Beim Betreten des Hotels wirkt alles zunächst professionell. Dieser Eindruck ändert sich jedoch recht schnell. Es ist auf den ersten Blick erstaunlich was man aus einem alten Industriebau machen kann. Wenn Sie mal schauen wollen wo Friedrich Engels groß geworden ist: Die Umgebung ist in einigen Teilen auch noch so erhalten und die Trostlosigkeit der Umgebung hat ihn wohl endgültig dazu gebracht das Weite zu suchen.
Die Künstlerzimmer sind alle individuell eingerichtet. Wir hatten das Liebeszimmer. Ist ja auch mal ganz nett. Die Spuren der Lebensfreude unserer Vorgänger waren an einigen Stellen noch deutlich erkennbar. Ein Zeichen, dass der Fußboden nicht allzu oft gewischt wird. Vielleicht sollen die Flecken auch zu Tätigkeiten inspirieren. Gut ist, dass die Minibar nichts extra kostet, schlecht ist, dass man nachts den Stecker ziehen muss, da der Kühlschrank zu laut ist. Das Personal klopft - immerhin - kurz an und steht dann auch schon gleich im Zimmer. Das Zimmer war groß und hell, es fehlten aber unendlich viele Details. Garderobenhaken und Ablageflächen werden in diesem besonderen Künstlerzimmer offensichtlich nicht so gebraucht.
Die wenigen Gerichte kommen aus der Tiefkühltruhe und die Rechnung kann auch nicht auf das Zimmer geschrieben werden. Der Umgangston ist nicht eines 4-Sterne-Hauses würdig.
Wir hatten mit unseren bescheidenen Fremdsprachenkenntnissen etwas Schwierigkeiten uns beim Personal verständlich zu machen. Einziges Highlight war die Rezeption, hier verstanden die Leute perfekt deutsch. Am Wochenende gibt es zum Frühstück richtigen Champagner. Wenn Sie Ihren Tisch entkrümelt und das Geschirr der Vorgänger zur Seite gestellt haben können sie beim Personal die Frage nach dem Champagner stellen. Nach einer Weile bringt man dann zwei gefüllte Gläser. Welcher Art das Getränk ist erfahren Sie leider nicht. Der versprochene Pianist hatte offensichtlich Urlaub. Werktags ist das Buffet um 2 Minuten nach 10 komplett weggeräumt.
Es ist ein trostloser Industrievorort, der bei einem zweitägigen Aufenthalt dazu zwingt den zweifelhaften Service in der Hotelgastronomie in Anspruch zu nehmen. Der 20minütige Fußweg zur Schwebebahn ist nicht das allerschönste Erlebnis.
Beliebte Aktivitäten
- Geschäftsreise
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1-3 Tage im September 2007 |
| Reisegrund: | Arbeit |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Rolf |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 2 |


