Am 10. April werden wohl zahlreiche Lufthansa-Flieger am Boden bleiben. © GordZam / iStock via Getty Images
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Eurowings bis 14. April, Lufthansa bis 16. April

Eurowings- & Lufthansa-Streik verlängert bis 16. April: Betroffen? Deine Rechte!

Schlechte Nachrichten für viele Reisende: Kaum ist ein Streik vorbei, folgt der nächste! Nach dem Streik des Kabinenpersonals am vergangenen Freitag folgt jetzt der nächste Arbeitskampf. Seit dem 13. April legen Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa und Eurowings auch am 14. April die Arbeit nieder – mit massiven Auswirkungen auf den Flugverkehr in ganz Deutschland.

Und gerade bei der Lufthansa spitzt sich die Lage weiter zu. Nach dem aktuellen Pilotenstreik müssen sich Reisende jetzt auf eine weitere Streikwelle ab Mittwoch einstellen – und damit auf neue Flugausfälle.

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Welche Flughäfen betrifft der Streik?

Aktuell kommt es gleich zu mehreren Arbeitskämpfen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat kurzfristig Streiks angekündigt, welche aktuell laufen:

  • Lufthansa (inkl. Cargo und CityLine): 13. und 14. April 2026 (Montag & Dienstag)
  • Eurowings: 13. April 2026 (Montag)

Der Streik begann am Montag um 00:01 Uhr und soll bis Dienstag kurz vor Mitternacht andauern.

Doch Die Gewerkschaft UFO hat bereits den nächsten Ausstand angekündigt:

  • Lufthansa & Lufthansa CityLine: 15. und 16. April 2026 (Mittwoch 00:01 Uhr bis Donnerstag 23:59 Uhr)

Besonders betroffen sind die großen Drehkreuze:

  • Frankfurt am Main
  • München

Doch auch an vielen weiteren Flughäfen kommt es zu Ausfällen, darunter:

  • Berlin (BER)
  • Bremen
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Hamburg
  • Hannover
  • Köln
  • Leipzig
  • Stuttgart

👉 Die Gewerkschaft rechnet mit Hunderten Flugausfällen pro Tag mit hunderttausend betroffenen Passagieren.


⁠Flüge folgender Airlines sind nicht vom Streik betroffen und sollen planmäßig stattfinden:

  • Austrian Airlines
  • SWISS
  • Brussels Airlines
  • Air Dolomiti
  • Discover Airlines
  • Edelweiss

Auch einzelne Verbindungen – etwa in den Nahen Osten – sind vom Streik ausgenommen.

Das Kabinenpersonal der Lufthansa streikt am Freitag. © iStock via Getty/Pradeep Thomas Thundiyil
Das Kabinenpersonal der Lufthansa streikt am Freitag. © iStock via Getty/Pradeep Thomas Thundiyil

Was sollten Betroffene jetzt tun?

Durch die aufeinanderfolgenden Streiks kann es auch vor und nach den eigentlichen Streiktagen zu Problemen kommen.

Wer einen Flug der betroffenen Fluggesellschaften gebucht hat, sollte zunächst prüfen, ob die eigenen Kontaktdaten beim Anbieter korrekt hinterlegt sind, damit Du automatisch über Änderungen informiert wirst. Den Flugstatus können Reisende jederzeit über die Website oder App der Lufthansa abrufen. Empfehlenswert ist das noch vor der Fahrt zum Flughafen.

Airlines versuchen aktuell Passagiere auf andere Flüge umzubuchen oder Verbindungen mit Partner-Airlines durchzuführen. Viele Änderungen werden automatisch vorgenommen – Du kannst aber auch selbst aktiv werden. Wer ein Ticket besitzt, das einen Flug am Streiktag betrifft, kann kostenlos auf eine andere Verbindung umbuchen. Das ist über das Lufthansa Help Center möglich. Alternativ können sich Fluggäste den Ticketpreis dort auch erstatten lassen. Bei gestrichenen Inlandsflügen und einigen europäischen Verbindungen besteht außerdem die Möglichkeit, das Ticket kostenfrei auf eine Bahnverbindung mit der Deutschen Bahn umschreiben zu lassen.

Hast Du einen Flug über einen Reiseveranstalter gebucht, wirst Du in der Regel auch direkt von diesem betreut. Ebenfalls wichtig zu wissen: Der EU-Fluggastrechteverordnung zufolge ist die Lufthansa verpflichtet, gestrandete Passagiere bei längeren Verzögerungen mit Verpflegung und – falls nötig – einer Unterkunft, beispielsweise einer Hotelübernachtung, zu versorgen. Wird ein Flug annulliert, haben Reisende zudem unter anderem Anspruch auf eine Umleitung, Erstattung und Entschädigung.

UrlauberInnen sollten bereits von der Lufthansa kontaktiert worden sein oder in Kürze kontaktiert werden. © iStock via Getty/Tzido
UrlauberInnen sollten bereits von der Lufthansa kontaktiert worden sein oder in Kürze kontaktiert werden. © iStock via Getty/Tzido

Warum wird gestreikt?

Hintergrund sind mehrere festgefahrene Tarifkonflikte – sowohl bei den PilotInnen als auch beim Kabinenpersonal.

Bei den PilotInnen (VC):

  • Streit um betriebliche Altersvorsorge
  • Konflikte über Vergütung bei CityLine
  • Kritik an fehlenden Angeboten der Lufthansa

Beim Kabinenpersonal (UFO):

  • Verhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag
  • Unsicherheit über die Zukunft von Lufthansa CityLine
  • Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen

Die Gewerkschaft sieht keine Fortschritte in den Gesprächen, während Lufthansa die Forderungen als zu hoch bewertet. Es ist bereits die vierte und fünfte Streikwelle bei Lufthansa in diesem Jahr. Erst am Freitag hatte ein Streik des Kabinenpersonals für zahlreiche Flugausfälle gesorgt.

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Quelle: spot on news