Andalusien im Frühling: Roadtrip durch weiße Dörfer und blühende Haine

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Antonias Zitat

“Der Mandelbaum vor mir explodiert förmlich in zartrosa Blüten, als hätte jemand Zuckerwatte in seine Äste gehängt. Ich stehe irgendwo zwischen Granada und den Alpujarras, die Luft riecht nach Frühling und Abenteuer, und ich weiß: Die nächsten Tage werden magisch.“

Antonia • Mietwagen Expertin

Warum dieser Roadtrip im Frühling unschlagbar ist

Blühende Mandelbäume in Andalusien
Blühende Mandelbäume in Andalusien

Die Mandelblüte beginnt je nach Wetterlage schon Ende Januar und zieht sich bis März. Die Orangenbäume folgen kurz darauf und plötzlich duften ganze Städte wie eine einzige Parfümerie. Die weißen Dörfer, die ohnehin aussehen wie aus einem Märchenbuch gefallen, bekommen durch die blühenden Bäume und die grünen Wiesen drumherum noch eine Extra-Portion Magie. Und das Beste: Die Touristenmassen der Sommermonate sind noch nicht da. In den engen Gassen der Pueblos Blancos begegne ich mehr Einheimischen als anderen Reisenden, in den Restaurants bekomme ich ohne Reservierung einen Platz und die Preise sind deutlich entspannter.

Route im Überblick

Mein Roadtrip führt mich in etwa zehn Tagen durch das Herz Andalusiens

  • Start in Granada (2-3 Tage)
  • Alpujarras und weiße Dörfer östlich von Granada (2 Tage)
  • Córdoba (2 Tage)
  • Route der weißen Dörfer zwischen Córdoba und Sevilla (2 Tage)
  • Sevilla (2-3 Tage) 


Natürlich kann man die Route auch kürzer oder länger gestalten. Ich habe mir bewusst Zeit gelassen, um nicht nur abzuhaken, sondern auch zu genießen. 

1
Granada: Zwischen Alhambra und Orangenhainen

In der Alhambra in Granada
In der Alhambra in Granada

Granada empfängt mich mit schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada im Hintergrund. Ein Kontrast, den man so schnell nicht vergisst. Die Stadt ist der perfekte Ausgangspunkt, schon allein wegen der Alhambra, die ich mir natürlich nicht entgehen lasse.

Aber Granada ist so viel mehr als die Alhambra. Im Albaicín, dem maurischen Altstadtviertel, verliere ich mich in weißgetünchten Gassen, die so steil sind, dass ich mich manchmal frage, ob hier überhaupt Autos fahren können (Spoiler: können sie, und zwar halsbrecherisch). Der Mirador de San Nicolás bietet den klassischen Alhambra-Blick – bei Sonnenuntergang wird's hier voll, aber die Stimmung ist es wert.

Antonias MietwagenTipps
Antonias
MietwagenTipps

Mein Tipp: Tickets Wochen im Voraus online buchen, sonst steht man hier im wahrsten Sinne des Wortes vor verschlossenen Türen. 

Der Park Carmen de los Mártires
Der Park Carmen de los Mártires

In den Parks und entlang der Straßen blühen jetzt überall Orangenbäume. Der Duft ist so intensiv, dass ich erstmal verstehe, warum die Mauren Andalusien als Paradies bezeichnet haben. Im Carmen de los Mártires, einem zauberhaften Park unterhalb der Alhambra, spaziere ich zwischen Orangenbäumen und Pfauen herum und habe das Gefühl, in einer anderen Zeit gelandet zu sein. 

Essen in Granada

Die Tapas-Kultur hier ist legendär: Zu jedem Getränk gibt's eine kostenlose Tapa. Ich lande in der Calle Navas, wo sich eine Bar an die nächste reiht, und probiere mich durch: Berenjenas con miel (frittierte Auberginen mit Honig), Tortilla, Boquerones (eingelegte Sardellen). In der Bar Los Diamantes gibt's die besten frittierten Fische, bei Bar Poe experimentiere ich mit kreativeren Varianten. 

