Tipps für Delfin- und Walbeobachtungen
So begegnest Du Walen und Delfinen respektvoll in freier Natur
Wale und Delfine in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten – davon träumen viele Menschen. Doch sobald dieser Moment tatsächlich gekommen ist, herrscht oft Unsicherheit über das angemessene Verhalten.
Zweifellos zählen Wale und Delfine zu den beeindruckendsten Geschöpfen unseres Planeten. Allerdings begegnen die meisten Menschen ihnen lediglich in Dokumentationen oder Tierparks. Wer das Glück hat, die Meeressäuger in freier Wildbahn anzutreffen, steht häufig vor der Frage nach dem korrekten Umgang.
Verhaltenskodex zur Beobachtung
Genau dafür hat die Whale and Dolphin Conservation (WDC) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und dem Bundesamt für Naturschutz schon vor geraumer Zeit Leitlinien veröffentlicht. Zwar wurden diese unter dem Titel "Verhaltenskodex: Beobachtung von Delfinen und Walen in deutschen Gewässern" zusammengetragen, Du solltest sie aber grundsätzlich überall beachten.
Allgemein gilt: Du solltest stets den nötigen Respekt haben, wenn Du auf Wale oder Delfine triffst. Und das nicht nur zum Schutz der Tiere, sondern auch zu Deinem. In der Regel lassen sich die Meeressäuger am besten vom Boot aus betrachten. An manchen Küstenregionen gelingt dies jedoch auch von Land. Es wird empfohlen, die Beobachtung vom Ufer aus generell vorzuziehen.
Wenn Du auf einem Boot bist und die Tiere mit Dir in Kontakt treten, genieße diesen besonderen Augenblick. Sobald sie sich entfernen, lass sie ziehen – die Tiere zu verfolgen, ist absolut unzulässig. Nähere Dich den Tieren nicht aktiv an und vermeide jede Störung. Locke sie nicht an, füttere sie nicht und versuche keinesfalls, sie zu berühren. Durch das Berühren können etwa auch Krankheitserreger übertragen werden, sowohl vom Menschen auf das Tier als auch umgekehrt.
Die Meeressäuger benötigen ausreichend Bewegungsfreiheit und sollten selbst entscheiden, ob sie sich Menschen oder Booten nähern möchten. Beim Fotografieren sollte kein Blitz verwendet werden und auch Lärm sollte so gut wie möglich reduziert werden. Zeigen die Tiere Anzeichen von Stress und Bedrängnis – etwa Schläge mit der Schwanzflosse, häufige Richtungswechsel oder plötzliches Beschleunigen – geh umgehend auf größeren Abstand.
Den richtigen Anbieter wählen
Bei der kommerziellen Delfin- und Walbeobachtungen empfiehlt es sich demnach, ausschließlich Veranstalter mit geschulter Crew zu buchen. Im Idealfall befindet sich ein Guide oder Naturführer mit an Bord, der Wissenswertes über die Tiere vermittelt, ihr Verhalten erklärt und darauf achtet, dass jegliche Störung – auch durch Boote und Schiffe – vermieden wird.
Unternehmen sollten laut WDC außerdem eine gültige Lizenz besitzen, das Boot und die Ausstattung sollten angepasst sein an lokale Richtlinien. Auch eine maximale Anzahl an PassagierInnen sollte befolgt werden und die TouristInnen sollten vor der Tour entsprechende Sicherheitsbelehrungen erhalten. Weitere Informationen und der gesamte Verhaltenskodex sind unter anderem auf der WDC-Homepage zu finden.
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