Hotel der Verbote und griesgrämiger Gesichter.
Wir waren in Gebäude A (1Stock) untergebracht. Das Zimmer ist groß mit 2 Betten, 2 große Spiegeln, viel Ablageflächen, genügend Bügel, mehrere Schubladen. Kühlschrank mit Wasser, Pepsi und Zup jeden Tag gefüllt. Fernseher mit 2 deutschen Kanälen, 1 zur Zeit der WM ging aus Lizenzgründen nicht. Bad mit Badewanne war auch groß genug. Großen Balkon mit Wäscheleinen. Sehr Schöner Ausblich auf die Lagune und das Meer. In das Zimmer geschaut zum Reinigen wurde täglich, Fußboden in der Mitte gewischt, Handtücher gewechselt. Die Bettwäsche nicht. Figuren aus den Handtüchern auch gemacht, allerdingst aus den Handtüchern, die ich nachher zum Abtrocknen benutzen soll. Nun bin ich der Meinung, das Personal sollte lieber die Zeit in das Putzen investieren. Das Trinkgeld bekommen die so wie so.
Gleich beim ersten Besuch des Restaurants hatten mich die Gläser schockiert. Die sind aus hartem Plastik (so wie man die von Open-Air Veranstaltungen kennt), aber so was von abgenutzt, zerkratzt und beschädigt. Das gleiche gilt für Porzellan und Tortenglocken, größter Teil davon ist angeschlagen. Zum Frühstück gab ‘es frische Pfannkuchen und Omelettes mit sehr langen Wartezeiten. Obwohl der Koch über 4 Platten verfügte, war mein Mann mit dem Essen schon fertig bis ich meine 2 Spiegeleier, wohl gemerkt, nicht ganz durchgebraten bekam. Die Kinder wurden böse angeguckt wenn die mehr als 2 haben wollten. Es gab 3-4 Sorten Wurst, Käse, Überbackene Tomaten, Würstchen, gekochten Eier, Omelette, Cornflakes, Milch, Obstsalat, Feigen, Honig, Marmelade – jeden Tag, aber sehr lecker. Auf den Tischen stehen Kannen mit Kaffee, was sehr praktisch ist. Säfte aus den Automaten viel zu süß und ungenießbar. Zu Mittag haben wir immer an der Marine gegessen. Dort gab es Ständ mit Pasta, Pizza und Grillstation und Eis. Pasta verkocht, Pizza verbrannt. Abendessen findet in freien an dem Pool statt – ob das gut oder schlecht ist, jeder selbst entscheiden soll. Mich hat Wind beim Essen gestört (wer schon mal in Ägypten war, würde mich verstehen). rumfliegende Servietten, Tischdecken, die dir in den Teller landen, Plastikbecher, die umgekippt werden. Und dazu noch nicht ausreichende Beleuchtung. Das Essen war gut zubereitet und fast immer gut geschmeckt, wenn man den Sand, oder was das auch immer war, was an den Zähnen knirschte, weg lässt. Die kleine Abwechslung wurde durch thematische Abende erreich. Thai, Griechisch, Mexikanisch, Arabisch,… Obwohl die Kellner schlecht gelaunt waren, die Teller wurden relativ schnell wegräumt und an den Schultern in die Küche gebracht. Das waren die Jungs in den blauen Hemden, es gab noch die in den weißen, so was wie Oberkellner, was deren Aufgabe war, konnte ich nicht genau feststellen. Sie standen nur da, hatten die Messer und Gabeln in die Servietten eingewickelt und die Jungs in den blauen Hemden angeschrien. Die hätten lieber Tablett in die Hand genommen und den Gästen Getränke an den Tisch gebracht, weil das ewig gedauert hat. An der Marine hat das super funktioniert, die Kellner sind –zig mal an dir vorbeigelaufen und alles Mögliche an die Liege gebracht.
Die Frage, ob das schlecht gelaunte Personal und unfreundliche Bedienung in diesen Hotel Standard sind oder lag es an dem Ramadan, bleibt unbeantwortet. Bei der Einreise an der Rezeption gleichgültige Begrüßung, nur die Nachfrage, ob wir zum ersten Mal in Ägypten / diesem Hotel sind. Check-in verlief sehr schnell, nach dem Ausfüllen der Ankette bekamen wir die Schlüssel-Karte. Leider hat sich keiner die Mühe gegeben uns zu erklären wo sich was befindet. Auch im Zimmer befanden sich keine Informationsblätter. Schade eigentlich, bei der Größe der Anlage wäre dies sehr hilfreich. Später fanden wir an der Rezeption eine schlechte Kopie mit allen Infos.
Sehr schöne Lage, viel wasser, das Hotel wird vom Meer umarmt und geküsst. Für Nichtschwimmer und Kinder 2 Lagunen mit Sandstrand, für Schnorchler Marine mit Korallenriff und vielen Fischen. In der Lagune „B“ wohnen 2 Blaupunkt-Rochen, kleine Muränen, Seeigel – unbedingt Badeschuhe mitnehmen. Ich habe mich in die Lage verliebt. Zu jeder Zeit findet man an den Lagunen freien Liegen mit dicken Auflagen. Um einen Platz an der Marine oder 1 Poolreihe zu ergattern, müsste man schon früher aufstehen. Wir gucken uns immer den Sonnenaufgang an (um 5 Uhr), da laufen schon einige einsame, halbschlafende Seelen mit Handtüchern und suchen sich die besten Plätze aus. Auf die Begrüßung ist freundliches Guten Morgen zu hören. Sehr beliebt sind die Luftmatzatzen, in der Lagune B um den Insel zu schwimmen ist sehr amüsant. Überall hängen Verbotsschilder: Poolbar darf nicht in den nassen Klamotten, Strand/Marinebar nicht oben ohne betreten werden, in der Lobby nicht im Badeanzug erscheinen. Für Eis nur die vorgesehene kleine Becher, den kleine Jungen wurde das große Becher von dem Personal der East Bar im weißen Hemd aus der Hand gerissen. Und … Und … Und Strandtücher sind immer zu knapp, um 10 -11 Uhr morgens sind alle schon weg. Fast jeden Tag ging abends das Licht aus.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Da das Hotel überwiegend von deutschen Gästen besucht wird, ist die Animation auch entsprechend: unaufdringlich und langweilig. Jeden dritten Abend Oldy´s Disko an der Marine, Fakir Show, Bauchtänzerin, die Leute an die Bühne zehrt und die dort auslachen lasst und Mister und Miss Azur Wahl, wo Männer Bauchtanz in Kleider tanzen müssen. Kapute Lautsprecher machen alles noch schlimmer. Wassergymnastik und Zumba sehr langweilig und eintönig. Warum findet die Abendanimation in einem überdachten, klimatisierten Gebäude statt und das Essen draußen ist für mich ein Rätzel.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Irina |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


