Sichere Dir Deinen Traumurlaub zum Top-Preis an der türkischen Riviera.
Alle Bewertungen anzeigen
Sabine & Peter (36-40)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • September 2009 • 2 Wochen • Strand
On Detail, lang
5,0 / 6

Allgemein

Vorweg, wir reden hier über eine Ressort-Anlage in der Türkei, nicht über das Grand Hyatt in Nusa Dua auf Bali. Dort bedeuten 5 Sterne etwas anderes, u.a. wesentlich höhere Preise und ein anderes Publikum (Japaner >70 Jahre), natürlich aber auch andere Standards. Insofern kann ich auch die weiter unten angeführte negative Bewertung nicht verstehen, es geht schließlich auch darum in Relationen zu denken und zu urteilen. Fünf Sterne für die Region erscheinen uns durchaus gerechtfertigt, wenngleich es natürlich noch einiges zu verbessern gibt. 6,0 können wir aber auch nicht nachvollziehen, da arbeitet entweder jemand in dem Hotel oder aber hat noch nichts besseres gesehen. Wir waren bisher in der Türkei im Iberotel Bodrum Princess sowie im Barut in Lara. Vom Gesamteindruck kommen wir da in etwa auch hin, sagen wir so um die 5,2 bis 5,3. Die Anlage ist relativ klein und hat damit auch einen familiären Charakter. Sowohl mit dem Personal sowie mit anderen Gästen kommt man schnell und oft in Kontakt, es ist keine Massenveranstaltung. Die Gäste würden wir der gehobenen Mittelschicht zuordnen, Kernzielgruppen dürften Paare und Eltern mit Kindern sein, Altersgruppen von 25 bis 70 mit Schwerpunkt im mittleren Alterssegment. Insgesamt haben wir die Atmosphäre als sehr warmherzig und nett empfunden, keine Vollprolls und auch keine Schnösel. Der Schwerpunkt der Nationalitäten liegt eindeutig im deutschsprachigen Raum. Vereinzelt waren aber auch Skandinavier und Gäste aus der Benelux-Region anwesend. Die Auslastung lag Ende September bis Anfang Oktober (10 Tage) schätzungsweise bei 30 – 40%. Nun ja, die flossen ja überall ein. Hätte es uns nicht gefallen, würden wir uns auch nicht die Mühe machen, hier unsere Eindrücke ausschweifend zu dokumentieren. Loben wollen wir noch mal das Guest-Management, die uns immer weiter geholfen haben, sehr angenehme Leute. Bis zu einem gewissen Punkt tadeln müssen wir die Rezeption. Auf eine Frage bezüglich eines Ausflugstermins mussten wir Guest Relation einschalten, damit sie mal (das haben wir bezahlt) bei dem Tour-Operator anriefen. Geld für die gebuchte Tour zu hinterlegen war nicht möglich. Der Hammer zum Schluss: Wir wurden um 16.50 Uhr abgeholt. Check-Out war aber um 12 Uhr. Das verstehe ich, wenn das Hotel voll belegt ist, aber nicht bei einer Auslastung von maximal 30 Prozent. Eine Verlängerung des Check-Outs bis 16.30 Uhr sollte 30 Euro kosten, nur um die Koffer da stehen zu lassen und sich dort umziehen zu können. Auf Kulanz bekamen wir eine Verlängerung bis 14 Uhr, räumten dann unsere Koffer runter, bezogen einen Spint im Spa und zogen uns dort unten um. Tags zuvor wurde unser Zimmer erst um 16.30 Uhr gereinigt, kurzum: Der einzige Grund, warum man uns unseren letzten Tag so beschwerlich gestaltete war, noch mal 30 Euro über Schikanen abzugreifen. Anfänger: You never get a second chance for a last impression! Das könnte man sich auch mal bei Messe-Hotels absehen, die auf das letzte Frühstück extremen Wert legen. Das Wort NEIN kennen die nicht, alles was direkt dem Management des Evren untersteht kennt kaum das Wort JA, dafür aber selbstgefällige, von