Der Charakter des Hotels hat sich gegenüber den letzten zwei Jahren grundlegend geändert: Im Juni erlebte ich eine große Zahl von Ehepaaren im Vor-/Rentenalter und Familien mit Vor-/Kindergartenkindern. Die Mittelebene war so gut wie kaum vertreten. In der ersten Juliwoche waren überwiegend Ehepaare mit Kleinkindern da. Dies wirkt sich aus auf den ganzen Betrieb des Hotels: Es gibt keine Ruhebereiche am Strand mehr und auch beim Essen schreien Kinder in unmittelbarer Umgebung. Neu ist auch der hohe Anteil von russischen Gästen. Obwohl sich Kinder nicht unbeaufsichtigt im Restaurant bedienen dürfen aus hygienischen Gründen, wird dies von Eltern nicht beachtet. Selbst erlebt: Kinder lecken an einem Stück Melone, das sie sich mit Händen genommen haben, und legen es zürück, weil es nicht schmeckt. Weitere Beispiele erspare ich mir. Wer also ein Hotel sucht für sich und sein kleines Kind, wird sich hier sehr wohlfühlen, und dem sei dieses Hotel wirklich empfohlen. Wer das Hotel von früher kennt und die Ruhe und die Qualität des Essens genoss, sollte sich darauf einstellen, dass sich einiges geändert hat - siehe meine Anmerkungen weiter unten. Wir haben die derzeitige TUI-Reiseleitung als sehr kompetent und hilfreich erlebt. Sie machte uns z. B. auf eine wunderschöne Tour zu den Kaunos-Ruinen mit dem Leihwagen aufmerksam - und zwar abseits der öffentlich ausgeschilderten Wege. Die letzte Strecke ist abenteuerlich, belohnt aber damit, dass man direkt bei der Ruinenstadt parken kann. Und bei den angebotenen Bootstouren sieht man nur die Felsengräber von Kaunos, nicht aber die ganze sehenswerte Ruinenstadt. Die Öger-Tour-Reiseleitung ist leider nicht sehr kompetent, was wir am Abreisetag erlebten: aus dem Internet wussten wir, dass die Flüge von Condor nach Deutschland Verzögerung hatten. Bei der Gelegenheit wollten wir uns bei der Reiseleitung telefonisch vorab informieren, ob es nicht evtl. sinnvoller ist, die Wartezeit im Hotel zu verbringen anstelle vom Flughafen, da in der Woche zuvor Flugverzögerungen von 6 Stunden und mehr zu verzeichnen waren. Da erst stellte sich heraus, dass eine 24-Std. Erreichbarkeit des Reiseleiters nicht gewährleistet ist. Der angegebenen Telefonnummer in der Lobby fehlte die Vorwahl, was für Handynutzer somit unbrauchbar ist, und diese Nummer gilt nur während der offiziellen Bürozeiten. Eine Nummer für die Zeit ab 19. 00 Uhr war am Morgen um 7. 30 Uhr nicht erreichbar. Der Reiseleiter war über die Flugverzögerung beim Abholen vom Hotel nicht informiert.
Die Zimmer sind nach der Renovierung der letzten Jahre sehr gut geworden. Angenehm ist, dass die Klimaanlage im Zimmer individuell geregelt werden kann. Allerdings sind die Ventilatorgeräusche sehr laut. Hier müsste dringend Abhilfe geschaffen werden.
