Ratgeber
Sicher Reisen: So schützt Du Deine Daten unterwegs
Tickets, Bordkarten, Hotelbuchungen und Bezahlfunktionen: Auf Reisen steckt ein großer Teil Deines Alltags im Smartphone. Das ist bequem, macht Dich unterwegs aber auch angreifbarer. Mit etwas Aufmerksamkeit und klaren Routinen kannst Du Deine Daten wirksam schützen. Die folgenden Punkte zeigen Dir, worauf es ankommt – praxisnah, verständlich und leicht umzusetzen.
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Öffentliches WLAN bewusst und gezielt nutzen
Vorsicht mit den Daten
Ob Flughafen, Hotel oder Café: Öffentliches WLAN ist fast überall verfügbar. Für kurze Recherchen oder Nachrichten ist das meist unproblematisch, für sensible Vorgänge jedoch mit Bedacht zu nutzen. Verzichte in offenen Netzwerken auf Online-Banking, Kreditkartenzahlungen oder wichtige Log-ins. Wenn Du unterwegs etwas buchen oder Dich einloggen musst, nutze lieber mobile Daten. Innerhalb der EU ist das dank Roaming-Regelung überwiegend ohne Zusatzkosten möglich. Achte außerdem darauf, dass Dein Smartphone nicht automatisch jedes verfügbare WLAN auswählt. Diese Einstellung kannst Du vor der Reise deaktivieren und behältst so die Kontrolle über Deine Verbindungen.
VPN nutzen, um Deine Verbindung zu schützen
Verschlüssel Deine Verbindung
Ein VPN sorgt dafür, dass Deine Internetverbindung verschlüsselt wird. Das bedeutet: Daten werden nicht im Klartext übertragen und sind für Dritte schwerer abzufangen. Gerade auf Reisen, wenn Du Dich häufig in fremde Netzwerke einloggst, ist das ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Viele VPN-Dienste lassen sich einfach installieren und laufen im Hintergrund, ohne dass Du ständig eingreifen musst. Sinnvoll ist es, das VPN automatisch zu aktivieren, sobald Du ein öffentliches WLAN nutzt. So musst Du nicht jedes Mal daran denken und bist auch bei spontanen Verbindungen besser abgesichert.
Kreditkarten vor der Reise richtig einstellen
Banking Apps als digitaler Helfer
Kreditkarten sind im Ausland praktisch, sollten aber gut vorbereitet sein. Informiere Deine Bank vorab über Dein Reiseziel, damit Zahlungen nicht fälschlicherweise als verdächtig eingestuft und blockiert werden. Aktiviere Push-Benachrichtigungen in Deiner Banking-App, damit Du jede Zahlung sofort siehst. So bemerkst Du Unregelmäßigkeiten schnell. Bewährt hat sich außerdem, nicht alle Karten im selben Portemonnaie aufzubewahren. Falls eine Karte verloren geht oder gestohlen wird, bleibst Du zahlungsfähig und kannst entspannter reagieren. In manchen Ländern ist es üblich, dass Deine Kreditkarte zur Abrechnung kurz außer Sichtweite gebracht wird – etwa in Restaurants in den USA. Achte in solchen Situationen besonders auf Deine Abrechnungen und prüfe Belege zeitnah. Push-Benachrichtigungen helfen dabei, ungewöhnliche Abbuchungen sofort zu erkennen.
Online-Buchungen nur über sichere Anbieter erledigen
Der erste Schritt in einen angenehmen Urlaub
Spontan ein Hotel buchen oder einen Ausflug reservieren, das gehört für viele zum Reisen dazu. Achte dabei besonders auf die Seriosität der Anbieter. Sichere Webseiten erkennst Du an bekannten Bezahlmethoden und am HTTPS in der Adresszeile, die verschlüsselte, sichere Version des Standard-Internetprotokolls HTTP. Meide Angebote, die unrealistisch günstig wirken, ungewöhnliche Zahlungswege verlangen oder keine Bewertungen haben. Wenn Du unterwegs buchst, nimm Dir einen Moment Zeit für einen kurzen Check – das schützt Dich vor Datenmissbrauch und unnötigem Ärger im Urlaub.
