Im Grossen und Ganzen sind wir derselben Meinung wie Christiane und Heinz, haben jedoch noch Einiges hizuzufügen. Die Hotel- und Gartenanlage ist sehr schön, jedoch für ausgedehnte Spaziergänge nicht geeignet. Mit einem Minishuttle kommt man zwar kostenlos ins größere Nachbarhotel, jedoch ist dort so viel Halli-Galli, daß einem die Lust zum Schlendern vergeht. Die angebotenen Ausflüge sind eigentlich nur auf Kommerz ausgelegt. Wir hatten San Pedro de Marcoris für 98 USD/Person gebucht. Kathedrale Higüey, Rumfabrik, Zigarrenfarbik, "Bauernhof", La Romana, Altos de Chavon. Überall kaufen, kaufen, kaufen. Und der Tourführer kassiert dann seine Provision. Bei Sonnencreme hoher Lichtschutzfaktor empfehlenswert, für Sonnenallergiker ungeeignet, es sei denn, man legt Wert auf eine Vor Ort - Cortison - Therapie, wie es Marion erging.
Von der Beschreibung der Einrichtung lt. Katalog ok, jedoch schon etwas überaltert, sodaß an den Möbeln schon starke Gebrauchsspuren zu sehen sind. Auch im Bad hat schon Rost Einzug gehalten. Die Balkontür schloß in unserer Suite nicht dicht, sodaß Nachts das Heulen des allgegenwärtigen Windes durch die Ritzen zu vernehmen war. Ausserdem sind die Zimmer sehr hellhörig, d. h. man bekommt außer den Gesprächen alles mit, was die Nachbarn so "anstellen". Sei es das Öffnen und Schliessen der Schränke, das Betätigen von Lichtschaltern und Toilettenspülungen oder sonstige "Aktivitäten". Die Putzfrauen beginnen morgens um 7 Uhr mit ihrer Arbeit. Dabei wird vorher auf dem Gang scheinbar erst eine Lagebesprechung durchgeführt, bei der jede ihre Meinung "lautstark" vertritt. Wecker stellen war nicht nötig, da man ohnehin wach wurde. Normalerweise sollte man ja glauben, daß irgendwann spätabends oder nachts Ruhe eintritt. Dies ist hier jedoch ein Fehlglaube. Sogar um 3 Uhr morgens fallen manche noch lautstark in die Wohnanlage ein und schlagen ihre Zimmertür mit einem Karacho zu, daß man fast senkrecht im Bett steht. Soviel zum Thema: "Ruhige Anlage". Durchgeschlafen haben wir während unseres Aufenthaltes nicht eine einzige Nacht. Auf Anfrage bei der Reiseleiterin wurde uns mitgeteilt, daß die anderen beiden Anlagen, Caribe und Tropical, sehr viel lauter sind und im Gegensatz hierzu, unseres als wirklich ruhig bezeichnet werden kann (Hä?).
Wechselnde Themenabende am Buffet, die sich jedoch wöchentlich wiederholen. Trotzdem findet immer jeder was zum Essen. Zur Not kann man sich auch Nudeln machen lassen. Was etwas stört ist der penetrante Geruch der Fischspeisen beim mediterranen Abend. Wenn man dem Koch, der das Fleisch schneidet sagt, welches Stück man will, bekommt man das auch. Die Kellner(innen) sind zum größten Teil hilfsbereit. Besonders Patrick, Blanco und Francesca. Manche rennen mit Getränken planlos durch die Gegend, da sie nicht mehr wissen wer was bestellt hat. Was uns besonders gestört hat, war das Verhalten der Kanadier und Spanier im Hauptrestaurant. Nach dem Motto "Ich hab's ja bezahlt" werden hier Teller vollgeladen und dann zur Seite geschoben, sowie Getränke bestellt und dann stehengelassen. Dies betrifft jedoch nur die, die rudelweise auftreten, sind sie nur ein einzelnes Paar, legen sie ein ganz manierliches Verhalten an den Tag.
Die Putzfrauen sind sehr freundlich und erfüllen auch durchaus mal Sonderwünsche, wie extra Handtuch, Wasser. Wo sie sehr große Probleme haben, ist beim Beziehen der Betten, da die Laken für die Queensize-Betten zu klein sind und am Fußende immer ca. 10 cm fehlen. Dies dürfte eigentlich in einem 4, 5 Sterne-Hotel nicht passieren. Die Bettwäsche wurde während unseres Aufenthaltes nicht gewechselt. Auch die Balkontüren wurden nie gereinigt, was in anderen Zimmern beinahe täglich erfolgte. Der Arzt, Dr. Cepeda, ist sehr nett und hilfsbereit, spricht sehr gut Englisch und weiß was er tut. Allerdings sind die Behandlungen nicht gerade kostengünstig. Gebühr für Erstbehandlung 90 USD, Medikamente kosten extra. Alle Angestellten des Hotels sind sehr freundlich und hilfsbereit, manche wissen aber scheinbar nicht so recht was sie tun.
Am sehr schönen und breiten Sandstrand von Punta Cana gelegen. Einkaufsmöglichkeit im Hotel oder im benachbarten Schwesterhotel. Preise differieren um einiges. Handeln nicht möglich. Direkte Umgebung ausserhalb des Hotels gibt es nicht. Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel sieht man außer Baustellen, ein paar Hütten und riesigen Schlaglöchern auf den Strassen nicht sehr viel. Deshalb wird das Fahren mit einem Leihauto zu einem unkalkulierbaren Risiko, da sich in den Städten sowieso keiner an Verkehrsregeln hält. Deshalb besser mit Bus oder Taxi fahren. Nervig sind vor allem die zahlreichen Hubschrauberüberflüge, die je nach Anbieter sogar direkt im Tiefflug über die Anlage gehen. Je nach Themenabend am Buffet wurden vor dem Hauptrestaurant Tische aufgebaut, um Händlern zu ermöglichen, ihre Waren, wie z. B. Schmuck, Zigarren oder Rum, zu verkaufen. Diese sind jedoch ziemlich aufdringlich, was auf dem Weg zum Essen sehr ärgerlich ist. Ausserdem sind die Preise derart überzogen, daß man trotz Handelns noch einen zu hohen Preis bezahlt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Liegestühle werden trotz Verbots morgens ab 7 Uhr reserviert und teilweise den ganzen Tag nicht genutzt. Vom Hotel wurde dagegen nichts unternommen. Da die Kanadier, wie oben erwähnt immer rudelweise auftraten, wurden meist rund 20 Liegen auf einem Platz zusammengeschoben und hier war dann nicht mehr an ruhiges Sonnenbaden zu denken. Gleiches galt für die Poolbar, die ständig vom Wasser aus von einer Horde belegt war, die ihre Monsterbecher immer wieder auffüllen liessen. Die Liegen sind alle durchgebrochen und teilweise notdürftig mit Blechen geflickt. Sport, Animation und Show wurden von uns nicht genutzt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Marion & Stefan |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |

