Über den Internetreservierungsservice hrs buchte ich für fünf Nächte ein Einzelzimmer im Hotel Aurum für je 49,00 €. Vor Ort stellte sich heraus, dass das Hotel offenbar unter zwei verschiedenen Namen auftritt. Am Eingang hingen nämlich zwei Schilder. So betrat ich gleichzeitig das Hotel Aurum und die Pension "Alte City". Unter letztgenanntem Namen wurde mir bei der Abreise auch die Rechnung ausgestellt. Das Hotel befindet sich in einem historischen vierstöckigen Stadthaus, das von außen einen gepflegten Eindruck macht. Im Erdgeschoss befinden sich das Café King und ein weiteres Restaurant. Die Rezeption des Hotels liegt im 1. Stock, im Frühstücksraum. Die Zimmer sind auf den 1. und 2. Stock verteilt. Vom Hauseingang in den 1. Stock gelangt man über eine breite Marmortreppe, ein Aufzug kann erst von dort aus genutzt werden. Die Treppe vom 1. in den 2. Stock sieht schon weit weniger repräsentativ aus. Der auf dieser Treppe verlegte Teppich hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Einen gewissen Reiz üben die im Haus ausgestellten altertümlichen Gegenstände und Bilder aus. Ich kann dieses Hotel eingeschränkt weiterempfehlen. Der Preis ist günstig, die Lage top. Allerdings darf man keine hohen Ansprüche stellen.
In meinem Einzelzimmer stand außer dem Bett eine Klappcouch, so dass der Raum bei Bedarf auch als Zweibettzimmer vermietet werden kann. Außerdem bestand die Ausstattung aus einem Kleiderschrank, einem kleinen Tisch und zwei Stühlen. Auch eine Minibar war vorhanden, allerdings leer. Man kann sie aber gut als Kühlschrank nutzen. Mit dem vorhandenen Fernsehgerät konnten alle gängigen deutschen Programme empfangen werden. In die Wand neben dem Bett war ein Radio eingebaut, der ebenfalls einwandfrei funktionierte. Vermisst habe ich ein Nachtschränkchen oder ähnliches, wo man kleine Dinge aufbewahren kann. Das WC mit Dusche war nicht sehr geräumig, aber ausreichend. Die Tür kann nicht ganz geöffnet werden, da man sie sonst gegen das Waschbecken stößt. Dieses war ziemlich ramponiert, vom Wandspiegel war ein Eck weggeschlagen. Da scheinen einige Gäste mal ziemlich abgehaust zu haben. Unabhängig davon machte die ganze Einrichtung insgesamt keinen besonders gepflegten Eindruck. Erstaunlicherweise wurde aber bereits am dritten Tag die Bettwäsche gewechselt.
Das Frühstück würde ich als mittelmäßig beurteilen. Insbesondere der Kaffee war sehr gewöhnungsbedürftig. Das Sortiment war täglich das gleiche: Semmeln, Brot, Wurst (täglich die gleichen drei Sorten), Käse, Marmelade, Honig, Nougatcreme, Eier, Müsli, zwei verschiedene Säfte und als besonderes Schmankerl Lachs. Das Café King hat von früh bis spät geöffnet. Wem das Frühstück im Hotel überhaupt nicht schmeckt, kann sich hier ab 9.00 Uhr ein sicherlich besseres aber natürlich auch teureres gönnen. Hier kann man auch mal gemütlich ein Bierchen oder etwas anderes trinken. Die Speisegaststätte (R 23) im Haus habe ich nicht getestet.
Laut Hotelbeschreibung ist die Rezeption täglich 24 Stunden besetzt. Da aber die Gäste einen Haustürschlüssel erhalten und ich auf dem Weg in mein Zimmer nicht an der Rezeption vorbeikam, habe ich dies nicht überprüft. Besondere Serviceleistungen habe ich nicht bemerkt. Auch ausliegende Tageszeitungen oder eine Fernsehzeitung auf dem Zimmer gibt es hier nicht. Mit dem Personal hatte ich nur an der Rezeption und beim Frühstück Kontakt. An der Feundlichkeit der offenbar alle aus Russland stammenden Damen gab es nichts auszusetzen.
Das beste an diesem Hotel ist zweifellos seine Lage. Es liegt in der Rankestraße 23 (Ecke Eislebener Str.). Die Rankestraße beginnt direkt gegenüber der Gedächtniskirche. Man befindet sich also mitten in der City, trotzdem kann man die Lage als ruhig bezeichnen, da die Rankestraße wenig befahren ist. Nächstgelegene U-Bahn-Station ist die Station Augsburger Straße. Auch die Stationen Kurfürstendamm und Zoologischer Garten sind in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Neben den Restaurants direkt im Haus gibt es in der Rankestraße und den umliegenden Straßen zahlreiche weitere Gaststätten. Gegenüber des Hotels befindet sich eine Feuerwache, von der aber keine Ruhestörung ausgeht. Für Einkäufe gibt es an der U-Bahn-Station Augsburger Straße einen Plus-Markt und einen Schlecker.
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| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 3-5 Tage im August 2006 |
| Reisegrund: | Stadt |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Thomas |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 5 |


