Clever mieten, Geld sparen
Mietwagen im Urlaub: 12 Fehler, die Dich richtig Geld kosten können
Der Mietwagen ist gebucht, die Route steht. Was kann da denn noch groß schiefgehen? Ehrlich gesagt, einiges! Kreditkarte vergessen, am Schalter unter Druck gesetzt werden, ein Knöllchen am Strandparkplatz … und plötzlich zahlst Du mehr als geplant.
Hier findest Du die häufigsten Fehler und wie Du diese vermeiden kannst.
Flexibel reisen mit dem passenden Mietwagen
Nur nach dem günstigsten Preis filtern
Klar, der billigste Deal wirkt verlockend. Nur steckt genau da oft der Haken in hohen Kautionen, teuren Extras oder Bedingungen, die Du erst vor Ort bemerkst.
Darauf solltest Du achten:
- Schau nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Kaution, Versicherung, Tankregelung, Kilometer und Zahlungsmittel.
Merksatz: Nicht der Startpreis zählt – sondern was am Ende auf der Rechnung steht.
Mietwagen finden, und zwar ohne Gebühren-Überraschungen
Wenn Du bei der Auswahl nicht nur den Preis, sondern auch Kaution & Bedingungen vergleichst, bist Du auf der sicheren Seite.
Führerschein vergessen (ja, das passiert wirklich)
Du kommst an der Station an, alles scheint geregelt, bis Du merkst: Der Führerschein ist nicht dabei. Und ohne Führerschein kein Auto. Für eine kostenfreie Stornierung ist es dann in der Regel auch zu spät.
Damit bist Du vorbereitet:
- Packe Ausweis + Führerschein zusammen ein (am besten in eine feste Reisehülle).
- Verstaue die Dokumente am besten im Handgepäck, falls das Aufgabegepäck verspätet ankommt.
Keine Kreditkarte dabei (Kaution lässt grüßen)
Viele Vermieter blocken die Kaution auf der Kreditkarte. Und oft gilt: Die Karte muss auf den Namen der Person laufen, die das Auto abholt. Und die muss oft vor Ort mit dabei sein.
Damit bist Du vorbereitet:
- Vorab checken: Kreditkarte erforderlich? Debitkarte auch akzeptiert? Auf welchen Namen muss sie laufen?
- Limit prüfen: Kaution + Urlaubsausgaben = schnell weniger Spielraum als gedacht.
Mini-Reminder: Bewahre die Karte am besten im Handgepäck auf, dann hast Du sie griffbereit.
Kleingedrucktes zu Zusatzkosten übersehen
Hier verstecken sich die klassischen Geldfresser: JungfahrerInnen-Gebühr, After-Hours-Abholung, Grenzübertritt, Servicepauschalen und Extras, die so wirken als hättest Du sie automatisch bei der Buchung mitbezahlt. Manche Vermieter verlangen vor Ort für solche Leistungen allerdings einen Aufpreis.
So kannst Du Zusatzkosten vermeiden:
- Schaue vor Buchung einmal gezielt auf: Altersregelungen, Öffnungszeiten, akzeptierte Zahlungsmittel, Grenzfahrten und mögliche Zusatzkosten.
- Planst Du über eine Grenze zu fahren? Kläre das unbedingt vorher – sonst kann’s teuer werden oder sogar verboten sein.
Tankregelung falsch verstehen
„Voll/Voll“ bei Tankregelungen klingt unspektakulär, ist aber meist die fairste Variante: voll übernehmen, voll zurückgeben. Wenn Du die Tankregelung falsch verstehst, kann das durch zusätzliche Tank- oder Servicegebühren schnell unnötig teuer werden.
Damit bist Du vorbereitet:
- Am besten: Voll/Voll wählen.
- Vor Rückgabe tanken und den Beleg aufheben (kleiner Aufwand, großer Effekt).
Am Schalter nicht wissen, was Du gebucht hast
Du bist erschöpft von der Anreise, am Schalter ist viel los und alle wollen nur noch schnell ins Hotel. Genau in diesem Moment fallen dann Sätze wie: „Ohne dieses Paket dürfen wir Ihnen das Auto nicht geben“ oder „Ohne diese Versicherung sind Sie nicht richtig abgesichert.“
Häufig geht es dabei um Zusatzversicherungen oder Leistungen, die Du entweder bereits im Paket enthalten hast oder gar nicht brauchst. Wenn Du Deine Buchungsdetails nicht genau kennst, zahlst Du im Zweifel doppelt – und das nur weil die Situation vor Ort stressig ist.
Damit bist Du vorbereitet:
- Vor Abholung checken: Was genau habe ich gebucht? Wie hoch ist die Selbstbeteiligung?
- Buchungsdetails als Screenshot speichern.
- Wenn Du unsicher bist: Frage nach und unterschreibe nichts unter Zeitdruck.
Falls nicht nachgegeben wird, lass Dir in Ruhe erklären warum und vergleiche die Aussage mit Deiner Buchung. Das nimmt den Druck raus und gibt Dir Sicherheit in der Situation. Zur Not kannst Du auch vor Ort den Kundenservice anrufen.
