Zwei Radfahrerinnen fahren durch einen dunklen Nadelwald
© Carlos Fernández Laser, ROSE Bikes GmbH

Radsport

Graveln auf dem Kamm

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Der Thüringer Wald gehört zu den stillen Stars der Gravelbike-Szene. Aber auch in anderen Regionen des Freistaats gibt’s abwechslungsreiche und anspruchsvolle Touren.

Gravelbiken hat in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt – und der Thüringer Wald gehört zu den Regionen in Deutschland, in denen sich dieser Trend besonders durchsetzt. Das liegt weniger an spektakulären Einzeltrails, als an dem dichten Netz an Forstwegen, an langen Kammstrecken und einer Topografie, die Dich fordert, die aber gleichzeitig gut zu bewältigen ist. Spannend: Nicht nur im Thüringer Wald, sondern auch im Saaletal, in der Rhön und im Thüringer Becken gibt es gute Tourmöglichkeiten. Dabei ist das Saaletal sportlicher als Du denkst, die Rhön eine wunderbare Region für Abenteuerlustige  und das Thüringer Becken gut für Gravelbike-EinsteigerInnen.

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Ein Radfahrer fährt mit einem Gravelbike durch den Wald
Graveln auf einem Forstweg in Thüringen © Thüringen Tourismus (TTG)

Thüringer Wald

Rennsteig

Herzstück des Thüringer Walds ist natürlich der Rennsteig, einer der ältesten und bekanntesten Höhenwege in Deutschland. Was Wanderer seit Jahrhunderten schätzen, entdecken zunehmend auch Gravelbiker: Fein geschotterte Strecken, wechselnde Untergründe und ein nahezu durchgängiges Auf und Ab entlang des Kamms taugen perfekt für abwechslungsreiche Touren. Die Radvariante des Rennsteigs ist etwa 195 Kilometer lang und führt von Hörschel bei Eisenach nach Blankenstein an der Saale. Sie eignet sich hervorragend für lange, gleichmäßige Belastungen – ideal für alle, die eher Ausdauer als Adrenalin suchen. Die Mischung aus rauer Natur und gut fahrbaren Wegen liefert genau das, was Gravelbiken ausmacht.

Oberhof

Doch der Thüringer Wald ist mehr als nur der Rennsteig. Empfehlenswert sind etwa auch Touren rund um Oberhof, Schmiedefeld oder Masserberg. Hier lassen sich auf 50 bis 80 Kilometern abwechslungsreiche Strecken kombinieren: schnelle Forstwege, kurze, knackige Anstiege und immer wieder Ausblicke über das bewaldete Mittelgebirge. Wer es anspruchsvoller mag, findet mit längeren Etappen über 100 Kilometer genügend Höhenmeter, um auch sportlich an die Grenze zu gehen.

Ein Radfahrer fährt über einen Waldweg dem Fotografen entgegen
Radfahren im Thüringer Wald © stock.adobe.com - BublikHaus

Tipps und Infrastruktur

Wie gemacht für Gravelbikes

Ein entscheidender Vorteil der Region ist die Infrastruktur. Viele Wege sind ursprünglich für die Forstwirtschaft angelegt worden und entsprechend robust. Das bedeutet: auch nach Regen gut befahrbar, selten tief verschlammt und meist breit genug für sicheres Fahren. Gleichzeitig bleibt der Verkehr minimal – motorisierte Fahrzeuge sind die Ausnahme. Das schafft eine Ruhe, die man in dichter besiedelten Regionen kaum findet.

Warum macht Gravelbiken hier besonders Spaß? Es ist die Kombination aus Flow und Naturerlebnis. Anders als auf reinen Mountainbike-Trails steht nicht die technische Herausforderung im Vordergrund, sondern das gleichmäßige Erleben einer Landschaft. Der Thüringer Wald bietet dafür die perfekte Bühne: Lange Anstiege im Schatten dichter Fichten, rasante Abfahrten auf festem Schotter und immer wieder Lichtungen mit Weitblick wechseln sich ab. Dazu kommt eine gewisse Ursprünglichkeit.

