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  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    @Marco L.

    "Stand 2008: Die Startbahn 01R wurde um 1000 Meter nach Süden verlängert, um die Lärmbelästigung durch startende Flugzeuge in der Hauptstadt Puerto del Rosario zu reduzieren. Eine zweite Start-/Landebahn (01L/19R) mit einer Länge von 2200 Metern für Notfälle wurde eröffnet."

    1800 Meter von Aufsetzpunkt zu Aufsetzpunkt plus ca. 2 x 200m von Rasenkante bis touch down! 

    Quelle:
     Offizielle Seite des Betreibers AENA
     Jahresstatistik der spanischen Flughafen-Betreibergesellschaft AENA

    Reicht es nun?

    Dieter

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    Sorry, dem Flugplan des Frankfurter Flughafens ist das schnurzpiepegal ob das ein Pauschalflug ist oder nicht, er gibt nur die startenden und landenden Maschinen an und nähere Angaben zur Durchführung dieses Fluges. Weiterführend mit allen Informationen über diesen Flug. Ob da in einer AB-Maschine Pauschalreisende und Privatleute mit Nur-Flug sitzen, das interessiert ihn nicht. Pauschalreisende sind doch alle die bei einem Veranstalter ein Hotel, Flug, Transfer usw. komplett gebucht haben! Es ist doch selbstverständlich, dass in einer Maschine Passagiere der verschiedensten Veranstalter fliegen! Es geht um den Flugplan des Flughafens und nicht um den des jeweiligen Veranstalters! Das Fluzeug als Gerät ist für den Plan wichtig und nicht derjenige der da drin sitzt, ob mit oder ohne Pauschalreise!
    Nun ist das alles doppelt gekommen, weil die Maschinerie bei HC mal wieder hakt, oder gerade einen Dump macht. 

    War das nicht deine Ausgangsfrage?

    ........kann mir jemand sagen warum sämtliche Reisen nach Fuerteventura immer eine Zwischenlandung haben? Es muss doch möglich sein direkt dorthin zu fliegen oder? Erst dachte ich es liegt am Datum, dass am 29. und 30.8 eben keine Direktflüge statt finden. Habe aber nun auch nach anderen Terminen geschaut und finde nahezu keine Pauschalreise ohne Zwischenlandung. Was ziemlich blöd ist wenn man sowieso nur 5-6 Tage dort ist und dann noch so viel Zeit an Flughäfen verschwendet...

    Ist dann nicht alles klar? Du fragst nach Non-Stop Flügen nach Fuerte. Ich gab die Antwort. Und nun stellt sich raus, dass dein Flug als Zielflughafen jeweils Madrid hat und nicht Fuerte! Sonst würde da "Direktflug " oder mit Zwischenstop in Madrid nach Fuerte stehen. Das Gepäck wäre aber durchgecheckt bis Fuerte. Dann ist das mit Spanair richtig! Dieser Flug am 29. 8. mit Spanair JK 116 endet in Madrid, und nichts ist nur mit Zwischenlandung nach Fuerte! Madrid ist Ende. Wenn du aber fragst bei der Flugeingabe: Frankfurt nach Fuerte ob mit oder ohne Zwischenstop, das wird angezeigt bei den Flügen, nämlich als Direktflug dann kann natürlich Spanair nicht aufgelistet werden, denn das Endziel dieses Fluges ist Madrid und nicht Fuerte! Damit ist dieser Flug abgeschlossen und nicht nur unterbrochen. Von Madrid müßtest du neu weiter nach Fuerte buchen und einchecken.
    Schaut doch alle selbst nach im Flugplan! ❓  Ist das alles so schwer zu verstehen? Und macht euch den Unterschied zwischen einem Direktflug und einem Non-Stop Flug mal klar.
     
    Ihr hängt euch alle an der Bezeichnung "Pauschalreise" auf. Das sind ausnahmslos alle Reisen, die inklusive aller angebotenen und vertraglichen Leistungen komplett bei einem Veranstalter gebucht wurden! Siehe oben!
    Wahrscheinlich ist das wieder so ein Super-Sonder-Kundenfang Angebot und nicht seriös! Klemm dich gleich dahinter wie das mit dem Flug gemeint ist!  

    Mir schwant was ganz Böses: Hoffentlich bist du da nicht auf einen dieser miesen Tricks reingefallen und mußt den Weiterflug ab Madrid selbst zahlen! Sowohl hin als auch zurück! Dann siehst du aber ganz alt aus! Ich ahne sowas schon! 

    Dieter

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    Sorry, dem Flugplan von Frankfurt ist das egal ob das eine Pauschlreise ist oder nicht! Er gibt nur die startenden und landenden Flüge aller Gesellschaften an. Egal ob das Emirates, LH oder sonstwas ist. Schaut nach im Flugplan Frankfurt!

    Dieter

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    Sorry, dem Flugplan von Frankfurt ist das egal ob das eine Pauschlreise ist oder nicht! Er gibt nur die startenden und landenden Flüge aller Gesellschaften an. Egal ob das Emirates, LH oder sonstwas ist. Schaut nach im Flugplan Frankfurt!

    Dieter

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    Am 29. 8. fliegen nur 3 Maschinen Non-Stop von Frankfurt: AB, TUIfly, und Condor incl. aller "Passagiere mit Sonderflügen"! Am 30. fliegt keine, 31. nur TUIfly. Es gibt keine Maschine mit Zwischlandung an den Tagen! 

    Bis auf das Alter und die Namen der Piloten und das gate, könnte ich dir alles sagen! Ach ja, und deren Geschlecht das weiß ich auch noch nicht! 😆

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    Ich möchte schon, aber du drehst und wendest dich und wir sind noch keinen Schritt weitergekommen! Wahrscheinlich wegen dieses völlig verdrehten postings zu Beginn.

    .......irgendwie verstehe ich dein posting nicht.
    die schmale landebahn ist die begründung, dass es wenig flüge mit zwischenstopp gibt?
    ich verstehe da den zusammenhang nicht so ganz.
    bitte klär mich doch mal auf.

    Dieter 

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    Das ist eben nicht egal wenn du das Landegewicht betrachtest!
    Aber lassen wir das, du stehst wirklich auf dem Schlauch, oder du willst es nicht verstehen!

    Dieter

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    @sozass

    außer Mittwoch fliegen täglich bis zu 2 Maschinen Non-Stop von Frankfurt nach Fuerte!
    Ich weiß nicht wo du dich da informiert hast?
    Sicher kommt nun aber gleich die Ausrede: Aber ich will gerade am Mittwoch fliegen! Dann weiß ich, dass das ganze ein Flop von dir war! 😞

    Dieter

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    @Lexilexi

    Die Mindestbreite jeder Landebahn für Flugzeuge im internationalen Flugverkehr ist festgelegt und genormt. Das hat viele technische Gründe, denn sonst braucht man ja nur die Spurbreite des Hauptfahrwerkes der verschiedenen Typen als Mindestmaß. Auch die Bahnlänge muß ein Mindestmaß haben, sonst bekommt sie keine internationale Zulassung. Ist doch leicht einzusehen, dass mit länger werdender Bahn und größeren Reserven, auch die Sicherheit steigt, - oder? Ich sehe nicht wo dein Problem ist?

    Zitat: die schmale landebahn ist die begründung, dass es wenig flüge mit zwischenstopp gibt?

    Dann hast du wirklich mein posting nicht verstanden, denn das schrieb ich nicht, sondern nur von der Länge!

    Allgemeine Fragen

  • Zwischenland bei Flug nach Fuerteventura
    nokiN noki

    AB und Condor fliegen jeden Samstag ohne Zwischenstopp ab Hamburg.
    In Forteventura ist die Landebahn ganz eben mal ausreichend und es ist schwierig anzufliegen, wegen der Scherwinde. Die Bahn R 01 und L 19 liegt ja parallel zur nahen Küste. Das Abbremsen ist dort mitunter ziemlich hart. Zwischen den Hauptmarkierungen (Aufsetzbereichen) sind es nur 1,7 - 1,9 km. Das ist nicht eben gerade üppig! In HH sind es z. B. 2,3 und 2,5 km, Frankfurt mit 2,6 und 3,0 km, München 2 x 3,0 km!

