Die Anlage war sehr schön angelegt, die Gärtner waren den ganzen Tag unterwegs. Das Hotel umfasst etwas mehr als 200 Zimmer. Das Zimmer bzw. die Suite war ausreichend groß für 2-4 Leute. Die Zimmereinrichtung ist etwas in die Jahre gekommen, aber größtenteils sauber, bis auf den Duschvorhang. Hier war leichte Schimmelbildung vorzufinden. Man muss jedoch dazu sagen, dass alle Zimmer diesen Sommer komplett renoviert werden. Sollte dennoch irgendetwas nicht in Ordnung sein, einfach an der Rezeption melden, die beheben den Mangel so schnell wie möglich, zur Not wird das Zimmer gewechselt. Im Forum zu diesem Hotel steht hierzu mehr. Essen und trinken konnte man Rund um die Uhr. Die Strandbar war 24h offen und sogar mit Koch besetzt, der einem auch um halb 4 in der Nacht noch einen Burger zubereitet hat. Nervig war, dass das Internet in der Lobby kostenpflichtig war. Auf dem Zimmer verstehe ich das ja, aber nicht in der Lobby, zumindest nicht in einem Hotel dieser Kategorie. Die Gästestruktur war zu über 80 % geprägt von Amerikanern, Kanadiern und Deutschen. Natürlich hat man hier und da auch noch andere Nationalitäten vorgefunden. Der Altersdurchschnitt lässt sich schwer schätzen, aber der Großteißteil war älter als 40. Reisezeit ist ja allseits bekannt: November bis einschließlich April. Wir hatten auch mit Sandflöhen keinerlei Probleme, jedoch andere Urlauber getroffen, die es böse erwischt hatte. Anscheinend wirklich Glückssache. Allerdings waren es nur sehr wenige, die damit Probleme hatten. Mosquitos sind hier natürlich auch anzutreffen, allerdings finde ich deutsche Blutsauger bei weitem schlimmer. Wen es dennoch nervt, sollte mal einen Eiswürfel für 2 Minuten auf den Stich drücken. Die kälte zerstört das Enzym der Mücke und hört sofort danach auf zu jucken und es bilden sich auch keine kleine Hüppel. Bei mir hat es super funktioniert. Außerdem die Balkontür abends nur zum raus- und reingehen öffnen, sonst wird's ne unangenehme Nacht!
Hierzu ist in der Einleitung schon so ziemlich alles gesagt. Manche Leute mögen sich eben über gewisse Dinge besonders aufregen. Ich nehme es gelassen, wer Topqualität will, muss eben auch dementsprechend dafür bezahlen. Ich halte mich sowieso nur nachts zum Schlafen im Zimmer auf. Manche Leute vergessen eben, dass der größte Teil des Preises für den Flug drauf geht und nicht fürs Hotel. Wegzurechnen sind zudem Veranstalterprovision und Steuern. Da bleibt nicht mehr viel für das Hotel übrig. Wer das mal durchrechnet und auf einen Tag runterkalkuliert, wird erstaunt sein, was er für sein Geld geboten bekommt! Aber davon hat die Nörglerfraktion ja sowieso keine Ahnung. Eigentlich würde ich hier gerne 4,5 Sonnen geben, da das nicht geht, gebe ich 5 Sonnen im Hinblick auf die geplante Renovierung und bin einfach mal optimistisch.
Die 4 Spezialitäten-Restaurants waren alle in Ordnung. Besonders gut war es im Fondu-Restaurant. Wirklich sehr gut. Im Mare Nostrum war die beste Atmosphäre sehr schön. Der Italiener war viel zu kalt. Meine Freundin hatte während des gesamten Essen Gänsehaut. Im TexMex war es "okay". Nichts außergewöhnliches, aber auch nicht schlecht. Das Hauptrestaurant in Buffet-Form war am besten. Hier gab es quasi alles. Nudeln wurden direkt von einem Koch nach eigenem Wunsch mit Lieblingspasta und Lieblingssoße zubereitet. Zudem gab es diverse gebratene Fleisch und Fischsorten. Außerdem natürlich immer die Klassiker Pommes, Reiß, usw... Zu jeder Tages- bzw. Nachtzeit gab es frisch aufgeschnittene Früchte: Ananas, Melone, Maracuja, etc. Getränke waren auch alle vorhanden. Markenalkohol war natürlich nicht inklusive, aber auch nicht nötig. Je nach Geschmack auch leckere Cocktails. Teilweise allerdings zu süß. Einziges Manko: Die Bedienungen waren unterschiedlich motiviert. Die einen waren super fleißig und zügig, die anderen eher träge und langsam. Es kam auch mal vor, dass eine Bestellung vergessen wurde oder der Kellner mit dem Wasser ewig nicht kam, obwohl schon seit Minuten das Wasser leer war. Hört sich nicht tragisch an, aber wenn es abends immer noch 28° hat, ist das nicht mehr so trivial. Dafür gabs dann eben auch kein Trinkgeld. Ach ja, Trinkgelder... Wir haben leider beobachten müssen, dass vor allem die nordamerikanischen Gäste anscheinend nicht mitbekommen haben, dass sie sich in einem All-In-Hotel befinden und die Getränke nicht bezahlen müssen. Wir haben beim Kellnerpersonal gespart und es lieber den Leuten gegeben, die es wirklich verdient haben, zum Beispiel den Gärtnern. Die waren ausnahmslos freundlich und haben die härteste Arbeit verrichtet und wurden vermutlich am schlechtesten bezahlt. Kleines Beispiel: Ich habe mich geduscht am Strand, als ein Gärtner plötzlich neben mir steht und mir mit einem frisch abgeschnittenen AloeVera-Blatt den Rücken einschmiert, da ich mich leicht geschält hatte. Sowas verdient ein paar Dollar und nicht ein Kellner, dessen job es ist, mir meine Getränke zu bringen.