2
Die Alpujarras: Weiße Dörfer trifft Mandelblüte

Von Granada fahre ich nach Osten in die Alpujarras, eine Region, die sich an die Südhänge der Sierra Nevada schmiegt. Die Straße windet sich bergauf, und plötzlich bin ich mittendrin: weiße Dörfer, die aussehen, als hätte sie jemand an den Hang geklebt, und überall Mandelbäume in voller Blüte. 

Pampaneira, Bubión und Capileira

Das weiß gekalte Dorf Pampaneira
Das weiß gekalte Dorf Pampaneira

Diese drei Dörfer liegen wie Perlen an einer Kette übereinander. Pampaneira ist das größte und touristischste der drei, aber auch hier verliere ich mich in Gassen, die so eng sind, dass ich die Arme ausstrecken und beide Wände berühren kann. Die Häuser sind alle weiß gekalkt, die Dächer aus Schiefer, und überall hängen bunte Teppiche und Keramik in den Läden. 

In Bubión setze ich mich in ein kleines Café und schaue auf das Tal hinunter. Ein alter Mann neben mir trinkt seinen Kaffee und erzählt mir auf Spanisch – von dem ich nur die Hälfte verstehe – über die Mandelblüte, die dieses Jahr besonders schön sei. 

Capileira, in der Region Alpujarras
Capileira, in der Region Alpujarras

Capileira ist das höchstgelegene der drei Dörfer und mein persönlicher Favorit. Von hier starten Wanderwege in die Sierra Nevada, aber ich begnüge mich mit einem Spaziergang durch die Gassen und einem Mittagessen in einer kleinen Venta, wo ich Plato Alpujarreño probiere: Kartoffeln, Blutwurst, Schinken, Spiegelei und Paprika. Klingt chaotisch, schmeckt genial. 

Mandelbäume soweit das Auge reicht

Wunderschön blühender Mandelbaum
Wunderschön blühender Mandelbaum

Rund um die Dörfer erstrecken sich terrassierte Felder mit Mandelbäumen. Wenn die Blüte auf ihrem Höhepunkt ist, sieht die Landschaft aus wie mit einem rosa-weißen Filter überzogen. Ich halte immer wieder an, um Fotos zu machen, aber ehrlich gesagt wird keine Kamera diesem Anblick gerecht.

3
Córdoba: Stadt der Orangenbäume

Nach zwei Tagen in den Bergen fahre ich westwärts nach Córdoba. Die Stadt liegt etwa zweieinhalb Stunden von Granada entfernt, und die Fahrt führt durch Olivenhaine, die scheinbar nie enden.

 

Mezquita, die Moschee-Kathedrale
Mezquita, die Moschee-Kathedrale

Córdoba ist kompakter als Granada oder Sevilla, was sie perfekt macht für ein entspanntes Wochenende. Das Highlight ist natürlich die Mezquita, die Moschee-Kathedrale, die architektonisch so absurd faszinierend ist, dass ich erstmal zehn Minuten brauche, um zu begreifen, was ich da eigentlich sehe. Der Wald aus Säulen, die rot-weißen Hufeisenbögen, und mittendrin plötzlich eine Renaissance-Kathedrale – Córdoba in a nutshell. 

Bäume im Patio de los Naranjos
Bäume im Patio de los Naranjos

Aber was Córdoba im Frühling wirklich besonders macht, sind die Orangenbäume. Sie stehen überall: in den Innenhöfen der Häuser, in den Parks, entlang der Straßen. Im Patio de los Naranjos, dem Orangenhof der Mezquita, stehe ich zwischen den blühenden Bäumen und atme tief ein. Der Duft ist so süß und intensiv, dass er fast schon betäubend wirkt. 

