Auf den ersten Blick sehr schöne Anlage, ansprechende Architektur und Einrichtung im orientalischen Stil. Beim zweiten Hinsehen zeigen sich bereits kurz nach der Neueröffnung etliche Mängel: z. B. mangelhaft verflieste Bäder, das Fugenmaterial fiel bereits von den Wänden, Duschtrennwände ohne Silikonnaht eingesetzt so dass die Bäder nach jedem Duschen unter Wasser standen. Schlecht oder garnicht schließende Türen im Badbereich, Fliesen am Pool heben sich bereits und bilden Stolperfallen und die Tische im Restaurant sind instabil. Die Verbindung des Geldautomaten im Empfangsbereich schien täglich auszufallen und die Rezeption war nicht immer in der Lage und/oder bereit auch nur kleinste Beträge (50,-- €) zu tauschen, obwohl dies ausdrücklich in den Zimmermappen angeboten wurde. Abzuraten ist von den überteuerten Ausflügen der TUI. Alternativ kann man einen Leihwagen nehmen und die Ziele individuell ansteuern. Auch Fahrten ins Gebirge sind problemlos möglich. Grundsätzlich kann der Club in kaum einem Bereich den Erwartungshaltungen an ein Premiumprodukt gerecht werden.
Die Zimmer vom Raumangebot mehr als ausreichend für 2 Erwachsene. Die Gestaltung ansprechend im landestypischen Stil. Über die Kopfkissen kann man geteilter Meinung sein, wir waren es auch. Sehr hart, wie auch die Matratzen. Großer Kleiderschrank mit viel Stauraum, allerdings unpraktisch in der Handhabung, da Schiebetüren die gegeneinander öffnen. Die Zimmerreinigung sehr ordentlich.
Das Angebot der Speisen hat auf keinen Fall Robinson-Niveau. Sehr übersichtliches und einfallsloses Angebot an Salaten und Vorspeisen. Langweilige Hauptgerichte oft kalt und wenn denn frisch und heiß an Grillstationen zubereitet, dann umgehend vergriffen und ein Nachbekommen sogar teilweise ausgeschlossen. Beim Mittagessen im Strandrestaurant mehr oder weniger täglich das gleiche Angebot: versalzene Pommes, Pizza, Würstchen und lediglich kostenloses Mineralwasser. Alles andere an Getränken mußte selbst gezahlt werden. Abends: Zum Teil warmes Bier in den Zapfanlagen, Cola ohne Kohlensäure. Unverschämt emfpanden wir auch, dass regelmässig schon ca. eine halbe Stunde vor Ende dem Ende der offiziellen Essenszeit mit dem Abbau des Buffets begonnen wurde. In allen Speiseräumen fehlte es an Atmosphäre. Die Terrasse mit 2-, 4- und 6-er-Tischen nicht Club-konform. Oft fehlte es an Plätzen, wenn Gäste später zum Essen kamen. Wer Wasserpfeiffe rauchen will, sollte sich sein eigenes Mundstück mitbringen. Der Kellner raucht die Pfeiffe an und gibt diese mit dem vom ihm angerauchten Mundstück an die Gäste weiter.
Hier stinkt der Fisch vom Kopf her. Ein pomadiger Clubchef, der trotz unübersehbarer "Baustellen" ausschließlich dadurch in Erscheinung tritt, mit frisch gegelten Haaren und Händen in den Hosentaschen durch sein Reich zu stolzieren, sollte schnellstens durch eine(n) motivierte(n) Mann/Frau ersetzt werden! Hier muß sich niemand wundern, wenn dann auch die Mitarbeiter die Arbeit nicht erfunden haben. Kleines Beispiel gefällig..? Am zweiten Tag unseres Urlaubes fiel beim Zuziehen die komplette rechte Abdunklungsgardine incl. Store von der Decke. (siehe mangelhafte Handwerksarbeit) Auf unseren entsprechenden Anruf bei der Rezeption und der Bitte, diese wieder anzubringen, erfolgte eine absolut unverschämt-arrogante Reaktion der Mitarbeiterin, sie sei gerade allein und könne jetzt nichts machen. Nachdem dann über 1, 5 Tage, 3 einheimische (und auch z. T. unhöfliche) Handwerker ihre Aufwartung gemacht hatten, hing dann tatsächlich die "Verdunklungsplane" wieder. Der Store hingegen ward bis zum Ende unseres Urlaubs nicht mehr gesehen. Trotzdem sei hervorzuheben, daß grundsätzlich vielmehr die marokkanischen Mitarbeiter, deutlich freundlicher und motivierter wirkten, als ihre deutschen Kollegen. Als rühmliche Ausnahmen seien hierzu ausdrücklich der stellvertretende Clubchef Mike und der Senior-Robin Horst zu erwähnen. Die Beiden zeigten rund um die Uhr einen hohen Grad an Präsenz und Servicebereitschaft, die insbesondere einem "Clubchef" gut zu Gesicht gestanden hätten.
Akzeptale Verbindung zwischen Flughafen und Hotel. Der Club liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Königspalast und den Dünen. Doch der Nachbar hütet sein Reich mit Polizeiunterstützung. Ein Betreten der Dünen wird von den Bewachern barsch unterbunden. Die prominente Adresse nebenan nicht mehr als eine Mogelpackung. Dadurch ist der schönste Teil des Strandes nicht zugänglich. Hinter der Mauereinfassung des Clubs Mülldepots: Rasen/Gartenabfall, Reste von Bauschutt und der typische Haushaltsmüll.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die von uns ansonsten so geschätzte Robinson-Club-Atmosphäre vermissten wir komplett. Während unseres Aufenthaltes ganze zwei Theater/Cabarett-Abende und demnach nur zweimal Party am Schachbrett. Einfallslos, liebe Robins! Am Pool viel zu wenig Sonnenschirme. Entweder brennt einem die Sonne voll auf die Haut oder je nach Windverhältnissen fliegt am Pool alles davon. Hier gehört ein Windschutz hin, z. B. Plexiglas. Am Strand fehlte eine Süßwasserdusche oder zumindest ein Schlauch zum Abspritzen. Die Unsitte deutscher Feriengäste Liegen ganztags ungenutzt mit Handtüchern zu blockieren, war auch hier wieder anzutreffen und sollte unterbunden werden. Einzig der Fitnessraum und das angebotene Sportprogramm hatten gewohntes Robinson-Niveau. Sehr schön auch, der SPA-Bereich. Die Anwendungen von gut geschulten marokkanischen Kräften, hielten was sie versprachen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Lydia |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 12 |