Gut vorbereitet auf die nächste Tour

Es gibt ein paar Dinge, auf die Du bei der Tourvorbereitung achten solltest. Erstens: Anstiege unterschätzen viele. Auch vermeintlich moderate Touren summieren sich schnell auf 1.000 Höhenmeter und mehr. Eine realistische Einschätzung der eigenen Kondition ist daher entscheidend. Zweitens: Verpflegung. Abseits der touristischen Zentren sind Einkehrmöglichkeiten nicht überall selbstverständlich – genug Wasser und Snacks gehören in Dein Gepäck. Drittens: die Reifenwahl. Klassische Gravelreifen zwischen 40 und 45 Millimetern Breite bieten hier den besten Kompromiss aus Rollwiderstand und Komfort.

Zwei Radfahrer im sonnenbeschienen Wald
Der etwas längere Rennsteig-Radweg verläuft teilweise auf den Original-Wanderpfaden © TTG/Martin Kirchner

Thüringer Wald: Rennsteig-Klassiker

Oberhof – Schmiedefeld – Neustadt am Rennsteig – Oberhof

Distanz: ca. 65 km - Höhenmeter: ~1.200 hm - Untergrund: überwiegend Schotter, festgewalzt

Das ist die Signature Ride-Runde im Thüringer Wald. Du bewegst dich viel auf oder nahe am Rennsteig, kombiniert mit parallelen Forstwegen. Lange, gleichmäßige Anstiege wechseln sich mit schnellen Abfahrten ab – kaum technisch, aber konditionell fordernd. Unterwegs erlebst Du eine klassische Rennsteig-Atmosphäre mit dichten Wäldern und langen Flow-Passagen ohne Verkehr. Gute Einstiegsmöglichkeiten rund um Oberhof

Ein kleines, blau-gelb farbenes Schloss liegt in einem Park
Dornburger Schlösser, Thüringen © Jens Hauspurg, Thüringer Tourismus GmbH

Jena & Saaletal: Aussichtsreich

Jena – Dornburger Schlösser – Tautenburg – Jena

Distanz: ca. 55 km - Höhenmeter: ~900–1.000 hm - Untergrund: Mix aus Schotter, festen Waldwegen, kurzen Asphaltstücken

Diese Tour ist anspruchsvoller als man denkt: Dich erwarten kurze, steile Rampen, aber auch spektakuläre Ausblicke ins Saaletal. Unterwegs erlebst Du die Muschelkalklandschaft an der Saale mit den Dornburger Schlössern, fährst teilweise aber auch über weite Hochflächen. Perfekt für eine sportliche Kurztour mit schönen Pausen.

Eine Gasse führt an alten Fassaden entlang.
Bad Langensalza, Thüringen © stock.adobe.com - Oliver Hlavaty

Thüringer Becken & Fahner Höhen: Tempo machen

Erfurt – Dachwig – Fahner Höhe – Bad Langensalza – zurück

Distanz: ca. 70 km - Höhenmeter: ~400–600 hm - Untergrund: viel feiner Schotter, Feldwege

Schnell, offen, windanfällig: Auf dieser Tour geht es weniger ums Klettern und mehr ums Rollen. Ideal, um Tempo zu machen oder entspannt Kilometer zu sammeln. Du radelst entlang von Obstplantagen in den Fahner Höhen, kannst immer wieder weit über das Thüringer Becken schauen. Perfekt für EinsteigerInnen, allerdings nicht so empfehlenswert bei starkem Wind.

Zwei Radfahrer machen Pause auf einer Bank, die auf einer Wiese steht
Ausblick über die Rhön auf dem Weg zur Wasserkuppe © stock.adobe.com - riebevonsehl

Rhön: Offene Fernen

Kaltennordheim – Wasserkuppe – Hochrhönrunde

Distanz: ca. 80 km - Höhenmeter: ~1.300 hm - Untergrund: Schotter, groberer Untergrund, teils Wiesenwege

Rauer als der Thüringer Wald. In der Rhön gibt es noch nicht so viele klar ausgeschilderte Routen, dafür erlebst Du ein echtes Abenteuergefühl. Offene Hochflächen wechseln sich mit kurzen Waldstücken ab. Die Hochrhön bietet oft grandiose Fernblicke und Du erlebst Biosphärenreservat-Atmosphäre – mit vielen Schafherden, kleinen Dörfern und ländlichen Kulturdenkmälern. Nicht umsonst wird die Landschaft hier das Land der offenen Fernen genannt. Das Wetter kann sich hier schnell ändern – pack also auch eine Wind- und Regenjacke ein.

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