen, sondern auch die gesamte Umgebung, da einige windschiefe Verkaufsstände und sonstige Bauruinen der Spitzhacke zum Opfer fielen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Voll in Ordnung, die Animateure geben sich sehr viel Mühe.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Klaus |
| Alter: | 61-65 |
| Bewertungen: | 23 |