    Gruß Dieter

    Allgemeine Fragen

  • Schweinegrippe auf Mallorca
    nokiN noki

    Das sind nur diese verdammten verantwortungslosen Schmierfinken der Tageszeitungen und der Privatsender, die diese Panikmache veranstalten um mit Aufreißern die Auflage zu erhöhen. Nichts stimmt da; jeder Husten wird sofort mit ganz großen Lettern zu Überschriften und Statements verarbeitet, die jedes Beweises entbehren. - Bi--d sprach zuerst das Mallorca-Grippeopfer! - Und um der Gefahr rechtlicher Verfolgung wegen Missbrauches der Pressefreiheit auszuweichen, versieht man sie dann schnell mit Frage- und Ausrufezeichen. 
    Wie Bernat es schon andeutete sind es alles Verdachtsfälle, oder meint ihr etwa, dass man medizinisch einwandfrei identifizierte Fälle wieder frei rumlaufen lassen würde? Und diejenigen, die in Kliniken eingewiesen werden, haben Verdachtsmomente und sind zur Beobachtung da! Von deren "Freilassung" ist dann aber nirgendwo was zu lesen. Im letzten Jahr war es die Rinder- oder Hühnerpest, und nun ist eben mal die Schweinegrippe dran, die hatten wir noch nie! Mal sehen wie weit sie sich auflagenergibig "ausschlachten" lässt? Bei Mangel an aktuellen Skandalen oder Ereignissen greift die Presse doch nur in die Register ihrer Archive, und schlachtet uralte Geschichten neu aus! - Sie aktualisieren sie, wie sie sagen. 
    Hier wird Hysterie künstlich erzeugt und mit allen Mitteln "gepflegt", nur der Auflage wegen! 
    Die asiatischen Völker lieben es innig zu jeder Bagatelle einen Mundschutz zu tragen. Dazu kommt ihnen jeder kleinste Grund gerade recht. Das sieht auch so gebildet aus! 

    Morgen fliege ich von Mallorca wieder heim, und ohne Pest, Grippe usw.

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Wetterthread - Mallorca
    nokiN noki

    Hola!

    Am Wochenende hat es ein wenig getröpfelt, aber noch längst nicht genug für einen Schirm. Nach einer halben Stunde war alles wieder wie gehabt. Es ist in den letzten Tagen wieder sehr heiß geworden, wieder so auf 32 bis 35 °C und kaum Luftbewegung.

    Allen die nun zu Ferienbeginn kommen wünsche ich dass das Wetter so bleibt, denn ich fliege Ende der Woche zurück nach Hause, um im September rechtzeitig auf Teneriffa zu sein!

    Adios Dieter  

    Mallorca

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Durch den Urwald Teneriffas! (Teil II)    
     

