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Armin (61-65)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • November 2009 • 1 Woche • Strand
Sparhotel mit Spitzenküche
4,0 / 6

Allgemein

Das fest in deutscher Hand befindliche Hotel ist - vielleicht weil es noch neu und der Straßenbau wohl noch nicht abgeschlossen ist - ausgesprochen schlecht zu finden. Der ganze Komplex erscheint - verglichen mit dem Schwesterhotel Kumköy Beach - als die kleine Sparvariante. Das Grundstück ist leider nur handtuchbreit und so ist das Nachbarhotel Aydinbey King Palace einfach zu nah da. Von unserem Zimmer im 4. OG des Block 1 war der zentrale Blick auf die Gästezimmer des Nachbarhotels, der versprochene seitliche Meerblick kann aber - Suche vorausgesetzt - nicht abgestritten werden. Ein Vorzug des Hotelbereichs ist zweifelsfrei die vorgelagerte, architektonisch gefällig gestaltete Strandpromenade. Eine Architektenschelte kann nicht unterbleiben: Warum gibt es vom Außenpoolbereich keinen direkten Zugang zum Hallenbad? In der Wintersaison kann man sich im Außenpoolbereich sonnen, aber das Poolwasser ist viel zu kalt zum Schwimmen. Da wäre es doch angenehm, mal schnell ins Hallenbad gehen zu können, ohne - wie im Evren Beach - sich in Badebekleidung über den rutschigen Marmorboden des schlecht beleuchteten und kalten Flures (Einsparungsmaßnahmen) im Untergeschoss, vorbei an einer Bar, vorsichtig ins Hallenbad gehen zu müssen. Einsparungsmaßnahmen waren übrigens auch im Hauptrestaurant spürbar. Insbesondere zum Frühstück war der große Speisesaal unangenehm kalt. Da nur jede dritte Leuchte eingeschaltet war wirkte das Restaurant zum Frühstück düster; schöne helle Sitzplätze gab es zwar im Bereich des Wintergartens, allerdings musste man auf dem Weg dorthin wegen des etwas niedrigeren Bodenniveaus des Wintergartens eine Stolperfalle beachten, was nicht allen Gästen gelang. Eine weitere Sparmaßnahme fiel uns beim sog. All Inclusive auf. In der Zeit von 00.00 - 10.00 Uhr sind Getränke an der Lobbybar kostenpflichtig. So kann man ohne Aufpreis keinen wirklich guten Frühstückskaffee bekommen, denn das sich so nennende Getränk im Restaurant erinnert nur sehr entfernt an üblichen Kaffee und ist bester als braun eingefärbtes warmes Wasser zu beschreiben - glücklicherweise gibt es alternativ guten Çay, den man sich selbst holen und in wunschgemäßer Stärke zubereiten kann. Wie für manch andere Gäste, die das Evren Beach bewertet haben, ist auch für uns die häufige Spitzenbewertung in allen Bereichen nicht nachvollziehbar. Wir waren schon in mehreren Hotels an der türkischen Mittelmeerküste, die insgesamt deutlich besser waren, ohne so viel teurer zu sein, aber bei Holidaycheck.de schlechter bewertet sind. Es kommt der Verdacht auf, dass sich unter die Hotelbewerter auch vom Hotel gesponserte Jubeltürken gemischt haben. Dem Management des Hotels wäre zu empfehlen, Evaluationsbögen an die Gäste auszugeben, um ein aktuelles Feedback zu den Schwächen des Hauses zu bekommen; jene, die nicht strukturell bedingt sind, ließen sich leicht abstellen. Dann hat das Hotel sicher langfristig unter Beibehaltung der günstigen Preispolitik eine gute Marktchance. Fasst man Licht- und Schattenseiten des Hotels zusammen kann man das Hotel kann man das Hotel insgesamt weiterempfehlen, da - zumindest in unserem Fall angesichts der Buchung eines „Aktionspreiszimmers“ - das Preis-Leistungsverhältnis voll gestimmt hat und da man wegen der Spitzenküche bestimmt schwergewichtiger wieder nach Hause fliegt. Und das tut auch dem Preis-Leistungsverhältnis keinen Abbruch, solange wir Fluggäste am Flughafen nicht wie unsere Koffer auf die Waage müssen, um für das eventuelle Übergewicht nachzuzahlen.