HolidayCheck App und Reiseunterlagen bündeln
Alles an einem Ort
Die HolidayCheck App hilft Dir dabei, Ordnung in Deine Reiseorganisation zu bringen. Buchungen, Hotelinfos und Bewertungen sind zentral gespeichert, sodass Du nicht ständig verschiedene Webseiten oder Mails aufrufen musst. Das reduziert Log-ins. Zusätzlich hast Du wichtige Informationen jederzeit griffbereit, auch unterwegs. Wenn Du Reiseunterlagen digital sammelst, statt verteilt speicherst, behältst Du den Überblick und bist besser vorbereitet. Besonders dann, wenn es einmal schnell gehen muss.
Starke und unterschiedliche Passwörter verwenden
Warum 123passwort nicht ausreicht
Ein Passwort für alles mag bequem sein, ist aber riskant. Nutze für wichtige Dienste unterschiedliche, sichere Passwörter mit einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. So verhinderst Du, dass ein einzelnes Datenleck mehrere Konten betrifft. Ein Passwortmanager kann Dir helfen, den Überblick zu behalten, ohne dass Du alles auswendig lernen musst. Gerade auf Reisen ist das praktisch, weil Du Dich schnell und sicher einloggen kannst, ohne Passwörter mehrfach eintippen zu müssen.
Mietwagen für Deinen Urlaub buchen


Smartphone und Tablet vor der Abreise absichern
Updates vor der Reise
Bevor Du Dich auf den Weg in den Urlaub machst, lohnt sich ein kurzer Sicherheitscheck Deiner Geräte. Aktiviere eine Displaysperre sowie biometrische Funktionen wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Prüfe außerdem, ob automatische Updates aktiviert sind – sie schließen bekannte Sicherheitslücken. Auch eine Bildschirmsperre mit kurzer Zeitspanne ist sinnvoll, falls Du Dein Gerät mal für einen Moment liegen lässt. Diese kleinen Einstellungen machen im Alltag kaum einen Unterschied, erhöhen aber den Schutz Deiner Daten deutlich.
Vorsicht bei öffentlichen Ladestationen
Datenklau beim Laden
Ein leerer Akku unterwegs ist ärgerlich, da nutzt man gerne öffentliche Ladestationen. Doch auch öffentliche USB-Ladestationen können ein Risiko darstellen. Über manipulierte Anschlüsse und Kabel können theoretisch Daten ausgelesen werden. Nutze daher möglichst Dein eigenes Ladegerät oder eine Powerbank. Wenn Du auf eine öffentliche Station angewiesen bist, verwende nur ein Stromkabel und keines, welches Datenübertragung erlaubt, oder lasse Dein Smartphone beim Laden ausgeschaltet. Mit ein wenig Vorbereitung – etwa einer geladenen Powerbank im Handgepäck – vermeidest Du diese Situation ganz.
Für den Notfall vorbereitet sein
Keine Panik beim Handyverlust
Auch bei guter Vorbereitung kann unterwegs immer etwas schiefgehen. Deshalb solltest Du vor der Reise Ortungs- und Sperrfunktionen für Dein Smartphone aktivieren. So kannst Du Dein Gerät im Verlustfall orten oder aus der Ferne sperren. Notiere Dir wichtige Notfallnummern, etwa von Bank und Mobilfunkanbieter, zusätzlich offline. Das spart Zeit und Nerven, wenn Du schnell handeln musst. Vorbereitung bedeutet hier vor allem: im Ernstfall nicht erst überlegen zu müssen. Gleichzeitig kannst Du den Standort Deines Geräts mit Mitreisenden teilen – so findet Ihr immer zueinander zurück oder könnt den Standort eines verloren gegangenen Smartphones orten. iOS-UserInnen finden die Funktion unter “Wo ist”, während Android UserInnen “Mein Gerät finden” nutzen.
In sozialen Medien bewusst zurückhaltend bleiben
Vorsicht beim Posten
Urlaubsfotos teilen macht Spaß, sollte aber mit Bedacht erfolgen. Verzichte darauf, öffentlich zu posten, dass Du gerade verreist bist oder Dich aktuell an einem bestimmten Ort aufhältst. Solche Informationen können auch außerhalb der digitalen Welt Aufmerksamkeit erzeugen. Teile Eindrücke lieber zeitversetzt nach der Rückkehr. So schützt Du Deine Privatsphäre – und Dein Zuhause – ohne auf Erinnerungen verzichten zu müssen.