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Albert-Kevin (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • August 2013 • 2 Wochen • Strand
Altinkum - Eine Medaille mit zwei Seiten
4,7 / 6

Allgemein

Das "Altinkum" ist eine Bungalowanlage auf einem ehemaligen türkischem Campingplatz in Familienbesitz. Hervorstechendes Merkmal der Anlage sind die gepflegten Grünanlagen. Ein richtiger Garten mit mediterraner Flore. Wirklich schön! An Gebäuden gibt es ältere und neuere Bungalows, einen Versorgungstrakt, eine Rezeption, eine Küche und einen kleinen Pool. Die Bungalows haben türkischen Standard. Wifi gibt es im Versorgungstrackt, aber auch im ganzen Gelände, zumindest wenn man hartnäckig nachfragt. Gäste sind zumeist ältere Leute oder Familien. Häufig trifft man auf geistiges Präkariat. Immerhin eher auf das aus Berlin, statt dem aus Moskau. Also wer das Resort als Basis für Tages- und Strandausflüge nutzt und nicht allzu pingelig ist, was die "Nasszelle" angeht, der kommt hier gut klar. Das Essen ist gut, das Ruinenfeld und die Innenstadt von Side sind nah. Der Dolmusbahnhof (und damit Manafgat etc.) ist in 3 Min. zu Fuss zu erreichen. Der Nachbar Mustafa erschließt einem die weitere Umgebung mit seinem Boot oder seinem Auto, ohne dass man auf die nervigen Massentouristenangebote der örtlichen "Reiseunternehmen" angewiesen wäre. "Musti" fährt einen gerne zum Stausee, zum Einkaufsbummel nach Manafgat, aber auch Ganztagesausflüge (Anatalya) werden gemacht. Zum Kennenlernen kann man einfach eine Schildkrötentour mit dem kleinen Fischerboot für wenige EUR buchen. Mustafa findet man wenige Meter neben dem Altinkum an der Promenade Richtung Side. Meist steht sein Schild mit dem Schildkröten-Tour-Angebot draussen. Sein kleines Boot ("Musti") liegt meist am Strand.


Zimmer
  • Eher gut
  • Die Zimmer sind einfache (Holz-)Bungalows mit Schlafzimmer und "Nasszelle". Man muss sich im klaren darüber sein, dass man hier ein hölzernes Einzelbauwerk im Freien bewohnen wird. Und kein Zimmerloch in einem Riesenbetonklotz. Die türkische Zimmermannskunst ist anscheinend nicht unbedingt so anspruchsvoll wie diejenige hierzulande - Im Allgemeinen wird nicht allzuviel Wert auf Perfektion und Präzision gelegt. Meint: Wer halb herunterhängende Waschbecken, abfallende Handtuchhalter, verschimmelte und stets tropfende Duschen, als auch ständig laufende Toiletten abkann - kurz, wer wenig Wert auf korrekte Sanitärinstallation legt, der kann hier durchaus seine Freude haben. Was mich persönlich etwas störte, war der ab und an vorhandene Fäkaliengeruch im "Bad", der wohl aus einer (übervollen?) Absetzgrube "hinterm Haus" herrührte. Eine Minibar kann man mieten. TV und Telefon (nie benutzt) ist vorhanden. Klimaanlage (notwendig!) funktionierte immer. Mietsafe gibt es in der Rezeption. Vor dem Bungalow ist ein Balkon, auf dem Sitzen die Bewohner abends gerne. So kann man auch seine Nachbarn bewundern. Darunter auch der ein oder andere "Sportler", der den Balkon dem Pool vorzieht. (Es gibt auch "Sportler", die bleiben gleich im Bett. Tatsache!) Etwas noch: In der Nachbarschaft befinden sich Diskotheken, die 1-2x die Woche einen ohrenbetäubenden Lärm abgeben (zu jeder "Veranstaltung" übrigens exakt die gleiche Playlist!). Es gibt allerdings wohl eine Sperrstunde. Pünktlich 1 Uhr ist dann Schluss. Trotzdem ist es angeraten, Ohrstöpsel mitzunehmen. Eine 5cm Holzwand ist eben weit hellhöriger als die Zimmerwand im Betonklotz.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Das Essen ist zumeist sehr gut. Das Buffet abwechslungsreich. Wenn man allerdings nur Kartoffeln/Nudeln und/oder "Fleisch mit Soße" essen möchte, dann schaut man diesbezüglich evtl. in die Röhre. Die Salate und das Obst sind frisch. Es gibt einige orientalische Spezialitäten zu entdecken. Türkische Süßigkeiten (Küchlein etc) gibt es reichlich in vielerlei Varianten. Mehrmals die Woche werden Speisen im Freien frisch zubereitet (Grill, Dönerspieß ...). Ein Highlight allemal.


