Wie der Titel schon sagt - man kann sich nicht so recht entscheiden, wie man das Hotel finden soll. An sich ist alles mehr oder minder gepflegt, aber nichts hat wirklich Charme. Wir würden das Hotel eher nicht weiterempfehlen. Auch wenn der Preis sehr günstig war und wir uns im Grunde gut erholt haben, hat das Hotel nicht unseren Erwartungen entsprochen.
Unser Zimmer war recht groß, aber leider schon etwas verwohnt. Der Teppichboden war fleckig und abgenutzt, die Tapete war an vielen Stellen „ausgebessert“, d.h. kleine Quadrate waren ausgeschnitten und durch neue ersetzt worden. Das sieht nicht nur total schäbig aus, sondern man rätselt auch die ganze Zeit, was wohl der Grund für diese Ausbesserung war…aber vielleicht will man es auch lieber nicht wissen. Das Bett war recht bequem, die Matratze gut. In der ersten Nacht hatten wir leider nur eine Bettdecke, konnten aber am darauffolgenden Tag noch eine bestellen, die auch prompt gebracht wurde. Zum Glück – denn nächtliche Kämpfe um die Bettdecke gehören nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen im Urlaub. Das Badezimmer hatte seine beste Zeit auch schon hinter sich, in den meisten Ecken Schimmel…dabei lag das meiner Einschätzung nach nicht unbedingt am Alter oder der Pflege, sondern eher daran, dass Fugen etc. handwerklich nicht gut gemacht waren. Die Zimmerreinigung war in Ordnung, wobei die Oberflächen im Zimmer (Tisch, Nachttische) nicht abgewischt wurden (Ränder von Gläsern etc.).
Tja, was soll man sagen. Das Frühstück war noch das Beste. Reichlich Auswahl und eigentlich immer lecker. Mittagessen nahmen wir immer im Pool-Restaurant ein, relativ kleine Auswahl (Pizza - schrecklich, Köfte - nur aus Lamm, bzw. eher alter Hammel, Salatbar - in Ordnung, gegrilltes Hühnchen - ganz lecker, Spaghetti - fad, Beefsteak-Sandwich mit Pommes - ganz lecker). Alles in allem, war das Pool-Restaurant aber in Ordnung. Die Teller waren immer nett angerichtet und wenn man wusste, was schmeckt, konnte man eigentlich nichts falsch machen. Wie oben schon erwähnt, war der Service nett. Abendessen gab es dann im Hauptrestaurant, in das wir uns am ersten Abend verirrt haben: Hilfe! Laut, Bahnhofshallencharme, grelles Licht. Wollte man sich am Büffet erst mal umschauen, wurde man von anderen Gästen angerempelt und weggeschubst (klar, die hatten auch alle Hände damit zu tun, sich die Teller richtig vollzuladen, kamen sie doch aus Krisengebieten, in denen es eher selten etwas zu essen gibt - da darf man keine Zeit verlieren!). An den folgenden Abenden gingen wir also in das „Adult Restaurant“. Ein bisschen netter eingerichtet als das Hauptrestaurant, angenehmes Licht (und keine plärrenden Kinder). Die Auswahl war ganz ok. Es gab immer eine Menge Gerichte mit Lamm-Fleisch, die leider nicht unseren Geschmack trafen. Ansonsten war das Büffet eigentlich jeden Abend gleich: verschiedene Schmorgerichte, Reis, Kartoffeln, Nudeln, Salat- und Vorspeisenbar. In Ordnung, aber nicht herausragend und nach ein paar Tagen einfach nur noch langweilig und fade. Der Wein, der zum Essen serviert wurde war eher schlecht. An einem Abend nutzten wir das Angebot im italienischen Restaurant à la carte zu speisen. Und auch das leider nur unterster Durchschnitt. Alles in allem kann man sagen, dass hier leider nur so getan wird, als wäre das gehobene Gastronomie. Wie gewollt und nicht gekonnt.
Beim Check-In sehr unfreundliche Mitarbeiterin. Kein Willkommen, kein nettes Wort bei der Ankunft. Englischkenntnisse gleich null, kaum zu verstehen. Das erste Zimmer in das wir gebracht wurden war einfach nur schrecklich. Dunkel und mit Blick auf den nicht geöffneten Relax-Pool. Wir fragten den Angestellten, der unsere Koffer brachte, ob wir das Zimmer wechseln können. Er telefonierte kurz mit der Rezeption und brachte uns in ein anderes Zimmer. Dieses hatte zwar Blick auf die Baustelle nebenan (Maxxx Hotel, das wohl im Mai eröffnet), was nicht störte, sogar eher interessant war, aber zusätzlich auch Meerblick, den wir auch gebucht hatten. Beide Zimmer lagen im Nebengebäude, obwohl wir Hauptgebäude gebucht hatten. Mein Mann und der Angestellte machten sich dann auf den Weg zur Rezeption, um die neuen Zimmerkarten abzuholen. Dort war die Rezeptionistin wohl sichtlich empört darüber, dass wir das Zimmer gewechselt hatten. Die Servicemitarbeiter in den Restaurants sind meistens unfreundlich. Es wird einem sichtlich übel genommen, wenn man sich an einen Tisch in ihrem Zuständigkeitsbereich setzt. Getränkebestellungen dauern lange, manchmal wird dann auch das Falsche gebracht - wir haben's hingenommen, weil wir den genervten Gesichtsausdruck der Kellner nicht noch verschlimmern und unsere Nerven schonen wollten. Tische, an denen vorher schon Gäste saßen, werden sehr langsam und in mehreren Etappen abgeräumt, sodass neue Gäste nicht auf die Idee kommen, sich dort hinzusetzen. So erspart man sich Arbeit; eigentlich recht geschickt, oder? So kam es, dass man sein Essen immer in mitten unabgeräumter Tische, auf denen Teller mit Essensresten standen, einnahm. Tischdecken waren immer fleckig, Besteck oft nicht sauber. Die Mitarbeiter an den Bars waren durchweg recht freundlich, auch die Mitarbeiter im Pool-Restaurant waren nett und flink.
Rundherum Hotels, viele hatten um diese Jahreszeit noch geschlossen. Nach Belek kann man wohl laufen, was wir aber nicht getan haben, da die kleine Stadt im Vorbeifahren schon so schäbig aussah, dass wir dort gar nicht hinwollten. Spaziergänge am Strand waren nicht wirklich idyllisch, weil alles irgendwie schäbig, verdreckt und ungepflegt war.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Am Pool war es eigentlich ganz schön, im Pool wäre es um diese Jahreszeit ziemlich kalt gewesen – er war nicht beheizt und hatte 11 Grad. Animation war peinlich und doof – Gott sei Dank wurde man nicht belästigt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Februar 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Eva |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 8 |


