Das PCP ist eine für dominikanische Verhältnisse kleine, gemütliche und familiäre Anlage. Während unseres Aufenthaltes schätze ich die Auslastung auf etwa 50%. Die Übersichtlichkeit der Anlage gestattet dem Urlauber jeweils innerhalb von 1-2 Minuten per pedes dem Pool, dem Strand, den PCP-A la card-Restaurants, dem Hauptrestaurant und der Lobby einen Besuch abzustatten. Hungrige mögen vom Wohnblock 3 aus, etwa 1 Minute schneller im Hauptrestaurant sein, Wasserratten genießen dafür von Block 5 aus das Meer etwa 1 Minute früher. Die Unschlüssigen bewegen sich in 1 1/2 Minuten von Komplex 4 in alle Richtungen. Alles also sehr nah. Die Anlage selbst empfanden wir als sehr sauber, jeden Tag sieht man Menschen Palmen schneiden, kehren, Rasen mähen, etc. Der Strand war natürlich fantastisch. Angespültes Seegras wurde immer so gut es ging entfernt. Der Strand des PCP war meiner Meinung nach, im Vergleich mit den Nachbarhotels der sauberste. In der Anlage bzw. am Strand rennen den ganzen Tag sehr freundliche Personen (Hey Man, my friend,...) mit sehr außergewöhnlichen Namen (Weihnachtsmann, Jim Carrey,...) herum, wollen gerade Euch den besten Ausflug zu dem besten Preis (today only for you special price, sir) verkaufen. Na wenn das mal nicht großartig ist, oder? Aber man gewöhnt sich an die kleinen Marktschreier, welche durch die Liegestuhlkorridore schreiten. An Nationalitäten waren hauptsächlich Deutsche, Kanadier und Amerikaner vertreten. Österreicher waren ab und an auszumachen und neben den Wochenend-Dominikanern und anderen Kulturen sorgten einige Schweizer für die nötige Neutralität, so dass sich ein bunter Urlauberhaufen eine schöne Zeit machen konnte. Wir hatten, wie glaube ich jeder der in diesem Hotel absteigt, AI gebucht. Die goldenen Armbänder bekommt man, wenn man Pauschal bucht. Amerikaner oder Kanadier buchen separat, fahren ein wenig günstiger als wir Europäer und bekommen als Dank ein Platinarmband. Es sind wohl ein paar ausländische Spirituosen mehr dabei, ein paar Minuten Internet, diese komischen VIP-Betten, welche sowieso kaum jemand benutzt und irgendwas an Obst und Rum als Begrüßungsgeschenk auf dem Zimmer. So richtig exklusiv also auch nicht wirklich. Was aber wichtig ist: Kein Mensch fühlt sich hier irgendwie schlechter oder besser behandelt als andere, ob ich nun hier und dort einen Dollar Trinkgeld hinterlasse, ein lila-blau-blasgrünes Superbändchen trage oder auf einem Arm einen Handstand mache. Mückenspray "Autan" gegen "Off" (das orangene Spray - das grüne ist nur für Räume) austauschen. Das bekommt man leider nicht in Deutschland. Wenn Ihr es woanders her bekommt, mitnehmen. Im Hotel leider 15 Dollar. Hält aber nach Eigenversuch für 2 Personen 12 Tage. Mückensalbe "Fenistil" gegen ein einheimisches Produkt oder irgendeine kortisonhaltige Salbe austauschen. Die Mücken waren leider wirklich teuflisch in diesem Urlaub. Aber auch in anderen Hotels. Sollte es Abends mal kühler sein, den Whirlpool im Spa-Bereich nutzen. Leider haben wir diesen "wahren Schatz" erst am letzten Abend entdeckt. Jeder denkt immer, es kostet etwas, SPA-Leistungen zu nutzen aber Sauna und Whirlpool sind kostenlos. Gut Sauna muss wohl in der Karibik nicht sein. Fazit: Sollte es uns wieder einmal in die Dom. Rep. nach Punta Cana ziehen, jederzeit wieder das PCP.