    Aus dem geplanten einen Tag wurden noch zwei weitere! Und die Truppe strahlt, als ihnen das verkündet wurde. Schuld daran hatte die Frau des Leiters der Station mit ihrem bettelnden Blick. Ihre zwei kleineren Kinder, sowie eines des Kommandanten der bomberos, schliefen sogar mit uns zusammen, und empfanden das als ein riesig großes Erlebnis!  
    In zwei Tagen sollte es für uns weitergehen kurz auf die Südseite, um den Bco. de la Iglesia zu umgehen. Also ganz früh Abschied nehmen nicht ohne das Versprechen nach Erreichen unseres Zieles auf der Rückfahrt unbedingt hier ein paar Tage Pause einzulegen. Der Abschied fiel allen der Truppe, als wir uns auf dem Hof versammelt hatten, ungewohnt schwer, das war nicht zu übersehen. Viele guten Wünsche und die Versicherung uns alle gut im Auge zu behalten längs des Weges, begleiteten uns noch als wir schon in einiger Entfernung die Straße überquerten. Das heißt: Jeder kleine Forstarbeiter, Ranger, die Fireguard war informiert, dass wir kommen, wann wir kommen und welche Route wir gehen werden, und gab dann die Meldung weiter an den nächsten Posten in der Staffel unserer persönlichen „Schutzengel“. Einfach unglaublich. Es wurde kaum gesprochen, jeder hing seinen Gedanken nach. Wir gingen wieder in Vierergruppen. Dieses verdammte kurze Stück von 7 km südlich der Straße machte uns schwer zu schaffen. Das Tempo waren nicht mehr als ca. 2 km/h. Es war ausgesprochen unfreundlich und zudem noch sehr heiß. Also einen Gang runter schalten! Danach schnell wieder durch den Lorbeerwald auf die Nordseite, wo es noch schlimmer kam, im großen Bogen am Bco. de la Iglesia entlang Richtung Azanos nördlich von El Bailadero! Ich steuerte eine bestimmte Stelle am Barranco an, bis wir plötzlich vor einem kleinen Wasserfall mit einem kleinen Teich darunter standen, von schattigen Bäumen umgeben. Ich kannte ihn schon von früher, wusste aber nicht ob er noch existierte. Alle schauten erwartungsvoll zu mir: Was nun? Es war Mittag, ohnehin an der Zeit ein paar Stunden im Schatten Pause zu machen. Ich lächelte nur als würde ich vorhaben aus Bosheit zu sagen: Es geht weiter im Text! Gesagt habe ich aber dann: „Fertigmachen zum Wassersport und Ruhe bis um 15:30 Uhr!“ Das meinte: Ausziehen und baden, danach Pause bis 15:30 Uhr! Ich hatte keine Ahnung dass Frauen derart jubeln und sich freuen können! An diskreten Rückzugorten mangelte es wegen der steilen Schlucht und dem Abhang hinter uns, wir waren genau in der Mitte von beidem, also mussten sie uns wohl oder übel schon ertragen. Es war ja aber auch darauf verwiesen worden, dass Nackedeis nicht stören. Hier wurde keine neue Bikini-Kollektion kreiert, sondern alle waren so, wie die Mutter sie geboren hatte! Als gerade alle schön in der „Badewanne“ beisammen waren, musste ihnen fairerweise mitgeteilt werden, dass es ab nun ziemlich hart wird. Ein paar Kilometer vor dem Tagesziel, und ob wir nicht lieber eine etwas leichtere aber weitere Strecke wählen sollten? Überhaupt keine Denkpause, sondern ein klares „Nein“ war die Antwort, ohne Gegenstimme und Enthaltung. Und da nun alle so hübsch beisammen waren, wurden auch gleich die „Dopingmittel“ an jeden Einzelnen verteilt. Bestehend aus einem dieser kleinen flachen Folientäschchen mit einer Suspension gemixter, hochdosierter Elektrolyte, Vitamine und Mineralien. Dazu je ein gleiches Tütchen mit Riopam oder Talcid gegen z. B. Sodbrennen und Durchfall welches die Sonne verursachen kann. Die leeren Tüten sammelten wir wieder ein wie ein Chirurg die Tupfer nach einer OP. Derart konnte uns keine/er durch die Lappen gehen. Erst dann gingen auch wir ins kühle Nass. – Ein ganzer Teich voller Nackedeis! – Nach einer Weile raus, sonst unterkühlt man, und in der Sonne trocknen. An einem Tisch mangelte es zwar, aber es musste nun Astronautennahrung und Trockenbrot gegessen werden! Um 15:45 Uhr ging es weiter auf felsigen und steilen Pfaden am Abhang entlang mit viel Geröll und am Seil. Kein Mucks, kein Jammern und Klagen war zu hören. Hartes Volk diese girls! Das muss man schon sagen. Dann erreichten wir die dreieinhalb Häuschen der Siedlung Azanos. Nun ging aber doch ein Aufatmen durch die Reihen, sie waren wohl doch etwas kaputt. Es war etwa gegen 21 Uhr, eigentlich noch keine Schlafenszeit, aber heute doch. Die Einwohner boten uns einen schön gepolsterten Ziegenstall an, aber im Zelt zu schlafen hatte wegen der durchzugfreien Lüftung viele Vorteile. Außerdem füllten dicke Passatwolken schon die Täler. Alle Zelte wurden im Windschatten des Stalles direkt an diesem zu einem großen Rundzelt zusammen verbunden, auf dass jeder jeden wärmt. Ein heftiger Wettersturz kommt dort sehr schnell und plötzlich. Mir waren die wirbelnden Wolken nicht geheuer; sie hatten zu viele Turbolenzen. Und den Bewohnern wohl auch nicht, denn sie schauten dauernd vor die Tür. Die Tiere kamen auch alle heim; sie spüren das Wetter schon weit vorher. Unwetter bedeutet für uns zusätzlich 2 Tage Pause! Das war klar, auch wenn es nur 1/2 Tag dauert und regnet. Das Geröll wird unberechenbar. Von 3 Wochen ist aber längst noch nicht einmal die Hälfte weg! Uns treibt doch niemand.
    Wir waren mit der Arbeit gerade fertig; alles war verstaut und das Zelt innen sehr hübsch und gemütlich, typisch Frauen, Männer können das gar nicht, eingerichtet, da kamen auch schon die ersten Wolkenfetzen aus den Tälern zu uns hoch und der Wind frischte gewaltig auf. Dämmerung brach herein, und im Nu war alles in den Wolken verschwunden. Kalt war es nicht, noch nicht, und so beendeten wir in aller Ruhe unsere Hygieneprozedur am Wassertrog, der von einer Quelle gespeist wurde, so á la Schwarzwald. Nur eine schaukelnde Stallaterne neben dem Eingang und eine im hinteren Teil spendeten ein gespenstisches Licht und warfen große Schatten, wenn jemand an ihnen vorbei kroch. Die äußere Inspektion des Zeltes und seiner Verankerungen war sehr positiv. Trinkwasser war reichlich vorhanden in großen Kanistern. Und bald darauf begann es zu regnen und sich merklich abzukühlen. Genau wie ich es mir so gedacht hatte. Diese wirbelnden Wolken sind meistens ein untrügliches Zeichen für extreme Temperaturschichtungen, und dann passiert sowas. Mit den Passatwinden hat das nichts zu tun! Die Wirtsleute schauten auch noch vorbei und fragten nach Wünschen. Wir hatten keine!
    Nun blieb Zeit das zu tun wozu wir sonst aus Zeitgründen nie kamen: Die beiden „Doctoras“ schauten sich mal ganz genau unsere Füße und Gelenke an und massierten sie, - eine Wohltat! „Zeigt her eure Füßchen, zeigt her eure Schuh‘!“ Danach sitzend Gelenkübungen. Wir Männer machten uns über die Stecken her um die unteren Enden wieder zu entgraten, also von Splittern zu befreien. Und die Zeit lief dahin; draußen heulte der Sturm um unser Zelt, und der Regen trommelte auf die Plane. Und so langsam fiel eine nach der anderen um. Bald löschten wir die hintere Lampe; zum Gute Nacht wünschen kamen wir bei vielen schon zu spät. Sie waren ihres Schlafes würdig!
    Am nächsten Morgen waren zwar noch ein paar Wolken da, aber das war der typische Passat. Nach dem kurzen Frühstück machten wir Jungs einen kleinen Ausflug in die Geröllfelder und in Waldabschnitte; wir konnten uns nicht wehren auch drei „Langhaarige“ mitnehmen zu müssen. Also frische Microfaser-Socken an und los, ohne Gepäck. Die Erkundung ergab, dass wir hier noch mindestens einen bis zwei Tage abwarten, weil alles glatt war und es Erdrutsche und Geröllawinen hinunter in die Täler gegeben hatte. Das war kein Untergrund um Touren zu machen!
    Der Tag war sonnig und verlief recht kurzweilig. Nach Taganana waren es nur 3 km Richtung Norden, aber dort gab es einen typischen „Tante Emma-Laden“, den wollten wir besuchen, zusammen mit den 3 Kindern der Gastfamilie deren Schulweg das auch war. Mal sehen ob was Brauchbares für sie dabei war, und Lampenöl/Petroleum, Dochte, davon konnte es auch zwei Kanister mit je 10 Litern sein. Die Lampen sind sehr sparsam. Sie hingen überall in den Gebäuden. Mit 1 Liter kommt man bei 1 Lampe gut ein viertel Jahr und länger aus! Zwei neue nahmen wir auch noch mit, die sind dort überall gebräuchlich. Harribo gab es nicht, aber original Kaugummi, Kekse und andere Süßigkeiten. In Spanien heißen alle Sorten Bonbons Caramelo. Das gibt immer so schöne Verwirrungen, denn bei uns ist die Bezeichnung ja genau definiert. Für uns päckchenweise Traubenzucker. Da Süßigkeiten dort durchaus nicht zu den Alltäglichkeiten gehört, waren die Kinder happy. Auf dem Rückweg blieb ein Mädchen in den nadelspitzen, scharfen Dornen eines Busches hängen und verletzte sich. Im Zelt kein Problem; mit einer Desinfektion, einem Spritzchen Antibiotikum und einem mit Tetanol oder Mérieux mit kleinem Pflaster-Verband war alles wieder gut! Zwei Männer standen neugierig drumherum und warteten, dass sie die Injektionen nun in den Po bekommt, der dritte litt ja unter dem Pfeil! Dem halfen auch keine Wundversorgung und Spritzen mehr bei seiner hochgradigen Infektion! Zu früh gefreut, die nahmen glatt den Oberarm - ätsch. Wir haben dann Spaß mit ihr getrieben und sie überall auf den Armen hin und her in die Sonne getragen. Nicht einmal zickig ist sie darüber geworden, sondern hat sich köstlich amüsiert - schade! Als wenn es ansteckt! Kurz darauf kam die nächste mit einem eingerissenen Fußnagel bis ins Nagelbett, barfuß rumgelaufen! Sowas tut mächtig weh. Wenigstens waren sie so folgsam, dass sie sich sofort meldeten, noch vor einer Entzündung! Nach einer Wundreinigung und den Spritzchen bekam sie einen Salbenverband verpasst, der aber nicht weiter groß auftrug, damit sie in den Schuh passt. Was die beiden "Spritzenkünstler" sonst noch mit dem Zeh anstellten, weiß ich nicht. Auch sie trugen wir natürlich auf Händen!  😘   Es gab sonst nichts Aufregendes an dem Tag mehr, außer in der näheren Umgebung ohne Geröll ein bisschen auf Rufweite herumlaufen. Rechtsseitig gen Norden verliefen die großen Straßen nach Taganana, Almaciga und Benijo ans Meer. Ganz hagelneu in eindrucksvollen Serpentinen, die TF 134. Wir ließen das Zelt so wie es war. Es schien wohl allen gefallen zu haben so zusammen zu schlafen! Dafür blieben die Lüftungsblenden voll offen. Es war noch sehr warm und so schliefen alle nur in Minimal-Bekleidung, d. h. so gut wie gar keiner! Da wären Einzelzelte doch angenehmer gewesen; die Wärme staut sich nicht so. Vorher aber noch für alle Gymnastik.
