Frisch aus dem neuntägigen Urlaub im Sonia Village zurückgekehrt möchte ich im Folgenden für die zukünftigen Interessenten des Sonia Village, die vor allem viel Wert auf Sauberkeit und Entspannung legen, meine ehrlichen Eindrücke zusammenfassen. Zunächst möchte ich allerdings betonen, dass es mir ein großes Rätsel ist, aus welchem Grund dieses Hotel so gut bewertet wird. Das Hotel war hoffentlich die erste und letzte große, böse Überraschung, die ich erlebt habe. Näheres in den folgenden Abschnitten. Zusammengefasst: Dafür, dass es ein erholsamer Urlaub mit Entspannungsfaktor werden sollte, war es, um es auf gut Deutsch zu sagen, ein Griff ins Klo. Kulinarisch wird nicht ansatzweise das geboten, wofür Griechenland steht. Gefühlt wird einem an jeder Ecke das Geld aus der Tasche gezogen, ohne dass einem etwas dafür geboten wird. Das Badezimmer ist eine Katastrophe für sich. Aufgrund des Lärmpegels auf dem Hotelgelände kann man sich absolut nicht entspannen. Das uns zugewiesene Hotelzimmer lag dazu noch direkt gegenüber der Rezeption gleich neben dem Pool und der Bar, wo morgens bis abends High Life herrscht. Das ist insoweit bedauerlich, als dass ich sofort nach der Reisebuchung durch den Reiseveranstalter dem Hotel mitteilen ließ, aus persönlichen Gründen ein "ruhigeres" Zimmer zugeteilt haben zu wollen. Dass diese Bitte unverbindlich ist, ist mir durchaus bewusst, aber dass man da nun absolut keine Rücksicht drauf nimmt und als großen Scherz dann auch noch das Hotelzimmer genau gegenüber der Rezeption zuteilt, ist absolut unverständlich. Auch bei geschlossenen Fenstern war entspanntes Schlafen überhaupt nicht möglich. Der Preis für das Angebot ist völlig überzogen. Das Hotelgelände hat Potenzial, aber durch unnötige Erschwerungen und Unannehmlichkeiten für den Gast ist das Hotel gar nicht weiterzuempfehlen. Eine Juniorsuite mit zwei Flachbildfernsehern und einem renovierten Schlafzimmer machen noch lange kein gutes Hotel aus. Mit Abstand das enttäuschendste Erlebnis, das ich seit Langem hatte.
1. Zimmer Die Juniorsuite im Sonia Village unterscheidet sich von einem Doppelzimmer (Deluxe) dadurch, dass zwischen dem Schlafzimmer und dem Bad noch ein zusätzliches "Durchgangszimmer" liegt. Vorhanden in diesem Zimmer ist eine kleine Couch mit einem Flachbildfernseher sowie ein kleiner Tisch nebst Kühlschrank, Kaffeemaschine, Mikrowelle und Schränken (inkl. kostenlosem Tresor). Das Schlafzimmer sieht tatsächlich so aus wie auf den hoteleigenen Bildern: Frisch renovierte Zimmer mit farblich aufeinander abgestimmten Möbeln. Ansehnlich gestaltet. Die Decke auf dem Bett bestand aus einem weißen Laken, auf das eine hellblaue Tagesdecke aus Fleece gelegt wurde. Da wir der Fleecedecke nicht trauten (sie roch schon leicht nach etwas Undefinierbarem) haben wir sie zur Seite gelegt und nur unter dem einen dünnen Laken geschlafen. Schade, denn dies hätte man definitiv besser und hygienischer lösen können. 2. Badezimmer Sobald man die Tür zum kleinen Badezimmer aufstieß, wehte einem bereits ein muffiger Geruch entgegen. Die Sanitäranlagen sind völlig veraltet, Wasserbereiche nicht verdichtet, die Wasserhähne sowohl im Waschbecken als auch in der Badewanne von einer braunen Schicht überzogen und auch das Putzpersonal hat es während unseres Aufenthalts nicht ein Mal hinbekommen, diese Hähne auf irgendeine Weise blank geschweige denn sauber zu putzen. Im Waschbecken klebten ganz kuriose unregelmäßig braune Punkte. Im Abflussbereich der Badewanne befand sich bei unserer Ankunft ein Büschel voller schwarzer Haare. Die Toilettenspülung wollte mal ihren Dienst verrichten, mal auch nicht. Der Duschkopf präsentierte drei in verschiedene Richtungen sprühende Wasserstrahlen, sodass sich das Duschen sehr abenteuerlich gestaltete. Das Abenteuerliche verstärkte sich, in dem man jedes Mal versuchte