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir hatten über Expedia ein sog. Aktionspreis-Doppelzimmer gebucht. Dies ist natürlich für jede Überraschung gut und so wurde uns ein Familienzimmer in einer Mansarde im 4. Obergeschoss zugewiesen (Nr. 1406), das aus zwei Räumen, Bad und einer Dachausschnitt-Terrasse bestand. Die von manch anderen Gästen beklagte Lärmbelästigung gab es in diesem Zimmer nicht, vielleicht wegen der Wintersaison. Das Zimmer war ausgesprochen ruhig, für vier Personen wäre es allerdings auf Grund seiner Dimensionen der reinste Horror gewesen. Das Elternschlafzimmer hatte zwar ein gutes King Size Bett, aber insgesamt war es nur 11m2 groß. Auch die Badewanne war eher für Zwerge ausgelegt. Sinnvoller wäre es angesichts der beengten Raumverhältnisse, sich auf eine Dusche zu beschränken, die dann geräumiger ausfallen kann. Die Sparsituation im Hotel fiel auch auf, wenn man routinemäßig Shampoo und Conditioner suchte; es gab ausschließlich Seifenspender. Die vorwiegend weiße Möblierung des Zimmers empfanden wir als angenehm freundlich, die Farbe der Dekostoffe war stimmig. Beim Einzug funktionierte das Fernsehgerät nicht und auch die Schrankschubladen klemmten - beide Mängel wurden aber auf unsere Reklamation hin rasch behoben. Die Zimmerreinigung war einwandfrei, erfolgte allerdings meist erst am späten Nachmittag. Der „Ordnungssinn“ des Personals war durchaus merkwürdig - so wurde der TV jeden Tag erneut in eine Position zurückgedreht, die dem Blickwinkel vom Bett aus nicht gerecht wurde. Zum Fernsehen ist auch noch anzumerken, dass die Satellitenanlage keine Schlechtwetterreserve hat - bei Durchzug von Schauern bleibt die Mattscheibe leer. Positiv ist wiederum die große Anzahl auch deutschsprachiger Programme. Im Zimmer gab es einen kostenlosen Safe, der von der Größe her für Standard-Notebook (15 - 16 Zoll) geeignet war. Da wir keinen Laptop dabei hatten können wir das Tempo des Internet-Zugangs nicht beurteilen, aber eine Schwäche des Zimmers war auf jeden Fall, dass es dort weder einen drahtgebundenen noch einen WLAN-Internetzugang gab. In der Lobby soll es kostenloses WLAN geben, die in Hotels der 5 Sterne Klasse oft üblichen kostenlosen öffentlichen Internet-Terminals gab es nicht.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Die Gastronomie ist zweifelsohne die große Stärke des Hotels. Die Gerichte sind fast alle ausgezeichnet zubereitet und die Vielfalt der Speisen ist in Relation zur Größe des Hotels kaum zu überbieten. Besonders angenehm fiel der Umstand auf, dass es selbst bei Vor- und Nachspeisen täglich deutliche Variationen gab. Es ist kaum vorstellbar, dass es einen Gast gibt, dem bei der großen Vielfalt nichts schmeckt. Wir waren jedenfalls mit den Speisen sehr zufrieden und vergeben hier die volle Punktzahl. Am Liebsten würde man das ganze Küchenteam in ein anderes türkisches Hotel mitnehmen, wo auch die sonstige Infrastruktur passt und nicht in so vielen Bereichen gespart wird. Positiv zu erwähnen ist, dass es zum Frühstück frisch gepressten Orangensaft gibt. Dass man sich diesen selbst pressen muss, hat uns eigentlich nicht gestört, passt aber nicht recht zum 5-Sterne- Anspruch des Hotels.


