Ryanair bietet günstige Flugtickets – aber es gibt auch viele versteckte Kostenfallen. © iStock via Getty/pablorebo1984
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Regeln und Gebühren

Ryanair passt Regelungen und Gebühren 2026 an – das bedeutet es für Deine Buchung

Wenn Du entspannt in den Urlaub starten möchtest, solltest Du Dich frühzeitig mit versteckten Zusatzkosten auseinandersetzen. Denn schon bei der Flugbuchung können Gebühren entstehen, die auf den ersten Blick nicht immer auffallen. Wir zeigen Dir, welche Regeln gelten und welche Kosten bei Buchungen mit Ryanair auf Dich zukommen.

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Du solltest aufpassen, damit der Ryanair-Flug auch wirklich günstig bleibt. © iStock via Getty/f9photos
Du solltest aufpassen, damit der Ryanair-Flug auch wirklich günstig bleibt. © iStock via Getty/f9photos

Handgepäck-Regeln im Jahr 2026

Bei Ryanair ist im Basispreis nur ein kleines Handgepäckstück mit den Maßen 40 x 30 x 20 Zentimeter enthalten. Dieses muss unter den Vordersitz passen und wird daher teils auch als Underseat-Gepäck bezeichnet. Eine offizielle Gewichtsbegrenzung gibt es für dieses Gepäckstück – etwa eine kleine Laptoptasche – nicht.

Möchtest Du beispielsweise einen kleinen Rollkoffer in die Kabine mitnehmen, benötigst Du das Upgrade "Priority und zwei Handgepäckstücke". Damit darfst Du zusätzlich ein bis zu zehn Kilogramm schweres Gepäckstück mit den Maßen 55 x 40 x 20 Zentimeter mitführen. Dieses wird im Gepäckfach über den Sitzen verstaut.

Das "Priority"-Upgrade kostet je nach Strecke und Reisedaten zwischen 6 und 36 Euro pro Flug. Hast Du die Option nicht schon im Vorfeld gebucht, kannst Du dies über die App laut Allgemeiner Beförderungsbedingungen (Stand: 7. November 2025) noch bis zu 40 Minuten vor dem Flug tun. Nach der ursprünglichen Buchung beziehungsweise am Flughafen werden 20 Euro bis 60 Euro fällig. Am Abgabeschalter oder Flugsteig ist es für Nicht-"Priority"-Kundschaft demnach noch möglich, für 46 Euro bis 60 Euro ein bis zu zehn Kilo schweres Gepäckstück hinzuzufügen.

Ryanair kontrolliert die Handgepäck-Maße streng. Passt Dein Gepäck nicht in den sogenannten Sizer am Gate, wird es abgelehnt oder Du musst es kostenpflichtig aufgeben. Sollte es vor dem jeweiligen Flug möglich sein, kannst Du es noch im Frachtraum mitnehmen lassen. Nach den Beförderungsbedingungen von Ryanair beträgt die Gebühr hierfür 70 Euro bis 75 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer auf Inlandsflügen.

Koffer dürfen bei Ryanair maximal 32 Kilogramm wiegen. © Nomad_Soul/Shutterstock.com
Koffer dürfen bei Ryanair maximal 32 Kilogramm wiegen. © Nomad_Soul/Shutterstock.com

Aufgabegepäck und Zusatzkosten

Ryanair bietet verschiedene Optionen für Aufgabegepäck an. Die Preise variieren stark nach Gewicht, Strecke, Saison und Buchungszeitpunkt.

Kleines Gepäck zum Aufgeben bis zu einem Gewicht von zehn Kilogramm kostet bei der Buchung zwischen 9,49 Euro und 44,99 Euro pro Strecke. Nicht-"Priority"-Kunden, die bei der Buchung kein aufgegebenes Gepäck hinzugefügt haben, können dies noch am Gepäckabgabeschalter für 35,99 Euro bis 40 Euro tun. Wird dies nicht getan und der Koffer wird abgelehnt, ist es auch hier eventuell möglich, noch am Flugsteig den Koffer für eine Gebühr zwischen 46 Euro und 60 Euro im Frachtraum befördern zu lassen.

Für 20-Kilogramm-Aufgabegepäck zahlst Du bei direkter Online-Buchung zwischen 18,99 Euro und 59,99 Euro pro Flug. Buchst Du nachträglich oder am Flughafen, fallen laut Gebührenliste 39,99 bis 59,99 Euro an. Die maximalen Maße betragen 80 x 120 x 120 Zentimeter. Pro Person dürfen maximal drei Gepäckstücke mit bis zu 20 Kilo aufgegeben werden.Angeboten wird mittlerweile außerdem eine 23-Kilogramm-Option für 29,99 bis 80,99 Euro. Diese ist allerdings nur bei der ursprünglichen Buchung verfügbar.

Die Übergepäck-Gebühr beträgt elf Euro pro Kilogramm. Das maximale Einzelgewicht liegt bei 32 Kilogramm. Schwerere Koffer werden nicht befördert. Reist Du zu zweit auf derselben Route, dürft Ihr das Gewicht zwischen Euren Koffern aber auch aufteilen, solange keiner die 32-Kilogramm-Grenze überschreitet. Ein Beispiel: Bei zwei Koffern ist es erlaubt, dass einer 18 Kilogramm und der andere 22 Kilogramm wiegt.