Die Kritik bewegt sich auf - zugegebenerweise - hohem Niveau. Wer - wie ich - das Hotel über 10 Jahre kennt, muss leider im Unterschied zum letzten Jahr einen großen Qualitätseinbruch beim Essen feststellen: die wechselnde Vielfalt des Angebots ist verringert worden (dieselben Salate und Vorspeisen), keine Steaks mehr (früher mindestens zweimal in der Woche) - die Geschmacksqualität hat nachgelassen ("das schmeckt nach nichts" - auch von anderen Leuten an Nachbartischen so formuliert). Das Angebot mittags im Pool-Restaurant ist sehr dürftig. Im Beach-Restaurant herrscht mittags großes Gedränge und die Geräuschkulisse ist fast unerträglich. Auch hier wenig Wechsel im Angebot (z. B. jeden Tag Gemüsegratin, dasselbe Salatbuffet). Eine Anmerkung zur Hintergrundmusik: Die Auswahl der Musikstücke reicht von Openarien, asiatischer Musik bis zu Mission-Impossible. Im Hauptrestaurant ist das eher störend. Die Lautstärke beim Beachrestaurant am Nachmittag erschwert eine normale Unterhaltung. Ein Verzicht auf die Musik wäre ein Gewinn.
Die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Kompetenz des Serviceteams ist eine Stärke des Hotels.
zu den schon sehr ausführlichen Beschreibungen in diesem Forum ist nichts hinzuzufügen
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Hier möchte ich differenzieren: nachdem in den letzten Jahren im Bereich der Shows wirklich nichts neues geboten worden war, ist es wohltuend, einen Wechsel zu verzeichnen (allerdings habe ich keine der Shows gesehen - ich spreche nur über das Angebot - und kann über die Qualität nichts sagen). Allerdings fällt beim neuen Entertainmentteam auf, dass die Sprachkenntnisse sehr unterschiedlich sind: bei einem mehrheitlich deutschen Publikum ist es problematisch, dass etliche Teammitglieder kein Deutsch sprechen und Englisch nur rudimentär. Es mag Geschmackssache sein; aber mich störte, dass am Strand Dart- und Boggiaspiele mit lauten Kommentaren der Animateure begleitet wurden. Die Anleitung beim Aerobicplatz morgens erinnerte in Lautstärke und Wortwahl an einen Exerzierplatz der amerikanischen Armee mit einem Drillsergeant. Während vor drei Jahren noch wöchentlich zwei Tennisturniere angeboten wurden und sie damit gleichzeitig ein Forum zum Finden von Tennispartner boten, ist dieses im letzten Jahr noch gegen eine Gebühr (wofür eigentlich?) organisiert worden - in diesem Jahr nun völlig gestrichen. Ein angekündigtes Volleyballturnier fand nicht statt, obwohl Spieler anwesend waren. Das Management hat es wohl selber eingesehen, kann aber wegen der finanziellen Investition nicht zurück: am Strand sind einige Reihen der geflochtenen Sonnenschirme ausgetauscht worden gegen eine Zeltkonstruktion, unter der nebeneinander die Liegen aufgestellt sind - so dicht, dass man kaum genug Platz dazwischen hat, um eine Tasche hinzustellen oder sich seitlich von der Liege zu erheben. Mit anderen Worten: der Nachbar ist nur ein Armlänge entfernt. Außerdem staut sich die Hitze unter den Planen. In der ersten Juliwoche hat das Reservieren der Liegen alle bekannten Maße gesprengt: um 8. 30 Uhr (!) waren fast keine Liegen mehr frei. Mindestens ein Drittel davon war aber auch gegen 11. 00 Uhr nicht in Benutzung. Unzumutbare Angebote im Hinterland wurden vom Security-Personal gemacht. Das Management war nicht in der Lage, diese Situation zu ändern. Zwar gab es die Anweisung an das Personal, Hotelhandtücher von den Liegen zu nehmen - aber diese Anweisung lief schnell ins Leere, da die Gäste sofort reagierten und durch ein Buch, eine Tasche oder Textilteil ihre persönliche Markierung hinterließen und das Personal deswegen diese Liegen nicht freiräumten. Ehrliche Gäste sind die dummen, wenn sie nicht schon um 8. 00 Uhr am Strand sind - das muss man leider so sagen. Die Wassersportschule hat unter der neuen Leitung an Qualität gewonnen und ist nun bestens zu empfehlen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3 Wochen im Juni 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thomas |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 1 |