Freundlichkeit ist auf jeden Fall top! Fremdsprachenkenntnisse an der Rezeption sind in Ordnung, mit Englisch kommt man auf jeden Fall ans Ziel. Besonders freuen sich die Angestellten über Spanischkenntnisse. Französisch habe ich nicht ausprobiert. Wie gut genau die Deutschkenntnisse sind, kann ich nicht beurteilen, da wir selbst nur Spanisch und Englisch verwendet haben. Zum Bestellen in den Restaurants reicht es aber auf jeden Fall und an der Rezeption ja sowieso. Die Putzfrauen haben ihren Job gemacht, Betten waren ordentlich, Minibar stets aufgefüllt, Aschenbecher war auch jedentag ein neuer bereitgestellt. Nur die Klimaanlage war immer auf Kühlschranktemperatur eingestellt. Hier leistet ein kleiner Zettel jedoch Abhilfe. Wie schon erwähnt, Internet nur gegen Gebühr. Wir haben uns gleich für das tragbare Internet entschieden: 7 Tage = 59 $. Dafür hat man überall Internet, da das kleine Gerät (etwa Handygröße) einen Hotspot erstellt und als Quelle das örtliche Handynetz benutzt. Man hat also eine 7-Tage-Flat.
Der Transfer vom Flughafen zum Hotel dauert mit Zwischenstopp bei den anderen Hotels ca. 1-1,5h. So ziemlich alle Hotels liegen direkt am Meer, wie auch das PCP. Da das Princess im Gegensatz zu seinen Schwester-Anlagen nicht übertrieben groß ist, ist alles bequem zu Fuß zu erreichen und muss nicht wie z.B. im Caribe mit der Bimmelbahn rumkutschiert werden. Von der Rezeption zum Strand ist man in nicht einmal 10 Minuten flaniert und das ist auch schon der weiteste Weg innerhalb des Hotels. Außer um Ausflüge zu machen würde ich das Hotel nicht verlassen. Erstens ist es zu gefährlich und zweitens gibt es auch gar nichts, wofür es sich lohnen würde. Deshalb gibt es hier auch nur 4 von 6 Sonnen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Strandliegen: Also kaputt war keine einzige Liege in diesen 2 Wochen, durchgelegen waren vielleicht ein paar, aber man konnte dennoch gut darauf liegen. Das ist meine Persönliche Einschätzung. Allerdings muss ich dazusagen, dass ich auch 'nur' knapp 80 Kilo bei 1,80m habe. Wenn da natürlich gut und gerne mal das doppelte Gewicht auf so eine Liege einwirkt, kann ich mir durchaus vorstellen, dass das ein nicht ganz so befriedigendes Liegeerlebnis ist. Was ich jedoch unbedingt hier hervorheben möchte ist: Es sind eindeutig zu wenige Liegen und vor allem Strandschirme vorhanden. An manchen Tagen war um 7 alles belegt. Da half auch der Zettel der Hotelleitung nichts, der vermutlich wöchentlich in die Zimmer gelegt wird. Einmal haben wir sogar eine handfeste Außeinandersetzung miterlebt, zwischen einem russischen und amerikanischen Pärchen... Eine absehbare Lösung wird es für dieses Problem jedoch nicht geben (außer eben früh um 6 am Strand zu reservieren), da der Strandbereich schon sehr ausgereizt ist. Am Pool allerdings sehe ich jedoch großes Verbesserungspotential. Positiver Nebeneffekt des frühen Aufstehens ist: Man hat was vom Tag und erlebt bei gutem Wetter einen herrlichen Sonnenaufgang. Für den einen mehr, für den anderen weniger Trost... Die Animation war eher zurückhaltend und zudem dem Altersdurchschnitt angepasst. Nicht sonderlich aufdringlich, allerdings teilweise (Betonung auf "teilweise") unmotiviert. Kurze und lustige nicht besonders anspruchvolle Strandspiele wurden Mittags und am Nachmittag an Pool und Strand mit dezenter Beteiligung abgehalten.Täglich wurde Bogenschießen und Beachvolleyball angeboten. Letzteres wurde 2x täglich gespielt, ein Ball Stand aber immer zur Verfügung. Teilweise waren sogar bis zu 12 Leute dabei. Da sind teilweise richtige Matches entstanden.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im April 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Timo |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 5 |

