Den bereits vorhandenen Beschreibungen ist wenig hinzuzufügen. Wir hatten uns ursprünglich neben diesem Hotel auch für das Hotel "Baia del Sole" interessiert, uns dann u. a. des günstigeren Preises (was generell gilt, dazu hatten wir noch ein Sonderangebot bei TUI erwischt) für Cala di Volpe entschieden. Vor Ort stellten wir fest, dass beide Hotels nur wenige Schritte entfernt voneinander liegen und sich in Anlage und Ausstattung stark ähneln. Cala di Volpe ist weniger weitläufig als Baia del Sole und hat weniger Freizeiteinrichtungen (Fitnessraum etc.), wen das nicht stört, ist in der preiswerteren Anlage aber ebenso gut untergebracht. Der Strand gefiel uns persönlich am Cala di Volpe sogar noch besser, er ist schmaler - in der Nachsaison gab es nur ein bis zwei Reihen Sonnenliegen und Schirme, während es im Baia del Sole acht oder mehr Reihen waren. - Das Cala di Volpe nennt sich selbst ein Vier-Sterne-Hotel, das ist sicher übertrieben. Eher richtig liegt TUI mit der Einstufung dreieinhalb Sterne. Insgesamt ist die Atmosphäre - immer von der Nachsaison ausgehend! - eher ruhig und ein wenig familiär, wir haben uns wohl gefühlt. Kalabrien ist kein „Italien für Anfänger“! Z. T. herrliche Landschaft, z. T. aber auch gedankenlos verbaut, wenig „Malerisches“ in den Orten, viel Schlamperei, viel Dreck, die ohnehin wegen früherer Erdbeben und Armut nur spärlich vorhandene alte Bausubstanz lässt man zerfallen, Neubauruinen verschandeln anscheinend schon jahrelang manche Gegend …Wir haben uns viel umgeschaut und ertappten uns immer wieder bei dem Gedanken: „Was könnte man aus diesem herrlichen Land mit vernünftigem (sanftem) Tourismus machen…“ Immerhin gibt es (noch?) keine Bettenburgen. Das Innere des Landes ist überraschend grün, sehr gebirgig - unbedingt anschauen! Da gäbe es noch viel zu entdecken, aber die Fahrzeiten sind viel länger als man anhand der Landkarte zu Hause kalkuliert. Im Landesinneren könnte man auch wandern, aber wegen der langen Anfahrtsstrecken haben wir unsere Wanderschuhe schließlich doch unbenutzt wieder mit nach Hause genommen. - Ein Lektürtetipp: Annie Hawes, „Der Himmel über Kalabrien“, nette Reisebeschreibung, schildert Menschen und ihr Umfeld nach unserem Eindruck recht zutreffend. - Das Wetter war Ende September noch sommerlich warm und überwiegend sonnig!
Wir hatten über TUI die einfachere Kategorie, nämlich „Zimmer“ gebucht, anscheinend gibt es aber ohnehin nur Appartements. Die TUI-„Zimmer“ liegen in kleineren Häusern oder Bungalows im unteren Teil des Hotels - Vorteil: unmittelbare Strand - und Restaurantnähe, Nachteil: sie sind etwas älteren Datums als die „richtigen“ Appartements weiter oben am Hang und haben meist keinen Meerblick. Alle haben eine kleine Küchenzeile, sehr angenehm, und einen Balkon oder Terrasse. In der „Küche“ steht anscheinend immer noch ein Bett oder eine Schlafcouch zum Ausziehen - in der Hauptsaison ist das alles offenbar voll belegt. Man kann Pech haben: In der ersten Nacht hatten wir ein sehr beengtes Schlafzimmer mit extrem harten Betten im Erdgeschoss, sehr hellhörig - nachts reisten Gäste über uns ab… kein guter Anfang! Unter Hinweis auf die Lärmbelästigung baten wir am nächsten Morgen um ein anderes Zimmer und bekamen auch eines: viel geräumiger, erster Stock, alles zu unserer vollen Zufriedenheit! - Die Freude am tropischen Garten, der die Häuschen umgibt, wurde leider in den letzten Tagen unseres Aufenthaltes durch rigorose Gartenarbeiten getrübt: Kahlschlag, freier Blick auf den Parkplatz…
Das Essen fanden wir - und alle Leute, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind - zwar sehr ordentlich, aber nicht ganz so super wie wir nach manchen Vorbewertungen gedacht hatten. Manchmal fehlte das Quäntchen Phantasie oder Kreativität, das aus einem ordentlichen Essen ein richtig gutes macht. Insbesondere schade, dass es als einzige (!) warme Beilage zu Fisch oder Fleisch tagein, tagaus stets Pommes frites gab. Kalte Beilagen konnte man sich vom Salat- und Vorspeisenbuffet holen, aber zu manchem leckeren gedünsteten Fisch hätte man sich doch z. B. warmen Reis gewünscht …
Alles sehr ordentlich für ein Haus dieser Kategorie. Der Service im Restaurant war nicht immer professionell - ein bisschen zuviel Hin- und Hergewusel und zu wenig Überblick - aber fast immer flink und sehr freundlich.
Direkt am Strand, ruhig, sehr schön! Wie hier bereits öfter beschrieben: Ohne Mietwagen hätte es uns allerdings dort nicht gefallen, denn Spazierwege kennt man in Süditalien nicht, der Bahnhof ist mühsam zu erreichen. Keine Strandpromenade, praktisch keine Einkaufsmöglichkeit. Rechts und links weitere Hotels, die z. T. durch Felsbuchten getrennt sind und weder optisch noch akustisch störten.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Animation irgendeiner Art gab es in der zweiten Septemberhälfte nicht mehr, das hat aber wohl niemand der anwesenden Gäste bedauert. Der Pool ist schön und sauber. Das Meer ist herrlich zum Schwimmen, allerdings ist der Strand wegen der Steine nicht so geeignet für Spiele. In der zweiten Woche war das Meer leider z. T. so aufgewühlt, dass man nicht jeden Tag Schwimmen konnte, man wäre Gefahr gelaufen, gegen Felsen geschleudert zu werden. Dafür boten die Wellen und die Gischt etwas fürs Auge.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2007 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Helga |
| Alter: | 56-60 |
| Bewertungen: | 31 |


