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Marc (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Familie • August 2017 • 1 Woche • Strand
Wir waren als Familie dort und kommen nicht wieder
3,0 / 6

Allgemein

Nach zahlreichen Urlauben in unterschiedlichen Orten auf Mallorca haben wir uns dieses Mal von den Bewertungen auf der Plattform eines Reiseanbieters überzeugen lassen. Eine hohe Weiterempfehlungsrate, sehr, sehr gute Kritiken und die Lage - Camp de Mar hat uns immer gut gefallen - waren ausschlaggebend. Der Preis für eine Woche mit Halbpension war eher höher angesetzt. Aber bei den Kriterien, ...! Wir reisen zu dritt: Vater, Mutter, Kind (10). Vom Flughafen Palma sind wir mit dem SIXT-Mietwagen auf eigene Faust in den Süd-Westen der Insel gefahren. Nach ca. 40 Minuten haben wir Camp de Mar erreicht. Die kleine Urbanisation ist wunderschön. Wenige Hotels, ein kleiner Sandstrand und türkis-blaues Meer mit zahlreichen ankernden Schiffen in der Bucht. Das Auto mußten wir ca. 400 m vom Hotel entfernt parken, da es am/vorm/hinterm Haus keine Parkmöglichkeiten gab. Kein Problem! Von außen wirkt das Hotel wie eine typische Massen-Hotel-Bettenburg. Das senkt die Vorfreude! Die Mitarbeiter der Rezeption waren sehr nett und haben uns über alle Hotelbesonderheiten informiert. Zu den gebuchten Kosten kommt hinzu: 2 € pro Tag für den Hotel-Safe, 5 € pro Tag für W-Lan. Bei einem Hotel, welches als gehoben angepriesen wurde, hätten wir die Extrakosten nicht erwartet. Aber sei es drum. Mit einem der Aufzüge geht es hoch auf unserem Flur. Rein ins Zimmer und dann das: ein sehr kleines, in die Jahre gekommenes Räumchen mit spärlicher Ausstattung, abgelebten Möbeln und Platz für max. ein Pärchen. Eine Innenkabine auf der AIDA bietet da mehr Platz! Für drei Personen eine Zumutung! Unsere sofortige Nachfrage nach einem größeren Zimmer lief ins Leere. Alle Zimmer hätten eine Größe. Na wunderbar! Es ist schon spät, also erst einmal ab ins Bett und ausschlafen. Die Betten sind - für Aufstell-, bzw. Klappmodelle - auf dem Boden rutschig, aber bequem. Geräusche vom Flur, den Nachbarzimmern und von außen über den Balkon sind deutlich hörbar. Der nächste Morgen beginnt mit einem vielfältigen Frühstück in einer riesigen Speisehalle. Wir haben erkannt: die Worte "gemütlich", "einladend", "geschmackvoll" können wir für die nächsten 7 Tage im Hotel getrost vergessen. Hier wird nicht gespeist, hier wird gesättigt (um nicht zu sagen abgefrühstückt). Raus aus der Kantine, Handtücher her und ran ans Wasser! Doch Moment - vorher muß erst ein Pfand für die Badehandtücher in bar abgegeben werden (auf's Zimmer schreiben geht nicht). Hinzu kommt unsere erstmalige Bekanntschaft mit dem Wort "Öko-Beitrag" in Bezug mit dem Handtuchwechsel. Je Handtuch und Wechsel wird ein Betrag von 1 € erhoben. Naja, wer's braucht! (an unserem dritten Tag gab es übrigens keine Handtücher mehr zum Wechseln) So, jetzt aber ran an den Pool! Doch Moment - als zivilisierte Westeuropäer haben wir natürlich vor dem Frühstück KEINE Liegen mit unseren Handtüchern "reserviert". So mußten wir erleben, dass bereits um 08:00 Uhr ALLE Liegen reserviert waren und nicht ein Mensch am Pool war. Weltklasse! Na dann gehen wir halt ans Meer! Dieser Umstand hat sich so die gesamten 7 Tage fortgesetzt. Liegen sind erst ab dem Nachmittag verfügbar! Abends ging es für uns nacheinander unter die Dusche im hellen, geräumigen Badezimmer. Alles sehr ordentlich! Bis auf einmal Duschwasser unter der Tür, aus dem Bad in den Wohnraum fließt. Massen! Der gesamte Boden ist voll! Der in den Boden eingelassene Duschablauf hält dem normalen Duschwasser nicht stand. Auch bei der zweiten Person ist nichts zu machen! Also alle Handtücher her und das gröbste wegwischen. Die Rezeption hat sich entschuldigt, neue Handtücher bringen lassen und einen Techniker angekündigt. Fassen wir es kurz: Der Techniker war in der Woche viermal da, die Putzfrau mußte noch öfter anrücken, um uns mit Handtüchern zu versorgen. Zimmer über Wasser - der Running Gag! Das Abendessen war abwechslungsreich und lecker. Es fand nur leider wieder in der o. g. Masthalle statt. Was auffällt: Hier haben 95 % der Herren auch beim Abendmahl eine kurze Hose an. Das macht den abendlichen Genuss nicht wirklich ansprechender! Positives: + tolle Lage, direkt am Meer + nettes, hilfsbereites Personal + gerechtfertigte Preise für Getränke, Snacks, Eis + bequeme Liegen am Pool (wenn man eine erhaschen kann) + abwechslungsreiches Abendessen Negatives: - sehr kleine Zimmer - Sonnenliegen stets reserviert (das Hotel unternimmt nichts dagegen) - Zimmersafe nur gegen Gebühr - Internet nur gegen Gebühr - Badehandtuch-Wechsel nur gegen Gebühr - kein Dresscode beim Abendessen (zumindest lange Hosen) - ungemütlich, unpersönlich, anonym (Massen-Hotel-Bettenburg) Unser Fazit: In diesem Hotel waren wir zweimal: das erste und das letzte Mal! Eine Weiterempfehlung können wir nicht aussprechen!