Keine Fotos & kein Protokoll bei Abholung/Rückgabe
Kratzer, Felgenschrammen, Steinschläge – im Urlaub passiert viel. Ohne Beweis ist „war schon so“ leider schwer durchzusetzen.
Damit bist Du vorbereitet:
- Bei der Abholung einmal kurz mit dem Handy ums Auto gehen:
- Ein Video von außen machen.
- Fotos von allen Seiten, den Felgen, der Frontscheibe, dem Innenraum und der Tankanzeige aufnehmen.
- Schäden ins Übergabeprotokoll aufnehmen lassen – auch kleine.
- Bei der Rückgabe erneut Fotos machen – inklusive Kilometerstand und Tankanzeige.
Meistens gilt: Felgen sind der Endgegner. Ein Foto pro Rad kostet 10 Sekunden – und kann Dir sehr viel Geld sparen.
ZusatzfahrerIn nicht eintragen lassen
„Ich fahr nur kurz“ klingt unproblematisch, kann im Schadenfall aber richtig teuer werden, wenn die Person nicht offiziell im Vertrag steht. Im schlimmsten Fall greift die Versicherung dann nicht.
Damit bist Du vorbereitet:
- Alle FahrerInnen, die ans Steuer sollen, eintragen lassen.
- Checke vorab, ob ZusatzfahrerInnen inklusive sind oder extra kosten.
Kilometerbegrenzung & Einweggebühr ignorieren
Du planst den Roadtrip und merkst zu spät: Im Mietpreis ist nur eine bestimmte Kilometerzahl enthalten. Oder Du gibst den Wagen in einer anderen Stadt zurück und musst eine hohe Einweggebühr zahlen, von der Du vorher nichts wusstest.
Damit bist Du vorbereitet:
- Für lange Strecken am besten unbegrenzte Kilometer wählen.
- Wenn Start- und Rückgabeort unterschiedlich sind: Einweggebühr vor der Buchung prüfen – manchmal ist „hin und zurück“ günstiger als gedacht.
Falschparken – Knöllchen, Mahngebühren, Abschleppen
Das fiese an Parkverstößen: Das Knöllchen kommt manchmal erst nach dem Urlaub. Und dann gern mit Mahngebühren – plus einer Bearbeitungsgebühr, weil der Vermieter Deine Daten weitergeben musste. Und Abschleppen? Das wird richtig teuer.
Damit bist Du vorbereitet:
- In Städten lieber ein Parkhaus oder offizielle Parkflächen nutzen statt „nur kurz hier“ zu halten.
- Auf Beschilderung achten (Zeitfenster, Anwohnerzonen, Halteverbote oder Sperrflächen).
- Parkticket oder Bestätigung aufbewahren – am besten bis Du wieder zu Hause bist.
- Informiere Dich vorab über die Parkregelungen vor Ort – dann gehst Du auf Nummer sicher!
Zu schnell fahren – Blitzer plus Bearbeitungsgebühr
Urlaubsmodus an, Straße leer, Musik laut – und dann: Blitz. Viele Bußgelder trudeln später ein, teils inklusive Gebühren durch die Weitergabe der Halterdaten.
So vermeidest Du unnötige Kosten:
- Tempolimits ernst nehmen, vor allem in Ortschaften und 30er-Zonen.
- Wenn möglich: Tempowarnungen im Navi aktivieren.
- Und ja: „Ich bin Tourist“ zählt leider nicht als Argument.
Mietwagen zu spät zurückgeben
Du willst „nur noch schnell“ ein paar Snacks besorgen und hast das Tanken nicht eingeplant? Am Ende gibst Du den Wagen eine Stunde zu spät zurück. Manche Vermieter berechnen dann nicht nur die verspäteten Minuten, sondern stellen gleich mehrere Stunden oder sogar einen zusätzlichen Miettag in Rechnung.
Damit bist Du vorbereitet:
- Plane die Rückgabe mit ausreichend Puffer ein (Stau, Tankstopp, Parkplatzsuche etc.).
- Wenn es knapp wird: Ruf die Station an. Nicht immer sind Vermieter kulant, aber eine kurze Info ist besser, als kommentarlos zu spät zu erscheinen.
Du willst auf Nummer sicher gehen? Dann nimm Dir zwei Minuten bevor es losgeht und gehe durch die Punkte unten. Mit der Checkliste bist Du auf der sicheren Seite.
Mini-Checkliste vor der Abfahrt
✅ Kreditkarte (Limit ok?)
✅ Führerschein + Ausweis
✅ Buchungsdetails als Screenshot
✅ Tankregelung verstanden
✅ Fotos/Video gemacht (auch Felgen!)
✅ Rückgabezeit & Route im Blick
Fazit ist also:
Je besser Du vorab informiert bist (Karte, Mietbedingungen und Fahrzeugzustand), desto entspannter läuft die Abholung vor Ort. Und desto geringer ist das Risiko für teure Überraschungen.
Mietwagen im Urlaub



