Der erste Eindruck (im Hotel) ist durchaus einladend. Die Lobby ist sehr geräumig und vermittelt mit verschiedenen Kunstwerken den Flair des erwarteten Kunsthotels. Unbedingt vorher Alternativen zum Essen suchen oder etwas mitnehmen. Das Preis/Leistungsverhältnis für das Zimmer ist sehr gut. Für das Silvesterbuffet (69Euro pP) ohne warmes Essen, Service und Frühstück, dafür jedoch mit schlechter Musik hätten wir sehr chic an anderer Stelle sicher ein Traumhaftes Dinner bekommen. Wenn man was anderes in der Gegend vor hat sicher eine gute Basis, mehr nicht. Und wegen fehlendem Frühstück und Service auf keinen Fall 4 Sterne wert!
Das Saunazimmer war sehr groß, sauber und hatte alles was man braucht: Wasserkocher, Safe, Sat-TV, Sofa und Tisch, Schreibtisch, ein riesiger Schrank (leider Scharniere defekt) sogar freies Internet mit PC vorhanden (am TV). Zur Sauna oben die Infos. Dem sauberen und ebenfalls riesigen Badezimmer mit Föhn und sonstigen Hygieneartikeln fehlte lediglich ein Duschvorhang, da nach dem Duschen der Boden drumherum nass und dann sehr rutschig war.
Wir hatten das Silvesterbuffet gebucht. Dazu wurde auch Live-Musik versprochen. Wir hofften dem Kunsthotel und der Werbung entsprechend auf ein stilvolles Abendbuffet mit leichter Musik in angenehmem Ambiente. Was wir bekamen: trotz der Reservierung sollten wir zunächst bei älteren Damen am Sechsertisch Platz nehmen, was wir dann aber durch energische Widerrede noch abwenden konnten. Daraufhin hieß es zuerst, es sei kein anderer Platz verfügbar, da alles reserviert sei?! Wir hatten zwar schon reserviert und bezahlt aber das schien nicht zu zählen?!? Dann wurde uns ein Tisch für 4 Personen angeboten, der uns für den restlichen Abend allein gehörte. Service am Tisch gab es gar nicht: Getränke-Bons kaufen (20 min Schlange stehen), Getränke an der Bar selbst holen (20 min Schlange stehen). Die Auswahl an Wein: je genau ein Rot- und Weißwein, Bier (schal), Mineralwasser (super!). Das Buffet wurde nicht eroeffnet, irgendwann war auf einmal die Schlange da. (20 min Schlange stehen). Das Essen war nicht beschriftet, man konnte raten was man sich nahm, allerdings war eh alles eher lauwarm bis kalt, falls man noch etwas bekam oder wieder 40 min warten musste bis es Nachschub gab. Zum Nachtisch gab es rote Gruetze mit Vanillesosse, zumindest fuer die schnellsten 10 Gäste. Dann gab es Obst aus Dosen. Kaffee kostete extra! Die Live-Musik: die ersten 30 Minuten Hip-Hop von CD in Discolautstärke. Ein Gast hatte sich beschwert woraufhin ihm mit Rausschmiss gedroht wurde. Dann eine Pianistin, die etwa eine Stunde lang depressive Musik aus den Tasten holte und ehrlich gesagt war man froh wenn sie nicht auch noch versuchte dazu zu singen. Dann wieder 30 min Hip-Hop von CD, abgewechselt mit orientalischer Basar-Musik. Dann kam der Alleinunterhalter, der das gesamte Repertoire von Andrea Berg bis Wildecker Herzbuben perfekt darbot. Dorfkirmes-Flair im mit Kultur werbenden Kunsthotel! Wir haben es den anderen Gästen gleich getan und sind rechtzeitig nach dem Essen aufs Zimmer geflüchtet. Zum Jahreswechsel haben wir uns nochmal versichert, dass sich an der Stimmung der Feier nichts geändert hatte. Ein anderes Restaurant gab es nicht im Hotel und auch nicht in der näheren Umgebung. Frühstück: am Neujahrstag dann ab 14:00 Uhr (!) Auch für Gäste, die früher abreisen wollten: keine Chance auf Kaffee und Brötchen. Es stand zwar auf der Homepage, dass es täglich Frühstück auch um 10Uhr gäbe, war aber wohl eine Lesefehler unsererseits (laut Rezeption!). Anderen Gästen zur Folge gab es auch am Vortag schon kein Frühstück.
Die Rezeption ist leider sehr langsam. Elektronische Zimmerschlüssel wurden mehrfach falsch kodiert, sodass es zum Stau beim Umtausch kam. Alles musste in unserem Fall im Voraus bezahlt werden, was nicht stört aber einen guten Service auch nicht auszeichnet. Bei den Beschwerden am nächsten morgen (siehe Gastronomie) war es nicht möglich den Manager zu sprechen. Der Concierge konnte keine Beschwerden annehmen oder zufriedenstellend bearbeiten. Auch am Abend der Beschwerde selbst wurden diese nicht angenommen, man wurde fast noch belächelt.
Achtung: Ruhrpott! Man hofft bei der Anreise eigentlich, dass das Navigationsgerät sich getäuscht hat. Graue Wohnsilos zwischen heruntergekommenen Fabrikgebäuden schmücken die Umgebung.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Es gab diverse Wellnessprogramme, die wir nicht genutzt haben. Allerdings hatten wir ein Saunazimmer. Wegen der guten Idee gibt es hier 3 Sterne, auch wenn die Sauna leider nicht wärmer als 50 Grad wurde und nur für eine Person geeignet war. Man musste auch drinnen warten bis es warm wurde, da beim Öffnen der Tür die ganze Hitze auf einen Schlag weg war.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im Januar 2010 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Jochen |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