nicht an dem vergilbten Duschvorhang hängen zu bleiben während man bemüht war sich in dem engen Duschbereich zu arrangieren. Als wäre das nicht alles schon schlimm genug, ist das Badezimmer im Badewannenbereich schwarz gefliest. Jedenfalls ich wollte gar nicht erst darüber nachdenken, was sich an diesen Wänden hätte einem optisch aufgetan, wenn die Fliesen eine andere Farbe gehabt hätten. Gerade während eines Badeurlaubs machen diese Missstände einem keine gute Laune - im Gegenteil. Auf halbwegs saubere und funktionstüchtige sanitäre Anlagen ist man gerade in einem Strandhotel angewiesen. Zwar hatte ich bereits im Vornherein über das in die Jahre gekommene Badezimmer im Sonia Village gelesen. Die Realität hat diese Bewertungen allerdings haushoch übertroffen. In diesem Hotel sind die sanitären Anlagen eine einzige Zumutung.
Im All inclusive-Paket sind zunächst einmal Frühstück (6:30-10 Uhr), Mittagessen (13-14:30 Uhr) und Abendessen (18-21 Uhr) enthalten, alle Mahlzeiten in Buffetform. Getränke muss man sich jeweils selbst an der Bar besorgen. Möchte man außerhalb dieser Zeiten beispielsweise Pizza oder Pasta oder etwas außer der Reihe essen, so wird man zur Kasse gebeten. Dasselbe Prinzip gilt für die Strandbar: Falls man dort Getränke oder Essen besorgen möchte, so hat man zu zahlen. Das Frühstück ist sehr abwechslungsreich und für jeden ist etwas dabei. Das Mittag- und Abendessen hingegen sind geschmacklich sehr fad und lieblos, um es nett auszudrücken. Es mag zwar verschiedene Fleischsorten zu jeder Essenszeit geben, aber wenn das Hühnchen noch roh schimmert und das Schweinesteak eine gräuliche Farbe hat, nützen die verschiedenen Fleischsorten nun auch nichts. Für zerkochtes, ungewürztes Gemüse muss ich nicht bis nach Griechenland fahren. Für ein paar alte Salatblätter und Reis vom Vortag ebenfalls nicht. Was Kulinarik angeht, bin ich sehr offen und experimentierfreudig, aber im Sonia Village habe ich mich leider sehr häufig an Nudeln mit Tomatensoße satt essen müssen. Dafür, was man bei Buchung zahlt, ist das Essensangebot eine einzige Frechheit. Das einzig positive zu den Essenszeiten war, dass es als Nachtisch frisches Obst gab. Immerhin das. Das klimatisierte Speisezimmer ist zudem definitiv nicht für die reale Anzahl der Hotelgäste ausgelegt, sondern viel viel kleiner. Wenn man Pech hat und zu Stoßzeiten den Essensbereich aufsucht, muss man lange nach einem freien Tisch suchen und dabei wie eine betrunkene Giraffe den Hals lang machen, um über die Masse der Hotelgäste sehen zu können. Zu allen Essenszeiten ist es außerdem sehr laut, man kann kaum sein eigenes Wort hören und fühlt sich wie in einer übermäßig großen Kantine mit Massenabfertigungscharakter, in der zu allem Überfluss die Tische auch noch so unpassend arrangiert sind, dass das Kleinkind am Nachbarstisch einem auf der Schulter der Mutter ins Ohr brüllt. Erholend ist das nicht. Nach dem Abendessen ab circa 21 Uhr wurde ein kleines Abendprogramm angeboten, unter anderem eine mexikanische und eine griechische Nacht mit Vorführungen einer kleinen Truppe aus jungen Menschen, die vom Hotel engagiert wurden. Es gibt definitiv interessantere Vorführungen. Bis 22 Uhr kann man als All inclusive-Gast dann noch an den ausgeschenkten Getränken an der Bar seinen Durst stillen. Das lokale Bier sowie der lokale Weiß- und Rotwein sind in Ordnung. Die Erfrischungsgetränke bzw. die übermäßig gezuckerten Flüssigkeiten, die Erfrischungsgetränke darstellen sollen, sind völlig ungenießbar. Dasselbe gilt für die Auswahl an nur süßen Cocktails, die angeboten werden: Billiger Schnaps vermengt mit billigen Säften und Erfrischungsgetränken - ein einziger Witz für den Preis, den man zahlt. Am zweiten Tag habe ich angefangen konsequent nur Wasser zu trinken. Für den Markenalkohol wurde man natürlich auch hier zur Kasse gebeten.