oben indoktrinierte Regeln. Wer auch immer das Hotel leitet, er kann es nicht 5-Sterne-mäßig. Anlage und Personal sind fit, der Restaurant-Leiter übrigens auch, wir würden es jederzeit empfehlen und haben die Zeit sehr genossen. Vielen Dank für den schönen Urlaub! Wer aufhört besser zu werden, hört auf gut zu sein. In diesem Sinne hoffen wir, dass neben lobenden Worten auch kritische Anmerkungen ihre Wirkung nicht verfehlen. Trotz des Fauxpas des Check-Outs (Hotel-Leute seid großzügig in Kleinigkeiten, das kleine Einmaleins des Hotel-Managements) können wir uns nämlich durchaus vorstellen, noch einmal wieder zu kommen. Ein schöner, erholsamer Urlaub ging leider zu Ende. Bei 6,0 sind wir noch lange nicht, aber auf einem guten Weg. Bei Grand Hyatt sind wir auch nicht, das ist aber auch nicht das Ziel, so wie wir es definieren würden. Authentisch wäre das Schlagwort, nicht 5-Sterne-Niveau, das ist nichtssagend. So ein Hotel muss Kompromisse eingehen, anders geht das gar nicht. Bemerkenswert oder sollten wir sagen merkwürdig, dass das gerade ein besonders kritischer Zeitgenosse weiter unten nicht erkennen kann. Auch das hat uns inspiriert mal unsere Meinung abzugeben, das war uns zu platt geurteilt und fern jeder Relation. Allerdings sehen wir uns meist gezielt auch kritische Bewertungen an, Lobeshymnen bringen uns im Normalfall nicht weiter. Wir wollen ja stetig besser werden, oder? Und das komplette Hotel verfolgt das Geschehen hier, bittet gar beim Check-Out um eine Bewertung bei Holiday-Check. Bitte, aber man muss Kritik auch aushalten und sollte darauf reagieren, wenn sie berechtigt erscheint. Sabine + Peter


Zimmer
  • Gut
  • Wir hatten ein Deluxe-Zimmer mit direktem Meerblick und direkter Akustik vom Atrium des Nachbarhotels. Eigentlich sind die Zimmer ganz gut gedämmt, aber bei der Lautstärke wackeln einem zum Teil die Ohren. Das liegt NICHT nur an dem als Russen-Bunker verschrieenen Nachbarhotel, das liegt auch am Evren selbst. Je nach Programm ist das eine oder das andere lauter. Am ersten Tag dachten wir noch, um Gottes Willen, wer soll denn da schlafen, da konnte man geschlaucht vom Flug bei geschlossenen Fenstern den Fernseher nicht verstehen. Das hörte aber um 23 Uhr auf. Es stimmt schon, im Nachbarhotel verweilen offenbar gerne Gäste aus östlichen Gefilden. Bei einer Animation a la Eurovision Song-Contest landete bei denen Russland auf eins, gefolgt von Weißrussland, der Ukraine, Kasachstan, ... Türkei auf sechs und wir auf sieben, von sieben. Wir hatten auf unserem tollen Balkon ja einen Logen-Platz bei der Darbietung. Dieses Denken verzerrt aber. In Everenski suchen auch meist gesettelte Osteuropäer eher Ruhe denn Halligalli, wenn sie auch im Grundton etwas lauter sind oder mehr Lautstärke erwarten, als wir, bzw. was die Hotelmanager erwarten, was wir und sie erwarten könnten. Unser Eindruck ist letztlich, dass sich das schon einigermaßen gefügt hat. Das Hotel nebenan hört regelmäßig um 23 Uhr mit der Beschallung auf. Das Evren macht zwar selten Krach, wenn aber hört es erst gegen 24 Uhr damit auf. Nun ja, kleine Kinder möchte ich da nicht zu Bett bringen, aber für Pärchen ist das letztlich kein Problem, unter 60 gehen sie nicht so früh zu Bett, darüber hören sie eh nicht mehr so gut. Aber im Ernst, das ist ein Management-Problem, ich würde auf beiden Seiten etwas mehr piano zu Werke gehen und vorurteilsfrei gemeinsame Absprachen treffen. Dass die Gäste beider Hotels Krach wollen, ist imho ein Denkfehler, das will eigentlich keiner. Das bilden sich die Manager sowie die „Künstler“ nur ein. Macht halt mal eine gemeinsame Party, ich bin mir sicher, jeder Manager würde sich wundern. Ob der unterschiedlichen Zielgruppen an Nationalitäten existiert ohnehin keine direkte Konkurrenz.