Von außen wirkt die Anlage sehr ansprechend. Sie liegt am Hang an der Straße zur Burg und besteht aus mehreren dreigeschossigen Gebäuden. Das Hotel ist sehr einfach gebaut, aber gepflegt. Das Beste ist die wundervolle Aussicht auf Alanya und den Kleopatra-Strand. Der Preis dafür ist ein sehr steiler Aufstieg vom Strand zum Hotel (ca. 10 Minuten). Einmal pro Stunde fährt ein Shuttle-Bus, jedoch sind auch innerhalb der Anlage viele Stufen zu bewältigen. Das Hotel ist also für Behinderte oder Menschen, die schlecht zu Fuß sind, nicht geeignet. Die Gäste sind gemischten Alters und überwiegend Deutsche, aber auch einige Türken finden den Weg dorthin. Es herrscht schon aufgrund der Enge im Speisesaal eine fast familiäre Atmosphäre. Alle sprechen mit allen, Kontakte entstehen von selbst. Andererseits ist dadurch Privatheit kaum möglich, denn die Gäste werden von den Kellnern beim Essen dicht zusammengepfercht. Die Getränkepreise sind nicht niedrig, aber für Hotels normal. Ein bei Touristen beliebter Ausflug führ nach Tepe. Etwa alle zwei Stunden (z.B. um 10 Uhr und um 12 Uhr) fährt vom Rathaus (in der Nähe des Hafens) ein Dolmus dorthin. Tepe liegt am Hang oberhalb von Alanya und eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen.
Die Zimmer im Erdgeschoss sind dunkel und ohne Aussicht. Die übrigen Zimmer besitzen einen kleinen Balkon, von dem man einen wunderbaren Blick genießen kann. Die Zimmer selbst sind klein (ca. 15 qm), was aber ausreichend wäre, wenn die karge Möblierung nicht so ungünstig wäre. So aber kann man sich zwischen den beiden Betten, den beiden Plastikstühlen neben dem Fernseher und dem Schminktisch mit Hocker kaum bewegen. Auch das mit Waschbecken, Toilette und Dusche (Duschkabine) ausgestattete Bad kann man nur nacheinander benutzen. Die Möbel sind schäbig, die Betten schlecht. Man spürt die einzelnen Federn der Federkernmatratzen. Für einen Sommerurlaub, wenn man sich viel im Freien aufhalten kann, mögen diese Zimmer ausreichend sein. Im Winter hat man das Problem, dass es um 17.00 Uhr dunkel und damit auch kalt wird. Man verbringt also automatisch mehr Zeit auf dem Zimmer, zumal außerhalb der Saison auch in der Stadt ab 19.00 Uhr schon die meisten Geschäfte geschlossen und somit ziemlich "tote Hose" ist.
Das Frühstücksbüffet ist ausreichend: Helles und dunkles Brot, Brötchen, Kekse, Marmelade, Honig, Butter, Joghurt, Mandarinen, Gurken, Tomaten, Oliven, Frühstücksflocken, je zwei Sorten Wurst und Käse (immer dieselben), harte und weiche Eier, Tee, Nescafe. Allerdings ist das volle Angebot erst ab 7.45 Uhr vorhanden, obwohl man offiziell ab 7 Uhr frühstücken kann. Abendessen gibt es im Winter von 18 Uhr bis 20 Uhr. Das Salatbüffet kann es mit 5-Sterne-Hotels aufnehmen. Als Vorspeise gibt es außerdem eine Suppe. Weiter wird jeden Abend ein täglich wechselndes Fleischgericht angeboten, ein Gemüse und ein Gemüsegericht mit Ei oder Käse sowie Reis und Kartoffeln. Das Dessertbüffet bietet Obst der Saison, verschiedene Sorten Pudding, türkische Sirupsüßigkeiten (allerdings nicht die gute Baklava, sondern solche ohne Nüsse) und manchmal einen recht guten Schokoladekuchen.
Das Personal ist freundlich und bemüht, allerdings zum größten Teil völlig unprofessionell, was sich vor allem im Restaurant ungünstig auswirkt. Beispielsweise lassen manche Kellner grundsätzlich auch bei Kälte die Tür offen stehen. Ein anderer möchte dann einem nah an der Tür platzierten Gast gegenüber aufmerksam sein und knallt einem zweiten Gast die Tür vor der Nase zu, ohne dass dies aggressiv gemeint wäre. Die Zimmer im Erdgeschoss werden von den meisten Gästen wegen ihrer Dunkelheit weniger geschätzt. Deshalb werden Neuankömmlinge grundsätzlich in solchen Zimmern einquartiert, bis sie sich beschweren. Sobald oben etwas frei wird, ist dann ein Wechsel möglich. Im Katalog versprochene Extras (z.B. als Frühbucherrabatt ein Obstkorb und eine Flasche Wein aufs Zimmer) erhält der Gast tatsächlich nicht. Bei Problemen lässt es der Stolz des Personals nicht zu, Fehler einzugestehen. Das ist vielleicht ein Problem der Mentalität allgemein. Kritik wird leicht als Beleidigung empfunden. Man wird dann aggressiv angegangen "Das geht mich nichts an. Das ist Ihr Problem". Man sollte versuchen, seine Wünsche als Bitte zu formulieren. Auch wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass der Fehler doch beim Hotel lag, erfolgt keine Entschuldigung. Die Zimmermädchen dagegen sind sehr aufmerksam, die Zimmer sauber.
Alanya ist keine besonders schöne Stadt. Alte Häuser existieren kaum. Die Lage zum Flughafen ist ungünstig (Transferzeit etwa zwei Stunden). Dafür sind die Preise hier allgemein niedriger als sonst an der Türkischen Riviera. Die Hotels in der Stadt oder an den beiden Stränden sind dicht aneinander gebaut. Das Sunny Hill dagegen liegt inmitten niedrigerer Wohnhäuser wesentlich schöner als der Rest. Der grobsandige Kleopatra-Strand ist sehr schön, das Wasser an den meisten Stellen sauber. Am süd-östlich vom Hafen gelegenen, stellenweise sehr schmalen Strand ist das Wasser streckenweise stark verschmutzt. Dahinter befindet sich eine viel befahrene Straße. Das Stadtgebiet von Alanya wird mit Minibussen angedient. Eine Fahrt kostet knapp 0,40 Cents, wenn man in Lira bezahlt. Hinter dem Bazar liegt der Dolmusbahnhof, von dem Minibusse in die umliegenden Orte fahren. Am Rathaus starten Kleinbusse zu peripher gelegenen Ortsteilen. Zuletzt existiert am Nord-Osteende der Stadt ein großer Busbahnhof für Langstreckenbusse. Eine Fahrt nach Antalya in einem modernen, komfortablen Bus beispielweise kostet gut 7 EUR (Wasser und Tee während der Fahrt inklusive). Ausflugsmöglichkeiten in die landschaftlich reizvolle, gebirgige Umgebung existieren also zur Genüge.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Im Winter existiert keine Animation. Zwei kleinere Pools mit Liegen sind vorhanden und ein kleiner Spielplatz für Kinder, aber kein Planschbecken. Internetzugang für Gäste existiert nicht. Allerdings gibt es in der Stadt einige Internetcafes.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im November 2004 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Paul |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 1 |


