Nicht nur in Venedig wird Karneval großgeschrieben. © ivan canavera/Shutterstock.com
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Mittelmeerinsel in der Nebensaison

Warum sich Sardinien im Winter lohnt: Surfen, Wandern und Karneval

Am Gardasee kehrt in den kalten Monaten Stille ein, und selbst Rom präsentiert sich dann kühl und windig. Wer Italien jenseits der üblichen Hauptreisezeit entdecken will, trifft auf Sardinien allerdings ein reizvolles Ziel – gerade wenn der Sommer vorbei ist.

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Die Mittelmeerinsel zeigt sich insgesamt entspannter als die stark frequentierten Regionen auf dem Festland. Fernab von Großstadthektik und dem Gewusel der Toskana lohnt ein Eintauchen in sardische Traditionen und die Erkundung abwechslungsreicher Landschaften. Während etliche große Strandresorts im Winter ihre Türen schließen, empfangen Unterkünfte in Städten wie Cagliari, Alghero oder Olbia weiterhin Gäste. Gleiches gilt für zahlreiche kleine Pensionen, Agriturismi und Bed-and-Breakfasts im Landesinneren. Genau dort, wo das alltägliche Leben der Einheimischen pulsiert, offenbart sich Sardinien von seiner ursprünglichen Seite.

In der Nebensaison sind Sardiniens schönste Strände häufig menschenleer. © Stefano Zaccaria/Shutterstock.com
In der Nebensaison sind Sardiniens schönste Strände häufig menschenleer. © Stefano Zaccaria/Shutterstock.com

Auch Sportbegeisterte kommen in der kühlen Jahreszeit auf ihre Kosten. Im Bergort Fonni am Rand des Gennargentu-Gebirges lässt sich bei genügend Schnee im kleinen Skigebiet Bruncu Spina sogar Ski fahren – eine Seltenheit auf einer Insel im Mittelmeer. An den Küsten sorgen beständige Winde besonders an der Westseite für ideale Bedingungen zum Windsurfen und Wellenreiten. Mit Neoprenanzug ist Wassersport bei Wassertemperaturen zwischen 14 und 16 Grad problemlos möglich, während die Lufttemperaturen an sonnigen Tagen oft darüber liegen.

Im Winter zieht Sardinien zudem RennradfahrerInnen an, die auf kaum befahrenen Straßen und bei milden Temperaturen perfekte Trainingsmöglichkeiten vorfinden. Für Wanderfreunde eignet sich diese Zeit besonders gut: Während im Sommer oft drückende Hitze herrscht, lassen sich die Pfade jetzt angenehm erkunden. Zu den schönsten Strecken gehören Panoramawege im Supramonte- und Gennargentu-Gebirge sowie kürzere Touren zu versteckten Buchten wie der Cala Tinnari im Norden.

In Mamoiada werden in der Karnevalszeit seit Jahrhunderten diese Masken getragen. © istock/giovannibussu
In Mamoiada werden in der Karnevalszeit seit Jahrhunderten diese Masken getragen. © istock/giovannibussu

Sardische Bräuche zur Karnevalszeit

Wer traditionelle sardische Kultur erleben möchte, sollte einen Besuch zur Karnevalszeit (Mitte Januar bis Mitte Februar) einplanen. In Mamoiada ziehen die geheimnisvoll wirkenden Mamuthones gemeinsam mit den festlich gewandeten Issohadores durch die Gassen – eine der beeindruckendsten Traditionen der Insel. Mit buntem Straßenkarneval hat dieses Ritual kaum etwas gemeinsam; es dominieren stattdessen jahrhundertealte Symbolik und strenge Abläufe.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Sartiglia in Oristano, ein historisches Reiterspektakel am Karnevalssonntag (2026 am 15. Februar) und am Martedì Grasso (17. Februar). Im vollen Galopp versuchen die ReiterInnen, mit einer Lanze einen aufgehängten Metallstern zu durchbohren. Der Volksüberlieferung zufolge verheißt die Zahl der erbeuteten Sterne eine gute Ernte. Die Sartiglia zählt zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Reiterfesten Italiens und lockt jährlich zahlreiche BesucherInnen an.

Abseits der Hauptsaison zeigt sich Sardinien im Winter ruhig, naturbelassen und authentisch – perfekt für alle, die die Insel jenseits von Strandtrubel und Sommerhitze erkunden möchten.

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Quelle: spot on news