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Gastronomie Nun, teilen wir das mal in zwei Kategorien auf: A. Masse statt Klasse Wer von Essen in Buffet-Form Klasse erwartet, hat entweder keinen Geschmack oder keine Erfahrung. Auswahl und Menge sind riesig, an Geschmackserlebnissen fehlt es aber. Es ist auch nicht anders zu erwarten, schließlich werden die Speisen ja über Stunden warm gehalten. Ein Tipp hierzu, möglichst ganz früh mit dem Buffet beginnen, dann schmeckt es noch besser und ist auch heiß. Wer lauwarmes Lammfleisch mit kalter Soße mag, kann aber auch gerne noch um 21 Uhr essen gehen, sollte sich aber dann nicht beschweren, das liegt einfach in der Natur der Dinge. Ansonsten würde ich anmerken, dass die Speisen am Buffet meist relativ lau bis gar nicht gewürzt sind. Man kann sie zwar mit allerlei Gewürzen, welche zur Verfügung stehen, nachwürzen, aber das schmeckt bei weitem nicht so gut, als wenn sie bereits bei der Zubereitung verwendet werden. Einige Kritikpunkte: In der Region erwarte ich frisch gepresste Säfte auf Eis zum Frühstück. Die sind selbst bei unseren 4-Sterne-Messe-Hotels wie Radisson et al Standard. Man kann sich zwar mit manuellen Maschinen O-Saft pressen, aber hey, da hat der Kritiker weiter unten absolut recht, das ist ein no go. Stattdessen gibt es Fruchtnektarkonzentrate, nicht mal direkten Fruchtsaft, die im Prinzip wie eine Art Zuckerlösung schmecken. Apfelsaft und Tomatensaft gehen noch, aber hier wäre deutlich mehr drin. Das wirkt sich auch auf die Cocktails aus. Natürlich wird bei AI günstiger um nicht zu sagen billiger Alkohol verwendet, dass mit Havanna Club Anejo oder hochwertigem Vodka gearbeitet würde, kann in einem Land, in dem Alkohol sehr teuer ist, nicht erwartet werden. Aber Saftnektar mit günstigem Alkohol ... ihhh. Der Cuba Libre und der Pina Colada gingen noch so gerade, aber von lecker kann da keine Rede sein. Außerdem hat mich gewundert, dass keine Bloody Mary auf dem Programm steht, Tomatensaft und Vodka wären ja nicht teuer und ziemlich idiotensicher, ebenso ein Screwdriver mit frischem O-Saft und Vodka wäre sicher sinnvoll. Nun ja, anderseits haben wir nie einen Gast gesehen, der wirklich besoffen war, vielleicht ist das ja Sinn und Zweck der Übung. Frisch gezapftes Effes schmeckt übrigens sehr gut, die Hausweine haben uns weniger gefallen. Der Kaffee beim Frühstück ist übrigens auch eine Zumutung und die Tischdecken könnten durchaus öfter gewechselt werden, das mag im Buffet-Bereich aber auch organisatorisch etwas schwierig sein. Aber mit etwas Überlegung kann man sich den Aufenthalt auch kulinarisch deutlich versüßen ... Klasse statt Masse Fangen wir mal beim Frühstück an. Spiegeleier kann man sich immer frisch zubereiten lassen (wer weiß, was sich in Rührei- oder Omelett-Masse verbirgt? Wir nicht, in jedem Hotel!). Bei Müsli, Brot und Konfitüre ebenso wie bei frischem Obst kann man auch wenig falsch machen. Zudem fängt der frühe Vogel den frischen Pancake, um 10.30 Uhr