    Am übernächsten Morgen gemütlich zusammenpacken, es geht weiter! Die Bewohner dieser Gebirgsregionen sind sehr scheu, zurückhaltend und wortkarg, trotzdem war es ein herzlicher Abschied. „Ihr ward freundliche und angenehme Gäste wir haben uns über euren Besuch gefreut. So geht mit Gott, er möge euch beschützen.“ Das bedeutet dort schon einen richtigen Gefühlsausbruch. Und wir gingen um 9:30 Uhr, auf der Nordostseite der großen Hauptstraße TF 123, nicht sehr weit, nur bis der Bco. de las Huertas auf der anderen Straßenseite umgangen war. Die heutige Tour wird nicht weit aber hart! Das begann schon als wir vor Azanos die TF 134 querten. Mittlerweile konnte das unsere Mädels aber nicht mehr beeindrucken, wie sie mir sagten. Das Gelände war wirklich teuflisch mit allem was die Natur so zu bieten hat an Scheußlichkeiten und Schikanen des Untergrundes. Das belastete gewaltig die Fußgelenke! Es war der Parque Rural de Anaga. Ganz urwüchsig, aber eben schwer. Also wieder 4-er Gruppen am Seil bilden. Die Amor-Geschädigten waren nicht zusammen in einer Gruppe; keine böse Absicht, das hat gute Gründe. Diese Gegend wird kaum begangen. Ich entdeckte sie auch erst vor kurzer Zeit auf dem Weg zum Eremiten. Es war auch streckenweise die gleiche Route. Teilweise mussten sogar die Hände helfen um „Fuss zu fassen“. Zweimal rutschte jemand ins Seil, d.h. er/sie ging abwärts. Ohne Seil ……was wäre dann geschehen? Wir waren schon unverhältnismäßig lange für die paar Kilometer unterwegs bei etwa 1,5 km/h, so dass eine längere Pause angesagt war. Selbst um seine Notdurft zu verrichten durfte nicht ohne Seil, mit einem Begleiter per Karabinerhaken am Gürtel gekoppelt, außer Sehweite gegangen werden! Alle sahen diese Notwendigkeit ein. Man konnte tatsächlich keinen Schritt tun ohne Gefahr zu laufen abzurutschen! Nach der Pause wendeten wir uns nach Süden über die TF 123 hinweg; das Bco. de las Huertas hatten wir so umgangen. Jetzt ging es in den dichten Wald in großem Bogen weit nach Süden runter. Was vorher heiß und trocken war, das wurde nun nass und glatt. Kein richtiger Pfad; wir kämpften uns durch einen Dschungel von mannshohen Farnen und niederhängenden Flechten. Gott sei Dank gibt es dort weder Schlangen noch sonstwelche gefährlichen Tiere, nicht einmal Mosquitos. Nur Gecos und Libellen! Erstere sind harmlos, und die Libellen zu schnell als dass man sie anfassen könnte und sie dann allerdings ganz gemein beißen. Es war mir klar, dass wir heute so nicht mehr die große Herberge in der Nähe der Straße erreichen, das vorletzte Depot, würden! Das wäre nun wirklich zu viel gewesen. Auch ich steckte das nicht mehr ganz so locker weg! Um ca. 19:30 Uhr war auf einer kleinen Lichtung mit einem Bächlein Schluss für heute. Der Wunsch war die Zelte doch wieder alle zu koppeln. Angst? Es war aber kaum Platz dafür vorhanden, irgendwie gelang es dann doch. Nur schnell die Füße ins Wasser war aller Gedanke. Und so saßen dann alle nebeneinander längs des Bächleins. Ein bisschen Kraftfutter und die Dopingmittel, und schon verschwanden die ersten im Zelt. Für ein Feuerchen war alles viel zu nass.
    Am nächsten Morgen starteten wir ganz früh, trotz des dicken Nebels geradewegs auf die Herberge zu, die wir schon um 12 Uhr erreichten. Gerade richtig für eine Siesta und ein Bad. Die Herbergsführer erkannten mich sogar wieder, aber ohne meinen Harem. Zur Sicherheit habe ich hier noch das Handy nachgeladen, denn ab nun kommt lange kein Haus mehr. Nach dem Essen und der Übernahme des Depots verkrümelten sich alle bis 15 Uhr auf dem großen Gelände. Dann ging es weiter in den Bosque de Anaga auf der anderen Straßenseite, immer in weitem Abstand längs der Straße nach Chamorga. Hier kamen wir besser und schneller voran, weil der Wald lichter war, und der Boden nicht so schwierig. So viel zu schaffen, hatte ich nicht gedacht! Um 19 Uhr war Schluss. Es war noch schön hell; duschen musste heute ausfallen wegen Wassermangel. Wir saßen noch lange vor dem Zelt und genossen das Farbenspiel des Sonnenunterganges. Es wurde über den bisherigen Verlauf geredet und was man ändern könnte. Da gab es ein Mädchen, das entweder eine schwache Blase oder sich verkühlt, hatte. Jedenfalls musste sie nachts häufiger raus. Es war nicht die Amor-Geschädigte!  😉   Sie bat darum am Eingang schlafen zu dürfen, was normalerweise mein Platz war. Kein Problem! Es war ziemlich schwüle Luft, aber sonst keine Wolken. Morgen hofften wir bis zum Bosque de laurisilva en Anaga zu kommen. - Noch ein Urwald!
    Am nächsten Morgen waren alle viel besser drauf. Das packen flutschte nur so. Die Nacht war es auch schön kühl gewesen. Der erste Wasserfall oder ein Flüsschen sollte einen Stop bedeuten. Es sollte aber noch einige Stunden dauern bis dahin, aber wir wurden fündig! Nun runter mit den Klamotten, das Wasser winkt. Alles flog auf einen großen Haufen; da ist hinterher sortieren angesagt. Und nach ein paar Stunden wieder los mit riesen Schritten. Irgendwie hatten sie mitgekriegt, dass Chamorga in 2 Tagen erreicht sein wird. Sicher hatten sie uns am Abend zuvor bei den Schreibarbeiten über die Schulter geschaut! Ich gönne ihnen die Freude, sie waren wirklich tolle „Kerlchen“. Aber hier schon das Nachtlager aufzuschlagen war zu früh. Machen wir noch 2 Stündchen durch, das baut auf! Heute war um 19 Uhr Schluss, und ab in die Heia, wer will kann es gleich tun!
    Der vorletzte Tag! Bis hin zum Bosque sollte es gehen, und wenn’s noch drin ist bis zum Roque de Anambro. Im Wald ging es sich jetzt sehr gut; teilweise hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Küste unter uns. Es war ein richtiger Märchenwald á la Dschungelbuch. Nur das verwunschene Schloss fehlte. Alles vermoost und eine wirklich tropische Vegetation. Siestazeit! Aber es war schwer eine freie Lichtung zu finden. Danach rüber nach Norden zum Roque de Anambro, einer einzelnen hoch aufragenden Felsspitze. Da war auch wieder eine Quelle. Der Weg bis dahin war etwas schwieriger, jedoch die Mädels stürmten geradezu voran, wie Pferde, die nach getaner Arbeit das Futter riechen. Der Felsen ist schon von weitem zu sehen, und in dessen Nachbarschaft, an der Quelle, war der vorletzte Tag vorbei. Das Gelände war aber so uneben, dass wir doch wieder je zwei Einzelzelte als Doppel bauen mussten! Alle lagen breit ausgestreckt in der Sonne, auch hier wie nach getaner Arbeit! Dieser Abend dauerte lange, keiner wollte schlafen gehen. Es gab eigentlich keinen so richtig erlösenden Jubel als ich mitteilte, dass wir morgen unser Ziel Chamorga erreichen werden und ob wir uns dann ein großes Bier gönnen sollten!
    Mit viel Eifer standen alle auf und waren kurz darauf auch reisefertig. Aber sie waren eigentlich immer schnell und pünktlich gewesen. Also los nochmals durch den Nebelwald nach Chamorga, das wir schon um 14 Uhr erreichten! In der Herberge erwartete man uns an einem geschmückten Eingangstor mit Salz, Brot und Wein.
    Die Forstleute und Ranger hatten fast jeden unserer Schritte überwacht. Sie waren nun auch gekommen. An der kurzen Strecke von Azanos hätten sie beinahe eingegriffen. 
    Wir stellten nach der Begrüßungszeremonie und dem ersten großen Bier doch fest, dass wir alle sehr ungepflegt um den Kopf herum aussahen! Es hatte eben die ganze "Vor dem Spiegel sitzen" Ausstattung und das Werkzeug gefehlt. Wir Männer waren absolut mit unseren Bärten nicht einverstanden. Warum können die nicht bei solchen Gelegenheiten nach innen wachsen? Dann kann man sie wenigstens innen abbeißen und ausspucken! So wie wir jetzt aussahen, ähnelten wir eher einer schlechten Imitation Robinson Crusoe's. Ebenso die Frauen mit den langen verfilzten Haaren und abgebrochenen Fingernägeln. Wir fanden uns ganz und gar nicht IN. Der überwältigende Wunsch das mit Waschen, Kämmen und Bürsten, Bürsten, Bürsten ..... zu ändern, wurde von den Frauen der Herberge sehr wohl bemerkt. Und schon wurden die Bärte gestutzt und unsere Mädels versorgten sich gegenseitig. Das sah aus wie bei Familie Schimpanse mit der Haarpflege: Eine "bearbeitete" die andere in einer Reihe! Es war insbesondere bei den Mädchen mit den langen Haaren, und das hatten sie alle, eine aufwendige und unangenehme Arbeit alles zu entfilzen und zu glätten! Die taten mir richtig leid! 
     