Die Innenhöfe von Córdoba

Ein Patio mit Blumen-Oase
Ein Patio mit Blumen-Oase

Im Mai findet hier das berühmte Patio-Festival statt, aber auch im März und April kann man viele der privaten Innenhöfe besichtigen. Diese Patios sind kleine Paradiese: weiß gekachelt, voller Blumen, mit Brunnen in der Mitte und oft von Orangenbäumen beschattet. Ich schlendere durch die Judería, das ehemalige jüdische Viertel, und entdecke immer wieder offene Türen, hinter denen sich diese Oasen verbergen. 

Essen in Córdoba

Córdoba ist die Heimat des Salmorejo, einer dickflüssigen kalten Tomatensuppe, die ich in fast jedem Restaurant bestelle. Dazu gibt's meist hart gekochtes Ei und Jamón-Würfel. Im Bodegas Mezquita Céspedes sitze ich in einer traditionellen Bodega mit Weinfässern an den Wänden und probiere Rabo de Toro (Ochsenschwanz-Eintopf) – ein Klassiker, der mich überrascht, wie zart das Fleisch ist. 

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4
Die Route der weißen Dörfer: Von Córdoba nach Sevilla

Zwischen Córdoba und Sevilla könnte man die schnelle Autobahn nehmen und in anderthalb Stunden durch sein. Oder man nimmt die Landstraße durch die Ruta de los Pueblos Blancos und braucht zwei Tage. Ich entscheide mich für Letzteres. 

Zuheros und Priego de Córdoba

Calle del Rio in Priego de Córdoba
Calle del Rio in Priego de Córdoba

Zuheros ist ein winziges Dorf, das sich an einen Felsen klammert, auf dem eine maurische Burg thront. Ich parke unterhalb des Dorfes und laufe die steilen Gassen hinauf. Von oben habe ich einen Ausblick über Olivenhaine und die Sierras Subbéticas – grün und saftig zu dieser Jahreszeit. 

Priego de Córdoba ist größer und bekannt für seine Barockkirchen und einen spektakulären Aussichtspunkt, den Balcón del Adarve. Von hier schaue ich über das Tal, während die Sonne langsam untergeht und alles in goldenes Licht taucht. 

Olvera und Setenil de las Bodegas

Setenil de las Bodegas
Setenil de las Bodegas

Olvera sehe ich schon von weitem: ein weißes Dorf mit einer Burg auf dem Hügel, die man nicht übersehen kann. Die Gassen sind steil und verwinkelt, und ich verbringe eine Stunde damit, ziellos herumzuschlendern und den Blick auf die umliegenden Felder zu genießen. 

Setenil de las Bodegas ist allerdings der absolute Höhepunkt dieser Route. Das Dorf ist teilweise in den Felsen gebaut – und ich meine wirklich IN den Felsen. Ganze Straßenzüge haben statt eines Daches einen riesigen Felsüberhang. In der Calle Cuevas del Sol sitze ich in einer Bar, über mir mehrere Tonnen Fels, und trinke ein Bier. Es fühlt sich surreal an. 

5
Sevilla: Das große Finale

Sevilla ist der krönende Abschluss dieses Roadtrips. Die Stadt ist größer, lebhafter und hat eine Energie, die ansteckend ist. Ich komme am späten Nachmittag an und merke sofort: Hier ist mehr los. 

Alcázar – Innenhof des Palastes
Alcázar – Innenhof des Palastes

Der Alcázar ist ein Muss – ein maurischer Palast mit Gärten, die so schön sind, dass sie als Drehort für Game of Thrones dienten. Im Frühling blühen hier Orangen und Blumen in allen Farben, und die Brunnen plätschern vor sich hin. Ich verbringe Stunden damit, durch die verschiedenen Gärten zu wandeln. 