sehen die Dinger natürlich aus wie Frisbee-Scheiben. Man muss auch nicht unbedingt das schwarze Gesöff im Restaurant zu sich nehmen. Sowohl an der Pool- sowie an der Lobby-Bar gibt es hervorragenden Kaffee aus Espresso-Maschinen, den Cappuccino mit lauwarmer Milch. Wer ihn lieber mit Sahne mag, der begebe sich zur Strandbar. Ganz erfrischend ist übrigens die Alternative Soda (Mineralwasser mit frischer Zitrone) statt dem stillen Wasser als Alternative. Mittags ist es etwas schwieriger. Entweder früh ans Buffet und heiße Schmorgerichte, oder an die Strandbar und warten, bis der Koch in regelmäßigen Abständen frisch (direkt auf den Teller geben lassen, nicht ins Ölbad der Wärmebehälter) Kebab vom Spieß abschneidet + Salat, oder so ab 14 Uhr an der Snackbar ein frisch gegrilltes, halbes Hähnchen. Zumal man ja auf den Liegen knüppelhart arbeiten muss, bietet sich zum Nachmittags-Kaffee eine frische Waffel samt Eiskugel an (Snack-Bar). So ausgehungert gehen wir zum Abendessen über, das allerdings etwas Planung erfordert. Die Qualität in den Spezialitäten-Restaurants ist um Längen besser als am Buffet, muss aber am Tag vorher gebucht werden. Das kann man zwischen 10 – 12 und 14 – 16 Uhr bestellen, und zwar so oft man will. Das war übrigens der Trigger, warum wir dieses Hotel wählten, a la carte ist praktisch immer besser als Buffet. Auch hier gilt, der frühe Vogel kriegt den besten Tisch. Die einzelnen Lokale sind allerdings wirklich sehr modern, um nicht zu sagen kalt, eingerichtet. Aber den Stuhl, den Fußboden oder die Gemälde isst man ja nicht, das ist außerdem Geschmackssache. Dann wollen wir mal, wir waren natürlich in jedem, konnten aber leider nicht jedes zur Auswahl stehende Gericht testen: Romantik (Italiener) Vorweg gab es eine sehr schmackhafte Minestrone, danach ein 4-Gänge-Menu gemäß Bestellung. Erstklassig war hier als Vorspeise das Kalbscarpaccio, auch die Nachspeise (eine Art Palatschinken mit Bananen- und Nussfüllung) war köstlich. Die warme Vorspeise Tagliatelle mit Sahnesoße und die Hauptspeise Lammkoteletts waren gut, aber nicht überwältigend. Fisch Vorweg eine gute Fischsuppe, gefolgt von 7 verschiedenen kalten Vorspeisen, u.a. Garnelen-Cocktail, Lachscarpaccio etc. Danach bei meiner Frau gefüllte Champignons (okay), bei mir Calamari (okay). Weiter bei meiner Frau ein Fischspieß (gut), bei mir gegrillter Lachs mit Safran-Soße, einem Knoblauch-Kartoffelchen und sautierten Auberginen, Zucchini und Karotten. Der Oberhammer! Ich habe noch nie so lecker Lachs gegessen und ich habe schon oft Lachs gegessen. Nachspeise war – weiß nicht mehr genau – irgendetwas mit Eis und Nusskugeln (lecker). Mexikanisch Vorweg ein scharfes Süppchen, sehr lecker. Danach Tortilla-Chips mit Salsa- und Senf-Dipp (hey!, der kann was), auch gut. Dann ein frittierter Käse, nun ja, war uns zu früh im Dinner. Anschließend eine gemischte Fleischpfanne in der glühenden Pfanne serviert (okay). Danach ein Schoko-Muffin mit Eis für meine Frau und der nächste Oberhammer, eine gebratene Birne mit einer Art Rosinen-Soße, schmeckte fast wie Bratapfel. Da habe ich aber nicht viel von abbekommen, nachdem ich sie probieren ließ, sah ich den Teller nie wieder. Türkisch Ein delikates Linsensüppchen, sehr lecker, einen Spritzer mehr Zitrone hätte sie noch vertragen können. Anschließend 6 verschiedene kalte Vorspeisen, Cacik, Pepperoni-Mousse etc. mit