Das Hotel sieht von außen aus wie ein Krankenhaus mit spacigen Mini-Balkonen. Sollte man Interesse haben, sich auf dem Balkon aufzuhalten, sollte man nichts gegen eine kleine Unterhaltung mit dem Nachbarzimmer haben, man kann sich auch gerne etwas näher kommen, man steht quasi dicht nebeneinander. Die Zimmer sind extrem hellhörig, man kann nachts kaum schlafen, weil die meisten Hotelbewohner gegen 3 und 4 Uhr nachts volltrunken aus den Karaoke Bars heimkehren. Auch sollte man seine Kinder vor dem Besuch über Sex aufgeklärt haben, denn entweder hört man die Betten oder die Personen. Man sollte auf jeden Fall englisch sprechen können, da das Personal einen sonst kaum versteht. Deutsche sind eigentlich rar gestreut, eigentlich befindet man sich hier in einer nicht enden wollenden Karawane schlechtgekleideter ( auch gerne mal beim Essen leicht bekleideter), überbräunter Engänder. Preis/ Leistungsverhältnis ist aufgrund des Essens und der Hellhörigkeit nicht ok. Nehmen Sie sich Kreuzworträtsel mit für nachts und schlafen sie mittags. Wir haben uns ein Auto gemietet und sind die ganze Woche über die Insel geschippert, das war wirklich toll, die Insel an sich ist wunderschön. Wir haben eben so wenig Zeit wie möglich dort verbracht und haben meistens auswärts gegessen. Man muss dazu sagen, wir haben in diesem Urlaub extrem viel gelacht, man muss es eben mit Humor nehmen. Immerhin haben wir Last Minute gebucht und nicht viel erwartet. Wenn man jedoch hier seinen Jahresurlaub verbringen möchte, ist man sicher enttäuscht.
Die Größe des Zimmers ist ok, das Bad ausreichend groß. Sauberkeit wird nicht immer groß geschrieben. Die Klobürste hätte ich im Traum nicht ohne Handschuhe angefasst. Wie schon gesagt, ist der ganze Bunker ziemlich hellhörig, man kann morgens im dritten Stock deutlich die Küchenarbeiten hören. Der Fernseher war winzig klein, die Akustik beschissen. Die Lautsprecher an den Geräten (hinten am Gerät, nicht an der Seite angebracht) sind so kaputt, dass der Nachbar den Fernseher lauter hört als man selbst. Das löst in einem Flur auch gerne mal einen Dominoeffekt aus. Wir haben nur SAT 1 empfangen, andere Gäste hatten nur RTL. Ansonsten natürlich eine umfangreiche Auswahl an englischen Sendern. Die Klimaanlage hat gut funktioniert. Unser Bett war war MANGELHAFT und viel zu kurz. Wir haben uns Wasserkanister aus dem Dorf geholt, weil wir Angst hatten, dass Wasser äzt uns die Mundschleimhaut weg. Nach dem Duschen ist man keimfrei mit Chlorwasser desinfiziert.
