Ein orangener Koffer auf dem Kofferband
© stock.adobe.com - CasanoWa Stutio

Der Urlaub steht vor der Tür, der Kopf ist schon in den Wolken – und dann das: Stress an der Sicherheitskontrolle, hektisches Umpacken oder sogar Extra-Gebühren kurz vor dem Boarding. Meist sind es keine großen Regelverstöße, sondern Kleinigkeiten, die Dir den Reisestart vermiesen. Eine Powerbank im falschen Gepäck, das zu große Lieblingsparfum oder eine Nagelschere im Rucksack reichen oft schon aus. Damit Dir genau das nicht passiert, zeigt Dir dieser Ratgeber, welche Fehler beim Hand- und Aufgabegepäck besonders häufig sind – und wie Du sie ganz easy vermeidest. So bleibt Dein Fokus da, wo er hingehört: bei bestem Wetter, Urlaub und guter Laune.

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Eine Frau packt einen durchsichtigen Kulturbeutel.
Gib Acht beim Packen des Kulturbeutels © stock.adobe.com - Pixel-Shot

Flüssigkeiten & Kosmetik im Handgepäck

Warum hier fast jeder patzt

Fast niemand kommt ohne Flüssigkeiten im Handgepäck aus – und genau deshalb passieren hier die meisten Fehler. Entscheidend ist 2026 weiterhin nicht, wie viel noch in der Flasche ist, sondern die Verpackungsgröße. Auch eine fast leere 200-Milliliter-Flasche Shampoo ist nicht erlaubt. Dazu kommen Produkte, die viele gar nicht als Flüssigkeit wahrnehmen, etwa Mascara, Lippenpflege, Zahnpasta oder festes Deo. Werden sie nicht korrekt im 1-Liter-Beutel verstaut, drohen Nachkontrollen oder Entsorgung. Zwar gibt es Flughäfen mit moderner Scannertechnik und Lockerungen, doch diese gelten nicht überall – spätestens beim Umsteigen kann wieder strikt kontrolliert werden. Wenn Du Dir Stress sparen willst, packst Du Flüssigkeiten, Gele und Pasten auch 2026 am besten konsequent nach der klassischen Regel in Behältern mit maximal 100 Milliliter Fassungsvermögen, gepackt in einen transparenten 1-Liter-Beutel.

Blick über die Schulter auf eine Person, die gerade ein Tablet in eine Reisetasche schiebt.
Elektronik, Akkus und Powerbanks solltest Du griffbereit im Handgepäck verstauen © stock.adobe.com - kostikovanata

Elektrik, Powerbanks & Akkus

Der häufigste Denkfehler beim Packen

Viele packen ihre elektronischen Geräte wie Powerbank, Bluetooth-Speaker und Co. einfach in den Koffer – und genau das ist der Fehler. Während fest verbaute Akkus unter bestimmten Bedingungen erlaubt sind, gelten lose Ersatzakkus und Powerbanks als problematisch. Sie können überhitzen und dürfen aus Sicherheitsgründen ausschließlich ins Handgepäck. Da es hin und wieder auch am Gate dazu kommen kann, dass Dein Handgepäck eingecheckt wird – aus Platzmangel an Board oder weil Dein Rucksack doch zu schwer geraten ist – lohnt es sich, Akkus, Powerbank und Co. griffbereit zu haben. So gerätst Du garantiert nicht in Stress.

Eine Hand hält ein Feuerzeug
Viele Airlines erlauben nur die Mitnahme von einem Feuerzeug – es muss am Körper transportiert werden © stock.adobe.com - Tetiana

Feuerzeuge

Klein, aber überraschend kompliziert

Beim Thema Feuerzeug denken viele: Eins wird schon gehen. Leider ist es nicht ganz so einfach. Die Regeln unterscheiden sich je nach Land, Flughafen und Airline, was schnell zu Problemen führt. Häufig ist maximal ein Feuerzeug erlaubt – und das auch nicht im Gepäck, sondern am Körper, etwa in der Hosentasche. Lose Feuerzeuge im Hand- oder Aufgabegepäck werden dagegen oft beanstandet. Weil diese Details kaum jemand auf dem Schirm hat, landen Feuerzeuge spätestens an der Sicherheitskontrolle regelmäßig im Müll. Wenn Du kein Risiko eingehen willst, informierst Du Dich vorab gezielt für Deine Route oder lässt es direkt zu Hause – vor Ort kaufen ist entspannter als diskutieren.

