- Zustand des HotelsEher schlecht
- Allgemeine SauberkeitEher gut
In all den Jahren, in denen ich bisher die von mir besuchten Hotels bewerte, habe ich bisher jedes Mal eine Weiterempfehlung (wenn auch z.T. mit Einschränkungen) gegeben. Erstmals kann ich das nun beim ABR nicht tun. Positiv hervorzuheben ist der Service. Sämtliches Personal war immer nett, freundlich und zuvorkommend. Ach ja, und die beiden PCs, die sich im Bereich der Lobby befinden und die kostenfrei genutzt werden konnten, um Emails zu checken und kurz Informationen im Netz einzuholen, sind eine gute Idee. Und die Gäste haben sich i.d.R. auch an die 15-minütige Nutzungsdauer gehalten. Ansonsten scheint hier nach dem Verkauf des nördlichen Teils der Anlage alles daran gesetzt zu werden, den verbleibenden Teil für Urlauber so unattraktiv zu machen, dass diese fernbleiben und man auch den restlichen Teil verkaufen kann. Wie sonst ist zu verstehen, dass scheinbar gar nichts in die Instandhaltung bzw. Renovierung investiert wird. Wir hatten einen Ocean View Room im Gebäude 7. Die Geländer im Treppenhaus und auch auf unserem Balkon waren so marode, dass man diese lieber nicht anfassen sollte. Überall blättert die Farbe ab. Die Gebäude 3 und 4 sehen teilweise extrem heruntergekommen aus. Den dennoch insgesamt noch vorhandenen passablen Gesamteindruck verliert man aber spätestens dann, wenn man sich am Strand vor dem nördlichen verkauften Teil der Anlage befindet. Die nicht mehr bewirtschaftete Moonrise Bar, das ehemalige Gebäude des Wassersportcenters und die Gebäude 1 und 2 machen einen extrem verwahrlosten Eindruck. Die Ruinen von Tulum sind eine Sehenswürdigkeit, die Ruinen des Akumal Beach Resort sind ein Schandfleck. Durch den Verkauf des nördlichen Teils der Anlage steht nunmehr nicht nur die Moonrise Bar nicht mehr zur Verfügung, sondern auch der Fitnessraum, die Tennisplätze, der Kids Club und der ATM sind nicht mehr nutzbar. Das A la Carte Restaurant ist aus den eigenen (laut im Internet vorhandenen Fotos) attraktiven Räumlichkeiten in einen abgetrennten Teil des Hauptrestaurants umgezogen. Ohne jeglichen Flair. Genau wie das Hauptrestaurant. Das war auch dadurch nicht zu retten, dass dort 2x in der Woche ein paar Mexikanerhüte als Deko ausgelegt wurden. Leider kann ich auch nichts wirklich Gutes über das Essen sagen. Es wiederholte sich mindestens wöchentlich und vor allem die Auswahl war ein Witz. Ich kann verstehen, wenn ich in einem Camp in der Masai Mara oder auf einer kleinen Malediveninsel ein eingeschränktes kulinarisches Angebot vorfinde (und habe mich da auch noch nie beschwert), aber in einem 4-Sterne-AI-Hotel an der Riviera Maya erwarte ich da deutlich mehr. Wenn sogar das Obstangebot dort aus immer wieder nur Honigmelone, Ananas, Orange und Pampelmuse besteht, läuft da irgendwas falsch. Sogar so etwas Profanes wie Wassermelone gab es in 12 Tagen sogar nur 2x! Ähnlich verhielt es sich mit dem Salatangebot. Und das restliche Essen war leider oft nur lauwarm und das Fleisch überwiegend totgegart. Ach ja, laut Homepage gibt es im Hotel auch einen Autoverleih. Darauf angesprochen wurde uns mitgeteilt, dass das so nicht richtig sei, aber man dürfe mittels der beiden PC gerne im Netz recherchieren und dann über das Rezeptionstelefon extern einen Mietwagen bestellen. Das haben wir dann auch gemacht und bei America Car Rental in Tulum für 32 USD pro Tag (inkl aller Versicherungen) einen Kleinwagen gemietet. Deutlich günstiger als z.B. in Akumal. Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung mit dem Mietwagen boten sich auch deshalb an, weil das überall extrem gelobte Schnorcheln eher als Reinfall zu bezeichnen war. Zumindest wenn man schon mal im Roten Meer oder auf den Malediven war. OK, die Suppen- und Karettschildkröten sind ganz nett, werden aber auch schnell langweilig, denn ein Schnorcheln über Seegraswiesen ist nun mal weniger spannend, als Schildkröten an einem (intakten Riff) zu beobachten. Und die paar einsamen Korallenblöcke als Riff zu bezeichnen halte ich schon für sehr grenzwertig. Zumal der Fischreichtum doch sehr überschaubar war. Da habe ich sogar in Thailand oder Malaysia deutlich bessere Schnorchelbedingungen vorgefunden. Begeistert war ich auch immer wieder von der ausgeprägten Mentalität der Urlauber, schon morgens um 6 die besten Liegen am Strand zu besetzen, um sich dann irgendwann Stunden später dorthin zu begeben. Besonders, weil es schon häufig schön gewesen wäre, eine solche Liege unter einem der palmengedeckten Überdachungen nutzen zu können, um sich zu schützen. Nicht vor der Sonne, sondern vor den leider doch recht häufigen Regenschauern. War aber auch vielleicht bedingt durch eine gewisse Tendenz zur senilen Bettflucht der sich doch überwiegend im fortgeschrittenen Rentenalter befindlichen Gäste. Unser Urlaub startet schon denkbar schlecht mit einem Flugausfall wegen Eisregens und einer 27-stündigen Odyssee nach Akumal am Folgetag. Gefolgt von mehreren bedeckten und verregneten Tagen. Das Hotel hat dann aber leider auch nicht gerade dazu beigetragen, dass wir zu Repeatern werden bzw. dieses weiterempfehlen können. Mein Fazit: Schöner als zuhause zur Arbeit zu gehen wars, aber das wars dann auch schon.
- ZimmergrößeEher gut
- SauberkeitGut
- Ausstattung des ZimmersGut
- Atmosphäre & EinrichtungEher schlecht
- Sauberkeit im Restaurant & am TischGut
- EssensauswahlEher schlecht
- GeschmackEher schlecht
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftSehr gut
- Rezeption, Check-in & Check-outGut
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungEher schlecht
- Restaurants & Bars in der NäheEher schlecht
- FreizeitangebotEher schlecht
Beliebte Aktivitäten
- Strand
- Zustand & Qualität des PoolsGut
- Entfernung zum StrandSehr gut
- Qualität des StrandesGut
- Lage für SehenswürdigkeitenEher gut
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Januar 2013 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Carsten |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 104 |