Wir sind sehr spät angekommen, ich hatte bei der Buchung angegeben, dass mein Freund eine Geflügelallergie hat, man hatte uns in der Kühltheke des Speisesaals netterweise ein halbes Hähnchen aufgehoben. Naja, zum Glück war ein bißchen Grünzeug auf dem Teller. Nach der langen Reise hätten wir eigentlich beide Hunger gehabt. Spätestens beim Frühstück mit Glibber Bohnen und verbrannter Blutwurst verdirbt es jedem Nicht-Engländer jedoch wirklich den Appetit. Das Essen ist einseitig und durchweg fettig. Ein Paradies für Kinder: 7 Tage lang Pommes und andere Fast Food Artikel!! Einmal in der Woche ( zufälligerweise an dem Tag, an dem die Hotelbewertungszettel augeteilt werden, gibt es ein riesen Büffet mit künstlichem Brunnen in der Mitte, Shrimps und Salate, alles vom Feinsten. Die Reste des Buffets waren die Woche über dann in verschiedenen Salaten wiederzufinden. ( Nach dem dritten Tag habe ich keine Shrimps mehr angerührt). Wie oben bereits erwähnt hat man auch beim Essen Dauerbeschallung. Die sogenannten FRUCHTSÄFTE bestehen aus Instantpulver und Wasser, garantiert vitaminfrei! Der Kaffee ist etwas für hartgesottene. Aber nach einer durchzechten Nacht braucht man das wohl. brr
Super nervig ist die Dauerbeschallung. Sollte ich noch einmal in meinem Leben beim Essen gezwungen werden das Lied " Ring my bell" zu hören, werde ich schreien! Die Lieder laufen auch immer zur gleichen Zeit und 50 mal am Tag, man kann also ohne Probleme auf ein Abba oder Beatles revival Konzert gehen. Sie kennen jeden Song! Die AI Poolbar am Pool ist nicht AI, sie gehört nicht zum Hotel. Die weniger attraktive, nur mit Plastikbechern und Billigfusel ausgestattete Hotelbar mit Instantcocktails (bäh!) ist AI. Um 24 Uhr wird unter lautem Protest und mit Anwesenheit des Securities der Rolladen geschlossen. (Dann hört auch der Schmerz in den Ohren auf, die Musik wird ausgeschaltet.) Das Personal an der Rezeption ist sehr nett und hilfsbereit. Überhaupt ist das Personal in dem Hotel zuvorkommend und hilfsbereit (Ausgenommen der Animateure und der Kinderbetreuung) Wir haben Bekanntschaft mit einer Urlauberin gemacht, deren 4 jährige Tochter von der Kinderbetreuung weggeschickt wurde, weil sie kein englisch verstanden hat. Die alleinreisende Mutter hatte also keinen Urlaub. Wie nett! Daher auch nur 1,5 Sonnen.
Das Hotel liegt an einer netten kleinen Bucht, die morgens ab 5:30 von englischen Badetüchern besiedelt wird. Genau gegenüber liegt das Zwillingshotel, zu dem auch der Pool in der Katalogabbildung gehört. Die Bucht ist ab ca. 12 Uhr derartig überfüllt, dass man keinen Schritt tun kann, ohne jemandem auf das Handtuch zu treten. Nachmittags wird auch das Wasser in der Bucht aufgrund der Überfüllung ziemlich eklig. Durch die Strömung wird tagsüber ziemlich viel Dreck ( Tüten, Kondome, Kippenstummel etc) in die Bucht gespült, das Personal ist aber bemüht, die Bucht ist morgens auch immer einwandfrei sauber. Der Transfer vom Flughafen war abenteuerlich, mehr sage ich dazu besser nicht. Die 3,5 Sterne gibt es nur für die nahe gelegene Einkaufsmeile, den unkomplizierten Autoververleih-Stationen und der wunderschönen Aussicht, die man hat, wenn man ein paar Schritte vom Hotel entfernt oben an der Bucht entlang läuft.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Der hoteleigene Pool überschreitet kaum die Größe eines komfortablen Planschbeckens, meist bevölkert von rauchenden und biertrinkenden Erwachsenen. Das Wasser ist etwa 3 Grad kälter als eine Gulaschsuppe. Der "große Pool" ist eine eigene Luftmatrazeninsel (das ist zwar nicht erlaubt, interessiert aber weder Gäste noch Personal), das Wasser war kühl.Schwimmen war aber aus oben genanntem Grund nicht möglich. Animation gab es wohl, die englischen Gäste bleiben aber zusammen mit den Animateuren lieber unter sich. Bei der Abendanimation hatte man eigentlich keine Wahl, man hat bei der einen immer die Musik der anderen gehört. Im Zimmer hatte man aber den ganzen Abend Dauerlärm, weil man beide Vorführung in etwa gleich laut gehört hat.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Nicole |
| Alter: | 19-25 |
| Bewertungen: | 1 |