    Service
  • Eher gut
  • Positiv fallen die guten Deutschkenntnisse vieler Mitarbeiter auf. Ansonsten ist ein einhelliges Urteil über die Servicemitarbeiter nicht möglich. Betrachtet man die Kellner im Restaurant so waren viele freundlich, kompetent und schnell, andere wiederum weniger. Auch hier scheint es eine Sparrichtlinie zu geben, die bei der Bestellung des übrigens guten Weißweins wiederholt auffiel. Das erste Glas (0,1 dl) wird rasch serviert, aber Nachschub zu bekommen ist schwieriger, da beim Gast nicht nachgefragt wird. Hat man Pech, räumt ein eifriger Ober das leere Glas gleich weg und man sitzt auf dem Trockenen. Beim Service an der Lobbybar stellten wir fest, dass er bisweilen recht träge ist. Wir müssen allerdings einräumen, dass wir auch nicht versucht haben, ihm durch Euromünzen auf die Sprünge zu helfen. Ausgesprochen freundlich und hilfsbereit war das Personal an der Rezeption.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Die Entfernung zum Flughafen Antalya ist mit ca. 60 km durchaus akzeptabel, nicht aber die Transferzeit. Dies veranschaulicht z.B. unser Rücktransfer: Abholung im Hotel um 07.15 Uhr, Flug 11.30 Uhr. Wer gerne den Eingangsbereich anderer Hotels kennen lernt ist allerdings gut bedient. Die Strecke nach Side und Manavgat (ca. 10 km) ist hingegen in verträglicher Zeit zu bewältigen. In der unmittelbaren Nähe des Hotels gibt es längs der Hauptstraße durch Evrenseki einen kleinen Basar.


    Aktivitäten
  • Schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Gäste, die das Evren Beach bei holidaycheck.de bewertet haben, heben immer wieder positiv hervor, dass Liegen nicht reserviert werden (müssen), weil es genügend gibt. Hier muss man aber unbedingt erwähnen, dass dafür ein unseres Erachtens zu hoher Preis bezahlt werden muss. Damit die Liegen auf dem kleinen Grundstück des Evren Beach in ausreichender Zahl untergebracht werden können, müssen sie dicht an dicht gestellt werden, wodurch nicht nur der Eindruck entsteht, wie in einen Billigflieger eingeschlichtet zu sein sondern auch definitiv jegliche Privatsphäre verloren geht - für uns ein gravierender Mangel des Evren Beach. In der vom Hotel so ausgewiesenen Wintersaison ab 1. November ist man zum Schwimmen maßgeblich auf das Hallenbad angewiesen. Wir trafen am 1. November ein. In den folgenden drei Tagen war das Hallenbad viel zu kalt, das Wasser kaum temperiert und auch die Lufttemperatur mit 20 Grad Celsius ließ einen frösteln. Dass das nicht so sein muss erlebten wir anlässlich eines Besuches im Schwesterhotel Kumköy Beach, wo gut geheizt war. Ob es nun unsere Beschwerde allein war oder auch die von anderen Gästen - jedenfalls war ab unseren 4.Aufenthaltstag das Hallenbadwasser angemessen temperiert, die Lufttemperatur blieb zu niedrig. Zum Spabereich ist anzumerken, dass es zwei schöne Saunen gibt, die meist ausreichend beheizt waren. Garderoben für die Bademäntel sind schon wieder Mangelware, was zu häufigen Verwechslungen bei den Bademänteln führt und manche Gäste nötigt, durch trickreiches Zusammenbinden ihres Bademantels einer Verwechslung vorzubeugen. Einer der Bademeister benahm sich wie ein unangenehm aufdringlicher Basarhändler, als er versuchte, Massagen etc. zu verkaufen. Man sollte ihm klarmachen, dass er sich in einem Hotel befindet, das Anspruch auf 5 Sterne erhebt.


    Preis-Leistung
  • Sehr gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im November 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Armin
    Alter:61-65
    Bewertungen:271
    Kommentar des Hoteliers

    Vielen Dank für Ihre Bewertung!