Die Kathedrale ist gigantisch (eine der größten der Welt), und der Aufstieg auf die Giralda lohnt sich für den Ausblick über die Stadt. Von oben sehe ich ein Meer aus weißen Häusern, durchzogen von Orangenbäumen. 

María Luisa Park und Plaza de España

Blühende Bäume im María Luisa Park
Blühende Bäume im María Luisa Park

Der María Luisa Park ist im Frühling besonders schön. Überall Orangenbäume, dazu Palmen, Brunnen und verwinkelte Wege. Ich miete mir ein Fahrrad und radle durch den Park zur Plaza de España, diesem bombastischen Halbkreis-Platz mit Kanal und Keramikbänken für jede spanische Provinz. Er ist touristisch, ja, aber auch einfach beeindruckend. 

Triana und Tapas

Abends überquere ich die Brücke nach Triana, dem ehemaligen Zigeunerviertel am anderen Ufer des Guadalquivir. Hier ist Sevilla weniger poliert und dafür authentischer. Ich lande in einer Bar nach der anderen, probiere Espinacas con Garbanzos (Spinat mit Kichererbsen), Carrillada (Schweinebacke in Sauce), und natürlich frittierten Fisch. 

Im Viertel Santa Cruz, dem alten jüdischen Viertel, verliere ich mich in Gassen, die so eng sind, dass ich die Arme ausstrecken und beide Hauswände berühren kann. Überall Orangenbäume, weiße Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen, und kleine Plazas, wo alte Männer Domino spielen.

Praktische Tipps für den Roadtrip

Beste Reisezeit: Ende Februar bis Anfang April ist ideal für die Mandelblüte. Die Orangenbäume blühen etwa von März bis April. Die Temperaturen liegen zwischen 15 und 25 Grad – perfekt zum Wandern und Entdecken. 

Mietwagen: Absolut notwendig für diesen Roadtrip. Die weißen Dörfer sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu erreichen. Ich habe meinen Wagen am Flughafen Granada abgeholt und in Sevilla zurückgegeben. Ganz einfach machbar mit der Einwegmiete

Fahren: Die Straßen sind generell gut, können in den Bergen aber sehr kurvig und eng werden. In den Dörfern sind die Gassen oft so schmal, dass ich froh bin, einen kleinen Wagen zu haben. Parken ist manchmal eine Herausforderung – ich parke meist unterhalb der Dörfer und laufe hinauf. 

Unterkünfte: Im Frühling sind die Preise noch moderat. In den weißen Dörfern gibt's oft kleine familiengeführte Hotels oder Casas Rurales, die charmant und günstig sind. In den Städten buche ich zentrale Hotels, um alles zu Fuß erreichen zu können. 

Essen: Andalusien ist günstig. Ein Menú del Día (Mittagsmenü mit Vorspeise, Hauptgang, Dessert und Getränk) kostet zwischen 10 und 15 Euro. Abends bestelle ich oft mehrere Tapas statt einem Hauptgericht – so probiere ich mehr. 

Sprache: In ländlichen Gebieten wird wenig Englisch gesprochen. Ein paar Brocken Spanisch helfen enorm und werden mit großer Freundlichkeit belohnt.

Mein Fazit

Dieser Roadtrip durch Andalusien im Frühling ist einer der schönsten, die ich je gemacht habe. Die Kombination aus Kultur, Natur, gutem Essen und dieser speziellen Frühlingsmagie hat mich komplett erwischt. Die Mandelblüte, der Duft der Orangenbäume, die weißen Dörfer vor blauem Himmel – das ist Andalusien von seiner besten Seite. 

Und das Beste: Ich habe das Gefühl, nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Es gibt noch so viele weitere weiße Dörfer zu entdecken, noch mehr kurvenreiche Straßen durch Olivenhaine, noch mehr versteckte Patios und kleine Bars mit den besten Tapas. Andalusien im Frühling ist kein Geheimnis mehr für mich – aber eins, das ich gerne weitergebe. 

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