Pita. Warme Vorspeisen waren dann Salat mit Hähnchen-Bruststreifen (okay), gefolgt von einer Fleichschpfanne für zwei im brennenden Wok. Sehr fleischlastig, aber gut. Als Dessert dann noch ein Eis, ist mir nicht näher in Erinnerung, also wohl okay. Barbecue Hierbei ist das besondere die Atmosphäre. BBQ gibt es in der Strandbar, jeder Tisch bekommt seinen eigenen Holzkohlegrill sowie eine große Fleischplatte mit Adana-Kebab, verschiedenen Lamm-, Huhn- und Kalbfleischstücken, diverse Spieße und etwas Gemüse zum Grillen, Peperoni et al. Vorher sechs verschiedene türkische Vorspeisen, daneben gewürzten Reis, würzigen Tomatensalat und Pita. Das kriegt man unmöglich auf. Nachher kann man sich noch etwas vom Dessert-Buffet nehmen, wenn man denn noch kann. Grillen muss man übrigens selber, macht aber in der Strandbar richtig Spaß und hat Flair. Anmerken sollten wir vielleicht, dass wir nicht dick sind, aber gerne gut essen. Die Portionen sind nicht übermäßig groß, aber hungrig geht da keiner zu Bett und es kommt auch keiner leichter zurück, als er hingeflogen ist. Wer aber behauptet, im Evren könne man nicht gut essen, der ist einfach zu dumm zum Essen. Und es hat ja keiner gesagt, dass man jeden Tag 20 Gänge essen sollte, aber die Möglichkeit dazu besteht durchaus, auch in überzeugender Qualität.


    Service
  • Sehr gut
  • Das Personal ist durchweg sehr freundlich und im positiven Sinne bemüht. Es herrscht auch eine sehr freundliche Atmosphäre. Die Distanz zwischen Service und Gästen ist, wie in der Türkei üblich, nicht so ausgeprägt wie aus deutschen Gefilden gewohnt. Wir wollten ja auch nicht auf einen Kongress fahren, sondern Entspannung finden. Generell fiel uns auf, dass der Service im Laufe des Tages immer besser wurde. Am meisten gäbe es beim Frühstück zu verbessern, aber hey, da reden wir über Kleinigkeiten. Von uns gibt es dafür eine 6,0 in der Relation zu unserer Erwartung. An dieser Stelle auch ein Gruß an Luca Toni (wer ihn sieht, weiß wer gemeint ist) und seine kongenialen Partner von der Pool-Bar. Daneben möchten wir Durali explizit erwähnen, der uns zwei mal abends in den Spezialitäten-Restaurants bediente. Der Mann versteht sein Handwerk perfekt, den würde ich, wäre ich Hotel-Manager, sofort kaufen und zusätzlich mit Ausbildungsaufgaben versehen. Auch der Mann vom Strand sei erwähnt, der einen mit Auflagen für die Liegen versorgt, den Strand pikobello sauber hält und von morgens bis abends stets gut gelaunt und äußerst freundlich arbeitet wie ein Pferd. Die Erwähnung der Personen soll aber keineswegs die nicht explizit erwähnten abwerten, hier wird im Rahmen des Auftrages Ressort-Hotel durchweg sehr gute Arbeit geleistet. Beeindruckend fanden wir auch die absolute Sauberkeit des Hotels. Das liegt nicht nur daran, dass es neu ist, sondern dass hier wirklich von morgens bis abends geputzt wird, da könnte sich manches deutsche 5-Sterne-Hotel eine Scheibe von abschneiden, das hat absolut Hyatt-Niveau.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Dolmus-Verbindungen zu Side und Manavgat hervorragend, allerdings sind das Touristen-Hochburgen. Überall die gleichen Läden mit Blender-Ware. Eigentlich schade, zumal beide Orte auch antike Stätten und Naturschönheit zu bieten hätten, die aber im Bazar-Trudel unterzugehen drohen. Der Strand von Everenski bis Side dürfte mit zum besten gehören, das die Türkei zu bieten hat. Es geht flach ins Wasser und der feste Sandstrand lädt zum Spazieren gehen ein, ebenso die Strandpromenade. Optimal für einen erholsamen Badeurlaub mit ein bis zwei Tagesausflügen, mehr kaum.