Zwei Sicherheitsbeamten stehen vor einem Monitor. Im Bildschirm sieht man zwei Koffer, die durchleuchtet werden.
Gegenstände wie Nagelscheren oder Werkzeuge können zu Ärger bei der Sicherheitskontrolle führen © stock.adobe.com - Framestock

Nagelscheren & Werkzeuge

Wenn Millimeter über Mitnahme entscheiden

Nagelschere und Multitool wirken harmlos, sind aber echte Entsorgungs-Klassiker. Das Problem: Es zählt nicht die Größe des Gegenstands, sondern die Klingenlänge. Überschreitet sie die erlaubte Grenze, ist der Gegenstand im Handgepäck tabu. Viele unterschätzen dabei, dass die Länge ab dem Scharnier gemessen wird. Auch kleine Werkzeugsets oder Multifunktionsgeräte fallen schnell durch, weil sie mehrere kritische Funktionen vereinen. Da Sicherheitskräfte hier im Zweifel streng entscheiden, gibt es keine Garantie auf Kulanz. Wenn Du Dir Ärger sparen willst, gilt eine einfache Regel: Alles, was schneiden, stechen oder hebeln kann, gehört ins Aufgabegepäck.

Eine Person im weißen Kittel sitzt am Tisch und füllt ein Formular auf einem Klemmbrett aus.
Hab am besten ein ärztliches Attest für deine Medikamente dabei © stock.adobe.com - yukinoshirokuma

Medikamente im Handgepäck

Erlaubt – aber bitte gut vorbereitet

Medikamente darfst Du auch 2026 im Handgepäck mitnehmen, selbst wenn sie flüssig sind und über 100 Milliliter umfassen. Trotzdem kommt es hier oft zu Verzögerungen. Häufig, weil Medikamente ohne Originalverpackung transportiert werden oder flüssige Arzneimittel nicht separat vorgezeigt werden. Bei Spritzen, Insulin oder bestimmten verschreibungspflichtigen Präparaten kann zudem ein Nachweis verlangt werden. Eine ärztliche Bescheinigung (auf Englisch und gegebenenfalls der Sprache des Ziellandes) ist nicht immer Pflicht, erspart Dir aber im Zweifel viele Fragen. Wichtig ist auch, dass die Menge zur Reisedauer passt. Wenn Du Medikamente transparent und nachvollziehbar mitführst, kommst Du deutlich entspannter durch die Kontrolle.

Eine Frau schiebt eine Ledertasche in die Gepäckablage eines Flugzeugs.
Deine Wertsachen gehören ins Handgepäck © stock.adobe.com - undrey

Wertsachen im Aufgabegepäck

Warum das fast immer eine schlechte Idee ist

Der Gedanke liegt nahe: Im Koffer ist alles sicher verstaut. In der Realität ist Aufgabegepäck jedoch genau der Ort, an dem Dinge verloren gehen oder verspätet ankommen. Wenn Du Schmuck, Elektronik, wichtige Dokumente oder Medikamente eincheckst, gehst Du ein unnötiges Risiko ein. Kommt der Koffer nicht rechtzeitig an, fehlt Dir plötzlich alles Wichtige – und viele Airlines schließen für Wertsachen im Aufgabegepäck die Haftung aus. Für Deine Reise gilt daher eine einfache Faustregel: Alles, was teuer, wichtig oder unverzichtbar ist, gehört ins Handgepäck. Der Koffer ist für Dinge gedacht, die Du im Zweifel und idealerweise ohne hohe Ausgaben ersetzen kannst.