    Service
  • Gut
  • Chef: Ehemaliger Campingplatzvorsteher mit dickem Bauch und Golduhr - verhält sich auch genau wie das Klischee. Der Rest seiner Familie arbeitet zum großen Teil in der Anlage und ist recht freundlich. Scheint die Führung der Anlage jetzt seiner Frau abgegeben zu haben, da er jetzt noch ein "richtiges" Hotel erworben hat. Rezeption: Der eingesetzte Typ, der im Grunde den Laden schmeissen muss, versteht deutsch und ist nett. Wenn auch etwas kühl und reserviert. Der Umgang mit Reklamationen ist so lala. Das Personal ist ziemlich freundlich und bemüht sich wirklich um die Zufriedenheit der Gäste. Ach ja: Die Typen haben die Buchungen nicht wirklich im Griff. Ab und an ist kein Bungalow frei, wenn nachts um 2 Uhr neue Gäste ankommen. Die werden dann tageweise in anderen Hotels untergebracht. Sehr ärgerlich!


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Anlage ist an der Flaniermeile von Side zu dem Hotelkomplexen weiter draussen gelegen. Das Altinkum liegt am Rande der Altstadt, genau an der alten Stadtmauer. Es gibt also in unmittelbarer Umgebung reichlich den üblichen Plunder und Touristenkram zu kaufen. Für das geistige Präkariat ein richtiges Paradies aus billig gefälschten Nike-Turnschuhen, Adidas-Trilobananzügen, Handtaschen, Rayban-Sonnenbrillen und Schweizer Uhren! Wer's mag! Gute Sachen sind allerdings Mangelware. Will man "normale" Sachen erwerben, dann muss man auf die Suche nach den wenigen Supermärkten vor Ort gehen, oder besser gleich nach Manafgat fahren. Die Dolmus-Haupthaltestelle in Side ist leicht zu Fuss zu erreichen. Die Fahrt nach Side kostet 2 Lira. Achtung: GEHEIMTIPP! Will man wirklich gut und günstig und ganz ohne Nepp einkaufen gehen, dann Frage man einfach "Musti" (Mustafa) von nebenan. Der wohnt direkt hinter der Stadtmauer (Schildköten-Bootstour-Schild an der Promenade) und der bringt einen in seinem schönen Auto gerne für sehr wenig Geld in die großen Einkaufszentren der Einheimischen vor den Toren Manafgats.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Sportangebote im herkömmlichen Sinne gibt es hier nicht. Ein kräftezehrender und körperlich sehr anspruchsvoller Sport wird hier trotzdem viel getrieben: Man reserviert schon des nachts sein Sportgerät am Pool mit einem Handtuch (Motiv "Disney Cars" oder "Tommy Hilfinger"). Nach dem morgendlichen Bierschiss geht es dann gleich voll los: Ein paar Schnäpse zum Aufwärmen und dann - nicht zu schnell in der Folge, dafür umso gleichmäßiger - ein Bierchen nach dem anderen. Dank All-Inklusive ist das ja kein Problem. Auch hier also wieder paradiesische Zustände für jeden, der es so mag! Der alkoholmetabolisierenden Leib mit schnappatmender Leber wird dann zusätzlich der "guten" und ziemlich intensiven UV-Strahlung der mediterranen Sonne ausgesetzt, was den Stoffwechselstress zusätzlich erhöht. Das tut alles soooo gut! (Das kann man in der Berliner Hinterhofwohnung nicht haben!) Zur Aufmunterung der immer matter werdenden "Sportler" gibt es alle paar Tage ein Kulturprogramm ("Auslandsreisen bilden!"). Dieses Kulturprogramm bietet orientalische Folklore zur Aufmunterung des Herren: Also Bauchtanz. Konkret: Heisse Mukke, dazu geile Weiber mit urst durchtrainierten Körpern, denen man nur aus unmittelbarer Nähe ansieht, dass die diese anstrengenden Tänze schon 30 Jahre beruflich aufführen. Fast vergessen: Es gibt auch ein Hamam mit einem etwas schleimigen Werber, der stets durchs Gelände schleicht. Man kann das Hamam besuchen (schadet ja nicht und ist schon OK), aber man sollte den Preis verhandeln.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:2 Wochen im August 2013
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Albert-Kevin
    Alter:31-35
    Bewertungen:1