    Bald sahen wir aber wieder welchen Frevel wir begangen hatten solche hübschen Frauen durch die Wälder zu schleppen! 

    Drei Tage blieben wir dort, eigentlich bis wir mindestens den halben Ort an lebendem Inventar kannten; und der ist sehr weit verstreut. Alle kamen sie und brachten etwas mit!   

    Wir haben viel voneinander gelernt! Vieles was das Programm nicht vorsah, aber wir haben nie darüber oder über jemanden geredet! Schließlich sind wir Gott sei Dank Menschen und keine Maschinen. 
    Vielleicht begegnen wir uns einmal irgendwo wieder mit vertauschten Rollen!?    
        
    Alle wie ihr da seid, ihr ward einmalig und großartig, ich werde euch nicht vergessen. - Danke Mädels!

    Mich habt ihr jedenfalls mit eurer außergewöhnlichen und disziplinierten Leistung sehr beeindruckt und überzeugt!
    Jede einzelne kann berechtigt stolz auf sich sein, so wie ich es auf euch alle bin!

    Nochmals zur allgemeinen Erinnerung!
    Merkt euch alle Eines, das Wichtigste*:*"Solche Touren werden mit dem Kopf geplant und durchgeführt, nicht mit von vor Öl triefenden, grinsenden "Boddybuilding-Playboy-Muskelprotzen!" ❓

    Laßt uns nun gehen und Abschied voneinander feiern in der Försterei Paso und unseren Schutzengeln, die uns ohne unser Wissen immer begleitet haben, danken!

    😘   😘   Adios muchachas, adios muchachos!   😘    😘         

    Lebt wohl! Bis vielleicht auf ein andermal, irgendwann, irgendwo!? Wohin der Wind uns auch immer treiben mag!! Und passt gut auf euch auf! 

    ---------- Das wollte ich euch noch gesagt haben! --------

    P. S. Noch heute haben wir untereinander ziemlich guten Kontakt und mailen uns häufig. Unser "Amor-Pärchen" ist längst verheiratet und hat auch schon eine kleine Senorita!   

    Herzlichen Gruß von

    Dieter
      

    Teneriffa

  • Teneriffa- Insel voller Rätsel, Geheimnisse und Gegensätze?!
    nokiN noki

    Liebe Admins! Dieser Beitrag ist sehr lang, wenn er zu lang ist, dann streicht ihn zusammen oder teilt ihn oder macht sonstwas. Bitte!
     
     
    Durch den Urwald Teneriffas! ( Teil I )

    Was machen ganz junge ungebundenen Single-Mädels der selbstbewussteren Kategorie, wenn sie nicht in der Küche stehen, gerade flirten, auf Partys gehen oder sich sonst wie als Models und wandelnde „Werbeträger für Briefmarken“, ihre Bikinis sind gemeint, betätigen und keinem Ehemann zur Sportschau seine Pantoffel und das Bier bringen brauchen? 
     
    Tipp: Ihr jungen Ehefrauen, wenn ihr meint euer Männe beachtet euch manchmal nicht genug, dann zieht einfach bei laufender Sportschau den TV-Stecker aus der Dose! Und schon ist er wieder voll bei euch! - Ist doch egal wie!

