Es handelt sich um eine kleine palmenbestandene Anlage direkt am Strand mit mehreren Gebäuden. Am nächsten am Strand lag der Bungalow mit Restaurant, Küche und Büro des Hoteliers, die Zimmer lagen in zwei zweistöckigen Häusern mit Veranden. Die Gebäude waren sehr einfach und wirkten schäbig. Gleichwohl war die ganze Anlage aufgrund ihrer Lage sehr schön. Vom Restaurant aus sah man durch Palmen hindurch auf den Strand und den Ozean. Es waren noch andere Europäer als Gäste in dem Hotel, das wohl als Geheimtip gehandelt wird. (Wellness)**** Das Hotel selbst hatte zwar keine Fitness- oder Wellnesseinrichtungen. Doch hatte es einen direkten Ausgang auf den wunderschönen Sandstrand. Dieser war weitgehend naturbelassen, kein Touristenstrand, aber ein Paradies um abzuschalten. Da der Sand vormittags noch recht feucht war, ist es mit Hinlegen schwierig. Das Hotel hat leider auch keine Liegen und Schirme in der Anlage oder am Strand aufgestellt, was mal eine Innovation wäre. Man kann indes schöne ausgedehnte Strandspaziergänge unternehmen und natürlich ins Meer gehen mit durchaus ordentlicher Brandung. Störend waren die vielen Quallen, ich habe mich beim Baden entsprechend an der Hand verbrannt. Insgesamt eine sehr einfache Unterkunft in traumhafter Lage direkt am Meer. Die geschäftliche Seriosität ist ausbaufähig.
Mein Zimmer lag in einem der Häuser im Erdgeschoß. Es war recht geräumig aber sehr einfach und schäbig. Die Wände waren gelblich gestrichen, der Boden mit alten cremefarbenen Kacheln versehen. Es gab kaum Mobiliar, ein Holzschreibtisch mit Stuhl davor stand im Wandeck. Die Beleuchtung bestand aus zwei offenen Glühbirnen an der Wand im Zimmer und im WC-Bereich. Schreibtisch-, Nachttisch- oder Oberdeckenbeleuchtung gab es nicht. Auf zwei Brettern in einer Wandnische lagen zwei dickere Zudecken. Im Zimmer standen zwei Betten mit darüberhängenden Moskitonetzen. Es gab eine Klimaanlage. Sonst gab es nichts. Keinen Kühlschrank, keine Amenities. Wasser erhielt ich nur auf Anfrage im Restaurant, mußte das dann zudem auch noch extra bezahlen, kein schöner Zug eines afrikanischen Hotels. Zwei der drei Steckdosen im Zimmer funktionierten nicht. WLAN funktionierte im Zimmer nicht. Im hinteren Bereich des Zimmers befand sich ein Sanitärbereich mit geradezu einem Waschbecken mit hölzernem Waschtisch und etwas Ablagefläche darum, links in einem durch einen grünen Vorhang auf einer Stange abgetrennten WC-Bereich und rechts ebenso abgetrennt einen großen Duschbereich. Der Sanitärbereich wirkte ebenfalls schäbig, die Wände waren mit kleinteiligen grau-weißen Kacheln gefliest, teiloffene Rohre sah am im WC. Im WC-Bereich tropfte ein Wasserhahn an der Wand, man mußte einen Eimer drunterstellen. Außerdem liefen dort Ameisen herum. Das WC war alt, der Sitz sehr wackelig. Die Spülung funktionierte aber. Der Duschbereich war geräumig aber ebenfalls schäbig. Es gab eine Handbrause und warmes Wasser. Außerdem lag dort eine kleine Handseife bereit. Antoine gab mir ein Handtuch und eine weitere kleine Handseife mit ins Zimmer.
In der Mitte der Anlage liegt, wie gesagt, der kleine Restaurantbereich in einem offenen überdachten Teil des Gebäudes sowie freistehenden Tischen unter freiem Himmel. Das Restaurant hatte eine sehr reduzierte Speisenauswahl. Als ich ankam gab es nur ein Gericht, Seeteufelspieß mit Fritten. Der Fisch war gut, aber etwas wenig, die Fritten zu wenig knusprig und nur lauwarm. Als Vorspeise gab es Rote Beete, zum Nachtisch eine kleine Banane und einen Orangenschnips. Man kann das örtliche Flaschenbier, Flag, trinken. Morgens wurde in dem Bereich ein spartanisches Frühstück angeboten. Es gab nur ein Stück allerdings warm gemachtes französisches Baguette und Butter sowie zwei örtliche Konfitüren, die mir aber morgens zu süß sind. Salziges gab es nicht, keine Wurst, keinen Fisch, keinen Käse, keine Eier, kein Gemüse oder gar noch Exotischeres. Es gab Beuteltee und Pulverkaffee, keine Kaltgetränke zum Frühstück.
Als ich ankam war ich der Überraschungsgast. Ich hatte über expedia gebucht, der Hotelier, Antoine/Toni, war über nichts informiert, kannte meine Buchung und auch das Buchungsportal expedia nicht. Da das Zimmer vorausbezahlt war, hatte ich von der Vorauszahlung nichts und mußte nochmals bezahlen, allerdings weniger als die Hälfte. Ansonsten war Antoine sehr zuvorkommend und es war ihm offenbar etwas peinlich, daß er nicht Herr seiner Präsentationen im Netz war. Der Check-out war um 12 Uhr, meine Rechnung erbat ich dann und zahlte auch erst beim Check-out, wobei dies auch bei Abreise noch möglich gewesen wäre. Mein Gepäck konnte ich anschließend bis zur Abreise am späten Nachmittag in ein unbenutztes Zimmer einsperren, von dem ich auch den Schlüssel erhielt. Dies war sehr kulant. Toni rief mir auch ein Taxi zum Flughafen, das 30 Minuten fuhr und 7000 CFA kostete.
- Lage für SehenswürdigkeitenEher gut
ÖPNV-Erreichbar
- Nein
Das Hotel ist ziemlich abgelegen an der Küste. Das ist zum Entspannen und Abschalten ideal, für Unternehmungen etwas mißlich. Der Ort Cap Skirring ist ca. 20 Autominuten vom Hotel entfernt, wobei die Zufahrtstraße in keinem guten Zustand und nicht befestigt ist. Da ich abends bei Dunkelheit angekommen bin, war es etwas unheimlich mit dem fremden Taxler vom Flughafen zum Hotel alleine durch den Busch zu fahren. Ganz wohl habe ich mich dabei nicht gefühlt. Die Fahrt hat 7000 CFA gekostet. Vom Flughafen CSK aus besteht eine Flugverbindung über die gambische Hauptstadt Banjul nach Dakar mit Air Senegal. Ansonsten ist die Anreise hierher nur mit dem Privatauto möglich bzw. einem Mietwagen ggf. mit Fahrer. Rund um das Hotel gibt es keine Infrastruktur. Es gibt zwar noch einige weitere kleine Hotels, teils mit Restaurant, aber keine Geschäfte. Ich habe in der Nähe eine kleine einfache Strandbar gefunden. Im übrigen ist die Grenze zu Guniea-Bissau sehr nah, der Erhalt eines Visums jedoch nicht ganz einfach.
Unerwartete Kosten
- Ja, es gab unerwartete Kosten.
ich mußte zweimal bezahlen, da die Vorauszahlung im Hotel nicht bekannt war bzw. von diesem bestritten wurde.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | David |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 724 |