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Am ersten Tag ist eine Sultan-Behandlung eigentlich Pflicht. Gemeint ist dabei eine Schaummassage im Hamam, eine Öl-Massage und eine Gesichtsmaske. Bevor man seinen Body in die möglichst von Schirmen bedeckte Sonne hält, erst mal richtig abschrubben und die abgestorbenen Hautzellen rauswaschen. Dann wird man auch schön gleichmäßig braun. Normal sieht man sich am ersten Tag ja die Anlage an und kommt auch im Spa-Bereich vorbei. Dort wartet der Chef, ein begnadeter Verkäufer. Das soll kein Vorwurf sein, ist ja sein Job. Die Behandlung dauert ungefähr 1,5 bis 2 Stunden und kostet 39 Euro pro Nase. Das ist es auf alle Fälle wert, es soll aber nicht verschwiegen sein, dass das an anderer Stelle auch billiger geht. Mit den Veranstaltern im Hotel (TUI, Thomas Cook, Tantur etc.) kann man zu 29 Euro in etwa das gleiche in einem anderen Hamam kaufen. Geht man zu den Läden an der Hauptstraße, kann man dasselbe auch für 20 Euro buchen. Wie gut das ist, weiß ich nicht. Es ist in jedem Falle lästig einen Termin zu machen, mit einem Bus abgeholt und wieder zurück gebracht zu werden etc. Die Behandlung im Hotel ist in jedem Falle erstklassig. Zwei Tipps dazu: Papa Chef macht Termine und fängt sofort mit der Schaummassage (Peeling etc.) an. Das ergibt wenig Sinn. Damit das richtig wirkt, sollten sich vorher die Poren geöffnet haben. Dazu geht man rund 15 Minuten vor der Behandlung in den Hamam und lässt sich darin aufweichen. Dann wirkt das viel besser. Zweitens will er einem nach der Öl-Massage weitere Massagen verkaufen. Machen wir uns nichts vor, der Masseur (die sind übrigens klasse) findet immer etwas, was behandelt werden muss/sollte. So fit kannst du gar nicht sein, dass der keine Geschäftsidee entwickelt. Wollt ihr Urlaub machen, oder ein Massage-Programm? Also aus unserer Warte ist das erste Mal durchaus fair, aber das Folgeurteil ein Problem. Mit Ängsten von Menschen bezüglich ihrer Gesundheit spielt man nicht, bei allem Verständnis für Geschäftssinn. Die Leute sind aber alle absolut nett und freundlich und imho extrem fit, in dem, was sie tun. Friseur Der Beruf ist eine Institution in der Türkei, das sind Kunsthandwerker und nicht wie bei uns Hauptschulabbrecher. Da muss ich bei dem Evren aber sagen – unter ferner liefen. Gut, sechs Euro für einen Herrenhaarschnitt, 10 für einen Damenhaarschnitt, sind nicht sonderlich viel, gemessen in unseren Preisen. Die wissen auch, was sie tun und sind richtig gut. Aber: Das habe ich schon wesentlich besser in der Türkei erlebt. Beispielsweise im Bodrum Princess war ein Friseurmeister, der nur Türkisch sprach, aber eigens einen Dolmetscher engagiert hatte, kostete da auch 18 Euro. Allerdings für einen Messerhaarschnitt, Nackenmassage, Ausbrennen von Ohr- und Nasenhaaren, Rasur etc. Das dauerte damals fast 1,5 Stunden, meine durchaus gute Friseuse merkte nach sechs Wochen noch an, bei welchem Profi ich denn gewesen sei? Tja, ein Meister seines Fachs und das will in der Türkei etwas heißen. Da kommt der Laden im Evren nicht hin, aber gut und preiswert sind auch sie allemal. Animation Das Thema ist generell nicht so unser Fall. Wir