    Vielleicht kommen sie auf die Idee einmal zu wandern, was ja Leib und Seele gut bekommen soll! Es erstaunt mich immer wieder, dass es viele dieser Sorte gibt! Es muss ja nicht gerade der „Urwald“ Teneriffas sein.
    Also mit einer solchen 12-köpfigen Truppe, es waren fast alles Studentinnen über 19 bis ca. 26 Jahre alt, waren wir drei bis vier Männer, der vierte still im Hintergrund agierend, 3 Wochen im „Anaga-Urwald“ unterwegs! Sie hatten sich bei ihrer UNI, die ein solches Unternehmen angeboten hatte, beworben.
    Vorweg genommen: Es war für alle ein Erlebnis der ganz besonderen Art, wobei sogar einer von uns führenden und begleitenden Männer anschließend glatt weggeheiratet worden ist! Aber das ist nicht das Erlebnis, das war schon sehr bald vorausseh- und berechenbar! Alle waren sie sehr sportlich und trainiert, ob auch für ein solches Unternehmen? Das wird sich zeigen müssen.
    Es war ein schöner Frühling, und es war April als wir uns erstmals für gute 3 Wochen beschnupperten. Im Mai sollte es losgehen. - Ist das ein Wunder, dass da einer von uns als Ehemann auf der Strecke bleibt? - Vorher gab es aber noch viel zu erledigen: Ein Teil der Ausrüstung, insbesondere sicherheitsrelevante Dinge wie Seile, Schutzhelme, die Genehmigungen, Auswahl der Depots, usw. Bei Frauen müssen ganz andere Dinge bedacht und berücksichtigt werden!
    Jedenfalls trafen wir uns nun jeden Tag am Rande von La Laguna in ihrem Camp, das freundlicherweise kostenfrei von der UNI zur Verfügung gestellt wurde. Nach ein paar Tagen Theorie-Palaver ging es dann täglich raus in die nahen Wälder des Las Mercedes-Gebietes zum Training, insbesondere Anwendung und Behandlung der Sicherheitsausrüstung, wie Seile usw.
    Es zeigte sich sehr bald, dass sie alle ganz tolle, hochmotivierte und disziplinierte Frauen waren, die auch mal einen kleinen Schubs vertragen können. Ein erfahrener Arzt der Klinik in St. Cruz war stets dabei, es war der gleiche wie im Bco. de Cochinos – Manolo der Profi - und er war sehr kritisch und pingelig! Das ist gut so! Lieber etwas strenger als zu lasch, aber immer mit dem richtigen Fingerspitzengefühl.
    Hier geht es nicht um Styling, lange Haare, make up, Klamottenmarken oder die sonstige Anatomie, sondern nur und ausschließlich um ihr Können! - Ist eine Frau wirklich schön, dann ist sie es auch noch ohne Hilfsmittel, Tuschkasten, Ersatzteile und Styling! - Dass dabei trotzdem eine Änderung der Steuerklasse eines Mitgliedes herauskam, ist eben die Auswirkung eines „Blattschusses“ dieses kleinen hinterhältigen boys mit dem Pfeil und Bogen. Anders kann man das doch nicht ausdrücken, - oder seid ihr anderer Meinung?
    Die Route: Start in Batan de Abajo, weiter über Casas de Afur, Las Casas de la Cumbrilla, nordöstlich von Laguna in sehr großen Schleifen nach  Chamorga, dem Ziel.
    Ob das wohl gut geht? Denn der überwiegende Teil der Strecke war wirklich urwaldähnlich. Es gab fast keine Unterkünfte, nur ein paar sehr kleine Herbergen und Schutzhütten, aber nicht für so viele Leute bestimmt.
    Auch sagten wir den Mädchen, dass wir nicht gedenken Sichtschutzwände Spiegel u.Ä. für die tägliche Reinigung und Körperpflege  mitzuschleppen, und dass wir gegebenenfalls alle in einem gemeinsamen, aus den kleinen per Reißverschluss gekoppelten Zelten, schlafen werden um die Wärme eines jeden in nur einem Zelt zu halten. Das ergibt viel weniger Energie-Verluste! - Kein Problem; sie waren sogar verwundert, dass das überhaupt erwähnt wurde!
    So etwas ist schon im Vorfeld große Klasse! Die Moralapostel laufen bis außer Sichtweite um sich die Nase zu waschen, und dann kommt plötzlich ein hysterischer Schrei, weil sich vor ihnen auf dem Boden im Laub etwas bewegt hat. Plötzlich ist dann alles egal und sie kommen bar jeden Fetzen Stoffes angerannt. Diese Spezies hab ich besonders gerne! Sie hätten ja auch sehr wohl einen Abhang hinunterstürzen können!
    Ein übergroßes Glück war es, dass 2 „Fast-Ärztinnen“ dabei waren, also solche, bei denen nur noch die Approbation ausstand, sie aber schon als Assistenz in einer Klinik tätig waren. Ebenso auch 2 mit einem Ausweis des Alpenvereins mit mehreren Seminaren, die schon eine gute alpine Ausbildung absolviert hatten. Soviel Glück musste doch einfach zum Erfolg führen!
    Die Lorbeerwälder des Anaga sind genau das feuchte Gegenteil des Tenogebirges, von dem ich ja schon berichtete.
    Die Zeit des Kennenlernens war um. Nun hieß es umquartieren nahe dem Startort, wo wir noch vier Tage verbrachten. Das war die Eremita Cruz del Carmen bei Vega de las Mercedes und Batan de Arriba.
    Die Truppe wurde immer ungeduldiger, wie junge Pferde, die zwar schon eingespannt sind aber die Zügel noch nicht freigegeben wurden! Alle freuten sich ganz mordsmäßig, dass es nun endlich losgehen sollte. In dieser Situation ist ein Start oft eine heikle Sache, weil alle überdreht und wie eine Saite gespannt sind! Da könnten sie schon einiges an Bedacht und Zügelung vergessen, und dann fangen sie womöglich an zu schmollen: „Nun lass uns doch endlich vorwärts!“
    Dann Verlegung nach Batan de Abajo, dem Ausgangspunkt; übermorgen in aller Herrgottsfrühe sollte es losgehen, das Unternehmen „Frauen im Urwald“!
    Der vierte Mann kam noch kurz vorbei zur letzten Lagebesprechung und zur Kontrolle der Ausrüstung, sowie der Packordnung der Rucksäcke, die nicht mehr als sieben bis max. acht kg kurzzeitig wiegen sollten. Er brachte auch noch die 1,5 m langen Wanderstecken für jeden mit, das wichtigste Utensil überhaupt, sowie den letzten medizinischen Kram, wie diverse Medikamente gegen Stauchungen, Anästhetika, Injektionen für lokale Betäubung, Schmerzmittel, Analgetika als Injektionen, Antibiotika, Desinfektionsmittel auch für Trinkwasser usw. mit. Alles in Durchstechflaschen größeren Inhaltes, nicht in Ampullen, denn die brechen zu schnell trotz Sicherheitsbehälter. Tabletten waren nie gut wegen der Luftfeuchtigkeit, trotz dichter Verpackung habe ich damit stets schlechte Erfahrungen gemacht! Dann lieber Injektionen von einer der drei Sorten, sc., iv., im.. Sie wirken im Notfall auch viel rascher. Und wo hat man für Tabletten schon immer Wasser bereit? Diese wichtigen Dinge wurden auf uns und die beiden Doctores verteilt und zunächst an Gürteltaschen getragen, bis sich das als unzweckmäßig erwies. Dann landeten sie inmitten des Rucksackes.
    Wenn wir die beiden Medizinerinnen ärgern wollten, benannten wir sie immer mit „….aber Frau Doktor hat gesagt …..“. Das löste mit hartnäckiger Konstanz den Spruch aus: „Ihr seid blöd! Wenn ihr das noch einmal sagt, spreche ich kein Wort mehr mit euch, das schwöre ich!“ Es wurde dann mit absoluter Sicherheit und Regelmäßigkeit schon nach einer Minute ein Meineid.
    So gewappnet überstanden wir die Sichtkontrolle, um die wir selbst gebeten hatten.
    Einen Freitag um drei Uhr früh war das Warten zu Ende! Katzenwäsche, hurtig in die „Ausgehuniformen“, ein leichtes Frühstück, statt Kaffe einen ungezuckerten Tee mit Mineralien, Antreten zum Appell und die Rucksäcke feldmarschmäßig geschultert. Das ging wie bei einer Ehrengarde auf dem Exerzierplatz!
    Man wünschte uns Glück, gutes Gelingen und gesunde Heimkehr von unseren Wirtsleuten. Dabei umarmt man sich und spuckt über die linke Schulter.
    Auf geht’s Richtung Batan de Arriba, weiter Mirador Pico del Ingles links vorbei am Bco. de Tahodio weiter nach Valle Vega, einer ganz kleinen Siedlung. Das sollte für den Tag reichen! Nach Valle Vega ging es schon durch reichlich viel Wald, aber der war noch sehr licht. Zu Beginn hatten wir starke Einschnitte und Schluchten vermieden und einigermaßen sanfte Höhenstrecken gewählt. Luftlinie war es vom Ausgangspunkt bis hier nicht weit, ca. 13 km, aber auch nur Luftlinie! Real waren es wohl eher 20 km.
    Wir konnten im Buch vermerken: Ziel 1. Tag nach 6 gemütlichen Stunden plus 2 Stunden Pause vollzählig erreicht. KbV = keine besonderen Vorkommnisse. Es war Gott sei Dank nicht gar so heiß und gerade mal 13:30 Uhr. Nun wollen wir doch mal sehen wie das Zeltbauen im „Ernstfall“ so flutscht? Alle zu einem großen Kreis. Auch hier ging alles bestens. In der Tat, die girls waren ja wirklich gut und sehr dynamisch! Jedoch hüteten wir uns davor auf den weiteren Verlauf zu extrapolieren. Und mit Lob hielten wir uns noch sehr zurück. Frauen gewöhnen sich zu schnell an Lob, und dann hat man keine Reserven und Steigerungen an Komplimenten mehr für den wirklichen Bedarfsfall. Nur eine kleine Bemerkung: „Gut gemacht!“ Alle strahlten sie wie Models wenn sie irgendwo eine Kamera sehen, nur nicht so verkrampft gagebewußt, sondern ganz natürlich.
    Unsere Zelte wollten sie auch gleich mit aufbauen, wenn sie ohnehin denn schon dabei sind! Das fehlte auch noch! Schließlich war Gleichberechtigung ausgemacht. Nun stellten wir uns aber auch einmal ganz dösig an. Mal sehen was passiert! Aber die Schlitzöhrchen von Weibchen hatten das sofort durchschaut.
    Alle waren begeistert von der Gegend und der Natur, die ein Urlauber auf einer Rundfahrt niemals zu sehen bekommt! Und dabei ging es doch erst los! Ein schönes Lagerfeuer wurde gemacht, aber so gut wie ohne Rauch, denn dann kommen die Waldhüter und die Feuerwache (bomberos), die überall in den Wäldern sehr hohe Beobachtungstürme, ähnlich unseren Hochsitzen, haben. Dazu benötigt man harzfreies, trockenes Holz. Das gab es in Mengen. Auch wurde versucht Feuer wie in der Steinzeit mit Basaltstein als Reibunterlage, Holzstab und trockenen Flechten/Moosen zu entzünden. Es gelang nur meinem Kumpel! Bei jedem dieser Feuerwachen oder Waldhüter haben wir uns unterwegs brav gemeldet.
    Die Etappen waren nach Möglichkeit so gelegt und geplant, dass, bis auf einige Ausnahmen, eine Tagestour nicht länger als 7 Stunden plus Pausen, dauern sollte. Je nach Schwierigkeitsgrad auch nur mal max. 6 Stunden, bei durchschnittlich 2,5 - 3 km/h. Nur recht selten kam das nicht hin und wir mussten „draufzahlen“! Puffer war aber viel mehr als reichlich vorhanden.
    Auf, auf in die Heia! Morgen früh um 5:30 Uhr ist der Tag zu Ende und es geht gegen 7 Uhr weiter. Ohne Lampen ist ohnehin um 21 Uhr wegen hereinbrechender Dunkelheit Feierabend.
    Nächstes Ziel über Valle Crispin, La Cumbrilla ist das Wald- und Forstamt Paso abseits der Hauptstraße TF 12 gelegen. Unser erstes Depot. Vor Cumbrilla wechseln auf die Nordseite der Straße durch den Wald des Parque de Anaga. Da kommt schon ein richtiger Vorgeschmack eines Urwaldes auf: Verfilzte und hohe Farngewächse, zugewachsene Wege, alles voller hoher fast abgestorbener Bäume völlig umkleidet von Moosen und langen Bartflechten. Das alles speichert ungeheure Wassermengen aus der Luft, so dass bis nachmittags unterhalb der Baumkronen alles eine einzige dicke Nebelsuppe ist. Alles sieht sehr gespenstisch aus. Auch hier müssen einstmals Siedlungen und Menschen gewesen sein, denn man findet noch erodierte, fast zugewachsene, Treppen von Pflanzen überwuchert. Merkwürdig ist, dass sie nicht aus dem hiesigen Lava- bzw. Basaltgestein hergestellt worden sind, von wem auch immer?! All das wollen wir  entdecken! Das wird etwas mehr Zeit brauchen als heute, weil es auch gleichzeitig ganz schön „hügelig“ wird! Hier sind wir völlig abgeschnitten und einsam. Nicht einmal ein befahrbarer Pfad geht hier durch. Wer sich hier verläuft hat schlechte Karten. Ganz auf sich allein gestellt neigt jeder Mensch dazu im Kreis zu laufen wegen der ungleichen Schrittlängen zwischen dem rechten und linken Bein. Bei Rechtshändern ist auffällig, dass der linke Schritt im Mittel um 1 – 1,5 cm länger ist. D. h. er würde einen großen Rechtskreis laufen, so er keine Uhr hat und nicht in der Lage ist sich am Sonnenstand zu orientieren. Das ist fatal und schon manchem zum Verhängnis geworden, insbesondere in der Wüste. Ich bereitete die 2 Doctores und unsere „Bergziegen“ darauf vor, dass sie auch ein wenig mit auf alle anderen achten mögen. Denn wir gingen ab nun in Gruppen je 4 Mädels auf Rufweite teilweise weit auseinander. Alleine auf sich gestellt, ohne Vorkenntnisse, würde hier ein neuer Wanderer niemals wieder herausfinden. Es ist nicht bös gemeint, auch ich war einmal Anfänger und musste lernen die kleinsten Dinge zu beachte, auch durch Fehler! Bei uns Kerlen wurden nun die Trillerpfeifen aktiviert. Diese sind als Signalgeräte sehr gut geeignet, weil es keinen Vogel gibt, der das nachäffen kann. Sonst ist der akustische Untergrund in den Wäldern ein einziges Geschnatter und Gepfeife. Man nimmt es schon gar nicht mehr richtig wahr. Ich kannte die Gegend schon grob und war deshalb sehr im Vorteil!