Unser Zimmer im Block 5 war toll. Spanische Filmkanäle von Sender 39-45, englische irgendwo ab 20 aufwärts, auf 6 gibt es die deutsche Welle und auf 96 - Ihr wißt schon was. Minibar ist Minibar und Telefon war weiß... Und ja, der Flaschenöffner ist in der Toilette an der Wand angebracht. Er befindet sich geleich deben dem 2. Telefon, welches direkt neben der Toilette an der Wand hängt. Und er ist tatsächlich leicht angerostet. Ob das schlimm ist? Alles in allem, sehr schöne Zimmer.
Auf unserer Anlage gibt es das Fondue-Haus (geht so), den Italienier (nicht da gewesen) und das Steakhouse (leider nicht so zu empfehlen. Vielleicht haben wir uns auch einfach falsche Vorstellungen von einem Medium-Rinderfilet in der Karibik gemacht) Sehr lecker ist das Buffetrestaurant mit verschiedenen Themenabenden (wurden bereits mehrfach genannt), welche sich nach 1 Woche wiederholen. Zu unsere Zeit gab es nirgendwo ein Anstehen, auch nicht an den einzelnen Live-Cooking-Stationen. Dann gibt es noch das Mare-Nostrum, welches Abends als Fischrestaurant herhalten muss, tagsüber als abgespecktes Buffetrestaurant und Nachts als Hamburger- bzw. Sandwich und Salatbar (bei Bestellung frisch zubereitet) dient. Das Mare Nostrum, das schweizer Taschenmesser unter den Speiseörtlichkeiten. "Auswärts" waren wir nebenan beim Asiaten und können diesen leider auch nur bedingt empfehlen. Sushi heißt hier 3 verschiedene Gemüse mit Reis eingewickelt. Für den Besuch in den A-la-card Restaurants sollte man eventuell dann doch mal den extra für kalte Tage mitgebrachten und doch nicht benutzten dünnen Pulli einpacken. (Klimaanlagen sind sehr kalt)
Service war gut. An der Strandbar war der Service manchmal weniger gut, was aber daran lag, dass man oftmals aufgrund der Abwesenheit des Barmannes andere Urlauber hinter dem Tresen angetroffen hat. Die wußten dann natürlich nicht wo alle Zutaten für manch einen Cocktail zu finden sind. ;-) In den a la carte Restaurants ist der Service ein wenig amerikanisch angehaucht. Durchspulen der einzelnen Gänge, noch was trinken? - Einen schönen Abend noch. Im Buffetrestaurant und im Mare Nostrum war der Service nicht zu beanstanden. Die Zimmerreinigung hat ihr Programm mit oder ohne Gummibärchen und Dollars immer zwischen 16.00 Uhr und 16.45 Uhr durchgezogen. Unser Zimmer war stets sauber. Ich bin aber niemand der sich unter das Bett klemmt und mit der Lupe die letzte Ecke absucht. Arzt (bei mir eine Ärztin) ist sehr kompetent und mißt lieber 2 Mal den Puls oder sonst irgendetwas unnötiges, weil wir ja alle brav eine Auslandkrankenversicherung haben: Die Preise sind der absolute Hammer. Volleyballverletzung (kleine Schramme - kleines Pflaster zwischen die Augen - einen Piekser in den Po - und natürlich absolut unumgänglich, den Puls gemessen (im stehen und sicherheitshalber auch im liegen): 212 Dollar. (Inklusive den 95 Dollar Grundgebühr, welche jedesmal anfallen, nachdem der Doc. Euch die Hand gegeben hat. Die Wäscherei kann ich nur empfehlen. Wir haben für 4 Hemden und 1 Hose 9 Dollar bezahlt und hatten die Sachen 24 Stunden später top gebügelt und gewaschen wieder auf dem Zimmer. Auch zu empfehlen für Klamotten mit Flecken, die man mit heimischen homoöpathischen Persil-Mittelchen nicht bekämpfen kann. Also, den Lieblingspulli mit dem Fleck mit in den Urlaub nehmen... Vielleicht nehme ich nächstes Jahr meinen Skianzug mit in die Karibik :-) Kinderbetreuung ist ganz klasse, weil einfach alle Kinder in die Nachbarhotels ausgegliedert sind. Leider gibt es also auch keinen Spielplatz oder sonstige Malecken auf der Anlage. Beschwerden hatten wir keine.
