Die Hotelanlage ist architektonisch schön konzipiert. Durch die Ausrichtung zum Meer gibt es bei Wind (und der ist kalt und weht fast immer) keine geschützte Stelle, an der man auch mal im Schatten liegen kann (wenn denn die Sonne überhaupt mal scheint). Gewischt wurde eigentlich ständig im Club, allerdings erschloss sich uns nicht so recht die Logik, weshalb der Eingangsbereich zum Restaurant genau dann gewischt wird, wenn die Essenzeiten beginnen. Die Gästestruktur hat uns doch ziemlich enttäuscht; wie war in einem anderen Beitrag zu lesen? "vom tätowierten Muskelprotz bis Edelgolfer alles dabei". Das trifft es genau. Viele Ältere und sehr viele Familien mit noch mehr Kindern. Also nicht für Alleinreisende zu empfehlen. Angeblich soll das Wetter in den Monaten September bis November besser sein, d. h. eventuell auch schon mal Sonne am Vormittag / Mittag.
Die Zimmer und der Balkon (Atlas)sind ausreichend groß, allerdings wurde beim Bau ziemlich gefuscht: Der Ablauf der Dusche ist falsch konzipiert, dass heißt, wenn 2 Personen geduscht haben, dann dauert es mind. 30 min., bis das Wasser abgelaufen ist. Es ist also nur logisch, dass im Bad immer eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht (trotz stundenlang eingeschalteter Lüftung) und das Wasser durch die Wände / Decken in die Zimmer tritt - und das bei einem Neubau ! Schimmelpilze in den Bädern und Treppenaufgängen und abgeblätterter Putz sind die Folgen. Die Zimmerreinigung erfolgte oberflächlich, d. h. Betten machen, Handtücher wechseln, wischen. In den gesamten 2 Wochen wurde unser Waschtisch nicht einmal abgewischt. Toilettenpapier wurde nur unzureichen und 2x gar nicht nachgefüllt, so dass wir uns selbst drum kümmern mussten. Das Fernsehen fiel mehrmals längerfristig aus, was bei schlechtem Wetter, Fußball-EM und Formel 1 zu lautem Fluchen aus allen Zimmern führte. Das Telefon funktionierte in vielen Zimmern nicht.
Das Hauptrestaurant ist immer überfüllt: schon 10 min. vor der Öffnung bilden sich lange Schlangen. Etwas später findet man nur noch mit Mühe einen Platz. Das Strandrestaurant öffnete in den ersten 10 Tagen mittags erst um 14 Uhr. Dort war dann aber nur Wasser inclusive, alle anderen Getränke wurden in Rechnung gestellt. 2 Tage vor Abreise wurde dann endlich auch eine Zapfanlage für Softdrinks und Bier aufgestetllt. Im Hautrestaurant gab es immer lange Schlangen vor den enzelnen Kochstationen; wie in einem Fastfoodrestaurant. Die Qualität und Auswahl des Essens hatte Kantinenniveau. Lediglich das Dessertbuffet hatte immer wieder einige Überraschungen parat; besonders zu empfehlen sind die kleinen Pralinen.
Die Abholung am Flughafen war schlecht organisiert: eine Namensliste exisitierte offenbar nicht, die Fahrgäste mussten weder ihren Namen angeben noch wurde durchgezählt. Ein Wunder, dass uns der Bus nicht vor der Nase weggefahren ist, weil die Einreise endlos dauerte. Schade, dass nicht alle Masseurinnen im Wellfit-Bereich nicht besser englisch oder sogar deutsch sprechen; die Verständigung war manchmal recht schwierig.
Die Anlage ist sehr weitläufig, dass heißt aus den Häusern Atlas und Berber ist es bis zum Strand ein weiter Weg (mind. 7 min), anders sind die Häuser in Strandnähe sehr weit entfernt vom Hauptrestaurant, Wellfit-Center und Fitnesscenter. Der Tages-Ausflug nach Marrakech ist nicht zum empfehlen: jede Fahrt dauert ca. 4 Stunden, in der Zeit von 11. 00 - 17. 00 Uhr tobt in der Stadt nicht gerade das Leben. Zeit zum Einkaufen gibt es quasi nicht; darauf wurden wir allerdings bei der Buchung auch hingewiesen. Der Reiseführer ließ sich leider durch die teilweise wenig interessierten Mitreisenden demotivieren und hat sein Wissen nur noch abgespult; schade.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Wellfitraum ist sehr schön eingerichtet; allerdings hat auch hier das Laminat mit der Luftfeuchtigkeit erheblich zu kämpfen. Wie auch beim Gruppenfitnessraum ist es angenehm, dass alternativ zur Klimaanlage mit vielen Fenstern durchgelüftet werden kann. Der Fitnessraum ist etwas beengt. Die Trainerinnen waren größtenteils motiviert, allerdings scheinen sie nicht über sehr viel Erfahrung zu verfügen: die DANTAO-Stunde wurde mit Konzept (inder Hand, auf dem Boden) durchgeführt. In der 2. Woche wurde die Stunde (trotz großer Resonanz bei den Gästen) nicht mehr durchgeführt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Sabine & Olaf |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