Ein paar Koffer fahren auf dem Gepäckband in den Bauch eines Flugzeugs.
Aufgabegepäck ist vielen Belastungen ausgesetzt. Deswegen solltest Du Zerbrechliches ausreichend polstern © stock.adobe.com - Chalabala

Zerbrechliches im Koffer

Ärger am Ziel vorprogrammiert

Dein Aufgabegepäck ist starken Belastungen ausgesetzt – Stöße, Druck und Temperaturschwankungen gehören zum Flug-Alltag und ohne ausreichenden Schutz reicht ein Moment, um etwas zu zerbrechen oder auslaufen zu lassen. Die Folge ist nicht nur ein kaputter Gegenstand, sondern oft ein komplett ruinierter Kofferinhalt. Wenn Du Zerbrechliches transportierst, solltest Du es gut polstern und möglichst mittig im Koffer platzieren. Besonders wertvolle zerbrechliche Gegenstände nimmst Du besser direkt mit ins Handgepäck.

Ein Mensch in Uniform und mit blauen Handschuhen steht vor einem Koffer und ist dabei ihn zu öffnen.
Ist die Powerbank doch aus versehen im Koffer gelandet? Wenn es doof läuft, kann Dein Koffer zurückgehalten werden © stock.adobe.com - Julius

Was passiert bei Verstößen

Warum kleine Fehler große Folgen haben

Ein kleiner Packfehler bleibt selten folgenlos. An der Sicherheitskontrolle führen falsch verstaute Flüssigkeiten oder unzulässige Gegenstände schnell zu Nachkontrollen oder Entsorgung. Das kostet Zeit und Nerven – und im schlimmsten Fall Deinen Lieblingsduft oder teure Kosmetikartikel. Beim Check-in oder am Gate können zusätzlich Gebühren anfallen, wenn Dein Handgepäck zu groß oder zu schwer ist. Muss es kurzfristig aufgegeben werden, musst Du Akkus, Elektronik und Wertsachen hektisch herausnehmen. In ungünstigen Fällen kannst Du dadurch sogar das Boarding verpassen. Mit etwas Vorbereitung lassen sich diese Situationen fast immer vermeiden – und Dein Urlaub startet entspannt und mit all Deinen Gegenständen.

Eine Person packt einen Koffer auf dem Bett.
Alles drin? Mit einer gut durchdachten Packliste wird das Kofferpacken zum Kinderspiel © stock.adobe.com - K Abrahams/peopleimages.com

Handgepäck & Aufgabegepäck

Handgepäck – das hast Du besser bei Dir

  • Dokumente & Wertsachen
    Reisepass, Ausweis, Bordkarte, Geld, Kreditkarten und wichtige Unterlagen gehören immer ins Handgepäck.
  • Elektronik & Akkus
    Smartphone, Laptop, Kamera, Bluetooth-Speaker und Powerbank packst Du ins Handgepäck. Powerbanks und Ersatzakkus dürfen nicht in den Koffer und sollten geschützt verstaut sein.
  • Flüssigkeiten & Kosmetik
    Maximal 100 Milliliter pro Behälter, alles zusammen in einem transparenten 1-Liter-Beutel. Auch Zahnpasta, Lippenpflege, Mascara und Cremes zählen dazu.
  • Medikamente
    Wichtige Medikamente nimmst Du immer mit in die Kabine. Flüssige Medikamente über 100 Milliliter sind erlaubt. Originalverpackung und Attest sind sinnvoll.
  • Keine verbotenen Gegenstände
    Scheren, Messer, Werkzeuge oder Multitools haben im Handgepäck nichts verloren – auch nicht in Mini-Version.

Aufgabegepäck – das darf in den Koffer

  • Große Flüssigkeiten & Kosmetik
    Shampoo, Duschgel, Parfum oder Sonnencreme über 100 Milliliter gehören in den Koffer – am besten auslaufsicher verpackt.
  • Kleidung & Schuhe
    Alles, was Du ersetzen könntest, falls der Koffer verspätet ankommt.
  • Zerbrechliches gut geschützt
    Glasflaschen oder Souvenirs immer gepolstert und mittig im Koffer verstauen.

Kurz vor Abflug nochmal checken

  • Handgepäck entspricht Größe & Gewicht Deiner Airline
  • Flüssigkeitsbeutel griffbereit
  • Powerbank & Elektronik nicht im Koffer
  • Wertsachen bei Dir
  • Nichts eingepackt, was Ärger an der Kontrolle macht

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