    Bis nach La Cumbrilla gab es kaum etwas Bemerkenswertes, außer der wundervollen Aussicht nach unten auf die entfernte Küste mit den Abhängen und Terrassen zur Südseite hin. Die Passage auf die Nordseite, hinein in die eben kurz beschriebenen Wälder, verlief reibungslos.
    Aber bis zum Forstamt Paso war es doch noch ein ganzes Stück Arbeit, zumal wir weit nach Norden ausholten, im Halbkreis weit von der Straße weg und es doch recht hügelig wurde. Alle waren sehr beeindruckt und glaubten es kaum auf Teneriffa zu sein! Sie blieben immer wieder mal kurz bewundernd stehen. Da die Sonne durch die Baumkronen und den dicken Nebel nur schwach und diffus zu sehen war, nahmen wir doch schon mal den Kompass raus. Es gab ja überhaupt nirgendwo Hinweise und Anzeichen, dass wir noch die gewünschte Richtung hatten! Kein Haus, kein Feuerwachturm, nichts war da an dem man sich auf den Vermessungskarten orientieren konnte. Alles sah gleich aus. Jedoch die Mädchen waren voller Vertrauen in uns; sie machten nicht die geringste auch nicht einmal unterschwellige Andeutung von Zweifel oder Besorgnis, sondern waren einfach ganz fasziniert von dem was sie sahen. Wir drohten sehr bald sehr nass zu werden, denn es tropfte auch von den Bäumen. Also erging die Anweisung: Die Anoraks anziehen und die Rucksäcke fest zu schließen!
    Wir verfügen ja über sehr viel Zeit, also keine Hetze, aber Ruhetage wollten wir erst dann einlegen, wenn wir in den „dicken Enden“ sind. Vielleicht aber auch schon im Forstamt, so als kleine Überraschung und Belohnung. Bis jetzt ist es noch etwas halbwegs Mittelschweres und nicht gerade allzu hart, deshalb zunächst einmal jeden Tag gehen bei etwas reduzierter Leistung. Die drei „Häufchen“ blieben ganz brav beieinander und liefen nicht davon. Das ist viel wert, und ich habe es im Teno schon ganz anders erlebt, weil dann kein Schlusslicht benötigt wird! Ich sage immer „Hirtenhund“ zu denen. Und sie plapperten nicht dauernd; das nervt am meisten! Solch eine Gruppe ist angenehm und pflegeleicht; sie macht wirklich Spaß und recht wenig Arbeit! – Ach wären sie doch alle so!­
    Die „Verletzungen“ des Volltreffers des Knaben mit dem Pfeil und Bogen waren nun schon deutlich zu bemerken. Es störte sich niemand daran, sondern es war niedlich anzusehen, obwohl beide Parteien es zu verheimlichen suchten. ­­­
    Die erste Digi-Kamera meldete „Landunter“! Und ich hatte so gewarnt davor welche mitzunehmen; die extreme Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 % rF vertragen sie nicht. Und wenn sie anfängt zu spinnen, dann sofort den Akku raus sonst gibt es Kriechströme und Kurzschlüsse mit irreversiblen Schäden in der Elektronik. Dann die Kamera in die Hosentasche stecken, falls es keine von diesen großen DSRL-Modellen ist, und warten, warten, wa……..  Hinter den Linsen kann man die Feuchtigkeit als trüben Schleier schön deutlich sehen.
    So langsam schwenkten wir ein mit einer Rechtskurve in Richtung Paso. Vorher aber noch eine Pause um Elektrolyte aufzuladen, und mit Traubenzucker den Zuckerspiegel anzuheben. Quellen gab es genug, aber ich fand keinen Ursprung der reineres Wasser bedeutet. Also doch eine Desinfektions-Brausetablette benutzen. Das war allen tausend Mal eingebläut worden warum das so ungeheuer wichtig ist!
    Nach ein paar Stunden erreichten wir aus dem Wald kommend rückwärtig das Forstamt. Obgleich wir in unmittelbarer Nähe waren und es längst hätten sehen müssen, standen die großen Gebäude ganz plötzlich vor uns. Auf dem seitlichen Parkplatz zwei Rangerautos und eines von der Fireguard. Wir wären glatt ganz nah vorbeigelaufen, hätten wir kein Hundegebell gehört! Natürlich wusste ich das, aber ich hielt mich auf dem letzten Kilometer bewusst schweigend als Schlusslicht. Mal sehen was passiert? Nun waren wir da, am Etappenziel. Keiner der Bewohner war überrascht, man hatte uns erwartet! Und mich kannten sie dort schon. Es gab einen herzlichen Empfang. Als erstes sich des Gepäckes und der Anoraks entledigen und die Schuhe ausziehen und draußen vor die Tür stellen. Dann war allen schon viel wohler! Obgleich unterwegs nie das Spaßen und Lachen vergangen war!
    Da so viele „Offizielle“ anwesend waren, kramten alle unaufgefordert ihre eingeschweißten Ausweise raus, und wir legten die Genehmigungen und die Streckenkarte vor, samt Protokollbuch. Das hat Eindruck gemacht. Einer der Polizeioffiziere lobte und sagte zu allen: „Seht mal her, das ist Disziplin! Wären alle so, müssten wir nicht hinter jedem verlaufenen Schaf hinterher suchen!“ Im administrativen Teil wurden alle unterschriftlich in ein dickes Registrierbuch aufgenommen. Dann war die Prozedur beendet, und nun kamen Fragen über Fragen. An mich gewandt: Du machst wohl hier immer solche verrückten Sachen? Eines Tages wird auch dich der Dämon eines Barrancos behalten!  - Eine wenig tröstliche Aussicht. Aber ich hatte auch nicht die Absicht das zuzulassen. Dem konnte ich nichts entgegen setzen, wir kannten uns ja schon! Die Kanarier glauben fest und ernsthaft daran, dass jeder Barranco von einem eigenen Dämon beherrscht wird. Na ja, solange der uns alle in Ruhe lässt ………! Keiner sollte darüber lachen; es sind schon zu viele dort umgekommen! Ob mit Dämon oder ohne, jedenfalls überwiegend durch Leichtsinn und Selbstüberschätzung! Und das soll unseren Mädchen, die sich uns anvertraut haben, und uns selbst nicht geschehen. Lieber einsehen dass etwas so nicht machbar ist und dann zurückstecken, als aus falschem Ehrgeiz und Eitelkeit mit dem Kopf durch die Wand und alles verlieren! Man muss es erst lernen auch verlieren und aufgeben zu können, auch noch die Kenner und Routiniers, und besonders die! Darauf weise ich bei den Ausbildungen der Führer immer wieder beharrlich und konsequent hin, auch wenn es vielen lästig ist. Natürlich könnte ich denen sehr leicht schon im Training ihre Grenzen zeigen und sie hängen lassen, um mich dann an ihrer Hilflosigkeit zu ergötzen! Das wäre ein ganz schlechter, charakterloser Zug von mir, denn für j e d e n gibt es jemanden, der noch besser ist! - Oh ja, ich habe schon einige aus ausweglosen und fast schon verlorenen Situationen, z.B. in Barrancos, herausholen können, und dabei oft den eigenen Kopf riskiert. So vermeide ich auch stets die Bezeichnung ‚retten‘, aber so war es, und dann wird man ganz bescheiden.
    Merkt euch alle Eines, das Wichtigste: Solche Touren werden mit dem Kopf gemacht und durchgeführt, nicht mit von vor Öl triefenden, grinsenden Boddybilding-Playboy-Muskelprotzen!
    Draußen auf dem großen Hof standen Tische und Bänke unter großen Bäumen; dort machten wir es uns bequem bei Wein und Brot. Es wäre sehr unhöflich gewesen sogleich die weiteren Planungen besprechen zu wollen, oder sich unter der Dusche auf dem Hof wie die Wilden zu erfrischen. Jeder dort wusste doch, dass wir etwa zwei Nächte hier bleiben möchten. Wir brauchten ja nur ein Dach über dem Kopf, und nicht einmal das! Unser Nachschub-Depot war bereits aufgefüllt worden, und alle genossen das frische Obst gestiftet von der Försterei. Jemand von den Offiziellen hängte sich an seine Funke und gab unser Eintreffen als Rundspruch durch. Das fand ich ganz toll von ihm! Alles andere hatte Zeit, manana, manana! Man lässt immer den Gastgeber von sich aus mit dem Thema beginnen und fällt nicht mit der Tür ins Haus. Das gebietet die Höflichkeit! Eile und Drängelei gelten als Verstoß gegen diese.
    Erst nach einer Stunde kam die lange ersehnte Frage ob die Senoritas sich nicht unter der Dusche etwas erfrischen wollen. Seife und Handtücher lagen schon bereit. Sie wurden immer besser unsere Mädels und stürmten nicht gleich los, sondern zogen sich jeweils zu zweit ganz gemächlich in Richtung Freiluftdusche zurück, als wäre das überhaupt nicht wichtig. ‚Frauen und Kinder zuerst!‘ So sagt man doch. Drinnen im Kopf schlugen sie aber Purzelbäume vor Freude. Die heimischen Anwesenden bemerkten das auch sehr wohlwollend. Zu mir meinten sie: Das ist wieder eine gute Arbeit gewesen, die Vorbereitung!
    Dieser Auftritt muss später unbedingt ein Lob geben! Ich war ganz einfach stolz auf sie!
    Sonst waren alle ganz topfit und ganz ohne Beschwerden. Nur die Injektionsmittel die mussten doch etwas gekühlt werden, obgleich es nicht zwingend vorgeschrieben war. Sonst flocken manche aus.
    So  langsam nach fast 2 Stunden trollten auch wir uns zur Dusche. Obgleich das Wasser gut seine 22 – 25 °C hatte, war es eine tolle Erfrischung. Dann zerstreuten sich alle an den Waldrand mit der Verpflichtung nicht eigenmächtig allein auf Entdeckungstouren in den Wald zu gehen, und sei es auch noch so nah dabei. Komisch, es kam schon nach kurzer Zeit dazu dass sich alle doch wieder gemeinsam auf einem Haufen im Gras unter den Schatten spendenden Bäumen versammelt hatten. War das Unsicherheit oder Ausdruck ihres Zusammengehörigkeits-Gefühls?  Nach dem Motto: Wir sind eine Truppe und bleiben und halten zusammen!
    Nach dem Abendbrot gegen 21 Uhr, das von unseren Mädels für alle, incl. der Gäste und Mitarbeiter der Forststation, angerichtet wurde, hockten wir noch draußen zusammen. Die Sonne war fast untergegangen, müde war aber noch keiner. Die Planungsgespräche mit den Verwaltern und Betreibern der Station waren längst erledigt, ohne dass das einer so richtig mitgekriegt hatte. Wir werden erst übermorgen weiterziehen!
    Und genau in solch einer Situation eines lustigen Beisammenseins, die beiden „Schussopfer“ vertraten sich gerade die Beine, platzte eine unserer Frau Doktorinnen mit einem Vortrag über die intraspezifische arterhaltende Leistung der Aggression eines gewissen Freischützen mit Pfeil und Bogen, sowie über hormonelle Veränderungen und Langzeitwirkungen der Opfer inklusive deren Diagnose. Zuerst dachten alle wir sind im Kino, oder sie hat der Lagerkoller erwischt, so ernsthaft und quasi-wissenschaftlich, durchsetzt mit verballhornten Fachausdrücken versehen, gestaltete sie ihre Ausführungen! Das war eine richtig lässige, gekonnte Vorlesung mit allen Schattierungen moderner Physiognomie und ganz ernsthaft. Dann haben wir uns gekringelt vor Lachen! Das war absolut medaillenreif. Ob sie oder ihre medizinische Kollegin wohl dahintersteckten die beiden Betreffenden so lange auf einen Spaziergang zu schicken? Medizinern kann man doch nie trauen, aber alles zutrauen!
    Auf ging‘s ins Bett um Mitternacht, d.h. in eine Scheune, schön weich gepolstert und luftig. Schon lange hatten wir alle nicht so bequem gelegen. Auch die nasse Kamera hatte sich eines Besseren besonnen, war ausgetrocknet und funktionierte wieder! Nochmal Glück gehabt!
    Wir Männer machten uns noch daran die Zisterne für das Duschwasser wieder zu befüllen, was sonst die Bewohner hier immer als letztes erledigen. Strom gab es zwar, aber mit so wenig Leistung, dass es gerade mal für die Notbeleuchtung und vielleicht etwas mehr reichte mit ein paar KW Anschlussleistung. Gekocht wird mit Gas.
    Na dann gute Nacht euch allen! Ihr ward wirklich alle gut! Buena noche und schlaft gut!
    Der nächste Tag kündigte sich mit einem wundervollen Sonnenaufgang an. Die Hygiene-Prozedur ging deshalb auch in windeseile. Das wollte sich niemand entgehen lassen. Es lief wie geschmiert und völlig ruhig und diszipliniert, ohne dass es groß bemerkt wurde. Aus El Bailadero brachte der zweite Bus von San Andres nach San Christobal (La Laguna) um 6 Uhr früh ganz frische, noch warme Brötchen und miel de Montanas de Anaga, das ist Gebirgs-Honig, mit. Ich weiß bis heute nicht wer das organisiert hatte. Alle Frauen richteten lange Tafeln zum Frühstück. Es war ein richtiges Weiber-Gewusel. Dieweil wir Männer uns in den Ställen und Tierboxen umsahen und nützlich machen konnten, denn diese Station war auch gleichzeitig eine Wildtier-Klinik für die Region Anaga, und direkt unterstellt dem Ministerium für Wald- und Forstwirtschaft. Es ist dort üblich, dass sich jeden Morgen alle die bomberos, Polizei (Ranger), und viele mehr hier in der Station treffen. Deshalb war es auch ein ganzer großer **** voll Brötchen! Manche kannte ich, viele noch nicht, aber alle wussten dass wir hier sind. Das war wohl gestern der Rundspruch des Kommandanten gewesen! Fast jeder hatte etwas mitgebracht: Schinken, Eier, die besondere Wurst Sobrassada, die eigentlich von Mallorca kommt und vorwiegend zu den Schlachtfesten im Spätherbst hergestellt wurde, Früchte und natürlich selbstgemachte Aloe vera
    Getränke. Das war ein Fest bis gegen 11 Uhr. Die meiste Zeit davon wurde palavert. Abgeräumt und abgewaschen machten wieder alle zusammen, ein Heer von ca. 17 Frauen. Ruck zuck war alles weg. Die Männer machten inzwischen z. B. Kaminholz usw. Die Spaltäxte und Beile mit den ergonomischen Stielen sind dort viel effektiver als unsere hier. So brachten wir den Tag um.