Zimmer
  • Eher schlecht
  • sehr klein


    Restaurant & Bars
  • Eher schlecht

  • Service
  • Sehr gut

  • Lage & Umgebung
  • Sehr gut

  • Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Familie
    Dauer:1 Woche im August 2017
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Marc
    Alter:41-45
    Bewertungen:4
    Kommentar des Hoteliers

    Lieber Gast, vielen Dank für Ihre offenen Worte. Das Reservieren von Liegestühlen ist nicht erlaubt. Wenn innerhalb von einer Stunde der Liegestuhl nicht besetzt ist, können die Handtücher von uns entfernt (Bademeister) werden. Wir sind aber sehr vorsichtig, da wir die Gäste, die zum Beispiel beim Frühstück sind, sich in der Toilette befinden oder zum baden gegangen sind usw., nicht belästigen bzw. nicht verärgern wollen. Die Gäste können folgende Bereiche zum sonnenbaden benutzen: die neue Terrasse im ersten Stock (“adults only”, 120 neue Liegestühle, jeden Tag bleiben viele frei, GRATIS), der Felsen-Bade-Platz/”Solarium” am Meer (240 Liegestühle) und die Pool-Terrasse (196 Liegestühle), GRATIS. Insgesamt 556 Liegestühle plus diverse Sitzmöglichkeiten wie zum Beispiel die Chill-Out Terrasse mit neuen Sofas (ca 80 Plätze). Gäste können auch den Rasen-Bereich zum sonnenbaden (ohne Liegestuhl) benutzen. Das Problem ist, dass die meisten Gäste einen Liegestühl in der ersten Reihe am Pool haben möchten und dies es nicht möglich. Liegestühle sind genug für alle da, aber in mehreren Bereichen. Es tut uns aufrichtig leid, dass Sie bei Ihrem letzten Besuch unzufrieden waren. Mit freundlichen Grüssen, Die Direktion