1. Zimmerreinigung Das Zimmer wurde jeden Tag gegen Mittag gereinigt. Jeden zweiten Tag wurden die Bettwäsche und die Handtücher gewechselt. Die vom Hotel im Zimmer bereitgestellten Wasser- und Weingläser wurden nach Benutzung allerdings vom Putzpersonal ersatzlos weggenommen, sodass man gezwungen war, sich auf eigene Faust an der Hotelbar neue Gläser zu beschaffen. Die letzten fünf Tage gab es dann auch plötzlich kein Handtuch für die Füße mehr, sodass das Badezimmer nach dem Duschen unter Wasser stand und noch übler roch als normalerweise schon. 2. WLAN Das WLAN des Hotels ist nur gegen Entgelt (3 Euro pro Tag) nutzbar. Ich habe davon leider Gebrauch gemacht und bin immer noch sehr erbost über die Dreistigkeit des Hotels für die Nutzung eines kaum bis nie funktionierenden Internetzugangs Geld zu verlangen. Dass ein so großes, von vielen Bewertenden in den Himmel gelobtes Hotel es nicht mal hinbekommt, in Zeiten des billigen und schnellen Internets für die eigenen Gäste ein funktionierendes WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen, ist völlig unverständlich. Hier hatte man das Gefühl, dass einem regelrecht das Geld aus der Tasche gezogen wurde - wohlgemerkt für eine Leistung, die kaum bis nie existierte. 3. Hotelpersonal An der Rezeption gab man sich stets bemüht, offen, hilfsbereit und professionell. Im Speisesaal allerdings herrscht augenscheinlich ein ganz anderes Klima unter den Mitarbeitern, was dem auch nur halbwegs aufmerksamen Gast auffällt: Zu jeder Essenszeit gibt es eine Horde von jungen, sich sehr ins Zeug legenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Speisen auffüllen, leere Teller und Gläser abräumen, neues Geschirr aus der Küche bringen. Dann gibt es meist noch einen älteren Herren (von diesen gibt es insgesamt zwei), einen offenbar in einer höheren Rangposition innerhalb der Hotelhierarchie Stehenden, der den "Aufpasser" über das Speisesaalpersonal spielt. Dieser steht meist nur mal hier und mal da im Saal und beobachtet mit hinter dem Rücken verschränkten Armen die Gäste. Wenn er denn mal der Meinung ist sich äußern zu müssen, dann werden die restlichen Mitarbeiter, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, nicht besonders nett auf mögliche Misslagen hingewiesen. Ein Mal ging es so weit, dass eine Mitarbeiterin mitten im Speisesaal in Tränen ausbrach. Statt selbst mit anzupacken beschwert er sich wie ein Weltmeister. Abgesehen davon grüßt der Herr dann mal hier und da eine Familie und den Rest ignoriert er gekonnt (so wie uns). Solch ein nach außen tretendes Arbeitsklima unter dem Hotelpersonal ist nun wirklich nicht das Wahre. Es mag sein, dass Meinungsverschiedenheiten existieren, aber dies sollte man, so professionell wie man stets an der Rezeption auftritt, das Personal im Speisesaal betreffend im stillen Kämmerchen regeln und nicht inmitten von Hotelgästen. In meinen Augen werfen diese Vorkommnisse kein gutes Licht auf die inneren Strukturen des Hotels und zeigen deutlich, dass offensichtlich große Probleme existieren.
