- Zustand des HotelsEher gut
- Allgemeine SauberkeitGut
Fazit: Alles in allem würden wir Thulhagiri weiterempfehlen, da dies wirklich eine außergewöhnlich schönes Naturparadies mit einem unheimlich tollen Hausriff, super Essen und einem hohen Entspannungsfaktor ist. Wer Thulhagiri in die engere Auswahl für seine nächste nächste Reise gefasst hat, kann sich gerne noch unsere Details zu den einzelnen Bereichen ansehen: Anlage Die Insel ist in ca. 20 Min mit dem Speedboot vom Flughafen Male erreichbar. Inselumfang ca. 15 Gehminuten; es erstrecken sich zwei Arme der Wasserbungalows (ca 30 Stück gesamt); Garten- und Standbungalows auf der gesamten Anlage verteilt. Eine tolle weiße Sandbank lädt zum Verweilen ein. Das Haupthaus besteht aus dem großen Speisesaal, Bar, Rezeption und nettem Aufenthaltsbereich mit kostenlosem WLAN Zugang. Nebenan befinden sich die Tauchbasis und ein kleiner Fitnessraum mit Fußballplatz. Die ganze Insel ist ein Traum für Naturliebhaber. Auffällig dabei sind die überall nistenden, tagsüber zwitschernden Wellensittiche, das Reiher-Pärchen, die Flughunde, die Echsen, Wachteln, Krabben u.v.m. Die Pflanzenwelt ist ebenso gepflegt und schön (Frangipanibäume, Seerosen, etc.). Das beste jedoch ist die Unterwasserwelt rund um Thulhagiri, das Hausriff ist mit einem Katzensprung zu erreichen und wunderschön. Wir haben 10 Tage lang neue Routen probiert und dabei immer wieder neue Fische entdeckt. Im Souvenirshop liegen kleine Übersichten der Maledivenfische zum Kauf bereit (10 USD). Das Highlight neben den kleinen bis mittelgroßen tollen bunten Fischen waren die Rochen, die Schwarzspitzenriffhaie und die Wasserschildkröten, die man mit ein bisschen Glück alle zu Gesicht bekommt. Einfach nur atemberaubend! Die Anlage erlaubt Kinder, diese waren vom Babyalter bis hin zum Teenager mehr oder weniger ruhig vorzufinden. Uns hat es nicht gestört. Zimmer Wir hatten einen der neuen Wasserbungalows (rechter Arm) und waren mit dem Zustand und der Ausstattung sehr zufrieden. Es erwarten einen ein kleiner Eingangsbereich mit Kleiderschrank inkl. Safe, ein geräumiges klimatisiertes Hauptzimmer mit gemütlichem Doppelbett, Glasbodentisch und halbseitigen decken-hohen Glastüren für den Blick auf Balkon und Meer. Wer möchte kann sich mit dem Flachbildfernseher die Zeit vertreiben ;-) Nebenan befindet sich das komplett geflieste Bad mit Doppelwaschbecken, Badewanne und separater Dusche. Hieran angegliedert ist der zweite Zugang zur Terrasse, auf welcher sich zwei gemütliche Liegen mit Tisch, ein Sonnenschirm und die Leiter für den direkten Zustieg ins Meer befinden. Wenn man einen Wasserbungalow haben möchte sollte man sich unbedingt für diese neu errichtete Seite entscheiden. Wir waren nicht in den älteren Bungalows gewesen, aber der äußere Eindruck zeigte deutliche Gebrauchsspuren. Die Wellen sind spür- und hörbar, wenn sie sich an den Blanken des Bungalows brechen. Wer kein Freund von diesem Naturerlebnis ist und sich nachts auch nicht mit Ohrenstöpseln anfreunden kann, sollte sich eine Buchung gründlich überlegen. Man bedenke auch, dass der direkte Zugang ins Wasser bei Ebbe wegen dem niedrigen Wasserspiegel und den scharfkantigen Korallen und Steinen i.d.R. kaum möglich ist. Personal Der Zimmerservice kommt (mehr oder weniger) 2x täglich und tauscht Handtücher, Seife, Duschbad usw. aus, bezieht das Bett neu und kehrt kurz . Die Wasserbungalows bleiben im Prinzip sauberer, da kein Sand von der Insel hineinkommt. Die Mitarbeiter im Restaurant sind grundsätzlich sehr freundlich und hilfsbereit. Sie kommen aus Teilen Indiens, Pakistans oder sind Einheimische. Bedenkt man, dass einige der Leute seit Jahren auf der Insel kaum ohne Wochenende, Feiertage und Familie arbeiten kann man auch mal einen (seltenen) schlechten Tag verzeihen; das ist menschlich. Ein kurzer Smalltalk kann sich schnell zu einem interessanten