    ---------------------------------------( Teil II )-------------------------------------

    Teneriffa

  • Preise für Babynahrung in Cala Millor
    nokiN noki

    Jacky E.,

    da kann ich kaum mit dienen, außer Süßigkeiten für die Kinder dort und Obst. Letzteres ist bei den einheimischen kleineren Läden und den kleineren Bauernmärkten, die kaum bekannt sind, günstig. Harribo, Schokolade, Kekse usw. sind teilweise mehr als doppelt so teuer. Am Preis für eine Tafel Alpina Schokolade könnte ich dir sagen wie weit es bis zum nächsten Strandort ist! Obst und Gemüse holen wir ohnehin in ganzen Stiegen direkt beim Erzeuger aus der Gegend Muro, Sa Pobla, Llubi, St. Margalida, also aus der fruchtbaren Ebene. 

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Preise für Babynahrung in Cala Millor
    nokiN noki

    Es gibt Eroski, Mercadona, Schlecker, Lidl und die Spargruppe. Wobei die letzteren beiden ganz spürbar teurer sind. Teils liegen sie direkt in der Stadt, teils im südlichen Randgebiet. Die genaue lage mußt du erfragen. Eroski und Mercadona kennt dort jedes Kind.
    Da bekommst du alles, aber auch wirklich alles was du brauchst.

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Mietwagenpreise Can Picafort
    nokiN noki

    Genau diesen Anbieter Hipercars meinte ich, wußte nur nicht ob das hier Werbung sei, deshalb habe ich den Namen nicht genannt. Die Auslieferung ist gegenüber dem Janeiro an der Straßenecke Calle de Badia - Av. de Diagonal.

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Preise für Babynahrung in Cala Millor
    nokiN noki

    Hallo Jacky,

    natürlich bekommst du dort Hipp-Gläschen! Wenn du unbedingt darauf bestehst auch als Importprodukt aus Deutschland, aber dann meistens für den mehrfachen Preis. Und ob bei Lidl, das weiß ich nicht genau. Alle diese deutschnamigen Warenhäuser sind sowieso teurer als die einheimischen großen Marktketten, wie z.B. Mercadona usw.
    Manchmal redet man wie gegen ein Wand aus Vorurteilen und katgorischer Abneigung, wenn man den Gästen erklärt, dass die Spanier bei allem was ihre Babys und überhaupt Kinder betrifft, sehr pingelig und konsequent sind. Also können die Produkte nicht schlechter sein; sie unterliegen einer strengen Kontrolle. Aber diese Ansicht von "made in Germany" wird ja zur Maxime erhoben! Warum eigentlich? Es gibt keinen Grund dafür, außer dass die Importe sehr viel teurer sind. Selbst die Gläschen und die Windelverpackung sehen genau so aus wie hier mit dem gleichen Namen und Bezeichnung. Nur dass auf dem einen eben "Producto de Espana" draufsteht. Kein Mensch merkt das, wenn man die Etiketten vertauschen würde!
    Habt doch Vertrauen auch in die Fürsorge anderer, spanischer Mütter! macht doch nur einmal den Schritt über euer Vorurteil alles bei uns sei besser! Das ist ein absoluter und unberechtigter Irrtum! Auch sie haben gesunde Kinder und tun alles dafür.

    Gruß Dieter

    Mallorca

  • Zigarettenpreis für West light u.a.
    nokiN noki

    Genau so ist es! 

    Innerhalb der EU dürfen schon lange keine Zigaretten mehr an Bord verkauft werden!
    Mindestens schon seit eineinhalb Jahren nicht mehr!
    Kann also nicht sein was du schreibst! 😞  

    Mitunter zweifel ich schon an mir selbst und prüfe nochmals ob ich nicht doch evtl. falsch gelesen habe, obgleich ich direkt vor Ort bin. Denn oft lese ich hier Dinge als aktuelle Geschehen und 'Tatsachen', die Asbach- uralt und einmal vor einigen Jahren so waren! Das wird aber fast nie angegeben von wann diese Infos sind! Was soll das?  :? Aktualisiert oder korrigiert man das dann ganz behutsam, dann heißt es gleich: Ach, der spinnt ja. Und jemand fühlt sich sofort auf den 'Schlips getreten'! 

    Derart beginnen alle 'Schlagabtausche' hier. Und der, der am heftigsten agiert und reagiert, hat meistens das größte Unrecht, weil er/sie schon in Verzweiflungsaktionen ausweichen muß um seine Aussage zu behaupten.
    So sehe ich das! Nehmt mir das bitte nicht übel, aber mit aktuell hat manches hier absolut nichts zu tun!  😘
    Schreibt doch einfach dazu von wann diese Info ist und wann ihr diesen Preis bezahlt habt! Sonst geht der nächste doch hin und will die Stange Fortuna für 18,50 € haben, weil ihr das mal vor 5 Jahren bezahlt habt. Dass der dann sauer ist, wenn er im Laden ausgelacht wird, ist verständlich! 😱  
    Nur schreiben um des Schreibens Willen bringt nichts!  

    Dieter

    Mallorca

  • Zigarettenpreis für West light u.a.
    nokiN noki

    Vor 3 Tagen in Can Picafort/Son Baulo:

    Marlboro = 36 € (vorher 35 Euro )
    Stuyvesant = 31,5 € (vorher 30 Euro ) 
    Pall Mal = 31,5 € (vorher 30 Euro )
    Fortuna wie Pall Mall (Anfang 2006 noch 18 Euro) 

    Alle Preise sollen jetzt schon längere Zeit, seit letztem Herbst, überall in den Tabacosläden, egal wo, gleich sein! Von einem Tag auf den anderen im Juni sind die Preise um durchschnittlich 1-2 € erhöht worden. Im Duty free am Airport können sie durchweg um ca. 1-2 € teurer sein. Und das sind sie meistens auch! Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass in den Shops innerhalb der Sicherheitszone der Airports alles preiswerter und billiger ist! Auf den Kanaren und den Außer-EU-Staaten mag das noch so sein, obgleich auch dort alles viel teurer geworden ist. Für die Dauerläufer wie Toblerone und bestimmte Alkoholika mag das auch noch stimmen, denn die Duty free haben eine ganz andere Preisgestaltung.
    Früher kamen doch die Gäste an Bord bepackt mit Flaschen und stangenweise Rauchwaren! Das war einmal!
    Und die Läden machen das Bombengeschäft bei jeder Preiserhöhung, denn auf den spanischen Banderolen steht ja kein Preis. Also werden alte Bestände sofort für den neuen Preis verkauft.
    Seit dem 1. 7. 2001 gibt es in den EU-Ländern keine Steuer/Zoll - Befreiung mehr! Auch nicht im duty free oder Flugzeugen.

    Gruß Dieter

    Mallorca
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