1. Lage Mein Freund und ich haben das Sonia Village nahe Gerakini ausgewählt, da es zu der Zeit, in der wir uns entschlossen hatten die Chalkidiki zu erkunden, das halbwegs erschwinglichste Hotel mit ganz annehmbarer positiver Kritik im Umkreis war. Die zentrale Lage des Hotels zwischen dem ersten und zweiten Finger der Region Chalkidiki ist perfekt für Tagestrips, die wir mit dem Mietauto unternahmen. Soweit so gut. Sowohl Doppelzimmer als auch das Upgrade auf Doppelzimmer Deluxe waren offensichtlich bereits vergriffen, sodass wir uns für eine etwas teurere Variante der Unterbringung in einer Juniorsuite entschieden. Für einen doch sehr stolzen Endpreis buchten wir die Pauschalreise. Die Vorfreude war groß. Unseren Mietwagen konnten wir am Hotel angelangt kostenlos auf dem Hotelparkplatz abstellen. Den dort stehenden Wagen nach zu urteilen, wird das Hotel von vielen Rumänen, Bulgaren sowie Griechen aufgesucht. Im späteren Verlauf unseres Aufenthaltes haben wir außerdem viele Deutsche getroffen. 2. Strand Das Sonia Village liegt direkt am hoteleigenen Strand mit Grobsand an einem sehr schönen Fleckchen Meer. Man kann sehr lange in das Wasser reinlaufen, ohne dass es in die Tiefe geht. Das Wasser ist sehr sauber und vereinzelt schwimmt mal eine Alge auf der Oberfläche. Der Blick ist wirklich bilderbuchreif. Für eine Liege am Strand möchte das Hotel gerne 3 Euro pro Tag. Diese blauen Liegen und Sonnenschirme am Strand sind so dicht aneinander gedrängt, dass man mit seinem Partner kein Wort wechseln kann, ohne dass der Nachbar nebenan jedes Wort mithört. Privatsphäre: Fehlanzeige. So wird man unfreiwilligerweise auch immer wieder Zeuge eines jeden Gesprächs von Nachbarn nebenan, dessen Lebensgeschichten ich an dieser Stelle aus guten Gründen auslasse. Da die Strandbesucher wirklich sehr nah beieinander liegen und sitzen, ist der Geräusch- bzw. Lärmpegel entsprechend hoch. Erholung gleich Minus. Übrigens ein interessantes Konzept: Trinkwasser, das man mit an den Strand nehmen kann, gibt es entweder im hoteleigenen kleinen Supermarkt käuflich zu erwerben, oder an der Poolbar (welches vom Strand aus etwa fünf Minuten Gehweg über Treppen und Steigungen entfernt liegt) in Plastikbechern mitzunehmen. Wieso hier keine kleinen PET-Flaschen mit Schraubverschluss, wie es sie in anderen All inclusive-Anlagen üblicher- und praktischerweise gibt, vorhanden sind, ist mir ebenfalls ein Rätsel. Der Aufenthalt wird einem völlig grundlos erschwert.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2017 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Asli |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |
Liebe Frau Asli, Wir bedanken uns recht herzlich für Ihren Besuch in unserem Resort. Es tut uns aufrichtig Leid ,dass wir Ihren Erwartungen nicht entgegen gekommen sind. Wir haben Ihre Bewertung mit großer Interesse gelesen und wir vergewissern Sie, dass wir alles in Acht nehmen. Denn die Bewertungen unserer Gäste sind für uns von großer Bedeutung . Wir bedauern aber auch sehr,dass Sie während Ihres Aufenthalts im Resort nichts gesagt haben,denn Sie haben bestimmt gesehen,dass wir an der Rezeption das Guests Relations Desk haben,wo alle Gäste Ihre Wünsche und Meinungen ausdrücken können. Wir sind allerdings auch sehr überrascht dass so junge Leute wie Sie es sind , nicht sofort mit uns in persoenlichen Kontakt gekommen sind,weil unser Team immer für die Gäste bereit und da sind! Wir waren also dessen nicht bewußt ,so konnten wir nichts unternehmen ,um Ihren Aufenthalt mehr nach Ihren Erwartungen zu gestallten. Im Namen des ganzen Teams wünschen wir Ihnen alles Beste. Mit freundlichen Grüßen Marketing & PR Manager Georgia Kougionis & Sonia Resort Team!