Gespräch über Land und Leute mit sehr herzlichen Menschen entwickeln. Verpflegung Wir hatten AI. An dieser Stelle ein riesen Lob an die kulinarische Verpflegung. Geleitet von einem österreichischen Küchenchef wird dreimal täglich warmes und kaltes Buffet aufgetischt. Hierbei wird Wert auf ein gutes ausgewogenes Verhältnis für den europäischen und asiatischen Gaumen gelegt. I.d.R. boten die Mahlzeiten eine frische Salatbar, Sushi, Pizza, Brot (hell und dunkel), des Weiteren geniales asiatisches Curry, Gemüse aller Art, Fleisch, Fisch, Reis, Kartoffeln und tolle Nachspeisen wie Kaiserschmarn, Torten, gebratene süße Bananen bzw, zum Frühstück noch frische Omlettes, Müsli, Joghurt, Wurst, Käse, Wassermelone, Kürbiskernbrot, Pancakes, etc. Wer einmal das Mittagessen verpasst hat, konnte zudem nachmittags noch kleine Snacks bestellen. Eine Sache bleibt uns jedoch unverständlich; es gab bei dieser Fischvielfalt vor der Haustür fast nur Huhn, Rind und Lamm. Obwohl die Cocktails in unserer Reisebeschreibung als „nicht inklusive“ ausgewiesen waren, konnten wir alle Cocktails OHNE Champagner trotzdem gratis genießen, sehr gut gemischt und lecker! Ein schönes Ende eines Tages war der für uns der Cocktail an der „Sunset Bar“ mit direktem Blick auf den tollen Sonnenuntergang, bei dem man auch das ein oder andere Schwätzchen mit anderen Inselbewohnern halten kann, die man aufgrund der kleinen Größe der Insel schnell kennenlernt (bei Bedarf). Im AI Paket ist zudem noch ein Gratisausflug pro Person dabei (Schnorcheln weiter draußen oder Nachtfischen) sowie kostenloser Schnorchelverleih über die gesamte Dauer. Management Hier müssen wir leider ganz klar Abstriche machen und unterscheiden. Der Transfer von Male und zurück, die Versorgung mit Lebensmitteln, das Reinigungspersonal, der Zugang zur Verbindung in die Außenwelt sind durchgetaktet und verlaufen problemlos. Jeglicher Konsum von Getränken wird mittels sofortigen Beleg erfasst, quittiert und falls nicht kostenlos, direkt auf das Zimmerkonto gebucht. Die Schlussabrechnung am Abend vor Abreise erfolgte genau und korrekt. Es werden ein paar kurzfristig buchbare Ausflüge angeboten (Nachtfischen, Sunset/-rise Delfine Tour, Trip nach Male, Insel Hopping, Schnorcheln und Tauchen), wobei folgendes zu bedenken ist: Man befindet sich mitten im Indischen Ozean, nach der Riffkante beginnte das offene Meer. Die Ausflüge werden größtenteils mit den traditionellen Fischerbooten, den Dhoni, durchgeführt. Wir hatten zwei Ausflüge gebucht, auf denen sich immer Leute übergeben hatten, die den Seegang nicht vertragen haben. An einem Tag hatten wir so starken Seegang, dass ich, nachdem der Skipper eine Weile parallel zu den Wellen gefahren ist, ernsthafte Sorgen um die Sicherheit der Passagiere (viele Kinder) hatte. Keiner hatte ein Schwimmweste zum Anziehen bekommen; im Gegenteil – ich wollte mir eine aus dem oberen Staufach herausnehmen und umlegen, was mir nicht gelungen ist, das diese so fest verkeilt gewesen ist, dass ich diese nicht herausbekommen habe. Das Management der Insel bleibt zudem für den Gast im Dunkeln. Es gibt keinen Hinweis auf einen Ansprechpartner oder Eskalationspunkt bei Problemen. Generell bedenklich Man muss sich immer vor Augen halten, dass die Malediven ein untergehendes Naturparadies sind. Von dem Sonnenschirmständer, welcher vor Jahren noch seinen Zweck erfüllte, ist jetzt nur noch ein von Wasser bedecktes Fundament auf Thulhagiri zurückgeblieben. Neben dem steigenden Meeresspiegel haben die Malediven ein Verwaltungsproblem. Die Regierung und deren Handlungen sind weit vom Verständnis westlichen Industrienationen entfernt. Die westlich von Male befindliche Insel Thilafushi dient als Mülldeponie und trägt den traurigen Titel der größten Müllinsel der Welt. Obwohl ein Teil des Mülls heute offiziell sortiert wird, wird dennoch der Großteil des Mülls einfach