hatten allerdings den Eindruck, dass die Animateure sehr dezent zu Werke gehen. Sie kümmern sich auch sehr liebevoll um die Kinder, generell sind die Türken ein äußerst kinderfreundliches Volk und das Publikum im Hotel sehr verständnisvoll, wenn einer der kleinen Racker mal etwas schreit, sehr tolerant. Zwar waren wir nicht mit Kindern unterwegs, aber wo das nicht so ist, fühlen wir uns auch nicht wohl. Angemerkt sei an dieser Stelle auch, dass das Hotel behindertengerecht ist, soweit wir das gesehen haben. Es ist auch alles fahrbar zu erreichen. Ansonsten ein paar dezentere Partys, Spielchen etc., nicht so entsetzlich aufgesetzt. Wassersport Die Anbieter warten am Strand. Wir waren mal Parasailen, 40 Euro für zwei Personen, unten am Strand links 100 Meter. Das war eigentlich toll. Ganz neues Boot mit 380 PS, 450 Meter Seil, dauert 10 bis 15 Minuten je nach Wind. Das sieht wilder aus als es ist, für die etwas ängstlichen Naturen. Toller Überblick, schöner Flug, ABER: Erst mal sollte man dazu etwas Bräune mitbringen, zum Teil fahren die draußen schon mal mit drei Pärchen ihre acht, bis man wieder reinkommt und deine Haut sagt dir nachher danke du Arschloch. Immer schön eincremen, mit der einen Haut muss man ja alt werden. Generell wundert es mich immer wieder, wie viele Leute doch auf hässlich-prolliges rotbraun stehen. Zum anderen wird man dabei fotografiert. Ein Bild 4 Euro, Mindestabnahme 5, macht Minimum 20. Alle Bilder kosten auf CD-ROM 30 Euronen. Am besten macht man das mit einem befreundeten Pärchen und fotografiert sich gegenseitig, das ist der pure Nepp, wenn man Bilder haben will. Man muss sie natürlich nicht kaufen, haben wir auch nicht gemacht. Ein Photo vom Profi im Hotel kostet übrigens 5 Euro. Das muss jeder selber wissen, aber zum Teil hat man schon das Gefühl, dass die Relation für Preis und Wert etwas abgeht. Pool + Strand + Sonne(nschutz) Der Pool ist locker 100 – 150 Meter lang und 140 cm durchgehend tief. Der wird so schnell nicht warm. Nun sind wir keine Weicheier, aber so ein Kaltwasserbecken würde ich mir in mancher Saunalandschaft wünschen. Das Meer hatte bei uns locker 6 bis 7 Grad mehr, war fast zu warm. Für aktive Schwimmer ist der Pool ein Paradies, zur Abkühlung auch. Ins Meer geht es sehr flach, optimal für Kinder. Die Sonne ist selbst Ende September/Anfang Oktober noch hammerhart, Vorsicht! Die Beschattung am Pool ist kümmerlich, die Schirme sind viel zu klein, das sind bessere Regenschirme. Zudem wandert die Sonne schnell, mit Nachziehen der Schirme geht da wenig. Die Sonnensegel am Strand sind genial, bieten Schutz. Es muss ja jeder selber wissen, aber man wird auch unter Sonnenschirmen (geschmeidig) braun. Wer die Option auf ein zweites Fell hat, nur zu, die Hautärzte freuen sich bestimmt irgendwann auf neue Kundschaft. Eines sei den Sonnenanbetern unter der subtropischen Sonne mal ins Stammbuch geschrieben: Wer sich zwischen 11 und 16 Uhr in die pralle Sonne legt, um ein prolliges rotbraun zu ergattern, hat mindestens ein Intelligenz-Problem. Habt ihr schon mal einen Türken oder meinethalben Ägypter gesehen, der so etwas macht?


    Preis-Leistung
  • Gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im September 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Sabine & Peter
    Alter:36-40
    Bewertungen:2
    Kommentar des Hoteliers

    Vielen Dank für Ihre Bewertung!