…so wird das Evren Beach vom Hotelmanagement vermarket. Dabei hat es diese Werbung gar nicht nötig. Es kann sich selbst behaupten. Mit 292 Zimmern gehört das Hotel der Sunis-Kette zu den kleineren in der Türkei. Es besteht aus 4 Gebäudeteilen auf einem schmalen Grundstück am Wasser. Etwas mehr Fläche täte ihm gut. Das Hotel kann ca. 700 Gäste beherbergen, im Januar waren knapp 150 Urlauber vor Ort. Der Altersdurchschnitt lag zwischen 55 und 75 Jahren. Angenehm habe ich empfunden, das man auch die Einrichtungen und die Speisesäle im Kumköy Beach benutzen konnte.
In Block 1 und 2 sind die Zimmer mit Landsicht, in Block 3 die Familien- und acht Doppelzimmer und in Block 4 die Zimmer mit Meerblick untergebracht. Im Januar waren wegen geringer Gästezahl nur die beiden Blocks zum Meer ( 3 und 4) belegt. Wir hatten zwei Einzelzimmer mit Landsicht gebucht und bekamen jeder(!) ein Familienzimmer mit seitlichem Meerblick. Zwei durch Bad, Flur und einer Tür voneinander getrennte Räume mit zwei Einzel-und einem Doppelbett, jeder mit eigenen Schränken, Fernseher und Minibar. Im Bad gibt es eine ebenerdige große Dusche mit drei unterschiedlichen Brausen, in der zwei Leute gleichzeitig duschen können . Positiv sind hier auch die vielen Ablageflächen. Wir haben uns auch ein „normales“ Doppeltzimmer angeschaut. Diese bieten auch viel Platz und haben ein Einzel- und ein Doppelbett. Die Möblierung ist modern, hell und ansprechend. Das Hotel hat eine Schokoladenseite, die zum Fluß (ungerade Zimmernummern). Diese Zimmer haben die freiere Sicht, allerdings leider wenig Sonne, nur ca 1,5 Stunden am Nachmittag . Diese haben die Zimmer zur anderen Seite den ganzen Tag. Dafür ist die Sicht durch das nahstehende Nachbarhotel beeinträchtigt. Die Zimmer in Block 1 und 2 liegen ihm direkt gegenüber, die Zimmer in Block 3 blicken schräg an der benachbarten Gebäudespitze vorbei aufs Meer und die Zimmer in Block 4 haben freie Meersicht. Damit man nicht frontal auf das Aydinbey guckt, sind die Balkone in den Trakten ihm gegenüber seitlich ausgerichtet worden. Dadurch verkleinert sich allerdings ihre Fläche. Ist für zwei gerade ausreichend, bei vier Personen im Familienzimmer dürfte es eng werden. Auf dieser Hotelseite befinden sich Generatoren, die ich in der ersten Etage leise hören konnte. Momentan kann man in diesen Zimmern die Geräusche der naheliegenden Baustelle vernehmen. Gearbeitet wird wohl auch nachts. Bei geschlossenem Fenster hört man davon nichts mehr.
Essen war qualitativ und quantitativ gut. Speisen angenehm gewürzt. Große Auswahl, allerdings oft die gleiche (Salate und Vorspeisen). Für mich als Vegetarierin wurde es nach einer Woche etwas eintönig. Sehr gutes Frühstück mit frisch zubereiteten Omelettes mit Füllung nach Wunsch und große Saftauswahl inklusive frisch gepreßtem Orangen-und Möhrensaft. Ich hätte mir ein paar mehr türkische Komponenten , öfter mal Pizza oder andere Snacks neben den normalen Hauptspeisen und morgens mehr süßes Gebäck gewünscht. Aber das ist subjektives Nörgeln auf hohem Niveau. Das Essen im mexikanischen A la Carte- Restaurant enttäuschte mich. Es gab normale Gerichte, keine Tortillas, Enchiladas oder ähnliches.
Wird groß geschrieben im Evren Beach: Sehr freundlicher Empfang mit ausführlicher Info über das Hotel, ein uns ermöglichter Zimmerwechsel durch die Rezeption, der freundliche Kofferträger Faruk, der uns unterschiedliche Zimmerkategorien zeigte, eine fleißige und kreative Putzfrau und bemühte Animateure. Die Kellner- und Kellnerinnen im Restaurant waren zwar professionell, wirkten aber nicht so herzlich, wie ich es sonst in der Türkei erlebt habe. Besondere Erwähnung verdient der Service in der Lobbybar. Der nette Kellner wußte nach dem ersten Abend, was man trank. Man konnte sich Knabbereien bestellen. Alternativ den üblichen Nüssen gab es noch Nachos und Popcorn. Sehr nett!
Das Hotel liegt in Evrenseki am Meer, wo zur Zeit kräftig gebaut wird, so auch in der Nachbarschaft des Evren Beach. Je nach Zimmerlage bekommt man davon etwas mit (dazu später mehr), im Hotel und am Pool hört man nichts. Am Hotel verläuft die neue schön gestaltete Strandpromenade. Leider ist sie nicht durchgängig. In Richtung Colakli wird sie von einem Militärareal unterbrochen und in Richtung Side endet sie nach ein paar Metern am Hotel Sensimar. Schade! Angeblich müssen sich die Hoteliers an den Baukosten der Promenade beteiligen und nicht alle sind bereit dazu. Nach Side kommt man dennoch problemlos, denn an der Hauptstraße fahren Dolmusse im 10 Minutentakt dort hin.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der Pool schlängelt sich entlang der beiden vorderen Hoteltrakte zum Wasser hin. Da die Außenfläche nicht sehr groß ist, könnte es in der Hochsaison eng werden. Etwas mehr Grün täte der Anlage gut. Am Ende des Areals befinden sich die Poolbar, die Rutschen und das Amphitheater. Das Fitnesstudio ist gut ausgestattet, aber leider ohne Tageslicht. Das Hallenbad ist groß und ansprechend gestaltet. Begeistert war ich von der hohen Anzahl der Liegen. Es standen derer ca. 50 dort. Um dies mal in Relation zu bringen, im Schwesterhotel Kumköy Beach standen für 1800 Gäste knapp 30 Liegen bereit. Kleiner Minuspunkt hier-es gibt nur eine Dusche. Im Wellnessbereich des Hotels findet man zwei Saunen, eine kleinen offenen Ruhebereich, ein Dampfbad und ein Hamam. Dieser war meiner Meinung nach viel zu kalt. Die normale Temperatur liegt bei 55 Grad, es hatte aber gefühlte 30 Grad. Dies empfanden andere Hotelgäste ebenso. Ich fragte beim Betreiber des Wellnessbereiches nach, ob dies immer so sei. Er reagierte ungehalten und sagte man hätte die Temperatur den älteren Gästen angepaßt. Aber andererseits gabs zwei 90 Grad Saunen-Wo war da die Anpassung? Auc h eine Beschwerde bei der Gästebetreuung brachte leider keine Besserung. Schade. Animation fand tagsüber sehr abgespeckt statt, da vieles wegen mangelnder Gästemenge nicht durchgeführt werden konnte. Abends gab es Tanz, Bingo, Black Jack oder Comedyvorführungen der hauseigenen Animateure.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Januar 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christina |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 126 |
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