verdichtet, verfüllt und verbrannt (auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe). In Zusammenarbeit mit der indischen Regierung wird ein rudimentäre Mülltrennung angestrebt, welcher aber durch das Verbrennen von Batterien und Elektroschrott eine Verseuchung des kompletten Inselbodens auch nicht verhindern konnte. Auf der Insel Thulhagiri kann man ebenfalls Zeuge einer abendlichen Müllverbrennung werden. Diese wird meist zu den Essenszeiten Abends durchgeführt, damit sich niemand in den Bungalows von der auftretenden Geruchsbelästigung gestört fühlt. Es ist offensichtlich, dass Nachhaltigkeit nicht in das Konzept gehört – die meisten Getränke werden in Plastikflaschen an die Touristen verteilt; Recycling steckt hier noch in dem Kinderschuhen. Die Inseln werden zwischen 20 und 30 Jahren von der Regierung an westliche Finanzinvestoren verpachtet und entsprechend mit Ressorts bebaut und entsprechend bewirtschaftet. Andere Menschen andere Sitten Thulhagiri hat eine sehr starke Anbindung zu dem asiatischen Tourismusmarkt. Es waren gefühlt immer über die Hälfte der Gäste aus den Nationen China, Korea oder Japan vertreten. Besonders die aufstrebende Mittelschicht Chinas gönnt sich einen vorher nie erreichbaren Urlaubstraum. Wir waren 10 Tage auf der Insel und haben hier sehr überraschende Szenen miterleben können. Neben den anderen Tischmanieren muss man verstehen, dass manche dieser Menschen vorher noch nie Meer und Sand gesehen haben. Es finden Schorchelausflüge statt, bei denen keiner ins Wasser geht; es wird erstaunt an Sand gerochen, gefühlt und gekostet; seltsam anmutende Ganzkörper Schwimmoutfits. Es wurden ganze Korallenstücke aus der Lagune gerissen und als Trophäe vor dem Bungalow platziert, da jegliches Verständnis für diese Lebensform nicht existiert . Der traurige Höhepunkt war ein chinesischer Gast, welcher ohne Schwimmkenntnisse in die Lagune ging und ertrank. Sein Sohn konnte nach gleichem Verhalten von einem anderen Gast reanimiert werden (es befindet sich auf der ganzen Insel kein Rettungsschwimmer oder Arzt, überall stehen nur Schilder „Swim at your own risk“). Ein abschließendes Wort Wenn man sich dafür entscheidet, die Malediven zu besuchen, sollte man seinen Müll, soweit es geht, wieder mit Heim nehmen, so haben wir es auch gemacht. Wir hätten uns gern mehr Initiative das Inselmanagements gewünscht. Es fehlte jegliche Sensibilisierung des Gastes (beispielsweise über eine Einführungsveranstaltung) in was für einem bedrohten Naturparadies man sich befindet, dass man schonend mit Ressourcen umgehen soll oder dass man unter keinen Umständen das Korallenriff beschädigen darf. Die Tatsache, dass das Versterben das chinesischen Gastes komplett unter den Tisch gekehrt wurde hat uns ehrlich gesagt sehr schockiert. Der Tagesablauf ging normal weiter, die anderen Gäste wurden nicht darüber in Kenntnis gesetzt. Es wurden keinerlei sichtbaren Schlüsse oder Konsequenzen gezogen, alles ging weiter wie immer. Gerade wenn man als Familie mit Kindern reist, sollte man sich der fehlenden Strandüberwachung / des fehlenden Rettungsschwimmers stets bewusst sein.
- ZimmergrößeGut
- SauberkeitGut
- Ausstattung des ZimmersGut
- Atmosphäre & EinrichtungGut
- Sauberkeit im Restaurant & am TischSehr gut
- EssensauswahlSehr gut
- GeschmackSehr gut
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftGut
- Rezeption, Check-in & Check-outGut
- FamilienfreundlichkeitGut
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungEher gut
- Restaurants & Bars in der NäheEher schlecht
- FreizeitangebotEher gut
Beliebte Aktivitäten
- Strand
- Entfernung zum StrandSehr gut
- Qualität des StrandesSehr gut
- Lage für SehenswürdigkeitenEher gut
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Februar 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Honeymoon Paar |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 1 |