Bei Ryanair gibt es sehr viele Regelungen, die die Kundschaft bares Geld kosten. © iStock via Getty/MathiasPodstawka
Bei Ryanair gibt es sehr viele Regelungen, die die Kundschaft bares Geld kosten. © iStock via Getty/MathiasPodstawka

Sitzplatzreservierung und Zusatzleistungen

Ohne Reservierung wird Dir beim Check-in ein Sitzplatz nach dem Zufallsprinzip zugewiesen. Wer zusammen mit anderen Personen reist, kann dann nicht darauf beharren, neben der Begleitung zu sitzen.

Die Kosten für einen reservierten Sitzplatz liegen zwischen 4,50 Euro und 33 Euro pro Strecke. Standardsitze in den Reihen sechs bis 15 und 18 bis 33 (bis zu 15,50 Euro) kosten dabei weniger als Plätze mit mehr Beinfreiheit.

Für Familien mit Kindern zwischen 23 Monaten und zwölf Jahren gilt eine Besonderheit: Erwachsene, die mit Kindern reisen, müssen einen Sitzplatz reservieren, dafür erhalten bis zu vier Kinder kostenlose Reservierungen für ihr Plätze in den Reihen 18 bis 33. Ryanair nennt dies "obligatorische Familiensitze". Sollten aufgrund der Nachfrage dort nicht genügend Sitzplätze zur Verfügung stehen, können Erwachsene gegen Aufpreis auch Plätze in den Reihen 11 bis 15 reservieren, die Plätze der Kinder bleiben kostenlos. Sollte auch das nicht möglich sein, können Erwachsene für die Reihen sechs bis zehn reservieren. Ist dies ebenfalls nicht möglich, bleibt nur ein anderer Flug.

Kleinkinder im Alter von acht Tagen bis 23 Monaten reisen auf dem Schoß eines Erwachsenen. Pro Sitzreihe sind maximal zwei Kleinkinder erlaubt. Die Gebühr beträgt in diesem Fall 25 Euro. Mit einem speziellen Rückhaltegurt oder einem geprüften Auto-Kindersitz können Kinder zwischen zwölf und 23 Monaten auf einem eigenen Platz sitzen. Dann wird der Sitzplatz voll berechnet. Du darfst zwei Babyartikel wie Kinderwagen oder Autositz kostenlos mitnehmen. Weitere Artikel mit jeweils bis zu 20 Kilogramm kosten bei Online-Buchung 15 Euro und 20 Euro am Flughafen. Zusätzlich ist eine Babytasche bis fünf Kilogramm kostenlos im Handgepäck erlaubt.

Unterschieden wird bei Ryanair außerdem zwischen verschiedenen Tarifen, die neben der Basic-Variante zu einem Aufpreis verfügbar sind. Es gibt etwa nur online verfügbare "Regular"-Tickets, in denen Priority Boarding und eine Sitzplatzreservierung inbegriffen sind. Daneben listet die Fluggesellschaft auch "Plus Tarif", "Family Plus", "Flexi Plus" und "Time Saver" in den Beförderungsbedingungen. Die zusätzlichen Kosten und inbegriffenen Leistungen der Tarife sind bei der Buchung einsehbar.

Oberstes Gebot: Nicht zu spät zum Gate kommen... © iStock via Getty/Amparo Garcia
Oberstes Gebot: Nicht zu spät zum Gate kommen... © iStock via Getty/Amparo Garcia

Check-in- und Boarding-Regeln

Seit dem vergangenen November akzeptiert Ryanair ausschließlich digitale Bordkarten. Klassische, gedruckte Bordkarten werden nicht mehr angenommen. Du musst also die Ryanair-App auf Deinem Smartphone installieren.

Der Online-Check-in ist zwischen 24 und zwei Stunden vor Abflug möglich. Mit Sitzplatzreservierung kannst Du bereits 60 Tage vorher einchecken. Erledigst Du den Check-in nicht online, fallen am Flughafen bis zu 55 Euro pro Person an. Hast Du bereits online eingecheckt, aber Dein Smartphone ist beispielsweise leer, erhältst Du am Schalter kostenlos eine Bordkarte. 

Am Gate musst Du spätestens 30 Minuten vor Abflug erscheinen. Wer zu spät kommt, verpasst den Flug. Innerhalb von weniger als 40 Minuten vor dem Abflug oder bis zu einer Stunde nach Abflug ist eine Umbuchung am Flughafen gegen eine Gebühr von 100 Euro möglich.

Besonderheiten und sonstige Kostenfallen

Die wichtigste Regel bei Ryanair lautet: Alles möglichst sofort online buchen. Nachträgliche Änderungen oder Buchungen am Flughafen belasten den Geldbeutel zusätzlich. Eine Buchung über das Callcenter oder am Schalter verursacht zudem eine Zusatzgebühr in Höhe von 50 Euro.

Sport- und Sondergepäck werden gesondert berechnet. Auch Einzelgegenstände dürfen ein Gewicht von 32 Kilo sowie Abmessungen von 81 x 119 x 119 Zentimeter nicht überschreiten. Für spezielle Gegenstände gelten unterschiedliche Vorgaben. Skiausrüstung wie Snowboards darf etwa nicht schwerer als 20 Kilogramm sein und kostet bei der Online-Buchung 45 Euro beziehungsweise 50 Euro am Flughafen. Fahrräder kosten 60 Euro pro Strecke bei Online-Buchung, am Flughafen 75 Euro. E-Bikes sind grundsätzlich nicht erlaubt.

Bei günstigen Tickets lohnt sich eine Neubuchung manchmal mehr als eine Umbuchung. Die Preise für eine reguläre Umbuchung betragen laut Gebührentabelle 45 Euro bei Online-Änderungen und 60 Euro am Flughafen oder durch einen Agenten. Eine Namensänderung kostet sogar zwischen 115 und 160 Euro.

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Quelle: spot on news