Die Lage und Umgebung ist immer schwer zu beurteilen. Ich buche Strandurlaub und... ja ich bin am Strand. Top Lage also. Wer einen Schritt aus der Lobby machen möchte und sich im pulsierenden Großstadtleben einer an Ursprünglichkeit nichts verlorenen Metropole wiederfinden möchte oder Bergsteigen gehen möchte - nein. Leider nicht. Am Strand nach links abgebogen: Hotelanlagen, 10 Minuten später kleine Verkaufsbüdchen, wieder Hotelanlagen. Nach rechts gelaufen: Die anderen Princess-Anlagen und wieder Hotelanlagen. Nach ca. 1 Stunde kann man in el Corecito XY-Tours besuchen und seine Ausflüge günstiger als bei der Reiseleitung oder bei "Jim Carrey" buchen. Auf dem Weg zum Flughafen zum Hotel war ich derart müde, dass ich nicht sagen kann wie lange es gedauert hat. Auf dem Rückweg vom Hotel zum Flughafen war ich wieder derart müde... Zum "Bavaro-Plaza" (Noch mehr Verkaufsbuden, noch mehr sehr freundliche Menschen) sind es 10 Dollar Fixpreis mit dem Taxi. Zurück mit den Motorrad-Taxis 2 dollar + 1 Zigarette.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Volleyballspielen gehört irgendwie dazu. Da ich mich zu blöd angestellt hatte, war ich leider ab Tag 4 nicht mehr dabei. Dollars kann man mit Aktivitäten wie Parasailing, Bananaboat etc. am Strand loswerden. Für das Schnuppertauchen im Pool hatten wir unseren eigenen Tauchlehrer engagiert. (Danke Michael) Der hat kurz seine Tauchscheine vorgezeigt, wurde als überqualifiziert bewertet und alleine mit den Tauchflaschen zum Pool geschickt. Natürlich wollen die "sehr netten Leute" auch einen Tauchausflug oder einen Tauchkurs verkaufen. Aber gut. Tagsüber gibt es dezente Sport- und Poolanimation. Ich bin mir sicher, manch einer sieht Wassergymnastik nun mit ganz anderen Augen. Man bewegt sich halt ein wenig. Es werden kleine Poolspielchen gespielt und wenn genug Amerikaner und Kanadier am Pool sind, kann man sich auch mal auf das ein oder andere Trinkspiel einlassen. Die Abendanimation ist lieb gemeint aber leider auch soooo unterirdisch schlecht, dass sie schon wieder richtig gut ist. Weiter so! Man kann sich ja auch auf verschieden Arten amüsieren. Nachdem ich auf der Karaokeparty 5 Kuba Libre zwecks Mutantrinkens genossen hatte, war die Party leider schon wieder vorbei. Dabei wollte ich doch unbedingt noch "Roger Miller" zum Besten geben. Wahrscheinlich besser so. Strandqualität perfekt, Poolqualität - Swimm in Bar mäßig. Eigentlich muss ich gar nicht wissen wie die Qualität des Pools mit der gemütlichen Bar, dem Wasservolleyballfeld und der kleinen Insel ist, aber hey, ich lebe noch und habe auch keine Hautauffälligkeiten. Das Liegen-Reservierungs-Problem wird überbewertet. Wir haben IMMER einen Schattenliegeplatz am Strand (am Pool sowieso) bekommen. Wir sind auch nie vor 11.00 Uhr oder so am Strand gewesen. Manchmal muss man halt auch mal in die zweite oder dritte Reihe gehen. Einmal war doch ein schöner Platz, ganz vorne, um die Mittagszeit mit unbenutzten Handtüchern reserviert und nicht benutzt. Weg damit, hingelegt. Einkaufsmöglichkeiten in der Anlage: Ja. Teuer? Ja.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christian |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 9 |

